Berlin (kobinet)
Heute ist der 30. März 2026.
Eine Kommission hat Vorschläge gemacht.
Eine Kommission ist eine Gruppe von Fach-Leuten.
Die Gruppe arbeitet zusammen an einem Thema.
Die Vorschläge sind für die gesetzliche Kranken-Kasse.
Die Kranken-Kasse bezahlt Arzt-Kosten für viele Menschen.
Viele Menschen haben dazu etwas gesagt.
Dr. Joachim Rock hat etwas gesagt.
Er ist Chef des Paritätischen Gesamt-Verbands.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist eine große Organisation.
Die Organisation hilft Menschen in schwierigen Lagen.
Dr. Joachim Rock sagt: Die Vorschläge kosten die Versicherten mehr Geld.
Versicherte sind Menschen, die in einer Kranken-Kasse sind.
Zu-Zahlungen sollen steigen.
Zu-Zahlung bedeutet: Du zahlst selbst einen Teil beim Arzt.
Den Rest zahlt die Kranken-Kasse.
Außerdem soll eine Vergünstigung für Ehe-Partner wegfallen.
Vergünstigung bedeutet: Du musst weniger Geld zahlen als andere.
Das trifft vor allem kranke Menschen und Menschen mit wenig Geld.
Der Paritätische Gesamt-Verband sagt: Eine echte Reform muss anders sein.
Reform bedeutet: Etwas wird verändert und besser gemacht.
Eine Reform muss die Ursachen der steigenden Kosten angehen.
Zum Beispiel verdienen Medikamenten-Firmen sehr viel Geld.
Das sollte sich ändern.
Außerdem soll eine Bürger-Versicherung eingeführt werden.
Bürger-Versicherung bedeutet: Alle Menschen zahlen in eine gemeinsame Kasse ein.
Gut findet der Paritätische Gesamt-Verband: Tabak, Alkohol und Zucker-Getränke sollen teurer werden.
Tabak ist ein Produkt zum Rauchen.
Das ist gut für die Gesundheit.
Aber: Gleichzeitig sollen Angebote zur Vorbeugung wegfallen.
Vorbeugung bedeutet: Krank-Werden verhindern, bevor man krank wird.
Das passt nicht zusammen.
Eine echte Reform muss klare Regeln haben.
Unklarheiten bedeutet: Etwas ist nicht genau erklärt.
Man weiß dann nicht, was gemeint ist.
Eine Reform darf keine neuen Unklarheiten schaffen.
Simone Fischer hat auch etwas gesagt.
Simone Fischer spricht für Pflege-Politik bei Bündnis 90 / Die Grünen im Bundes-Tag.
Pflege-Politik sind die Regeln für die Pflege von Menschen.
Die Regeln legen fest, wer Hilfe bekommt und wie viel.
Es gibt einen Vorschlag zum Pflege-Budget.
Pflege-Budget bedeutet: Geld, das extra für Pflege-Personal gezahlt wird.
Dieses Geld soll in ein anderes System eingebaut werden.
Simone Fischer sagt: Das ist falsch.
Wer beim Pflege-Budget spart, spart am falschen Ort.
Es könnte weniger Pflege-Personal geben.
Das Pflege-Budget verhindert das.
Es hilft dabei, Patientinnen und Patienten gut zu versorgen.
Es gibt zu wenig Pflege-Personal.
Gleichzeitig brauchen mehr Menschen Pflege.
Rückschritt bedeutet: Etwas wird schlechter als vorher.
Ein Rückschritt wäre in dieser Situation falsch.
Simone Fischer sagt: Spare lieber bei der Zusammen-Legung von Kranken-Häusern.
Zusammen-Legung bedeutet: 2 oder mehr Dinge werden zu 1 Ding gemacht.
Dort gibt es echte Spar-Möglichkeiten.
Nicht bei der Pflege.
Das Pflege-Budget soll besser werden, nicht abgeschafft.
Das Geld soll sich am echten Bedarf ausrichten.
Das Geld soll nur für Pflege genutzt werden.
Simone Fischer sagt außerdem: Pflege-Fach-Personen sollen nur pflegen.
Pflege-Fach-Personen sind ausgebildete Menschen.
Sie kümmern sich um kranke oder ältere Menschen.
Pflege-Fach-Personen sollen keine anderen Aufgaben übernehmen müssen.
Das muss klar geregelt und geprüft werden.
Simone Borchardt und Christos Pantazis haben auch etwas gesagt.
Simone Borchardt spricht für CDU / CSU im Bundes-Tag.
Christos Pantazis spricht für die SPD im Bundes-Tag.
Beide sagen: Die Vorschläge der Kommission sind eine gute Grundlage.
Grundlage bedeutet: Der wichtigste Teil von etwas.
Jetzt kann die Regierung die Kranken-Kassen wirklich verbessern.
