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Regierungsentwurf zur BGG-Reform ist vertane Chance für eine inklusive Gesellschaft

Corrina Rüffer
Corrina Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zum Kabinettsbeschluss für ein Gesetz zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) hat sich auch Corinna Rüffer, die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu Wort gemeldet: „Man hatte schon nicht mehr damit gerechnet: Die Bundesregierung hat heute – nach einem Dreivierteljahr – die als Teil ihres 100-Tage-Sofortprogramms angekündigte Novelle des Behindertengleichstellungsgesetzes durchs Kabinett gebracht. Zuvor war der Punkt monatelang von einer Tagesordnung zur nächsten geschoben worden. Wenn dieses Rumgeeiere wenigstens einen großen Wurf zum Gegenstand gehabt hätte. Aber was Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Innenminister Alexander Dobrindt da so lange erfolgreich blockierten, war und ist angesichts der Anforderungen an eine moderne und barrierefreie Gesellschaft ein ganz schwaches Papierchen.“

Schlechter Gesetzentwurf für BGG-Reform passt zum Zeitgeist

Dr. Sigrid Arnade in Berlin
Arnade
Foto: ISL e.V.

Berlin (kobinet) Nach Ansicht der Sprecherin der LIGA Selbstvertretung Prof. Dr. Sigrid Arnade passt der heute am 11. Februar vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz zum Zeitgeist. Einem Zeitgeist, in dem Minderheitenrechte nicht gestärkt, sondern geschreddert werden. Ihre Kritik an dem Gesetzentwurf der Bundesregierung, der nun von den Bundestagsabgeordneten beraten werden muss und hoffentlich noch entscheidet verändert wird, konzentriert Sigrid Arnade auf den Schutz von Unternehmen statt der Diskriminierten und auf die begrenzten Möglichkeiten der Rechtsdurchsetzung. 

Technik allein ist nicht die ganze Lösung von Problemen

Seitentür eines Autos mit der Aufschrift Polizei
Polizei im Einsatz
Foto: TechLine In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

MÜNCHEN (kobinet) Am heutigen Europäischer Tag des Notrufs steht die europaweite Notrufnummer 112 im Mittelpunkt. Für den Landesverband Bayern der Gehörlosen (LVBYGL) ist dieser Tag Anlass für eine kritische Zwischenbilanz. Während Bayern technologische Fortschritte bei Apps und Krisendiensten macht, gefährden nach Einschätzung des LVBYGL strukturelle Mängel in der polizeilichen Einsatzstrategie und die prekäre Finanzierung von Dolmetscherleistungen die Sicherheit gehörloser Bürgerinnen und Bürger.

Biadacz/Oellers: Wir halten Wort und sorgen für mehr Barrierefreiheit

Wilfried Oellers
Wilfried Oellers
Foto: Wilfried Oellers

Berlin (kobinet) Die Bundesregierung hat heute am 11. Februar 2026 den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes beschlossen. Hierzu haben sich Marc Biadacz, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher, und Wilfried Oellers, Beauftragter für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu Wort gemeldet. Ihrer Ansicht nach hält die CDU/CSU Wort und sorgt für mehr Barrierefreiheit.

BGG-Reform: Trotz punktueller Verbesserungen eine Gesetzesreform ohne Mut, Gestaltungswillen und Veränderungsbereitschaft

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Heute am 11. Februar 2026 hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) beschlossen. Im nächsten Schritt wird sich das Parlament mit diesem Regierungsentwurf befassen. Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, bewertet den Regierungsentwurf für die BGG-Reform, dass einzelne Verbesserungen nicht darüber hinwegtäuschen könnten, dass das Hauptziel des Gesetzesentwurfs zur Änderung des BGG, Deutschland auch im privaten Bereich barrierefrei zu machen, nicht erreicht wird.

Chance zu mehr Barrierefreiheit in Deutschland nicht ungenutzt verstreichen lassen

Porträt von Dr. Leander Palleit
Dr. Leander Palleit
Foto: DIM

Berlin (kobinet) Zum heute am 11. Februar 2026 im Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurfs zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) erklärt Leander Palleit, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte: „Der Gesetzentwurf der Bundesregierung bleibt in vielen Punkten hinter den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention an eine inklusive und moderne Gesellschaft zurück. Die Privatwirtschaft wird nicht zur Barrierefreiheit verpflichtet, lediglich auf Anfrage und im Einzelfall muss sie Maßnahmen ergreifen. Selbst kleine Anpassungen von Gütern und Dienstleistungen werden bislang pauschal für unzumutbar erklärt, unabhängig von den tatsächlichen Kosten. Auch die Sanktions- und Klagemöglichkeiten sind im Entwurf auf ein Minimum beschränkt. So bleibt das Benachteiligungsverbot in der Privatwirtschaft nahezu wirkungslos, und das geplante Gesetz wird kaum Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger bringen.“

