Menu Close

Gedenken an unsere Wegbereiter*innen

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Mulfingen (kobinet) „Sie haben mitgeholfen, den Weg zu bereiten, auf dem wir uns heute in der Politik für behinderte Menschen, aber auch in unserem eigenen Leben vorwärts bewegen. Durch sie sind wir der Inklusion ein Stückchen näher gekommen. Viele dieser Aktiven sind zwischenzeitlich von uns gegangen. ‚Wir werden Ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren‘, ist in unzähligen Nachrufen zu lesen. Mit der Seite ‚Unsere Wegbereiter‘ möchten wir das Gedenken etwas unterstützen. Wir suchen in unserem Stadtteil oder auf unserem Dorf einen Friedhof auf, um uns an verstorbene Familienangehörige oder einfach nur uns bekannte Menschen zu erinnern. Nun haben wir einen deutschlandweiten virtuellen Friedhof eingerichtet, der ebenfalls zu einem ‚Spaziergang‘ einlädt. Durch Anklicken der Namen erhalten Sie weitere Informationen. Sollten Sie einen Namen in der Namensliste vermissen, teilen Sie uns dies bitte mit.“ So heißt es auf der Internetplattform „Unsere Wegbereiter“ von Gerhard Bartz und Thomas Kappel.

Neue Sichtweisen-Podcastfolge zum Kinofilm „Als wäre es leicht“

Logo des Podcast Sichtweisen
Logo des Podcast Sichtweisen
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) In der neuen Folge des Sichtweisen-Podcasts des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) geht es um einen besonderen Film: „Als wäre es leicht“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen einem blinden Mann und einer gehörlosen Frau, die eigene Wege der Kommunikation finden müssen. Die Hauptrollen werden von einem Schauspieler und einer Schauspielerin gespielt, die auch im echten Leben blind und gehörlos sind. Im Sichtweisen-Podcast gibt Hauptdarsteller David Knors Einblicke in die Entstehung und die Besonderheiten der Produktion. Das Interview gibt’s unter: https://sichtweisen.podigee.io/89-kinofilm-interview-david-knors, wie es im aktuellen Newsletter DBSV-direkt heißt.

SoVD kritisiert: Zahlreiche DAX-Unternehmen sind kein Vorbild für Inklusion

Symbol Prozentzeichen
Symbol Prozent
Foto: ht

Hannover (kobinet) Nur 45 Prozent der deutschen DAX-Unternehmen beschäftigen die vorgeschriebenen fünf Prozent an Menschen mit Behinderung. Das zeigt eine Umfrage des SWR und MDR. Auch in Niedersachsen sieht es ähnlich aus. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen reagiert mit Entsetzen auf die Zahlen und fordert von Politik und Arbeitgebenden mehr Einsatz, damit Menschen mit Behinderung einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Unternehmen dazu verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Jobs an Menschen mit Behinderung zu vergeben. Diese Vorgabe erfüllen lediglich 18 von 40 DAX-Unternehmen. 14 bleiben sogar darunter. „Jeder dritte Großkonzern ignoriert die gesetzlichen Vorgaben und kauft sich lieber mit einer entsprechenden Geldsumme frei. Das ist ein Unding“, sagt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, wo die Zahlen nahezu deckungsgleich sind.

Rassismus ist für viele Menschen ein Problem und passiert oft im Alltag oder bei der Arbeit

Porträt
Aster Habtai
Foto: Hina Marquart

Stuttgard (kobinet) Rassistische Einstellungen sind weit verbreitet. Das geht aus dem neuen Bericht vom Nationalen Diskriminierungs- und Rassismus-Monitor hervor. Viele Menschen werden nicht nur aus einem Grund benachteiligt. Sondern aus mehreren Gründen gleichzeitig wie wegen ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht, weil sie wenig Geld haben oder sozial benachteiligt sind. Aster Habtai arbeitet im Cap Markt in Jungingen und hat wegen ihrer Hautfarbe Rassismus am Arbeitsplatz erlebt.