Ihr Ziel ist: Gute Gesundheits-Versorgung für alle Menschen.
Gesundheits-Versorgung bedeutet: Kranke Menschen bekommen Hilfe.
Zum Beispiel beim Arzt oder im Kranken-Haus.
Die Versorgung soll für alle bezahlbar sein.
Finanzen bedeutet: alles rund ums Geld, zum Beispiel Einnahmen und Ausgaben.
Die Finanzen der Kranken-Kassen sollen stabil werden.
Dafür braucht es tiefe Reformen.
CDU / CSU und SPD sagen: Wir können nicht stillstehen.
Wir treffen jetzt die nötigen Entscheidungen.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zu den heute, am 30. März 2026, präsentierten Vorschlägen der Finanzkommission zu Reformen der gesetzlichen Krankenkassen haben sich kurz nach der Veröffentlichung eine Reihe von Akteur*innen zu Wort gemeldet, so auch Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands: "Die Vorschläge der Kommission sind ein Potpourri an Ideen, die an vielen Stellen Kosten auf die Versicherten verlagern. Eine Erhöhung der Zuzahlungen und eine Streichung der beitragsfreuen Mitversicherung von Ehepartnern beispielsweise belasten Menschen gleich mehrfach zusätzlich. Besonders betroffen sind chronisch kranke Menschen sowie Haushalte mit geringem Einkommen."
Eine wirkliche Reform müsse nach Ansicht des Paritätischen die Ursachen der Kostensteigerungen in den Blick nehmen, etwa die hohen Renditen im Bereich der Medikamentenversorgung, und die Finanzierung des Gesundheitswesens mit einer Bürgerversicherung auf eine breitere Basis stellen. Uneingeschränkt zu begrüßen sei, dass gesundheitsschädliche Produkte wie Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Lebensmittel stärker besteuert werden sollten. Das ist für den Paritätischen ein wichtiger Schritt für mehr Prävention, er bleibe jedoch wirkungslos, wenn gleichzeitig präventive Leistungen eingeschränkt werden. Die notwendige Reform des Gesundheitswesens müsse die gravierenden Unklarheiten im Gesundheitssystem reduzieren, nicht noch verstärken.
Zur heutigen Veröffentlichung der FinanzKommission Gesundheit betont Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen zum Vorschlag das Pflegebudget wieder in das DRG-System einzugliedern: „Sparen beim Pflegebudget ist die falsche Priorität. Wer das Pflegebudget abschaffen will, spart am falschen Ende – und riskiert neuen Personalabbau in der Pflege. Genau das sollte das Instrument verhindern. Es stärkt die Versorgung der Patient*innen. In Zeiten von Personalmangel und wachsendem Versorgungsbedarf wäre ein Rückschritt zu pauschalen Finanzierungsstrukturen schlicht verantwortungslos und ein Schlag ins Gesicht der Pflegefachpersonen. Wenn die Koalition Einsparpotenziale heben will, dann bitte dort, wo sie strukturell sinnvoll sind – etwa durch eine kluge Bündelung und stärkere Spezialisierung von Klinikstandorten. Genau das unterlässt sie. Dabei liegen dort die eigentlichen Effizienzreserven – nicht bei der Pflege. Stattdessen setzt sie ausgerechnet hier an. Das ist die falsche Priorität und gesundheitspolitisch kurzsichtig.“
Das Pflegebudget müsse weiterentwickelt werden. „Wir brauchen eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Bedarf – etwa durch die Verknüpfung mit der PPR 2.0 – und eine klare Zweckbindung der Mittel. So sichern wir Qualität und sorgen für eine sachgerechte Steuerung der Ausgaben. Entscheidend und überfällig ist außerdem, dass Pflege wieder Pflege leisten kann. Pflegefremde Tätigkeiten dürfen nicht länger auf Pflegefachpersonen verlagert werden. Die hierzu neu geschaffenen Regelungen müssen konsequent umgesetzt und ihre Wirkung überprüft werden. Fehlanreize müssen dauerhaft ausgeschlossen werden“, betonte Simone Fischer.
