BERLIN (kobinet)
Heute gibt es neue PISA-Ergebnisse.
PISA ist eine große Schul-Studie.
Dabei wird das Wissen von Schülerinnen und Schülern verglichen.
Die Kinder kommen aus vielen verschiedenen Ländern.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk reagiert auf die Ergebnisse.
Es fordert mehr Bildungs-Gerechtigkeit in Deutschland.
Bildungs-Gerechtigkeit bedeutet: Alle Kinder haben gleiche Chancen.
Es spielt keine Rolle, wie viel Geld die Familie hat.
In Deutschland ist das aber nicht so.
Kinder aus armen Familien haben schlechtere Chancen.
Das ist seit vielen Jahren bekannt.
Aber es ändert sich zu wenig.
Holger Hofmann ist der Chef des Deutschen Kinder-Hilfs-Werkes.
Er sagt: Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung.
Kein Kind darf benachteiligt werden.
Benachteiligt bedeutet: Jemand hat schlechtere Chancen als andere.
Diese Person wird ungerecht behandelt.
Bund, Länder und Kommunen müssen jetzt handeln.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Sie haben eine eigene Verwaltung vor Ort.
Es braucht mehr Geld für Schulen.
Es braucht mehr Lehr-Kräfte.
Kinder-Rechte sollen in jeder Schule wichtig sein.
Schülerinnen und Schüler sollen mitbestimmen dürfen.
Mitbestimmung bedeutet: Kinder können sagen, was sie wollen.
Erwachsene hören zu und berücksichtigen das.
Das passiert bisher zu selten.
Mitbestimmung hilft Kindern beim Lernen.
Kinder bekommen mehr Lust auf die Schule.
Im Mai hat das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk den Kinder-Report 2026 veröffentlicht.
Ein Kinder-Report ist ein Bericht über die Lage von Kindern.
Darin steht, was Kinder brauchen und was besser werden soll.
Der Kinder-Report 2026 handelt von Bildungs-Gerechtigkeit.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk hat viele Menschen in Deutschland befragt.
Die meisten Menschen wollen mehr Geld für Bildung.
Die Menschen wollen auch große Veränderungen im Schul-System.
Kinder aus armen Familien sollen bessere Chancen bekommen.
Das fordern Erwachsene.
Das fordern auch Kinder und Jugendliche selbst.
Die befragten Menschen wünschen sich gleiche Bildungs-Standards.
Bildungs-Standards sind Regeln dafür, was Kinder lernen sollen.
Diese Regeln sollen in ganz Deutschland gleich sein.
Das soll nicht vom Bundes-Land abhängen.
Kita und Schule sollen kostenlos sein.
Es soll mehr Fach-Personal in Schulen und Kitas geben.
Fach-Personal sind ausgebildete Fachleute für eine bestimmte Aufgabe.
Zum Beispiel Erzieherinnen in der Kita.
Kitas sind Kinder-Tages-Stätten für kleine Kinder vor der Schule.
Mehr Fach-Personal bedeutet bessere Betreuung für die Kinder.
Kitas, Schulen und Jugend-Arbeit sollen besser zusammenarbeiten.
Jugend-Arbeit bedeutet: Fachleute unterstützen junge Menschen.
Es gibt Angebote für Freizeit, Beratung und Gemeinschaft.
Geflüchtete Kinder sollen schnell in normale Schulen kommen.
Geflüchtet bedeutet: Jemand musste sein Land verlassen.
Der Grund war Gefahr, Krieg oder Verfolgung.
Geflüchtete Kinder sollen gemeinsam mit anderen Kindern lernen.
Demokratie-Bildung soll in allen Schulen Pflicht sein.
Demokratie bedeutet: Alle Menschen dürfen mitbestimmen.
Demokratie-Bildung bedeutet: Kinder lernen, wie das funktioniert.
Schülerinnen und Schüler sollen mehr mitbestimmen dürfen.
Es soll mehr Sprach-Förderung geben.
Sprach-Förderung bedeutet: Kinder bekommen besondere Hilfe beim Sprechen und Lesen.
Es soll mehr Schul-Sozial-Arbeit geben.
Schul-Sozial-Arbeit bedeutet: Fach-Leute helfen Kindern und Familien bei Problemen in der Schule.
Es soll mehr Beratung für Kinder und Familien geben.
Das alles soll besonders Kindern in schwierigen Lebens-Lagen helfen.
Foto: Alexandra_Koch In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet)
Angesichts der heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse fordert das Deutsche Kinderhilfswerk Bund, Länder, Kommunen und Schulen auf, einen wesentlich stärkeren Fokus auf die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu legen. "In Deutschland hängen Bildungs- und Teilhabechancen weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab. Das ist seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert wird. Diese Benachteiligung von Kindern aus Familien, die von Armut betroffen sind, widerspricht dem Recht jedes Kindes auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung und auf bestmögliche Entwicklung. Kein Bildungssystem kann langfristig erfolgreich sein, ohne Chancengerechtigkeit sicherzustellen. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für den chancengerechten Zugang zu einer angemessenen beruflichen Entwicklung. Deshalb braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln von Bund, Ländern und Kommunen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Dafür müssen sowohl finanzielle Ressourcen mobilisiert, der Lehrkräftemangel effektiv angegangen als auch Schule und Schulunterricht selbst verändert werden. Dazu zählt beispielsweise die Vermittlung von Kinderrechten, die in Schulen zu einem Leitgedanken gemacht werden sollten, und die ins Leitbild jeder Schule gehören. Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern ist hier eine wesentliche Komponente, die leider in zu vielen Schulen nicht in den Blick genommen wird. Denn die gelingende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und die damit verbundene Erfahrung von Selbstwirksamkeit bilden die Grundlage dafür, herausfordernde Situationen zu bewältigen und ein schulisches Miteinander zu gestalten, das die Lernmotivation stärkt", so Hofmann weiter.