ISL mahnt grundlegende Verbesserungen beim Behindertengleichstellungsgeseetz an

Sharepic der ISL zu 17 Jahre UN-BRK und der Frage, ob es was zu feiern gibt
Sharepic der ISL zu 17 Jahre UN-BRK und der Frage, ob es was zu feiern gibt
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Heute vor 17 Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft getreten und damit wurde die Hoffnung auf mehr Teilhabe und Inklusion entfacht. Der auf dem Tisch liegende Entwurf für ein reformiertes Behindertengleichstellungsgesetz bleibt jedoch weit hinter den zentralen Punkten der UN-Behindertenrechtskonvention zurück und braucht grundlegende Verbesserungen.“ So lautet die auf Instagram verbreitete Botschaft der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zum 17. Geburtstag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland am heutigen 26. März 2026.

Warum Menschen mit Schwerbehinderung in Sachsen-Anhalt seltener Arbeit finden

Logo: mdr
mdr
Foto: mdr

MAGDEBURG (kobinet) Arbeitgeber müssen fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten oder gleichgestellten Beschäftigten besetzen. Sachsen-Anhalt ist bei dieser Quote seit vielen Jahren bundesweites Schlusslicht. Die Frage, woran das liegt, hat jetzt der Mitteldeutsche Rundfunk in einer Sendung von „Sachsen-Anhalt heute“ untersucht. Im Bezug auf eine Studie werden Vorbehalten in den Betrieben, die Tatsache, dass Viele Förderprogramme zur Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung ungenutzt bleiben, sowie das dichte Netz an Werkstätten für Menschen mit Behinderung als Gründe dafür genannt. Wodurch Übergänge in reguläre Beschäftigungen in Sachsen-Anhalt seltener als anderen Bundesländern sind. Der gesamte Beitrag des mdr zu diesem Thema ist in der Mediathek zu sehen.

Bündnis-Grüne fordern mehr Gemeinwohlorientierung auf dem Wohnungsmarkt

Baustelle auf welcher Wände gestellt sind und Bauarbeiter auf Stellagen arbeiten
Bau von Wohnungen für Alle
Foto: stux In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Heute findet der 17. Wohnungsbautag des Verbändebündnisses Wohnungsbau statt. Dazu erklärt Hanna Steinmüller, Obfrau im Ausschuss für Wohnen, Bauen, Stadtentwicklung und Kommunen der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: „Wir stecken seit Jahren in einer Wohnkrise. Nichtsdestotrotz klammert sich die Bundesregierung an das alte Mantra „bauen, bauen, bauen.“ Neubau wird aktuell so teuer vermietet, wie noch nie. Wohnungen für 20 Euro pro Quadratmeter und mehr sind keine Ausnahme, sondern in vielen Städten schon die Regel. Für die Mehrheit in diesem Land ist das schlicht unbezahlbar.“

Inklusion verfehlt: Viele Arbeitgeber bleiben unter der gesetzlichen Quote

Logo: SWR
Logo des SWR
Foto: SWR

Stuttgart (kobinet) „Arbeitgeber müssen fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Beschäftigten besetzen. Doch zahlreiche Konzerne verfehlen diese Vorgabe. Eine SWR-Umfrage zeigt, wie die BASF, Daimler Truck & Co. abschneiden.“ So heißt es in der Ankündigung eines ca. 5minütigen Rundfunkberichts und einer Reihe von Hintergrundinformationen zur Beschäftigung behinderter Menschen des SWR. Dabei sprach Stephanie Jauss mit David Wünschel, der intensive Recherchen zur Beschäftigung behinderter Menschen angestellt hat, die zum 17. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland veröffentlicht wurden.

Arbeit des ESF muss fortgesetzt werden

EU Fahne
EU Fahne
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Anlässlich der geplanten deutlichen Kürzungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im künftigen Haushalt der Europäischen Union (EU) trafen sich Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und der Vorsitzende des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Michael Groß, zur Aussprache. Beide fordern eine substantielle Mittelausstattung für arbeitsmarkt- und sozialpolitische Maßnahmen in den neuen Nationalen-Regionalen Partnerschaftsplänen (NRPP). Dabei geht es um die Zukunft des Europäischen Sozialfonds (ESF) in der neuen Struktur der NRPP.