Ferda Ataman: Reform des Behindertengleichstellungsgesetz ist verpasste Chance

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Das Bundeskabinett hat heute am 11. Februar 2026 den Gesetzesentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) beschlossen. Dazu erklärt Ferda Ataman, die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung des Bundes: „Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) ist eine verpasste Chance. Sie bringt minimale Fortschritte und schafft maximale Unsicherheit. Insgesamt bleiben die neuen Regeln weit hinter den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention zurück. Statt für Reformwillen steht die Bundesregierung damit für Unentschlossenheit: Einerseits müssen private Anbieter in Zukunft sogenannte angemessene Vorkehrungen für Menschen mit Behinderungen treffen – also konkrete Lösungen finden, wenn es keine Barrierefreiheit gibt. Andererseits will die Bundesregierung bauliche Maßnahmen und Produkte sowie Dienstleistungen komplett von dieser Regelung ausschließen – das heißt für die meisten Menschen, es ändert sich im Alltag viel zu wenig.“

Gesetzesentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz im Kabinett beschlossen

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen stoßen in ihrem Alltag weiterhin auf zahlreiche Hürden. Mit der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes will die Bundesregierung insbesondere in der Privatwirtschaft mehr Barrierefreiheit schaffen und den Zugang zu Angeboten verbessern.“ So heißt es in einer Presseinformation der Bundesregierung, die heute am 11. Februar 2026 im Kabinett den Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz beschlossen hat. Damit wird der Gesetzentwurf nun zur weiteren Beratung an den Deutschen Bundestag geleitet. Getitelt hat die Bundesregierung ihre Presseinformation mit dem Slogan „Weniger Barrieren – mehr Teilhabe und Selbstbestimmung“. Wieviel mehr Teilhabe und Selbstbestimmung wirklich in dem Gesetzenwurf steckt, das konnte bei der Veröffentlichung des Berichtes noch nicht beurteilt werden, da der genaue Text noch nicht vorlag.

Was ist da in Stuttgart los? Viele Kinder plötzlich ohne Schul-Assistenz

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Stuttgart (kobinet) „Von heute auf morgen gibt es für viele Kinder in sonderpädagogischen Bildungszentren in Stuttgart keine Schulbegleitung mehr. In den Schulen ist man fassungslos. Die Stadt sucht nach Lösungen.“ So heißt es in einem Bericht des SWR über das Chaos und die Härten, die für behinderte Kinder, Eltern und Lehrer*innen in Stuttgart durch die plötzliche Kündigung eines Vertrags zur Schulassistenz mit der AWO entstanden ist. „Am späten Mittwochnachmittag, teils auch erst am Abend, seien die Schulen vom Träger, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), informiert worden, dass die Stadt Stuttgart den Rahmenvertrag mit dem ASB gekündigt habe – weswegen die Mitarbeiter die Eingliederungshilfe ab sofort nicht mehr leisten könnten, sagte Anna Linder vom Gesamtelternbeirat Stuttgart dem SWR. Die Schulen hätten bis in den späten Abend die Eltern abtelefoniert, um über die Situation zu informieren“, heißt es weiter im SWR-Bericht vom 6. Februar 2026. Dieses Beispiel zeigt, wie schnell nach Worten Fakten geschaffen werden können, denn kürzlich hatte der Stuttgarter Oberbürgermeister Nopper den „Abschied vom Schareffenland“ im Hinblick auf Teilhabeleistungen verkündet.

Wird heute der Gesetzentwurf zur BGG-Reform im Kabinett beschlossen?

KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet

Berlin (kobinet) Es ist wieder mal Mittwoch und daher stellen sich viele behinderte Menschen mal wieder die Mittwochsfrage und die lautet: „Wird heute der Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und damit für mehr Barrierefreiheit beschlossen?“ Denn mittwochs tage immer das Bundeskabinett, das entsprechende Gesetzesentwürfe der Bundesregierung beschließt und in den Bundestag einbringt. Der Reformentwurf war ursprünglich schon im August 2025 zur Beschlussfassung durch das Bundeskabinett angekündigt worden, dann wurde es Herbst, der 17. Dezember 2025 war anvisiert. Der Winter brach herein, es war von Januar 2026 die Rede, aber immer Pustekuchen, wie es die LIGA Selbstvertretung kommentiert. Und zunehmend wuchs das Unbehagen, dass das Gesetz so geschwächt wird, dass es am Ende nicht viel bringt oder gar kontraproduktiv in einigen Bereichen ist. Doch nun scheinen die Zeichen deutlicher zu sein, dass heute am 11. Februar 2026 der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz vom Bundeskabinett beschlossen werden könnte.

