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Inklusion? Och NÖ!

Christian Judith
Christian Judith
Foto: Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein

Brarupholz (kobinet) Der Kreistagsabgeordnete Christian Judith (Grüne) im Landkreis Schleswig-Flensburg scheiterte am 24. März 2026 im Kreistag mit einem Antrag, zu prüfen, ob im Kreis nicht eine Schule für alle gebaut werden könnte, statt nur aussondernde Lösungen zu prüfen. Es geht um die Frage, was für eine Schule soll gebaut werden? "Die bestehende Sonderschule (Förderzentrum gegenannt) ist zu klein. Hier muss dringend etwas passieren. Doch anstatt neue Ideen und inklusive Lösungen zu entwickeln, setzt die Politik auf ein weiter so der Ausgrenzung", kritisiert Christian Judith. "Es gab keine inhaltliche Begründung, warum dieser Antrag abgelehnt wurde", so Judith. "Wie auch immer, es gibt keinen Grund, außer mensch will keine Inklusion", so das Resümee des Behindertenrechtlers aus dem hohen Norden.

„Am 24. März hat der Kreistag mehrheitlich eine richtungsweisende Entscheidung zur Zukunft der Peter-Härtling-Schule getroffen. Hintergrund ist der akute Platzmangel an der Schule – Handlungsbedarf besteht parteiübergreifend. Uneinigkeit herrscht jedoch über den richtigen Weg. Der vorgelegte Antrag enthält vier Optionen, die allesamt keine echte inklusive Lösung vorsehen. Im Fokus stehen Varianten eines Neubaus auf der ‚grünen Wiese‘, sowie die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Standorts oder die Ausweitung der Campusklassen. Jedoch wird die Idee der Erweiterung der Campusklassen von Fachleuten lediglich als erster Schritt in Richtung Inklusion bewertet – nicht als deren Umsetzung. Bündnis 90/Die Grünen forderten daher, die Optionen zu erweitern und auch die Möglichkeit einer ‚Schule für alle‘ zu prüfen. Dieser Vorschlag scheiterte insbesondere am Widerstand der CDU“, heißt es in der Presseinformation von Christian Judith mit der Überschrift: „Kreistag verpasst Chance für mehr Inklusion in der Bildung“.

Dazu erklärte Christian Judith: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum hier Denkverbote auferlegt werden. Es gibt keinen sachlichen Grund, die Prüfung einer inklusiven Schule abzulehnen.“ Auch der Vorschlag der Grünen, eine fachliche Anhörung zum Thema Inklusion durchzuführen, wurde abgelehnt – obwohl eine solche von Seiten der CDU öffentlich und mündlich versprochen wurde. Judith fasst zusammen: „Dieses Vorgehen ist widersprüchlich und politisch nicht glaubwürdig.“ Insgesamt bleibt festzuhalten: Die Entscheidung des Kreistags setzt auf ein „Weiter so“ statt auf echte Innovation. Damit steht sie im Widerspruch zu den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention, die eine inklusive Bildung für alle fordert. Deutschland wird von den Vereinten Nationen wiederholt für sein weiterhin stark trennendes Schulsystem kritisiert.

„Schade dass sich auch die anderen Parteien (SPD, SSW und FDP) mehrheitlich für Ausgrenzung stark machen.

Link zu den Beiträgen von Christian Judith auf Instagram: https://www.instagram.com/p/DWUE_irDR9k/?igsh=eWl4dnlkb2RjNW1m

Link zum Instagram-Post von Mario de Vries CDU: https://www.instagram.com/p/DWY44tPD1tb/?igsh=MW81YzNsYWgxemZz

Lesermeinungen

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1 Lesermeinung
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Uwe Heineker
30.03.2026 14:18

Es ist erschreckend, wie sich die Interview-Darstellung https://kobinet-nachrichten.org/2025/08/29/eindruck-dass-inklusion-seitens-der-politik-nicht-gewollt-ist/ wieder einmal mehr bewahrheitet. Dieser Vorgang ist ein klarer Rechtsbruch. Deutschland steuert auf eine erneute Rüge der Vereinten Nationen zu …