Klimaschutzprogramm muss sozial gerechter werden

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Bundesregierung hat am 25. März 2026 das neue Klimaschutzprogramm vorgestellt. Dazu sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Die Maßnahmen reichen nicht aus, um Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen zu ermöglichen. Sie sind besonders stark von steigenden Energie- und Mobilitätskosten betroffen. Vor allem im Gebäude- und im Verkehrssektor bleibt die Bundesregierung viele Antworten schuldig und muss dringend nachbessern, damit das Programm sozial gerecht, barrierefrei und finanziell umsetzbar für alle Haushalte wird.“ Auch aus Sicht des Paritätischen bleibt das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung deutlich hinter sozial gerechten Anforderungen zurück. Zentrale Maßnahmen wie ein Förderprogramm für soziale Einrichtungen fehlten weiterhin. Dadurch drohen steigende Belastungen für Träger und unterstützungsbedürftige Menschen.

Inklusion ist ein Menschenrecht – keine Frage des Profits

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann – 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) „Am 26. März 2009 trat in Deutschland die UN‑Behindertenrechtskonvention in Kraft. 17 Jahre später müssen wir feststellen: Sie ist bis heute nicht konsequent umgesetzt worden. Barrieren prägen weiterhin den Alltag von Menschen mit Behinderungen. Und der größte Bremsklotz hat einen Namen: eine Wirtschaft, die geschont wird, und eine Politik, die das zulässt.“ Dies erklärte Sören Pellmann, Vorsitzender und behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag. „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nur rund 40 Prozent der Betriebe mit mehr als zwanzig Beschäftigten erfüllen die gesetzliche Quote bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen, 60 Prozent tun es nicht. Ein Viertel der Unternehmen beschäftigt überhaupt keine Menschen mit Behinderungen. Das ist kein Versagen des Marktes, das ist politisch organisiertes Wegsehen.“

Heike Heubach befragte Bundeskanzler Friedrich Merz zur Behindertenpolitik im Bundestag

Friedrich Merz
Friedrich Merz
Foto: Friedrich Merz/Tobias Koch

Berlin (kobinet) Bei der Befragung der Bundesregierung, die regelmäßig im Plenum des Deutschen Bundestages stattfindet, beantwortete Bundeskanzler Friedrich Merz am 25. März 2026 auch Fragen zur aktuellen Behindertenpolitik. Gestellt wurden diese von der Behindertenbeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion Heike Heubach, die sich bereits im Juli 2025 mit Fragen an den Bundeskanzler gewandt hatte. Heike Heubach bezog sich bei ihren Fragen auf den heute am 26. März 2026 anstehenden 17. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Friedrich Merz verpasste nach Einschätzung behindertenpolitischer Akteur*innen die Chance, der UN-Behindertenrechtskonvention mit seinen Antworten Rückenwind zu verschaffen. Er verwies vielmehr auf große Behinderteneinrichtungen in seinem Wahlkreis und die Schicksale, äußerte Verständnis für die Kommunen, die vom Kostenanstieg wegen des Bundesteilhabegesetzes betroffen sind und der Schutz der Wirtschaft vor Kosten zur Barrierefreiheit beschäftigte den Kanzler in seinen Antworten. Vom den Möglichkeiten der angemessenen Vorkehrungen war vonseiten des Bundeskanzlers nicht die Rede.

Auszeichnung mit dem Deutschen Hörfilmpreis

Abschlussbild vom Deutschen Hörfilmpreis 2026
Abschlussbild vom Deutschen Hörfilmpreis 2026
Foto: DBSV/Oliver Ziebe

Berlin (kobinet) Am 24. März 2026 wurde durch den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) zum 24sten Mal der Deutsche Hörfilmpreis für die besten Audiodeskriptionen verliehen. Während der feierlichen Gala im historischen Colosseum Filmtheater, bei der zahlreiche Prominente aus Film und Fernsehen, Wirtschaft und Politik vertreten waren, wurden 20 Produktionen in sechs Kategorien nominiert.