Bevölkerungsbefragung zur Gewaltbetroffenheit ohne Menschen mit Beeinträchtigungen?

Logo: Weibernetz
Weibernetz
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) Die Enttäuschung bei der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz ist groß: Die lang ersehnte und am 10. Februar 2026 veröffentlichte Studie zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland LeSuBiA (Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag) enthält keine Aussagen zu Menschen mit Beeinträchtigungen. „Lediglich im Kontext sexualisierter Gewalt gegen Kinder wird dargelegt, dass Kinder mit Behinderungen ein besonders hohes Risiko haben, misshandelt oder missbraucht zu werden. Ansonsten kein Wort zur hohen Gewaltbetroffenheit von Frauen, Männern, LSBTIQ*-Menschen mit Beeinträchtigungen. Das enttäuscht und ärgert uns maßlos“, erklärte Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz.

Zukunftsfähiger Sozialstaat braucht mutiges Umdenken

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt das Beschlusspapier der SPD-Bundestagsfraktion zur Jahresauftaktklausur 2026 mit dem Titel „Zusammen ist unsere Stärke“ ausdrücklich. „Der Sozialstaat muss mutig neu gedacht werden“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Statt die Bürgerinnen und Bürger, die ihn finanzieren, als zu teuer oder faul zu diffamieren, muss Politik Privilegien in den Blick nehmen und darf keinen Generalverdacht schüren. Eine solche Entsolidarisierung gefährdet das Vertrauen in unseren Sozialstaat und damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Kommunalwahlen in Hessen – neues Heft in Leichter Sprache

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Frankfurt (kobinet) Am 15. März 2026 sind in Hessen Kommunalwahlen. Damit möglichst viele Menschen selbstbestimmt und informiert wählen können, hat die Katholische Erwachsenenbildung Hessen Landesarbeitsgemeinschaft ein  Heft mit Informationen zur Wahl in Leichter Sprache veröffentlicht. Das Heft heißt: „Kommunal-Wahlen in Hessen. So kann ich mitmachen“.

Bei Notrufen niemanden vergessen

Bild einer Notrufsäule
Notruf muss für alle erreichbar sein
Foto: Antranias In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

HANNOVER (kobinet) Anlässlich des morgigen Tages des Notrufes erinnert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen daran, dass es vor allem für Menschen mit Behinderung, die nicht sprechen oder hören können, wichtig ist, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste barrierefrei erreichbar sind. Dieser Verband sieht hier noch deutlichen Nachholbedarf und fordert von der Politik, die Barrierefreiheit auszubauen und bestehende Lösungen bekannter zu machen.

Funktionierende Infrastruktur für Gewaltschutz ist notwendig

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Angesichts der heute verkündeten Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (Befragung zum Dunkelfeld der Gewaltbetroffenheit in Deutschland) äußert sich Dr. Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer beim Paritätischen Gesamtverband, betroffen. „Die heute vorgestellten Zahlen sind ein Schock.“ stellt Joachim Rock fest und führt dazu weiter aus: „Das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in Deutschland übersteigt die polizeiliche Statistik bei weitem. Die Dunkelziffer ist erschreckend hoch. Gewalt findet dort statt, wo die Öffentlichkeit nicht hinschaut: in Familien, Partnerschaften, in den eigenen vier Wänden – und vor aller Augen in den sozialen Medien.“ Der Bedarf an Schutz, Beratung und Prävention ist, nach den Worten des Hauptgeschäftsführers, weitaus größer als bislang angenommen. Joachim Rock fordert deshalb: „Wir brauchen dringend einen massiven Ausbau von Schutzhäusern und Beratungsstellen für alle Betroffenen, unabhängig vom Geschlecht. Wir brauchen gezielte Investitionen in Familienarbeit und in die Arbeit mit Täterinnen und Tätern, damit Gewalt gar nicht erst entsteht.“ Weitere Einzelheiten zu dieser Studie sind auf der Website des Bundeskriminalamtes zu erfahren.

Dieter Stegmann erhielt Bundesverdienstkreuz für jahrzehntelangen Einsatz für Rechte behinderter Menschen

Dieter Stegmann und Dr. Claudia Schilling bei der Bundesverdienstkreuzverleihung
Dieter Stegmann und Dr. Claudia Schilling bei der Bundesverdienstkreuzverleihung
Foto: Sozialressort Bremen

Bremen (kobinet) Am 5. Februar 2026 bekam Dieter Stegmann den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland von der Bremer Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling im Festsaal im Haus der Bremischen Bürgerschaft für sein jahrzehntelanges Engagement für die Rechte von Menschen mit Behinderung verliehen. Dieter Stegmann war eine treibende Kraft dafür, dass es seit 2005 das Amt des Beauftragten für die Belange behinderter Menschen im Land Bremen gibt und darüber hinaus hat er das Bremische Behindertengleichstellungsgesetz wesentlich mitgestaltet und geprägt, heißt es unter anderem in der Presseinformation des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen, Arne Frankenstein, zum ausgezeichneten Engagement von Dieter Stegmann.

