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Keine Sanierung der Gesetzlichen Krankenversicherung auf dem Rücken der Versicherten

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Kurz vor der Vorstellung der Empfehlungen der GKV-Finanzkommission am heutigen 30. März 2026 warnt der Sozialverband VdK eindringlich davor, die gesetzlich Versicherten weiter zu belasten. Angesichts des Milliardendefizits in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fordert der Verband nachhaltige strukturelle Reformen statt Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen. "Wir erwarten von der GKV-Finanzkommission Lösungen, die das System stabilisieren, ohne die Versicherten weiter zu schröpfen. Die Beitragsspirale muss endlich gestoppt werden", betonte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Deutschland habe nach Ansicht des VdK eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, in dem zugleich viele Akteure erhebliche Gewinne erzielten. „Wer am meisten im Gesundheitssystem verdient, muss auch stärker zur finanziellen Gesundung des Systems beitragen. Reformen müssen dort ansetzen, wo Gewinne entstehen – nicht bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten oder durch neue Zuzahlungen“, so Bentele. Auch der Staat stehe in der Verantwortung: Aufgaben von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung dürften nicht länger über die Beiträge der Versicherten finanziert werden. „Der Bund muss diese endlich vollständig aus Steuermitteln übernehmen, statt Beitragszahlende als Lückenbüßer zu missbrauchen“, fordert Verena Bentele.