Zum Thema Bildungsgerechtigkeit hatte das Deutsche Kinderhilfswerk im Mai dieses Jahres den Kinderreport 2026 veröffentlicht. Nach der dem Kinderreport zugrunde liegenden repräsentativen Umfrage fordern sehr große Teile der Bevölkerung in Deutschland mehr staatliche Investitionen und umfangreiche Reformen im Bildungssystem, um insbesondere von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Kindern mehr Bildungschancen zu bieten. Dabei sprechen sich sowohl die Erwachsenen als auch die befragten Kinder und Jugendlichen für einheitliche Bildungsstandards und Bildungsbedingungen in ganz Deutschland unabhängig vom Bundesland aus, zudem sollte Bildung von der Kita bis zur Schule generell kostenfrei sein. Das sollte einhergehen mit mehr qualifiziertem Personal an Schulen und Kitas, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten. Auch die stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Bildungsinstitutionen wie Kita, Schule oder Jugendarbeit wird ebenso priorisiert wie die Forderung nach einem verpflichtenden und schnellen Zugang geflüchteter Kinder zur Regelschule gemeinsam mit Kindern ohne Fluchterfahrung. Als wichtige Maßnahmen, um Mitbestimmung, Teilhabe und demokratisches Lernen von Kindern und Jugendlichen in Kita und Schule zu fördern, werden insbesondere eine verbindliche Demokratiebildung in Schulen und mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler im Schulalltag bewertet. Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder und Jugendlichen sprechen sich darüber hinaus für verbindliche Lern- und Sprachförderangebote sowie eine flächendeckende Schulsozialarbeit und mehr psychosoziale Beratungsmöglichkeiten aus, um insbesondere die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder zu verbessern. Das gilt auch für Unterstützungsangebote für Familien in belasteten Lebenslagen.
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BERLIN (kobinet)
Angesichts der heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse fordert das Deutsche Kinderhilfswerk Bund, Länder, Kommunen und Schulen auf, einen wesentlich stärkeren Fokus auf die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu legen. "In Deutschland hängen Bildungs- und Teilhabechancen weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab. Das ist seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert wird. Diese Benachteiligung von Kindern aus Familien, die von Armut betroffen sind, widerspricht dem Recht jedes Kindes auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung und auf bestmögliche Entwicklung. Kein Bildungssystem kann langfristig erfolgreich sein, ohne Chancengerechtigkeit sicherzustellen. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für den chancengerechten Zugang zu einer angemessenen beruflichen Entwicklung. Deshalb braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln von Bund, Ländern und Kommunen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Dafür müssen sowohl finanzielle Ressourcen mobilisiert, der Lehrkräftemangel effektiv angegangen als auch Schule und Schulunterricht selbst verändert werden. Dazu zählt beispielsweise die Vermittlung von Kinderrechten, die in Schulen zu einem Leitgedanken gemacht werden sollten, und die ins Leitbild jeder Schule gehören. Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern ist hier eine wesentliche Komponente, die leider in zu vielen Schulen nicht in den Blick genommen wird. Denn die gelingende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und die damit verbundene Erfahrung von Selbstwirksamkeit bilden die Grundlage dafür, herausfordernde Situationen zu bewältigen und ein schulisches Miteinander zu gestalten, das die Lernmotivation stärkt", so Hofmann weiter.
Zum Thema Bildungsgerechtigkeit hatte das Deutsche Kinderhilfswerk im Mai dieses Jahres den Kinderreport 2026 veröffentlicht. Nach der dem Kinderreport zugrunde liegenden repräsentativen Umfrage fordern sehr große Teile der Bevölkerung in Deutschland mehr staatliche Investitionen und umfangreiche Reformen im Bildungssystem, um insbesondere von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Kindern mehr Bildungschancen zu bieten. Dabei sprechen sich sowohl die Erwachsenen als auch die befragten Kinder und Jugendlichen für einheitliche Bildungsstandards und Bildungsbedingungen in ganz Deutschland unabhängig vom Bundesland aus, zudem sollte Bildung von der Kita bis zur Schule generell kostenfrei sein. Das sollte einhergehen mit mehr qualifiziertem Personal an Schulen und Kitas, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten. Auch die stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Bildungsinstitutionen wie Kita, Schule oder Jugendarbeit wird ebenso priorisiert wie die Forderung nach einem verpflichtenden und schnellen Zugang geflüchteter Kinder zur Regelschule gemeinsam mit Kindern ohne Fluchterfahrung. Als wichtige Maßnahmen, um Mitbestimmung, Teilhabe und demokratisches Lernen von Kindern und Jugendlichen in Kita und Schule zu fördern, werden insbesondere eine verbindliche Demokratiebildung in Schulen und mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler im Schulalltag bewertet. Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder und Jugendlichen sprechen sich darüber hinaus für verbindliche Lern- und Sprachförderangebote sowie eine flächendeckende Schulsozialarbeit und mehr psychosoziale Beratungsmöglichkeiten aus, um insbesondere die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder zu verbessern. Das gilt auch für Unterstützungsangebote für Familien in belasteten Lebenslagen.





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