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VdK fordert dauerhafte Absicherung von Pflegepersonen gegen Altersarmut

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Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Anlässlich des heutigen bundesweiten Tags der pflegenden Angehörigen fordert der Sozialverband VdK eine deutlich bessere soziale Absicherung für die Millionen Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen – häufig unbezahlt und rund um die Uhr. Rund 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt, meist von ihren Angehörigen, so VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Wer beispielsweise die eigene Mutter oder den eigenen Vater pflegt, reduziere häufig die Arbeitszeit oder gebe den Beruf ganz auf, erklärte Bentele. Die damit verbundenen Einkommenseinbußen wirkten sich auch auf die spätere Rente aus und erhöhten das Risiko für Altersarmut. Viele pflegende Angehörige stünden damit vor einem Dilemma: Sie übernähmen Verantwortung für ihre Familie und riskierten gleichzeitig, dadurch selbst im Alter finanziell schlechter abgesichert zu sein.

Die VdK-Pflegestudie 2023, durchgeführt von der Hochschule Osnabrück, habe bereits gezeigt, dass pflegende Angehörige ein um vier Prozentpunkte höheres Armutsrisiko als die Gesamtbevölkerung hätten. Besonders betroffen seien pflegende Frauen sowie Pflegepersonen unter 64 Jahren.

Vor diesem Hintergrund wertet der VdK die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, die geplante Kürzung der Rentenversicherungsbeiträge pflegender Angehöriger zurückzunehmen, als wichtiges Signal. "Eine Ankündigung allein reicht jedoch nicht", betont Bentele. "Entscheidend ist jetzt die Umsetzung. Die Finanzierung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige muss verbindlich und dauerhaft gesichert werden. Wer tagtäglich Verantwortung für einen pflegebedürftigen Menschen übernimmt, darf dafür nicht im Alter mit finanziellen Nachteilen bestraft werden."

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