London / Berlin (kobinet)
In Deutschland gibt es viele Sonder-Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Eine Sonder-Einrichtung ist ein besonderer Ort nur für Menschen mit Behinderung.
Dort wohnen oder lernen Menschen getrennt von anderen Menschen.
Dazu gehören Förder-Schulen und getrennte Wohn-Einrichtungen.
Eine Förder-Schule ist eine besondere Schule.
Dort lernen nur Kinder mit Behinderungen.
Dazu gehören auch Werk-Stätten für behinderte Menschen.
In einer Werk-Statt arbeiten nur Menschen mit Behinderung.
Sie arbeiten getrennt von anderen Menschen.
Viele Menschen finden dieses System nicht gut.
Auch in anderen Ländern kennt man diese Kritik.
Die BBC aus England hat einen Podcast dazu gemacht.
BBC ist ein bekanntes Radio- und Fernseh-Programm aus England.
Ein Podcast ist eine Sendung im Internet.
Du kannst die Sendung jederzeit anhören.
Der Podcast heißt: Wie Deutschland Menschen mit Behinderungen im Stich lässt.
Im Stich lassen bedeutet: nicht genug helfen.
Der Podcast spricht über Werk-Stätten für behinderte Menschen.
Der Podcast spricht auch über den normalen Arbeits-Markt.
Der Arbeits-Markt zeigt, wie Menschen Arbeit suchen und finden.
Auf dem normalen Arbeits-Markt arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen.
Viele Menschen mit Behinderungen haben dort kaum eine Chance.
Ein Sprecher im Podcast sagt: Behinderte Menschen werden besonders unfair behandelt.
Auch Hubert Hüppe spricht im Podcast.
Hubert Hüppe ist ein Politiker.
Er setzt sich für Menschen mit Behinderungen ein.
Hubert Hüppe kritisiert Sonder-Einrichtungen wie Werk-Stätten für behinderte Menschen.
Kritisiert bedeutet: Er findet das nicht gut.
Foto: Irina Tischer
London / Berlin (kobinet) Die Kritik am deutschen Aussonderungssystem von der Förderschule, über die Werkstatt für behinderte Menschen, bis zum seperaten Wohnen in Einrichtungen ist nicht nur hierzulande groß. Auch außerhalb Deutschlands wird die deutsche Aussonderungspolitik kritisch beobachtet, wie ein aktueller BBC-Bericht zeigt. "How Germany fails disabled people", so lautet der Titel eines Dokumentar-Podcasts der BBC, der sich mit "Wie Deutschland Menschen mit Behinderungen im Stich lässt" übersetzen lässt. Dabei geht es vor allem um die Bedingungen in Werkstätten für behinderte Menschen und mangelnde Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. "Behinderte Menschen gehören der am meisten unfair behandelten Minderheit in Deutschland", heißt es in der Ankündigung des Podcasts, in dem auch Hubert Hüppe mit seiner Kritik an Sondereinrichtungen wie den Werkstätten für behinderte Menschen zu Wort kommt.
Foto: Irina Tischer
London / Berlin (kobinet) Die Kritik am deutschen Aussonderungssystem von der Förderschule, über die Werkstatt für behinderte Menschen, bis zum seperaten Wohnen in Einrichtungen ist nicht nur hierzulande groß. Auch außerhalb Deutschlands wird die deutsche Aussonderungspolitik kritisch beobachtet, wie ein aktueller BBC-Bericht zeigt. "How Germany fails disabled people", so lautet der Titel eines Dokumentar-Podcasts der BBC, der sich mit "Wie Deutschland Menschen mit Behinderungen im Stich lässt" übersetzen lässt. Dabei geht es vor allem um die Bedingungen in Werkstätten für behinderte Menschen und mangelnde Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. "Behinderte Menschen gehören der am meisten unfair behandelten Minderheit in Deutschland", heißt es in der Ankündigung des Podcasts, in dem auch Hubert Hüppe mit seiner Kritik an Sondereinrichtungen wie den Werkstätten für behinderte Menschen zu Wort kommt.





Die deutsche inklusive Josefs-Brauerei gGmbH , was die BBC im Jahr 2026 im internationalen Vergleich als fortschrittliche Lösung und scharfe Kritik am deutschen Sondersystem heranzieht, habe ich bereits vor genau 20 Jahren in der Dokumentation des 3. Alternativen Werkstättentags 2006 in Köln direkt redaktionell begleitet, dokumentiert und somit als konkrete politische Forderung in die Fachwelt getragen. Die Parallelen zwischen meiner damaligen Arbeit und der heutigen internationalen Debatte könnten kaum größer sein.
Update
Die unbequeme Wahrheit: Seit 20 Jahren liegen die Lösungen auf dem Tisch
Der BBC-Bericht „How Germany fails disabled people“ legt den Finger treffend in die offene Wunde unseres segregierenden Systems. Dass internationale Medien diesen fortgesetzten Völkerrechtsbruch anprangern müssen, ist beschämend, aber absolut notwendig.
Besonders bezeichnend ist, dass ausgerechnet die Josefsbrauerei im Bericht als beispielhafter Transformationsweg genannt wird. Als Mit-Redakteur der Dokumentation zum 3. Alternativen Werkstättentag 2006 in Köln kann ich nur sagen: Genau dieses erfolgreiche Inklusionsunternehmen haben wir dort bereits vor genau zwei Jahrzehnten als wegweisendes Modell vorgestellt.
Schon damals forderte die „Deutzer Erklärung“ unmissverständlich die schrittweise Umwandlung der starren WfbM-Strukturen in Integrationsunternehmen.
Dass wir im Jahr 2026 immer noch über Cent-Löhne und Aussonderung debattieren müssen, zeigt die chronische Blockadehaltung der deutschen Politik.
In meinem aktuellen Anklage-Protokoll „2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich!“ dokumentiere ich diesen systematischen Bruch von Artikel 27 der UN-BRK lückenlos. Das Werk ist unter anderem als E-Book (ISBN: 9783696321369) über BoD und den Online-Buchhandel für 5,49 € sofort verfügbar. Um die Debatte maximal barrierefrei zu halten, ist zudem die Hälfte des Buches bewusst in Leichter Sprache verfasst.
Es ist Zeit, dass Deutschland nicht mehr nur beschwichtigt, sondern den völkerrechtlichen Verpflichtungen endlich Taten folgen lässt. Die Konzepte sind seit 2006 reif für die Praxis.
Uwe Heineker
Diplom-Sozialarbeiter und Autor