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LAG WfbM Rheinland-Pfalz feiert 50-jähriges Bestehen und 20 Jahre Budget für Arbeit

Sieben Personen stehen auf einer Bühne mit der Absichtserklärung in der Hand
Die Absichtserklärung wird vorgestellt
Foto: LAG WfbM Rheinland-Pfalz e.V.

MAINZ (kobinet)

Die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) Rheinland-Pfalz hat am 7. September 2026 in Ingelheim ihr 50-jähriges Bestehen sowie 20 Jahre Budget für Arbeit gefeiert. An der Veranstaltung nahmen über 400 Menschen teil. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung wollen die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz, das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend, die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz das Budget für Arbeit deutlich stärken. Ihr gemeinsames Ziel: Sie bündeln ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Netzwerke und setzen sich dafür ein, vom 1. Januar 2027 bis Ende 2028 170 neue Budget-Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz zu schaffen.

Lesermeinungen

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1 Lesermeinung
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Uwe Heineker
09.09.2026 11:59

50 Jahre Ausgrenzung verlangen eine Entschuldigung – keine Jubiläumsfeier!

Wer 50 Jahre WfBM feiert, feiert ein halbes Jahrhundert systematische Separation und die Verweigerung des gesetzlichen Mindestlohns für Menschen mit Behinderungen. Dass sich die LAG WfBM Rheinland-Pfalz zusammen mit Politik und Kammern bei Lachsbrötchen für 170 geplante Budget-Arbeitsplätze in zwei Jahren bejubelt, grenzt an Zynismus.

Rechnen wir nach: 170 Plätze in zwei Jahren – bei Tausenden Menschen, die in Rheinland-Pfalz in Sonderwelten festgehalten werden. Das ist keine „Stärkung der Inklusion“, das ist eine statistische Homöopathie im Promillebereich! Das Budget für Arbeit verkommt hier einmal mehr zum bequemen Feigenblatt, um das millionenschwere Geschäftsmodell der Werkstattkonzerne unangetastet zu lassen.

Was es nach 50 Jahren bräuchte, wäre keine vage Absichtserklärung, sondern:

  1. in verbindlicher Transformationsfahrplan zum Abbau der Sonderstrukturen hin zu echten Inklusionsfirmen und Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt.
  2. Die sofortige Abkehr vom Sonderstatus und die Einhaltung der UN-Behindertenrechtskonvention.
  3. Der gesetzliche Mindestlohn für alle Beschäftigten – auch in den Werkstätten.

Deutschland steuert auf die UN-Staatenprüfung 2031 zu. Solche Selbstbeweihräucherungs-Events zeigen der Genfer Menschenrechtskommission nur eines:

Die Einsicht in den eklatanten Völkerrechtsbruch fehlt bei den Trägern und der Landespolitik nach wie vor vollständig – hier würde die Lektüre von https://buchshop.bod.de/2031-deutschland-die-welt-blickt-auf-dich-uwe-heineker-9783696321369 ihnen sehr viel weiterhelfen …