Behindertenbeauftragte mischen bei Verkehrsminister*innenkonferenz mit

Vorsitzender der VMK mit Beauftragten in Lindau
Vorsitzender der VMK mit Beauftragten in Lindau
Foto: LB Bayern

Lindau (kobinet) Derzeit findet die Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Bodensee statt, die am 25. März 2026 begann und heute am 26. März endet. Mitglieder der Konferenz der Beauftragten aus Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderung (KBB) sind dort zu Gast und haben ihre Forderungen zum Thema barrierefreie Mobilität vorgebracht. Holger Kiesel, der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, betonte: „Viele Menschen sind auf Barrierefreiheit im Verkehrsbereich angewiesen. Noch viel mehr Menschen profitieren deutlich davon. Deshalb braucht es durchgängig barrierefreie Reiseketten überall in Deutschland – unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.“

13. Walter-Picard-Preis vergeben

Bild von der Verleihung des Walter-Picard-Preis 2026
Bild von der Verleihung des Walter-Picard-Preis 2026
Foto: Lothar Koch

Kassel (kobinet) Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen würdigt mit dem Walter-Picard-Preis Menschen mit besonderem ehrenamtlichen Engagement oder professionelle Projekte in der hessischen Gemeindepsychiatrie, die durch ihr großes Engagement zur Verbesserung der Partizipation von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen beitragen. Aus den eingereichten 30 Vorschlägen wurden folgende Preisträger ausgewählt: Werner Niebel, als Hauptpreisträger, Sprecher der Selbsthilfegruppe Angst – Panik – Depression Odenwald, der Treffpunkt Kids Korbach und der Verein die Brücke e.V. – Repair-Café aus Bad Hersfeld. Durch Alexander Heppe, erster Beigeordneter des LWV Hessen, erhielten die Preisträger jeweils eine Urkunde und eine Skulptur.

Geld für die Teilhabe für Menschen mit Behinderung

Buchstaben LWH Hessen mit  liegendem Semikolon als angedeutetes Lächeln auf weißem Grund
LWV Hessen
Foto: gemeinfrei

KASSEL (kobinet) Die Abgeordneten der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen heute im Kasseler Ständehaus für das Haushaltsjahr 2026 mit Ausgaben in Höhe von rund 2,71 Milliarden Euro beschlossen. Das ist eine Ausgabensteigerung gegenüber dem Vorjahr um 173,8 Millionen Euro. Von den 2,71 Milliarden Euro Gesamtbudget wird der LWV 2,26 Milliarden Euro (rund 83 Prozent) für die Eingliederungshilfe und die überörtliche Sozialhilfe aufwenden. „An diesen Zahlen ist abzulesen, dass der LWV Hessen für Verlässlichkeit, Stabilität und eine starke Eingliederungshilfe steht“, sagt LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler. Das größte Ausgabenpaket innerhalb der Eingliederungshilfe – worunter auch die Leistungen des Blindengeldes und des Gehörlosen- und Taubblindengeldes fallen – ist die Unterstützung der behinderten Menschen beim Wohnen, bei der Arbeit und der Tagesstruktur. Zum Bereich Arbeit zählen Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen, aber auch betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze und das Budget für Arbeit. Zur überörtlichen Sozialhilfe gehören Leistungen, die als Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten unter anderem für wohnungslose Männer und Frauen aufgewendet werden.

Zugang zum Regelschulsystem für geflüchtete Kinder verbessern

Ein Junge und ein Mädchen liegen auf einem Teppich und beschäftigen sich mit einem Tablet-Computer, der vor ihnen liegt
Computer gehören zum Leber der Kinder in heutiger Zeit
Foto: SueMaatz In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert in einem Offenen Brief im Vorfeld der morgigen Bildungsministerkonferenz an die Bundesländer, den Zugang zum Regelschulsystem für geflüchtete Kinder zu verbessern. Die Kinderrechtsorganisation kritisiert, dass die bisher gültige EU-Aufnahmerichtlinie zum Bildungszugang vielfach nicht eingehalten und das Recht auf Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland dadurch nur sehr unzureichend umgesetzt wird. „Die Bundesrepublik Deutschland und damit auch die Bundesländer haben sich entsprechend Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention zur Verwirklichung des Rechts auf Bildung für alle Kinder verpflichtet. Auch die EU-Aufnahmerichtlinie macht klare Vorgaben zu einem schnellen Bildungszugang für geflüchtete Kinder.

