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Bei Anruf keine Kultur mehr

Zwei Masekn mit je einem lachendem und einem  traurigen Gesicht
Kultur zeigt immer alle Gesichter des Lebens
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

HAMBURG (kobinet) Tausende Menschen in Deutschland nutzen ein Angebot für kulturelle Teilhabe, das vor dem Aus steht: "Bei Anruf Kultur". Es bietet insbesondere älteren Personen und Menschen mit Einschränkungen kostenlose Telefonführungen in Museen und mehr. Ab Herbst 2026 kann mit dem in Hamburg gegründeten, bundesweit etablierten Projekt Schluss sein – die Förderung läuft aus, die Anschlussfinanzierung ist nicht gesichert.

Kultureinrichtungen wie Museen, Denkmäler, Kirchen, aber auch Stadtführungen, Rundgänge durch Theater und mehr sind mit „Bei Anruf Kultur“ live per Telefon erlebbar. Besonders ältere Menschen profitieren bei eingeschränkter Sehfähigkeit oder Mobilität, gesundheitlichen Einschränkungen oder großer räumlicher Distanz zu Kulturorten von der kostenfreien, niedrigschwelligen Möglichkeit kultureller Teilhabe.

Das 2021 in Hamburg vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) und Büro grauwert gegründete Projekt hat sich von einer regionalen Lösung zum bundesweiten Erfolgsmodell entwickelt. Die Zahlen stimmen, der Erfolg ist messbar, trotzdem ist die Fortführung des Angebots gefährdet. Grund ist die ungewisse Finanzierung. Im Herbst 2026 endet die Förderung der Aktion Mensch, die 2023 begann. In dem dreijährigen Förderungszeitraum wurden über 500 Telefonführungen mit mehr als 9.000 Teilnehmenden aus rund 130 beteiligten Kultureinrichtungen ermöglicht.

Kultureinrichtungen wie Museen, Denkmäler, Kirchen, aber auch Stadtführungen, Rundgänge durch Theater und mehr sind mit „Bei Anruf Kultur“ live per Telefon erlebbar. Besonders ältere Menschen profitieren bei eingeschränkter Sehfähigkeit oder Mobilität, gesundheitlichen Einschränkungen oder großer räumlicher Distanz zu Kulturorten von der kostenfreien, niedrigschwelligen Möglichkeit kultureller Teilhabe.

Das 2021 in Hamburg vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) und Büro grauwert gegründete Projekt hat sich von einer regionalen Lösung zum bundesweiten Erfolgsmodell entwickelt. Die Zahlen stimmen, der Erfolg ist messbar, trotzdem ist die Fortführung des Angebots gefährdet. Grund ist die ungewisse Finanzierung. Im Herbst 2026 endet die Förderung der Aktion Mensch, die 2023 begann. In dem dreijährigen Förderungszeitraum wurden über 500 Telefonführungen mit mehr als 9.000 Teilnehmenden aus rund 130 beteiligten Kultureinrichtungen ermöglicht.