Berlin (kobinet)
Am 5. Mai 2026 gingen 6.000 Menschen in Berlin auf die Straße.
Sie nahmen am Europäischen Protest-Tag teil.
Der Europäische Protest-Tag ist ein Aktions-Tag für Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Der Tag ist jedes Jahr am 5. Mai.
Der Tag steht für die Gleich-Stellung von Menschen mit Behinderungen.
Gleich-Stellung bedeutet: Alle Menschen werden gleich behandelt.
Niemand hat Nachteile.
Der Demonstrations-Zug startete am Brandenburger Tor.
Er endete am Roten Rathaus.
Die Straße Unter den Linden war gesperrt.
Das war mitten im Berufs-Verkehr am Abend.
Beim Berufs-Verkehr fahren sehr viele Menschen zur gleichen Zeit.
Die Straßen sind dann sehr voll.
Die Menschen forderten ein besseres Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz hilft Menschen mit Behinderung.
Es sagt: Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz heißt kurz: BGG.
Die Menschen forderten auch: Keine Kürzungen im Sozial-Staat.
Ein Sozial-Staat ist ein Land, das Menschen in Not hilft.
Das Land hilft zum Beispiel mit Geld oder Pflege.
Viele Menschen unterschrieben eine Petition.
Eine Petition ist eine Bitte oder Beschwerde an wichtige Leute.
Viele Menschen unterschreiben einen Brief mit einer Forderung.
Eine Forderung ist ein Wunsch, den du laut sagst.
Du willst etwas bekommen oder verändern.
René Schaar rief diese Petition ins Leben.
René Schaar ist ein Aktivist aus Hamburg.
Ein Aktivist ist eine Person, die etwas ändern will.
Die Person will die Gesellschaft besser machen.
Fast 100.000 Menschen haben die Petition unterschrieben.
Mehrere Politiker waren bei der Kundgebung dabei.
Bei einer Kundgebung treffen sich viele Menschen.
Die Menschen zeigen ihre Meinung auf der Straße.
Bodo Rammelow ist Vize-Präsident des Bundes-Tages.
Der Vize-Präsident ist die 2. wichtigste Person im Bundes-Tag.
Er hilft dem Präsidenten bei der Arbeit.
Bodo Rammelow gehört zur Partei Die Linke.
Auch Sören Pellmann von der Linken war dabei.
Simone Fischer von Bündnis 90 / Die Grünen war dabei.
Heike Heubach von der SPD war dabei.
Vertreter der CDU und CSU fehlten bei der Veranstaltung.
Raul Krauthausen sprach auf dem Podium.
Ein Podium ist eine erhöhte Bühne.
Menschen stehen dort, damit alle sie gut sehen und hören können.
Raul Krauthausen sagte: Das BGG ist sehr schlecht.
Die Staats-Sekretärin Gitta Connemann war auch im Gespräch.
Eine Staats-Sekretärin ist eine wichtige Frau in der Regierung.
Sie hilft einem Minister bei der Arbeit.
Gitta Connemann sagte: Das BGG wird nicht verbessert.
Die Teilnehmer forderten laut: Barriere-Freiheit muss jetzt kommen.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können überall hingehen und mitmachen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das schreibt die Interessen-Vertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland.
Eine Interessen-Vertretung ist eine Gruppe, die für andere Menschen spricht.
Die Gruppe setzt sich für deren Rechte ein.
Diese Organisation heißt kurz: ISL.
Die ISL vertritt Menschen mit Behinderungen.
Die ISL war zufrieden mit dem Protest.
Viele Menschen hielten Schilder mit Forderungen hoch.
Sie forderten: Selbst-bestimmtes Leben ohne Kürzungen.
Sie forderten: Menschen-Rechte einhalten.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen auf der Welt.
Alle Menschen haben diese Rechte gleich.
Sie forderten: Barriere-Freiheit überall – auch in privaten Gebäuden.