17 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland: Menschenrechte stärken statt schwächen

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Anlässlich des 17. Jahrestages des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März 2009 in Deutschland fordert die LIGA Selbstvertretung die Verantwortlichen auf Bundes- Länder- und kommunaler Ebene auf, die Menschenrechte behinderter Menschen zu stärken statt diese zu schwächen. Der bundesweite Zusammenschluss von Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen ist verärgert darüber, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland nicht nur sehr schleppend vorangeht, sondern beklagt massive Rückschritte.

Niedersachsen startet Online-Umfrage zur Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) Die Niedersächsische Landesregierung beabsichtigt, die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen gezielt weiter zu verbessern. Als zentraler Baustein einer umfassenden Teilhabeanalyse startet daher heute eine landesweite Online-Umfrage im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung durch die Forschungsinstitute Prognos AG und Prointent. Ziel der Umfrage ist es, ein klares Bild der aktuellen Herausforderungen und Chancen in zentralen Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen oder Gesundheit von Menschen mit Beeinträchtigungen in Niedersachsen zu erhalten. An der Umfrage können ab sofort bis zum 31. Mai 2026 Personen teilnehmen, die mit einer dauerhaften Erkrankung oder Behinderung leben, ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben und mindestens 16 Jahre alt sind. Die Teilnahme ist anonym und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Teilhabemöglichkeiten im Land nachhaltig zu steigern.

Simone Fischer kritisiert Antwort auf Kleine Anfrage zur Versorgung in der außerklinischen Intensivpflege

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Berlin (kobinet) Am 9. März 2026 hat die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Simone Fischer, eine Kleine Anfrage zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der außerklinischen Intensivpflege im Bundestag eingereicht, bei der mittlerweile die Antwort der Bundesregierung vorliegt. Hintergrund sind zunehmende Hinweise aus der Praxis auf wirtschaftliche Schwierigkeiten von Pflegediensten, rechtliche Unsicherheiten und drohende Versorgungsengpässe bei intensivpflichtigen Kindern, die zu Hause versorgt werden. „Die Bundesregierung erklärt, ihr seien keine Versorgungsengpässe bekannt – gleichzeitig erreichen uns konkrete Rückmeldungen von Eltern intensivpflichtiger Kinder und Trägern, die ein deutlich anderes Bild zeichnen. Diese Diskrepanz müssen wir sehr ernst nehmen. Die Versorgung ist deutlich fragiler, als es die Bundesregierung darstellt“, erklärte Simone Fischer.

Inklusions-Studiengänge an der Bertha von Suttner Privatuniversität in Gefahr

Bild von der Bertha-von-Suttner-Universität mit Aufschrift It starts with you
Bild von der Bertha-von-Suttner-Universität mit Aufschrift It starts with you
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Rettet die Inklusions-Studiengänge an der Bertha von Suttner Privatuniversität!“ So titelt der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen aktuellen Beitrag, der erneut deutlich macht, wie die Errungenschaften der Inklusionsbewegung zunehmend in Gefahr geraten. „Die angespannte finanzielle Lage von Bund und Ländern macht sich auch in der Bildungs- und Soziallandschaft bemerkbar. Derzeit ist die Fortführung der wegweisenden Studiengänge für Inklusion an der Bertha von Suttner Privatuniversität ungewiss. Nun wenden sich die Studierenden mit einem dringenden Appell an Entscheidungsträger:innen“, schreibt Martin Ladstätter im BIZEPS-Beitrag zu den Entwicklungen in Österreich.