Telekom Shops führen Magenta Stille Stunde ein – Beratung in ruhiger Atmosphäre

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Bonn (kobinet) Weniger Geräusche, gedämpftes Licht, mehr Zeit für persönliche Gespräche: Mit der Magenta Stillen Stunde bieten ausgewählte Telekom Shops künftig gezielt reizreduzierte Beratungszeiten für Privat- und Geschäftskundinnen und -kunden an. Das Angebot richtet sich an Menschen, die eine ruhige Umgebung bevorzugen oder benötigen. Ihnen bietet der Konzern so einen Kundenservice entlang ihrer Bedürfnisse. Damit soll ein klares Zeichen für Inklusion und Kundenzentrierung gesetzt werden, wie es in einer Presseinformation der Deutschen Telekom heißt.

Veranstaltung: Sparen bei den Schwächsten! Behindertenpolitik in Oberbayern

Buntes Plakat: Teilhabe statt Ausgrenzung
Buntes Plakat: Teilhabe statt Ausgrenzung
Foto: privat

München (kobinet) „Sparen bei den Schwächsten! Behindertenpolitik in Oberbayern“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit Dr. Klaus Weber, Professor an der Hochschule München und Mitglied im Bezirkstag Oberbayern, die am 26. Februar 2026 um 19.00 Uhr im EineWeltHaus im großen Saal, Schwanthalerstr. 80, in München stattfindet.

Anmeldung zum Tag des barrierefreien Tourismus ist möglich

Rundbau mit Eingang Messe Süd) von Assenmacher
Südeingang der Messe Berlin
Foto: Assenmacher (Creative Commons BY-SA 3.0)

BERLIN (kobinet) Auf dem Gelände der Messe Berlin findet am 4. März 2026 in der Zeit von 10.30 Uhr bis zirka 17.00 Uhr die vierzehnte Auflage des „Tag des barrierefreien Tourismus“ statt. Die Veranstaltung wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus, Dr. Christoph Ploß, sowie dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, und von André Nowak, dem Sprecher der AG Tourismus beim Deutschen Behindertenrat eröffnet. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören in diesem Jahr barrierefreie Kulturangebote, barrierefreie Unterkünfte sowie KI und Technik zur Unterstützung bei der Reise(-planung) und das Thema „Urlaub am und auf dem Wasser“. Für eine Teilnahme in Präsenz ist keine Registrierung, aber ein ITB-Ticket notwendig. Für die kostenfreie Online-Teilnahme ist ein Registrieren auf dieser Internet-Seite notwendig.

Freiwilligen-Dienst bei der Lebenshilfe in Bayern

Bild einer jungen Frau mit dunklem Haar im dunklen Kleid und blauem Umhang vor rotem Hintergrund sowie gelbem Rahmen um sich herum
Bild-Motiv „Hey, du Heldin!“
Foto: Lebenshilfe Bayern – Thomas Petz

ERLANGEN (kobinet) Unter dem Motto „Freiwillig eine Heldin, ein Held sein!“ startet bei der Lebenshilfe in Bayern ab September wieder das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). „Junge Menschen, die sich freiwillig für andere engagieren, leisten einen wertvollen Dienst an der Gemeinschaft. Sie sind ein Gewinn für uns alle! Deshalb braucht es weiterhin gute Bedingungen für die Engagierten und ihre Einsatzstellen.“ Das betont die Lebenshilfe-Landesvorsitzende Carolina Trautner zum Bewerbungsstart für das neue Einsatzjahr 2026/2027.

BMAB lädt wieder zum Jugendcamp ein

Bild mit einer größeren Zahl von Jugendlichen, die in einheitlicher Kleidung an einem Hand auf langen brettern sitzen
Treffen im Jugendcamp des BMAB
Foto: BMAB

