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BERLIN (kobinet)
Mit dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung für Grundschulkinder ab dem 1. August ist nach Einschätzung des Deutschen Caritasverbandes (DCV) ein familien- und bildungspolitischer Meilenstein erreicht. "Die Halbtagsschule alten Typs passt nicht zu den Lebenswirklichkeiten von Kindern und Familien heute. Es braucht verlässliche Angebote der Förderung auch am Nachmittag, die die Bedingungen guten Aufwachsens in einer angespannten Gesellschaft verbessern", betont Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes.
Wenn Betreuungseinrichtungen künftig noch stärker Teil des Unterstützungssystems für Familien werden sollen, wie von der Bundesregierung avisiert, brauchen sie ausreichend Personal, Zeit und fachliche Kompetenz, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. "Ganztagsschulen, Horte und Ferienangebote müssen Orte sein, an denen Kinder gerne sind, soziale Beziehungen erleben, Rückzugsmöglichkeiten, Spiel- und Leseecken finden und unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen erhalten", betont Caritas Präsidentin Welskop-Deffaa.
Kommunen, Länder, Schulen, Jugendämter und freie Träger – wie auch die Caritas – sind gemeinsam gefordert, das Bildungs- und Resilienzversprechen des Ganztags einzulösen. Gute gesetzliche Rahmenbedingungen sind die Voraussetzung für ein gutes Miteinander zum Wohle der Kinder.





Das Ganztagsangebot ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung. Gerade bringen wir in der Region Hannover das Angebot eines gesunden Mittagessens für die Schülerinnen und Schüler auf den Weg und sind mit den Akteuren vor Ort im Gespräch.
Eva Welskop-Deffaa spricht auch noch einen weiteren wichtigen Punkt an: damit Kinder gern in der Schule sind und einen Ort des Gern-Lernens und Vertrauens haben, braucht es auch gut ausgebildete Kräfte mit Einfühlungsvermögen. Ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben fängt schon von Kindesbeinen an.
Cornelia Fett, Garbsen