Andere Schilder forderten: Wohn-Raum für alle.
Wohn-Raum bedeutet: Platz zum Wohnen.
Das sind zum Beispiel Wohnungen oder Häuser.
Menschen mit Behinderungen sollen bei Gesetzen mitreden.
Auf T-Shirts stand der englische Satz: make it accessible or burn it down.
Das bedeutet auf Deutsch: Mach es barriere-frei oder brenn es nieder.
Die T-Shirts waren schnell ausverkauft.
Es gab Musik zu Beginn und am Ende der Kundgebung.
Barriere-freie Toiletten standen zur Verfügung.
Die Reaktionen darauf waren positiv.
Der Platz blieb bis zum Ende gut gefüllt.
Max Prigge von der ISL sagte:
Wir wollen weiter laut für ein gutes BGG kämpfen.
Am 7. Mai 2026 gibt es eine Debatte zum BGG im Bundes-Tag.
Eine Debatte ist ein Streit-Gespräch.
Menschen reden dabei über verschiedene Meinungen.
Treffpunkt ist um 9 Uhr auf der Wiese vor dem Bundes-Tag.
Das Treffen heißt: Bau-Stelle BGG.
Du kannst die Petitionen hier unterschreiben:
Petition gegen Leistungs-Kürzungen
Leistungs-Kürzungen bedeutet: Menschen bekommen weniger Hilfe oder weniger Geld vom Staat als vorher.

Foto: ISL
Berlin (kobinet) Am 5. Mai 2026 demonstrierten 6.000 Menschen zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen in Berlin. Vom Brandenburger Tor zog der Demonstrationszug zum Roten Rathaus, so dass die Straße Unter den Linden im abendlichen Berufsverkehr lahmgelegt wurde. Die brennenden Themen waren natürlich das nicht ausreichende Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und die drohenden drastischen Kürzungen im Sozialstaat: Die Petition, die vom Hamburger Aktivisten René Schaar ins Leben gerufen wurde, wurde an die Politiker*innen übergeben. Anwesend waren Bodo Rammelow, Vizepräsident des Bundestages (Die Linke), Sören Pellmann (Die Linke), Simone Fischer (Bündnis90/Grüne) und Heike Heubach (SPD). Die Petition wurde von knapp 100.000 Menschen unterzeichnet. Auffällig war das Wegbleiben von Vertreter*innen der CDU/CSU. Raul Krauthausen, welcher ebenso mit auf dem Podium saß, bezeichnete das Gesetz als "Scheiße"; gleichzeitig wurde durch ein Gespräch mit der Staatssekretärin, Gitta Connemann, bekannt, dass das BGG nicht weiter angepasst würde. Die Teilnehmer*innen forderten lautstark, dass die Barrierefreiheit in allen Belangen jetzt umgesetzt werden müsse, heißt es in einer Presseinformation der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zur Protestaktion.
Die ISL zeigt sich zufrieden mit dem Zuspruch der Menschen; sichtbar durch ein Schildermeer voller wichtiger und kreativer Forderungen zum Selbstbestimmten Leben ohne Leistungskürzungen, Einhaltung der Menschenrechte sowie Barrierefreiheit allgemein aber auch und vor allem im privaten Sektor. Weitere Schriftzüge riefen auf zu Wohnraum für alle, Mitbestimmung bei der Gestaltung von Gesetzen und auch die Bewusstmachung des Rechtsrucks, der durch die Gesellschaft und Politik geht.
Besonders die T-Shirts mit dem Aufdruck „make it accessible or burn it down“ – zu deutsch „mach es barrierefrei oder brenn es nieder“ waren sehr schnell vergriffen. Zu Beginn und am Ende der Kundgebung gab es dieses Jahr jeweils Musikacts. Außerdem standen dieses Jahr auch barrierefreie Dixi-Toiletten zur Verfügung. Die Resonanz war hier positiv, sodass der Platz auch bis zum Schluss sehr gefüllt blieb. „Wir hoffen, dass die Unterstützung so breit weitergeht – schließlich steht am 7. Mai die Debatte zum BGG im Bundestag an und wir wollen hier wieder lautstark zeigen, dass es so nicht geht! Wenn schon ein BGG, dann aber richtig!“ so Max Prigge von der ISL.