WEDEMARK (kobinet) Der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB) lädt auch in diesem Jahr wieder zum europaweit größten Jugendcamp für Kinder und Jugendliche mit Amputationen und Gliedmaßenfehlbildungen (Dysmelie) ein. Mit dieser europaweit einmaligen Veranstaltung bietet der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen (BMAB) betroffenen Kindern im Alter von 8 bis 17 Jahren die Gelegenheit, nicht nur mit Altersgenossen aus ganz Deutschland zusammenzutreffen, die ein ähnliches Handicap mitbringen, sondern auch die Chance, ihr Selbstbewusstsein in Bezug auf die eigene Behinderung zu stärken. So könnten sie eine Woche ganz unbeschwert sie selbst sein, ihre Grenzen ausloten und sich untereinander austauschen – Eine Woche nicht behindert sein. So könnten sie eine Woche ganz unbeschwert sie selbst sein, ihre Grenzen ausloten und sich untereinander austauschen. Zudem ermöglicht die direkte Einbindung von Sanitätshäusern, Unternehmen aus der Orthopädie und Prothetik sowie zahlreicher Vereine und Initiativen den Kindern, auch das eigene Bewusstsein für die Möglichkeiten, die ihnen moderne und perfekt angepasste Hilfsmittel bieten, zu wecken. Dieses Camp findet vom 2. bis 8. August 2026 im Jugend-, Gäste- und Seminarhaus Gailhof in der Wedemark bei Hannover statt. Weitere Einzelheiten sind auf dieser Internetseite zu erfahren.

Bundesgerichtshof: Aufnahmeverweigerung sehbehinderter Patientin in Rehaklinik wird verhandelt

Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Foto: Bundesgerichtshof

Karlsruhe (kobinet) Immer wieder berichten behinderte Menschen, dass sie aufgrund ihrer Behinderung von Rehakliniken abgelehnt werden, so zum Beispiel blinde und sehbehinderte Menschen. Der unter anderem für das Dienstvertragsrecht zuständige III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat nun über die Frage zu entscheiden, ob die Ablehnung der Aufnahme einer sehbehinderten Patientin in eine Rehaklinik eine Benachteiligung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) darstellt. Die Verhandlung findet am 26. Februar 2026 statt.

Zeit für ein Machtwort, Herr Merz: VdK fordert Kürzungsvorschlags-Moratorium

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Fast jeden Tag wird vor allem von CDU-Politiker*innen oder ihnen nahe stehenden Lobbyist*innen eine neue Sau durchs Dorf getrieben, welche Kürzungen vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie bei Arbeitnehmer*innenrechten vorgenommen werden sollte. Bundeskanzler Friedrich Merz hat zuletzt auf dem Jahresempfang der Deutschen Börse einen Paradigmenwechsel in der deutschen Rentenpolitik angekündigt. Künftig sollen private und betriebliche Altersvorsorge eine wesentlich größere Rolle spielen. VdK Präsidentin Verena Bentele kritisiert, dass diese Vorschläge als Allheilmittel dargestellt werden, und verlangt ein Machtwort des Bundeskanzlers, damit seine Parteikolleginnen und -kollegen nicht weiter mit Kürzungsvorschlägen die Debatten prägen.

Weitere Verschiebung der Inklusion gefährdet Bildungsqualität und Menschenrechte

Flagge Bundesland  Mecklenburg-Vorpommern
Flagge Bundesland Mecklenburg-Vorpommern
Foto: Gemeinfrei, public domain

Schwerin (kobinet) Der Inklusionsförderrat Mecklenburg-Vorpommern (IFR) kritisiert die angekündigte Verlängerung des Fortbestands der Förderschulen bis mindestens 2035 mit Nachdruck. Diese Entscheidung widerspricht den Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die vom Landtag Mecklenburg-Vorpommerns ratifiziert wurde und ein inklusives Bildungssystem verbindlich vorgibt. Eine erneute Verschiebung der vollständigen Inklusion biete keine belastbare Perspektive für Verbesserungen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass „Zeit gewinnen“ immer wieder als Argument dient, ohne dass die notwendigen strukturellen Voraussetzungen konsequent geschaffen werden. Verzögerungen ersetzen keinen politischen Willen.

Sigrid Arnade: Große Gefahr, die von Rechtspopulisten ausgeht, erkennen

Sharepic mit dem Wunsch von Prof. Dr. Sigrid Arnade an die Bundesregierung
Sharepic mit dem Wunsch von Prof. Dr. Sigrid Arnade an die Bundesregierung
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Für 2026 hoffe ich, dass endlich alle demokratischen Kräfte in diesem Land die große Gefahr erkennen, die von Rechtspopulisten ausgeht. Davon sind behinderte Menschen in erster Linie bedroht, aber nicht nur sie. Deshalb erwarte ich von der Bundesregierung eine deutliche Abgrenzung gegen rechts, verbunden mit einem klaren Bekenntnis zu den Menschenrechten aller Bürger*innen. Das bedeutet auch die generelle Verpflichtung zur Barrierefreiheit, Inklusion in Bildung, Arbeit, Gesundheit, Kultur und überall.“ So hat Prof. Dr. Sigrid Arnade ihren Wunsch an die Bundesregierung auf den Punkt gebracht. Dieser wurde von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) im Rahmen ihrer Aktion Neujahrsvorsätze 2026 auf Instagram veröffentlicht. In Kassel findet heute, am 9. Februar 2026 ab 19:00 Uhr in den Räumen des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter in der Samuel-Beckett-Anlage 6 in 34119 Kassel übrigens eine Veranstaltung mit dem Titel „Rechter Gegenwind behindert Teilhabe“ statt.