27. Peer-Counseling-Weiterbildung abgeschlossen: zwölf neue ISL Peer Counselor*innen

Abschlussbild der 27. Peer Counseling Weiterbildung
Abschlussbild der 27. Peer Counseling Weiterbildung
Foto: Max Prigge

Uder (kobinet) Mit dem Ende der 27. Peer-Counseling-Weiterbildung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) gibt es seit dem 13. März 2026 zwölf neue zertifizierte ISL Peer Counselor*innen. Von Februar 2025 bis März 2026 absolvierten die Teilnehmer*innen sechs Blöcke jeweils von Montag bis Freitag im nordthüringischen Uder. Dabei ging es unter anderem um die Geschichte und die Idee des Peer Counseling und der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. Ebenso mussten sich die Teilnehmer*innen mit ihrer eigenen Behinderung auseinandersetzen und bekamen mehrere Methoden in den „Beratungskoffer“ mit, wie Max Prigge den kobinet-nachrichten mitteilte.

Studie der Aktion Mensch zur Nutzung des Teilhabeplanverfahrens

Logo Aktion Mensch
Aktion Mensch Logo 283×133
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Eine neue Studie der Aktion Mensch untersucht erstmals, wie Menschen mit Behinderung das Teilhabeplanverfahren nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) beurteilen. Ergebnis: Das Verfahren bietet viel Potenzial für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe – wird aber zu selten genutzt. Das liegt in erster Linie an seiner geringen Bekanntheit, dem großen bürokratischen Aufwand, der damit verbunden ist, und unzureichender Beratung im Vorfeld.

Warum wir LIORA brauchen

Grafik rechte und linke Seite eines Herzes umarmen sich
Miteinander
Foto: „Stillen Stunde“

Berlin (kobinet) Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hat bereits veröffentlicht, dass der überwiegende Teil der Behinderungen nicht sichtbar oder nicht sofort erkennbar ist.

Wenn es um Barrierefreiheit und Inklusion geht, werden die Belange unsichtbar behinderter Menschen jedoch immer wieder außer Acht gelassen. Warum ist das so?

BSVH begrüßt digitale Abstellflächen für E-Scooter

Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche
Am Wegesrand abgestellte E-Roller blockieren einen Teil des Weges
Foto: H. Smikac

HAMBURG (kobinet) Die Stadt Hamburg plant digitale Abstellflächen für E-Scooter. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) begrüßt diesen Schritt als wichtiges Signal für mehr Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum, fordert jedoch weitere Maßnahmen für mehr Sicherheit. „Es ist ein wichtiges Signal, dass sich die Stadt des Problems annimmt und Lösungen für das Abstellen von E-Scootern entwickelt,“ erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH.

Es geht um die Wirksamkeit der Leistungen zur Teilhabe

Aufgerolltes Messband
Auch Wirksamkeit ist messbar
Foto: kalhh In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

HEIDELBERG (kobinet) Der gemeinsame Fachausschuss „Interdisziplinäre Rehabilitationsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) und der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) hat ein Positionspapier zur Bewertung der Wirksamkeit von Leistungen zur Teilhabe gemäß SGB IX erarbeitet. Anders als andere Teile des SGB enthält das SGB IX keine ausdrückliche Definition des Begriffes „Wirksamkeit“. Außerdem fehlt ein strukturierter Prozess, der beschreibt, wie Wissen zu Wirksamkeit erlangt und wie Wirksamkeit bewertet werden kann. In dem Positionspapier stellt der gemeinsame Forschungsausschuss der DGRW und der DVfR fest: Wirksamkeit ist ein wissenschaftlich-methodisch definiertes und voraussetzungsvolles Konstrukt – was in dieser Lesart im Bereich der Leistungen zur Teilhabe noch selten bekannt sein dürfte. Wirksamkeit ist jedoch entscheidend, um im Einzelfall auf Basis überprüfter Daten handeln und im politischen Diskurs um die Berechtigung und Finanzierung von Teilhabeleistungen argumentieren zu können. Es gilt daher, langfristig mehr Wissen zu wirksamen Leistungen zur Teilhabe aufzubauen.

Klare Worte von Jürgen Dusel zur Werkstättenreform und Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) „Viele Menschen mit Trisomie 21 besuchen eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, doch die Bezahlung ist nicht wertschätzend und die Möglichkeiten, in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln, sind sehr begrenzt. Tatsächlich schaffen nur weniger als ein Prozent der Personen, die in einer Werkstatt arbeiten, den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt! Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einige Punkte vereinbart, die die Arbeit in der Werkstatt und die Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt verbessern sollen.“ Diese klaren Worte fand Jürgen Dusel zum World-Down-Syndrom-Tag, der am 21. März 2026 begangen wurde. Er betonte in einem Facebook-Post, dass er genau beobachten werde, ob die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag auch umgesetzt werden. 