Zu den Vorschlägen der eingesetzten GKV-Finanzkommission erklärten die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, und der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis: „Mit den Vorschlägen der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzten GKV-Finanzkommission liegt erstmals eine belastbare Grundlage vor, um die strukturellen Defizite der gesetzlichen Krankenversicherung entschlossen anzugehen. Damit beginnt die entscheidende Phase dieser Reform.“ Und weiter heißt es in der gemeinsamen Presseinformation von CDU/CSU und SPD: „Unser Ziel ist klar: eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige und bezahlbare Gesundheitsversorgung für die Menschen im ganzen Land. Dafür braucht es eine nachhaltige Stabilisierung der Finanzen und zugleich tiefgreifende strukturelle Reformen.“
„Eines ist klar: Stillstand können wir uns nicht leisten. Wir werden die notwendigen Entscheidungen jetzt treffen und die Reformen zügig auf den Weg bringen. Die Menschen in unserem Land erwarten zu Recht, dass wir die gesundheitliche Versorgung nachhaltig sichern und verbessern“, heißt es weiter von der CDU/CSU und SPD.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zu den heute, am 30. März 2026, präsentierten Vorschlägen der Finanzkommission zu Reformen der gesetzlichen Krankenkassen haben sich kurz nach der Veröffentlichung eine Reihe von Akteur*innen zu Wort gemeldet, so auch Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands: "Die Vorschläge der Kommission sind ein Potpourri an Ideen, die an vielen Stellen Kosten auf die Versicherten verlagern. Eine Erhöhung der Zuzahlungen und eine Streichung der beitragsfreuen Mitversicherung von Ehepartnern beispielsweise belasten Menschen gleich mehrfach zusätzlich. Besonders betroffen sind chronisch kranke Menschen sowie Haushalte mit geringem Einkommen."
Eine wirkliche Reform müsse nach Ansicht des Paritätischen die Ursachen der Kostensteigerungen in den Blick nehmen, etwa die hohen Renditen im Bereich der Medikamentenversorgung, und die Finanzierung des Gesundheitswesens mit einer Bürgerversicherung auf eine breitere Basis stellen. Uneingeschränkt zu begrüßen sei, dass gesundheitsschädliche Produkte wie Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Lebensmittel stärker besteuert werden sollten. Das ist für den Paritätischen ein wichtiger Schritt für mehr Prävention, er bleibe jedoch wirkungslos, wenn gleichzeitig präventive Leistungen eingeschränkt werden. Die notwendige Reform des Gesundheitswesens müsse die gravierenden Unklarheiten im Gesundheitssystem reduzieren, nicht noch verstärken.
Zur heutigen Veröffentlichung der FinanzKommission Gesundheit betont Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen zum Vorschlag das Pflegebudget wieder in das DRG-System einzugliedern: „Sparen beim Pflegebudget ist die falsche Priorität. Wer das Pflegebudget abschaffen will, spart am falschen Ende – und riskiert neuen Personalabbau in der Pflege. Genau das sollte das Instrument verhindern. Es stärkt die Versorgung der Patient*innen. In Zeiten von Personalmangel und wachsendem Versorgungsbedarf wäre ein Rückschritt zu pauschalen Finanzierungsstrukturen schlicht verantwortungslos und ein Schlag ins Gesicht der Pflegefachpersonen. Wenn die Koalition Einsparpotenziale heben will, dann bitte dort, wo sie strukturell sinnvoll sind – etwa durch eine kluge Bündelung und stärkere Spezialisierung von Klinikstandorten. Genau das unterlässt sie. Dabei liegen dort die eigentlichen Effizienzreserven – nicht bei der Pflege. Stattdessen setzt sie ausgerechnet hier an. Das ist die falsche Priorität und gesundheitspolitisch kurzsichtig.“
Das Pflegebudget müsse weiterentwickelt werden. „Wir brauchen eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Bedarf – etwa durch die Verknüpfung mit der PPR 2.0 – und eine klare Zweckbindung der Mittel. So sichern wir Qualität und sorgen für eine sachgerechte Steuerung der Ausgaben. Entscheidend und überfällig ist außerdem, dass Pflege wieder Pflege leisten kann. Pflegefremde Tätigkeiten dürfen nicht länger auf Pflegefachpersonen verlagert werden. Die hierzu neu geschaffenen Regelungen müssen konsequent umgesetzt und ihre Wirkung überprüft werden. Fehlanreize müssen dauerhaft ausgeschlossen werden“, betonte Simone Fischer.
Zu den Vorschlägen der eingesetzten GKV-Finanzkommission erklärten die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, und der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis: „Mit den Vorschlägen der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzten GKV-Finanzkommission liegt erstmals eine belastbare Grundlage vor, um die strukturellen Defizite der gesetzlichen Krankenversicherung entschlossen anzugehen. Damit beginnt die entscheidende Phase dieser Reform.“ Und weiter heißt es in der gemeinsamen Presseinformation von CDU/CSU und SPD: „Unser Ziel ist klar: eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige und bezahlbare Gesundheitsversorgung für die Menschen im ganzen Land. Dafür braucht es eine nachhaltige Stabilisierung der Finanzen und zugleich tiefgreifende strukturelle Reformen.“
„Eines ist klar: Stillstand können wir uns nicht leisten. Wir werden die notwendigen Entscheidungen jetzt treffen und die Reformen zügig auf den Weg bringen. Die Menschen in unserem Land erwarten zu Recht, dass wir die gesundheitliche Versorgung nachhaltig sichern und verbessern“, heißt es weiter von der CDU/CSU und SPD.