Internetseite des Netzwerk Disability Studies

Ein einzelner leerer Stuhl im beleuchteten Zentrum eines leeren Hörsaals. Im Hintergrund eine Tafel mit dem Schriftzug Disability Studies.
Disability Studies – nun ein Leerstuhl
Foto: Ralph Milewski / KI

Berlin (kobinet) „Das Netzwerk Disability Studies versammelt behinderte und nichtbehinderte Forschende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Sie eint, dass sie Behinderung nicht als behandlungsbedürftiges Problem verstehen, sondern als gesellschaftliche Differenzkategorie untersuchen“, so heißt es auf der Internetseite des Netzwerk Disability Studies, die vor kurzem überarbeitet wurde.

Momentaufnahme 422

Spuren von Menschen auf einem zugefrorenem See bei Sonnenuntergang
Malchower See in Berlin
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Es ist manchmal gut, die Sorgen so behandeln, als ob sie nicht da wären; das einzige Mittel, ihnen die Wichtigkeit zu nehmen.  Rainer Maria Rilke

Markus Ertl: Zugang zu Menschenrechten über Interessen der Wirtschaft stellen

Sharepic von Markus Ertl mit dessen Wunsch an die Bundesregierung
Sharepic von Markus Ertl mit dessen Wunsch an die Bundesregierung
Foto: ISL

Lenggries (kobinet) „Ich wünsche mir von Dir, liebe Bundesregierung, dass Du ab heuer den Zugang zu den allgemeinen Menschenrechten für uns Menschen mit Behinderung über die Interessen der Wirtschaft stellst und dies in Deiner Gesetzgebung endlich beherzigst.“ So lautet der Wunsch von Markus Ertl aus Lenggries an die Bundesregierung, den die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) im Rahmen ihrer Reihe „Neujahrsvorsätze 2026“ auf Instagram veröffentlicht hat.

Trotz Schulpflicht keine Schule – und auch keine sonstige Unterstützung: für autistische Teenagerin

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Heilbronn (kobinet) „Trotz Schulpflicht keine Schule – und auch keine sonstige Unterstützung: Alicia lebt und kämpft mit Autismus“, so hat David Günther seinen Beitrag getitelt, den er den kobinet-nachrichten dankenswerter Weise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. „Es ist eigentlich kaum vorstellbar. Trotz Schulpflicht lebt in Heilbronn in Baden-Württemberg eine Teenagerin, die nicht zur Schule gehen kann. Der Grund: keine Schulbegleitung. Alicia lebt mit Autismus. So heißt auch die Facebook-Seite, die ihre Mutter für sie aufgesetzt hat, um auf ihr Schicksal, aber auch auf die Behinderung an sich aufmerksam zu machen“, heißt es u.a. im Bericht von David Günther.

Das BSW wirkt – Auch in Sachsen wird Dyskalkulie als Teilleistungsschwäche endlich anerkannt

Verschiedene Zahlen auf Hintergrund
Lernhilfe fürs Rechnen
Foto: BSW Sachsen

Dresden (kobinet) Ein Jahr hat es gedauert bis die Forderung der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, besondere Schwierigkeiten von Kindern beim Erlernen des Rechnens als Teilleistungsschwäche anzuerkennen und Nachteilsausgleiche zu gewähren, Erfolg hatte, von der Kleinen Anfrage des bildungspolitischen Sprechers der Fraktion Lars Wurzler vom 29. Januar 2025 bis zum Beschluss im Plenum am 04. Februar 2026.

