Berlin (kobinet)
Viele Menschen in Deutschland sind gegen Kürzungen in der Pflege.
Kürzungen bedeutet: Es wird weniger Geld gezahlt.
Menschen bekommen weniger Hilfe als vorher.
Das zeigt eine Umfrage des Sozial-Verbands VdK.
Bei einer Umfrage werden viele Menschen befragt.
Sie antworten auf Fragen zu einem Thema.
Der Sozial-Verband VdK ist eine große Organisation.
Diese Organisation hilft Menschen in Not.
Der VdK setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Der VdK setzt sich auch für ältere Menschen ein.
Das Umfrage-Institut You-Gov hat die Umfrage durchgeführt.
Die Bundes-Regierung plant Spar-Maßnahmen in der Pflege.
Spar-Maßnahmen bedeutet: Der Staat gibt weniger Geld aus.
Manche Hilfen werden dann gekürzt oder gestrichen.
Der VdK sieht die Pflege dadurch in Gefahr.
77 Prozent der Befragten sind gegen einen schwereren Zugang zum Pflege-Grad.
Der Pflege-Grad zeigt, wie viel Hilfe ein Mensch braucht.
Je höher der Pflege-Grad, desto mehr Hilfe bekommt man.
Nur 15 Prozent halten das für in Ordnung.
72 Prozent der Befragten lehnen strengere Regeln für höhere Pflege-Grade ab.
Auch der VdK hält solche Maßnahmen für falsch.
Der VdK nennt diese Maßnahmen unwirtschaftlich.
Unwirtschaftlich bedeutet: Etwas kostet am Ende mehr Geld als es spart.
Es ist keine gute Lösung.
Sie kosten am Ende mehr Geld.
VdK-Präsidentin Verena Bentele hat dazu etwas gesagt.
Eine Präsidentin ist die Chefin einer Organisation.
Sie leitet die Arbeit der Organisation.
Ein späterer Zugang zum Pflege-Grad belastet die Familien.
Das kann zu schwierigen Situationen führen.
Später entstehen dann oft teurere Pflege-Formen.
Deshalb braucht es mehr Vorbeugung und Wieder-Herstellung der Gesundheit.
Vorbeugung bedeutet: Man handelt vorher.
Dann passiert nichts Schlimmes.
80 Prozent der Befragten lehnen eine weitere Maßnahme ab.
Die Maßnahme: In den ersten Monaten soll nur die Hälfte der Hilfen gezahlt werden.
Hilfen sind Unterstützung oder Geld vom Staat.
Menschen bekommen diese Hilfen, wenn sie sie brauchen.
Auch der VdK lehnt das klar ab.
Die erste Zeit in der Pflege ist besonders wichtig.
Diese Zeit darf nicht geschwächt werden.
Diese Kürzungen würden vor allem Pflege-Grad 2 und 3 treffen.
Geld-Kürzungen in dieser Phase belasten die Familien stark.
In dieser Zeit muss Pflege erst organisiert werden.
In dieser Zeit muss das Leben neu geordnet werden.
71 Prozent der Befragten lehnen Kürzungen bei Pflege-Grad 1 ab.
Pflege-Grad 1 umfasst zum Beispiel den Haus-Notruf.
Der Haus-Notruf ist ein Gerät für Notfälle zu Hause.
Pflege-Hilfs-Mittel sind Dinge, die beim Pflegen helfen.
Zum Beispiel ein Roll-Stuhl oder ein Pflege-Bett.
Auch Pflege-Hilfs-Mittel sollen nicht gekürzt werden.
55 Prozent lehnen auch eine Zusammenfassung vieler Pflege-Hilfen ab.
Dabei würde nur noch ein bestimmter Höchst-Betrag gezahlt.
Ein Höchst-Betrag ist die größte Summe Geld, die gezahlt wird.
Mehr Geld gibt es nicht.
Das würde in vielen Bereichen zu großen Kürzungen führen.
Reformen sind neue Regeln oder Gesetze.
Sie sollen etwas verändern oder verbessern.
Der VdK hält solche Reformen für falsch.
Die Bundes-Regierung will die häusliche Pflege stärken.
Häusliche Pflege bedeutet: Menschen werden zu Hause gepflegt.
Mit diesen Plänen würde sie das Gegenteil erreichen.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe bei der Pflege brauchen.
Sie können sich nicht alleine um alles kümmern.
Pflege-Bedürftige und ihre Familien dürfen nicht die Leidtragenden sein.
Leidtragende sind Menschen, die am meisten unter etwas leiden.

Foto: ht
Berlin (kobinet) Eine große Mehrheit der Bevölkerung lehnt Leistungskürzungen in der Pflege ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Sozialverbands VdK, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt hat. Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung angekündigten Sparmaßnahmen sieht der VdK die pflegerische Versorgung in Gefahr. Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) sind gegen einen erschwerten Zugang zu einem Pflegegrad, wie er aktuell diskutiert wird. Lediglich 15 Prozent halten dies für akzeptabel. Mit 72 Prozent lehnt ein Großteil der Befragten es zudem ab, die Voraussetzungen für die Einstufung in einen höheren Pflegegrad zu verschärfen. Auch der VdK hält solche Maßnahmen für sozial falsch und unwirtschaftlich.
VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte: „Wird der Zugang zu einem Pflegegrad verzögert, verlagert das die Belastung auf die pflegenden Angehörigen und kann zu Krisensituationen und später zu teureren Versorgungsformen führen. Anstatt den Zugang zu Leistungen zu erschweren, braucht es den Ausbau von Prävention und Rehabilitation.“ Auf sehr große Ablehnung (80 Prozent) stößt die Maßnahme, Leistungen in den ersten Monaten nach der Einstufung in einen Pflegegrad nur zur Hälfte auszuzahlen. Auch der VdK lehnt das entschieden ab, weil gerade die sensible Frühphase der Pflege nicht geschwächt, sondern verlässlich abgesichert werden muss. Das betrifft nach bisherigen Planungen vor allem die Pflegegrade 2 und 3. „Wer in dieser Phase Geld kürzt, belastet Haushalte dort zusätzlich, wo Pflege erst organisiert, Arbeit umgestellt und Versorgung stabilisiert werden muss“, so Verena Bentele.
Leistungen wie Zuschüsse für den Hausnotruf oder Pflegehilfsmittel im Pflegegrad 1 zu kürzen, hält mit 71 Prozent der Befragten eine große Mehrheit für nicht akzeptabel. Auch die Zusammenfassung vieler Pflegeleistungen, die dann nur noch bis zu einem bestimmten Oberbetrag bezahlt würden, lehnt mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten ab. Der VdK hält Reformen, die in vielen Leistungsbereichen zu enormen Kürzungen führen, für falsch. Die Umfrage zeigt, dass auch große Teile der Bevölkerung solche Kürzungen ablehnen. „Die Bundesregierung hat sich auf die Fahne geschrieben, die häusliche Pflege zu stärken. Mit ihren Plänen würde sie genau das Gegenteil erreichen und die pflegerische Versorgung massiv erschweren. Unsinnige Leistungskürzungen gefährden die pflegerische Versorgung. Es ist nicht klug, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen die Leidtragenden einer Reform werden, bei der es in erster Linie ums Sparen geht“, erklärte Verena Bentele.

Foto: ht
Berlin (kobinet) Eine große Mehrheit der Bevölkerung lehnt Leistungskürzungen in der Pflege ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Sozialverbands VdK, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt hat. Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung angekündigten Sparmaßnahmen sieht der VdK die pflegerische Versorgung in Gefahr. Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) sind gegen einen erschwerten Zugang zu einem Pflegegrad, wie er aktuell diskutiert wird. Lediglich 15 Prozent halten dies für akzeptabel. Mit 72 Prozent lehnt ein Großteil der Befragten es zudem ab, die Voraussetzungen für die Einstufung in einen höheren Pflegegrad zu verschärfen. Auch der VdK hält solche Maßnahmen für sozial falsch und unwirtschaftlich.
VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte: „Wird der Zugang zu einem Pflegegrad verzögert, verlagert das die Belastung auf die pflegenden Angehörigen und kann zu Krisensituationen und später zu teureren Versorgungsformen führen. Anstatt den Zugang zu Leistungen zu erschweren, braucht es den Ausbau von Prävention und Rehabilitation.“ Auf sehr große Ablehnung (80 Prozent) stößt die Maßnahme, Leistungen in den ersten Monaten nach der Einstufung in einen Pflegegrad nur zur Hälfte auszuzahlen. Auch der VdK lehnt das entschieden ab, weil gerade die sensible Frühphase der Pflege nicht geschwächt, sondern verlässlich abgesichert werden muss. Das betrifft nach bisherigen Planungen vor allem die Pflegegrade 2 und 3. „Wer in dieser Phase Geld kürzt, belastet Haushalte dort zusätzlich, wo Pflege erst organisiert, Arbeit umgestellt und Versorgung stabilisiert werden muss“, so Verena Bentele.
Leistungen wie Zuschüsse für den Hausnotruf oder Pflegehilfsmittel im Pflegegrad 1 zu kürzen, hält mit 71 Prozent der Befragten eine große Mehrheit für nicht akzeptabel. Auch die Zusammenfassung vieler Pflegeleistungen, die dann nur noch bis zu einem bestimmten Oberbetrag bezahlt würden, lehnt mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten ab. Der VdK hält Reformen, die in vielen Leistungsbereichen zu enormen Kürzungen führen, für falsch. Die Umfrage zeigt, dass auch große Teile der Bevölkerung solche Kürzungen ablehnen. „Die Bundesregierung hat sich auf die Fahne geschrieben, die häusliche Pflege zu stärken. Mit ihren Plänen würde sie genau das Gegenteil erreichen und die pflegerische Versorgung massiv erschweren. Unsinnige Leistungskürzungen gefährden die pflegerische Versorgung. Es ist nicht klug, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen die Leidtragenden einer Reform werden, bei der es in erster Linie ums Sparen geht“, erklärte Verena Bentele.




