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Tag der offenen Tür in der Asbacher Hütte

Mann mit lächelndem Gesicht und Brille in dunklem, kuzärmeligem Hemd
Betriebsleiter Mathhiias Winau
Foto: Stiftungen kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

ASBACHER HÜTTE (kobinet)

Auf der Asbacher Hütte, einem Teil der Werkstätten kreuznacher diakonie gGmbH, wird Vielfalt und Teilhabe auf vielen Ebenen gelebt. Dazu gehört auch einmal im Jahr ein Tag der offenen Tür, zu dem alle eingeladen werden, die Interesse an der Arbeit und dem Alltag in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen haben. Am Freitag, dem 4. September 2026, zeigen die Beschäftigten in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr allen Besucherinnen und Besuchern, was die Einzigartigkeit dieses Betriebs ausmacht. Betriebsleiter Matthias Winau: "Bei uns greifen Naturschutz, Teilhabe, Handwerk und professionelle Industriemontage ineinander. Das Ganze in einem Arbeitsumfeld, das Stärken fördert, Sicherheit und Ruhe gibt, uns und unsere Beschäftigten stolz macht!" Wer hier auf dem bioland-zertifizierten Hüttenhof, in der Metzgerei, der Goldschmiede, dem Garten- und Landschaftsbau oder der Industriemontage arbeitet, hat nicht nur einen "Job". Berufliche Bildung und andere gemeinsame Aktivitäten wie etwa eine Tanzgruppe

Lesermeinungen

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1 Lesermeinung
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Uwe Heineker
31.08.2026 11:58

Ein „Tag der offenen Tür“ in einer Komplexeinrichtung wie der Asbacher Hütte ist das Paradebeispiel für die Romantisierung von Sonderwelten:

Ein »Tag der offenen Tür« in einer Sonderwelt ist keine Inklusion – es ist PR für die Aufrechterhaltung der Aussonderung.

Echte Inklusion heißt nicht, dass die Gesellschaft einmal im Jahr als Gast in eine Sondereinrichtung kommen darf, um Kekse zu essen und Handarbeiten zu kaufen. Echte Inklusion heißt, dass Sonderwelten abgebaut werden und Menschen mit Behinderung selbstverständlich mitten in der Gesellschaft wohnen, leben und zu tariflichen Löhnen arbeiten.

Solche Festveranstaltungen verdecken die harte Realität: Hier werden Artikel 19 (Freie Wohnortwahl & Leben in der Gemeinschaft) und Artikel 27 (Inklusiver Arbeitsmarkt) der UN-Behindertenrechtskonvention seit Jahrzehnten mit Füßen getreten. Das System feiert sich selbst, statt endlich Perspektiven für das Verlassen der Anstalt zu schaffen.

Als Diplom-Sozialarbeiter (Jg. 1955), der bei der Einschulung Anfang der 1960er Jahre selbst vom Gesundheitsamt als »bildungsunfähig« eingestuft wurde, verfolge ich diese Inszenierungen der Wohlfahrtsindustrie seit einem halben Jahrhundert. In meinem Anklage-Protokoll belege ich das systematische Versagen bei der Umsetzung des Völkerrechts lückenlos:

»2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich!«

• Teil 1 (Fach-Sprache in gut lesbarer Großschrift): Glasklare juristische und politische Analyse der UN-Rügen, BGG-Defizite und Sonderstrukturen – das Werkzeug für Gerichte, Politik und Verbände.
• Teil 2 (Leichte Sprache): Das gesamte Buch vollständig barrierefrei übersetzt – damit Betroffene auf Augenhöhe für ihre Grundrechte streiten können.

🎬 Video-Trailer: https://f1p.de/trailer-buch2031
📖 Buch & Details: https://t1p.de/buch2031

Hört auf, Sonderwelten als Vorzeigeorte zu verkaufen. Menschen mit Behinderung brauchen keine Tag-der-offenen-Tür-Romantik, sondern die volle Durchsetzung ihrer Menschen- und Bürgerrechte!