Treffpunkt für ein gutes BGG ist am 7. Mai auf der Wiese vor dem Bundestag um 9 Uhr an der „Baustelle BGG“!
Die Petitionen zum Nein zu Leistungskürzungen sowie für ein gutes Behindertengleichstellungsgesetz können hier mitgezeichnet werden: https://innn.it/bgg und https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.nc.html

Foto: ISL
Berlin (kobinet) Am 5. Mai 2026 demonstrierten 6.000 Menschen zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen in Berlin. Vom Brandenburger Tor zog der Demonstrationszug zum Roten Rathaus, so dass die Straße Unter den Linden im abendlichen Berufsverkehr lahmgelegt wurde. Die brennenden Themen waren natürlich das nicht ausreichende Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und die drohenden drastischen Kürzungen im Sozialstaat: Die Petition, die vom Hamburger Aktivisten René Schaar ins Leben gerufen wurde, wurde an die Politiker*innen übergeben. Anwesend waren Bodo Rammelow, Vizepräsident des Bundestages (Die Linke), Sören Pellmann (Die Linke), Simone Fischer (Bündnis90/Grüne) und Heike Heubach (SPD). Die Petition wurde von knapp 100.000 Menschen unterzeichnet. Auffällig war das Wegbleiben von Vertreter*innen der CDU/CSU. Raul Krauthausen, welcher ebenso mit auf dem Podium saß, bezeichnete das Gesetz als "Scheiße"; gleichzeitig wurde durch ein Gespräch mit der Staatssekretärin, Gitta Connemann, bekannt, dass das BGG nicht weiter angepasst würde. Die Teilnehmer*innen forderten lautstark, dass die Barrierefreiheit in allen Belangen jetzt umgesetzt werden müsse, heißt es in einer Presseinformation der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zur Protestaktion.
Die ISL zeigt sich zufrieden mit dem Zuspruch der Menschen; sichtbar durch ein Schildermeer voller wichtiger und kreativer Forderungen zum Selbstbestimmten Leben ohne Leistungskürzungen, Einhaltung der Menschenrechte sowie Barrierefreiheit allgemein aber auch und vor allem im privaten Sektor. Weitere Schriftzüge riefen auf zu Wohnraum für alle, Mitbestimmung bei der Gestaltung von Gesetzen und auch die Bewusstmachung des Rechtsrucks, der durch die Gesellschaft und Politik geht.
Besonders die T-Shirts mit dem Aufdruck „make it accessible or burn it down“ – zu deutsch „mach es barrierefrei oder brenn es nieder“ waren sehr schnell vergriffen. Zu Beginn und am Ende der Kundgebung gab es dieses Jahr jeweils Musikacts. Außerdem standen dieses Jahr auch barrierefreie Dixi-Toiletten zur Verfügung. Die Resonanz war hier positiv, sodass der Platz auch bis zum Schluss sehr gefüllt blieb. „Wir hoffen, dass die Unterstützung so breit weitergeht – schließlich steht am 7. Mai die Debatte zum BGG im Bundestag an und wir wollen hier wieder lautstark zeigen, dass es so nicht geht! Wenn schon ein BGG, dann aber richtig!“ so Max Prigge von der ISL.
Treffpunkt für ein gutes BGG ist am 7. Mai auf der Wiese vor dem Bundestag um 9 Uhr an der „Baustelle BGG“!
Die Petitionen zum Nein zu Leistungskürzungen sowie für ein gutes Behindertengleichstellungsgesetz können hier mitgezeichnet werden: https://innn.it/bgg und https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.nc.html