Erfolgreicher Berufseinstieg mit Behinderungen

Logo: iXNET
Logo: iXNET
Foto: iXNET

BONN (kobinet) Das digitale inklusive Experten-Netzwerk und Service für schwerbehinderte Akademiker „iXNet“ lädt zur zweiten virtuellen Folgeveranstaltung der iXNet-Im Fokus-Formates „Mein erfolgreicher Berufseinstieg mit Behinderungen“ ein. Dieses Mal wird dabei das Vorstellungsgespräch und das Auswahlverfahren im Mittelpunkt stehen. Die Einmündung in den Arbeitsmarkt und damit die gesellschaftliche Teilhabe am Arbeitsleben ist für Arbeitsuchende mit Behinderungen nicht selten eine besondere und zugleich personen- sowie kontextbezogene Herausforderung. Ob also mit dualer Berufsausbildung oder einem akademischen Hochschulstudium – Behinderungen scheinen einen Einfluss auf die Erwerbsbiographien und Einstiegsmöglichkeiten von Betroffenen zu haben. Das zweistündige virtuelle Angebot findet am Mittwoch, den 25. Februar von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Dabei haben Arbeitssuchende, Studierende, Hochschulabsolventinnen sowie Hochschulabsolventen und alle interessierten Personen die Möglichkeit, sich über dieses Themenfeld zu informieren, an aktivierenden Austausch- und Erarbeitungssequenzen teilzunehmen. Interessenten und Interessenten können sich dazu bis zu 11. Februar 2026 über ein Online-Formular anmelden.

Weitere „Toilette für alle“ in München

Toilette mit Handgriffen
Beispiel für eine Toilette, die schon ganz gut ist, aber eben keine Toilette nach dem Konzept „Toilette für Alle“
Foto: H. Smikac

MÜNCHEN (kobinet) Am kommenden Montag wird am Elisabethplatz in München die bundesweit 200. „Toilette für alle“ fertiggestellt und eröffnet. Bayern nimmt eine Spitzenposition in dem Bemühen ein, für alle Besucherinnen und Besucher ihren Ansprüchen gemäße Toiletten bereitzustellen –  53 der bisher insgesamt 200 „Toiletten für alle“ befinden sich im Freistaat Bayern. Weitere Einzelheiten zum Projekt „Toiletten für Alle“ sind im Internet zu erfahren.

Veranstaltung zum Aktionstag Selbstbestimmt leben mit Epilepsie am 9. Februar 2026

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Der Europäische Tag der Epilepsie wurde 2011 eingeführt und findet jährlich am 2. Montag im Februar statt. Am 9. Februar 2026 wird wieder mit Veranstaltungen und Informationen auf die Erkrankung und das Leben mit Epilepsie hingewiesen, um Aufmerksamkeit zu schaffen und um Vorurteile und Stigmatisierung abzubauen. Der Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) betreibt eine ergänzende unabhängige Teilhabe Beratungsstelle (EUTB) in Kassel und informiert zum Aktionstag am 9. Februar 2026 um 17:00 Uhr im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben, Samuel-Beckett-Anlage 6 in 34117 Kassel, und online zum Thema „Selbstbestimmt leben mit Epilepsie“ und wirbt für mehr gesellschaftliche Teilhabe und mehr Sensibilisierung gegenüber nicht sichtbaren Behinderungen.

50 Jahre Winter-Paralympics – Hoffnung auf den nächsten Meilenstein

Skifahrer mit einem Bein auf der Abfahrtstrecke an einem Tor unterwegs
Christoph Glötzner im Rennen
Foto: Mika Volkmann / DBS

FRECHEN (kobinet) Die diesjährigen Paralympics in Mailand und Cortina sind gleich in mehrfacher Hinsicht besondere. Nicht nur, dass die Spiele seit 20 Jahren erstmals wieder in den europäischen Alpen stattfinden, es gibt zudem noch ein Jubiläum zu feiern: 50 Jahre ist es her, dass die ersten Paralympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Seit der Ausgabe 1976 hat sich einiges getan – und die positive Entwicklung soll in Italien weiter fortgesetzt werden.

Bahn berücksichtigt Paralympische Winterspiele nicht

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann – 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

BERLIN (kobinet) Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecher für Inklusion und Teilhabe, Sören Pellman hat sich zur Aktions-Bahncard der Deutschen Bahn anlässlich der Olympischen Winterspiele in Italien geäußert, die an Goldmedaillen deutscher Athletinnen und Athleten gekoppelt. In dem Zusammenhang kritisiert er, dass dabei die Paralympischen Winterspiele nicht berücksichtigt werden.

Plätze für einen Freiwilligendienst in Berliner Kultureinrichtungen

Die Lichter Berlins spiegeln sich in der Spree
Berlin bei Nacht
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Kultur und Inklusion in Berlin werden im Jahrgang 2026/2027 (1. September 2026 bis 31. August 2027) zehn inklusive Plätze vergeben. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Einsatzstellen sind etwa Museen, Bibliotheken, Theater und weitere Einrichtungen der kulturellen Jugendbildung. Im FSJ Kultur und Inklusion orientieren sich die Freiwilligen beruflich und erproben praktische und soziale Fähigkeiten. Sie unterstützen die Arbeit ihrer Einsatzstellen, lernen unterschiedliche Facetten der Kulturarbeit kennen und setzen ihr eigenes künstlerisches oder kulturvermittelndes Projekt um.

