HANNOVER (kobinet)
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Der SoVD in Nieder-sachsen kritisiert neue Vorschläge.
Diese Vorschläge betreffen die Kranken-Versicherung.
Eine Kommission hat diese Vorschläge gemacht.
Eine Kommission ist eine Gruppe von Menschen.
Sie arbeiten zusammen an einem wichtigen Thema.
Der SoVD findet die Vorschläge ungerecht.
Die Vorschläge belasten vor allem Menschen mit wenig Geld.
Dirk Swinke leitet den SoVD in Nieder-sachsen.
Er sagt: Das Gesundheits-System hat große Geld-Probleme.
Es muss sich dringend etwas ändern.
Aber viele Vorschläge der Kommission sind nicht fair.
Die Vorschläge gehen auf Kosten der Versicherten.
Versicherte sind Menschen mit einer Kranken-Versicherung.
Die Kranken-Versicherung zahlt bei Krankheit die Arzt-Kosten.
Der SoVD kritisiert 3 Punkte besonders stark.
Erstens: Kranke Menschen sollen mehr selbst zahlen.
Zweitens: Die Familien-Versicherung ohne Beitrag soll wegfallen.
Bei der Familien-Versicherung sind Kinder und Partner kostenlos mit-versichert.
Ein Beitrag ist Geld, das man regelmäßig an die Kranken-Kasse zahlt.
Das bedeutet: Ehe-Partner müssen künftig selbst einen Beitrag zahlen.
Drittens: Kranken-Geld und Zahn-Ersatz sollen gekürzt werden.
Kranken-Geld bekommst du von der Kranken-Kasse, wenn du krank bist und nicht arbeiten kannst.
Zahn-Ersatz ersetzt fehlende Zähne, zum Beispiel durch eine Krone oder ein künstliches Gebiss.
In Nieder-sachsen sind rund 1,3 Millionen Menschen arm.
Oder die Menschen haben wenig Geld und sind armuts-gefährdet.
Armuts-gefährdet bedeutet: Man hat so wenig Geld, dass man bald arm werden könnte.
Die Kürzungen treffen diese Menschen besonders hart.
Deshalb bittet Swinke die Landes-Regierung dringend um Hilfe.
Die Politiker in Nieder-sachsen sollen sich in Berlin gegen die Kürzungen einsetzen.
Der SoVD hat auch eigene Vorschläge für mehr Geld im System.
Die Beitrags-Bemessungs-Grenze soll steigen.
Die Beitrags-Bemessungs-Grenze legt fest, bis zu welchem Betrag die Kranken-Kasse deinen Beitrag berechnet.
Wer mehr verdient, zahlt dann auch mehr ein.
Das wäre gerechter für alle.
Außerdem soll die Mehr-Wert-Steuer auf Arznei-Mittel sinken.
Die Mehr-Wert-Steuer ist extra Geld, das beim Einkaufen im Preis schon dabei ist.
Arznei-Mittel sind Medikamente, die du in der Apotheke bekommst.
Dann werden Medikamente günstiger für die Kranken-Kassen.
Swinke ist offen für höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und Zucker.
Das Geld daraus soll das Gesundheits-System stützen.
Stützen bedeutet: Das System bleibt stabil und sicher.

Foto: SoVD
HANNOVER (kobinet) Aus Sicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sind die Vorschläge der Kommission für eine Reform der Krankenversicherung sozial ungerecht, da sie in erster Linie Menschen mit niedrigem Einkommen betreffen. Besonders die Kürzung von Leistungen und die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung sieht der SoVD kritisch – vor allem in Niedersachsen, wo die Armutsquote über dem Bundesdurchschnitt liegt.
„Die finanzielle Lage im Gesundheitssystem als problematisch zu bezeichnen, wäre deutlich untertrieben. Es pfeift vielmehr aus dem letzten Loch“, bewertet Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen die derzeitige Situation. Es sei deshalb völlig klar, dass etwas passieren müsse. „Zahlreiche Vorschläge der Kommission gehen allerdings zulasten der Versicherten. Das ist nicht gerecht“, betont Swinke.
Die Kritik des größten Sozialverbands in Niedersachsen betrifft vor allem die Erhöhung der Zuzahlungen, die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartnerinnen und Ehepartner sowie die Einschnitte beim Krankengeld sowie bei der Kostenübernahme von Zahnersatz. „Das trifft die Menschen in Niedersachsen, wo rund 1,3 Millionen armutsgefährdet sind, besonders hart“, erläutert der Vorstandsvorsitzende. Er appelliert an die Landesregierung: „Die Kürzungsvorschläge dürfen in der jetzigen Form nicht umgesetzt werden. Dafür müssen sich die niedersächsischen Politiker*nnen in Berlin starkmachen.“
Aus SoVD-Sicht gibt es zwar auch positive Vorschläge der Kommission, darüber hinaus liegen tragfähige Lösungen für eine sichere Finanzierung der Krankenversicherung aber bereits länger vor. „Die Beitragsbemessungsgrenze muss unbedingt angehoben werden. Nur, wenn Menschen mit hohem Einkommen stärker zur Solidargemeinschaft beitragen, gibt es eine gerechte Lösung“, ist sich Swinke sicher. Auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel würde die Kosten in der Krankenversicherung verringern. Offen zeigt sich Swinke für die Erhöhung der Steuern bei Tabak, Alkohol und Zucker zur Stabilisierung des Gesundheitssystems und des Beitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Foto: SoVD
HANNOVER (kobinet) Aus Sicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sind die Vorschläge der Kommission für eine Reform der Krankenversicherung sozial ungerecht, da sie in erster Linie Menschen mit niedrigem Einkommen betreffen. Besonders die Kürzung von Leistungen und die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung sieht der SoVD kritisch – vor allem in Niedersachsen, wo die Armutsquote über dem Bundesdurchschnitt liegt.
„Die finanzielle Lage im Gesundheitssystem als problematisch zu bezeichnen, wäre deutlich untertrieben. Es pfeift vielmehr aus dem letzten Loch“, bewertet Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen die derzeitige Situation. Es sei deshalb völlig klar, dass etwas passieren müsse. „Zahlreiche Vorschläge der Kommission gehen allerdings zulasten der Versicherten. Das ist nicht gerecht“, betont Swinke.
Die Kritik des größten Sozialverbands in Niedersachsen betrifft vor allem die Erhöhung der Zuzahlungen, die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartnerinnen und Ehepartner sowie die Einschnitte beim Krankengeld sowie bei der Kostenübernahme von Zahnersatz. „Das trifft die Menschen in Niedersachsen, wo rund 1,3 Millionen armutsgefährdet sind, besonders hart“, erläutert der Vorstandsvorsitzende. Er appelliert an die Landesregierung: „Die Kürzungsvorschläge dürfen in der jetzigen Form nicht umgesetzt werden. Dafür müssen sich die niedersächsischen Politiker*nnen in Berlin starkmachen.“
Aus SoVD-Sicht gibt es zwar auch positive Vorschläge der Kommission, darüber hinaus liegen tragfähige Lösungen für eine sichere Finanzierung der Krankenversicherung aber bereits länger vor. „Die Beitragsbemessungsgrenze muss unbedingt angehoben werden. Nur, wenn Menschen mit hohem Einkommen stärker zur Solidargemeinschaft beitragen, gibt es eine gerechte Lösung“, ist sich Swinke sicher. Auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel würde die Kosten in der Krankenversicherung verringern. Offen zeigt sich Swinke für die Erhöhung der Steuern bei Tabak, Alkohol und Zucker zur Stabilisierung des Gesundheitssystems und des Beitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung.




