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Hunderte beim europäischemn Protesttag in Erlangen

Mehrere Personen mit Transparenten mit Texten in welchen keine Einsparungen gefordert wird
Demonstratio9n in Erlangen
Foto: Lebenshilfe Erlangen

ERLANGEN (kobinet) Um auf die gleichen Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung aufmerksam zu machen, hatte die Lebenshilfe in Erlangen zu einer Demonstration aufgerufen. Dieser Einladung waren am 5. Mai  über 300 Menschen gefolgt, die sich um 16.30 Uhr auf dem Hugenottenplatz versammelt hatten, um gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für Solidarität und Teilhabe zu demonstrieren. In den vergangenen Monaten wurde öffentlich darüber diskutiert, die Kosten für die Eingliederungshilfe zu begrenzen. Verbände sowie Menschen mit Beeinträchtigung und deren Angehörige sind darüber sehr beunruhigt. Katharina Scharov, Mutter einer Tochter mit Beeinträchtigung: "Viel zu oft stoßen wir auf Barrieren. Ich wünsche mir mehr Unterstützung. Wir dürfen nicht alleine gelassen werden."

Auch Vertreter der Politik waren vor Ort und versprachen, sich für die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigung stark zu machen. So betonte Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, es sei ihm ein wichtiges Anliegen, den Sozialstaat, den wir in den letzten Jahrzehnten erarbeitet haben, erhalten zu können. Oberbürgermeister Jörg Volleth versprach: „Inklusion war uns als Stadt Erlangen in den letzten Jahrzehnten schon immer sehr wichtig. Dennoch ist mir klar, dass der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft noch ein weiter ist. Inklusion bedeutet, dass die Gesellschaft auf die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigung eingehen muss. Wir werden alles dafür tun, dass wir das schaffen.“

Frank Morell, 1. Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Erlangen, hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Erlangen und dem Bezirk Mittelfranken hervor. Dennoch zeigte auch er sich besorgt über die aktuelle politische Debatte: „Eingliederungshilfe ist kein Luxus und kein freiwilliger Zuschuss. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt leben und ihre Rechte wahrnehmen können. Mit der Ratifikation der Behindertenrechtskonvention hat Deutschland anerkannt, dass Teilhabe Menschenrecht ist – dies muss der Maßstab bleiben! Wir fordern daher eine ausreichende finanzielle Ausstattung des Bezirks.