LAG Frauenbeauftragte eröffnet neue Geschäftstellen

Sieben Personen stehen vor einem bunten Bild an der Wand und blicken fröhlich in die Kamera
Marion Dirks, Koordinatorin, Melanie Ahlke, Geschäftsführerin LAG Selbsthilfe NRW, Nicole Burek, Sprecherin, Bernd Kochanek, Vorsitzender LAG Selbsthilfe NRW, Tanja Schiermann, Sprecherin, Dr. Monika Rosenbaum, Netzwerk NRW Frauen und Mädchen mit Behinderung, Yasmin Gers, Pädagogin. (von links)
Foto: LAG FB NRW

MÜNSTER (kobinet) Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Selbsthilfe und Wohlfahrtspflege hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten in Werkstätten für behinderte Menschen (LAG Frauenbeauftragte NRW) ihre neue Geschäftsstelle am Berliner Platz 8–10 in Münster eröffnet. Die Räume liegen zentral gegenüber dem Hauptbahnhof und bieten künftig Platz für Beratung, Koordination und pädagogische Arbeit. Die Arbeit der neuen Geschäftsstelle wird von Marion Dirks als Koordinatorin verantwortet und von der pädagogischen Fachkraft Yasmin Gers unterstützt. Gemeinsam begleiten sie die landesweite Arbeit der Frauenbeauftragten in den Werkstätten fachlich und organisatorisch und stehen als Anlaufstelle für Beratung und Vernetzung zur Verfügung.

Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffenen sicherstellen

Sharepic:Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffenen
Sharepic:Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffenen
Foto: advd

Berlin (kobinet) „Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffene: Das AGG muss alle Betroffene von Diskriminierung in allen Lebensbereichen schützen ohne gesetzliche Ausnahmeregelungen. Bestehende Schutzlücken müssen außerdem durch die Aufnahme weiterer bzw. die Konkretisierung bestehender Diskriminierungskategorien im AGG geschlossen werden. Gleichzeitig sollte der Katalog der Diskriminierungskategorien nicht abschließend gestaltet sein.“ Darauf hat das aus über 120 Organisationen bestehende Bündnis AGG Reform Jetzt bereits 2023 hingewiesen. Da es mit der versprochenen und aufgrund von EU-Richtlinien dringend nötigen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht vorangeht, erinnert das NETZWERK ARTIKEL 3 an diese dritte und vierte von insgesamt elf Forderungen des Bündnisses.

Simone Fischer hat in Sachen Übertragung von Servicetätigkeit auf Pflegefachkräfte in Kliniken nachgefragt

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Berlin (kobinet) Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnie 90/Die Grünen, Simone Fischer weist daraufhin, dass Presseberichten zufolge zunehmend Servicetätigkeiten auf Pflegefachkräfte in Krankenhäusern verlagert werden. Dadurch fehle den Pflegefachpersonen für ihre eigentlichen Kompetenzen und Aufgaben die Zeit. Diese Problematik sei bundesweit und flächendeckend wahrzunehmen. Daher Simone Fischer ihr schriftliches Fragerecht genutzt, um zu dieser Thematik eine Frage an die Bundesregierung zu stellen, die nun beantwortet wurde. „Beobachten reicht nicht: Die Bundesregierung bleibt untätig, wo schnelles und entschlossenes Handeln nötig ist. Die Antwort der Bundesregierung enttäuscht und bleibt weit hinter dem Notwendigen zurück. Statt die strukturellen Fehlanreize für Krankenhausträger konsequent abzubauen, liefert sie keine konkreten Maßnahmen, um die Situation von Pflegefachpersonen in Krankenhäusern zu verbessern“, erklärte Simone Fischer.

Sächsischer Landtagsbeschluss: Ab 2027 Qualifizierungszeit auch für Werkstattbeschäftigte

Michael Welsch
Michael Welsch
Foto: Landesinklusionsbeauftragter Sachsen

Dresden (kobinet) Der sächsische Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, begrüßt die in der Plenarsitzung des Sächsischen Landtages am 4. Februar 2026 beschlossenen Verbesserungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Mit dem Gesetz über den Anspruch auf Qualifizierungszeit im Freistaat Sachsen haben ab 2027 auch die rund 16.000 Beschäftigten in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) die Möglichkeit, sich unter Freistellung von ihrer Tätigkeit an bis zu drei Tagen pro Jahr beruflich zu qualifizieren, für ihr Ehrenamt fortzubilden oder sich politisch zu bilden. „Dieses Anliegen hat die Menschen in den Werkstätten und mich schon länger bewegt. Nun gilt es, eine niedrigschwellige Umsetzung in der Praxis zu etablieren“, teilte Michael Welsch mit.