Landesantidiskriminierungsgesetz soll Rechte Diskriminierter in Nordrhein-Westfalen stärken

Dennis Sonne am Rednerpult des Landtags von NRW
Dennis Sonne am Rednerpult des Landtags von NRW
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Dennis Sonne (Grüne) begrüßt die erste Lesung des Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) im nordrhein-westfälischen Landtag als wichtigen Schritt für mehr Gerechtigkeit und Teilhabe. „Diskriminierung ist für viele Menschen leider noch immer Realität. Auch behinderte Menschen erfahren Diskriminierung beispielsweise im Bereich Schule und Bildung. Mit dem Landesantidiskriminierungsgesetz, kurz LADG, setzen wir ein klares Zeichen für Respekt und gleiche Rechte“, erklärte Dennis Sonne. Das Gesetz schließt eine bestehende Schutzlücke: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gilt seit 2006 nicht für das Handeln von Landesbehörden. „Künftig wird auch staatliches Handeln auf Landesebene klaren Antidiskriminierungsregeln unterliegen“, so Dennis Sonne.

Für Bäume und Barrierefreiheit: Warum eine barrierefrei umgebaute Haltestelle nicht barrierefrei wird

Bus mit Klapprampe
Bus mit Klapprampe
Foto: privat

Mannheim (kobinet) Kürzlich erging der Planfeststellungsbeschluss zum barrierefreien Ausbau des ÖPNV-Haltepunktes Duale Hochschule in Neuostheim. Doch was gut klingt, sorgt für viel Unmut bei den Ortsgruppen des Bund für Umwelt und Naturschutz, des Radfahrerverband ADFC und bei der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar. Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll der Bahnübergang Feudenheimer Fähre, der zum Gelände des ehemaligen Campingplatzes am Neckar führt, an die Haltestelle verlegt werden. Direkt neben der Haltestelle verläuft der vielbefahrende Neckartalradweg im Naturschutzgebiet, wo 23 Bäume gefällt werden sollen. „Die Verlegung des Bahnübergangs ins Naturschutzgebiet führt dazu, dass viele Anforderungen der Barrierefreiheit wegen des großen Platzbedarfs für den Kfz-Verkehr nicht erfüllt werden können“, erläutert Wolfgang Schuy, Vorstand beim BUND Mannheim, heißt es in einer Presseinformation der AG Barrierefreiheit Rhein-Neckar.

Mehr Gerechtigkeit statt Einschnitte – Sozialreformen müssen Menschen spürbar entlasten

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Die VdK-Präsidentin Verena Bentele hat sich nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zur aktuellen Reformdebatte zu Wort gemeldet: „Nach dem Abschluss der Landtagswahlen sehen einige im Bereich der Sozialpolitik die Zeit für ‚harte Einschnitte‘ gekommen. Klar ist: Reformen sind notwendig. Aber sie müssen das Leben der Menschen spürbar verbessern – durch gerechte, leistungsfähige und leicht zugängliche Systeme sowie weniger Bürokratie. Soziale Absicherung muss dabei verlässlich sein: für alle Menschen, bei Krankheit, Pflege, im Alter und in Krisenzeiten. Wenn von unbequemen Maßnahmen die Rede ist, dürfen diese nicht die breite Bevölkerung treffen, sondern müssen auf den Abbau ungerechter Privilegien zielen – etwa bei Beamten und Privatversicherten. Nur so entstehen gesellschaftlicher Zusammenhalt und neues Vertrauen.“

Kostenlos Party machen, und dies sogar schon ab 16:30 Uhr

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Marburg (kobinet) 2023 veranstaltete pro familia Marburg im Rahmen eines Aktion Mensch Projekts ein Flirtseminar. Um das im Seminar Erfahrene und Geübte in der Praxis in einer passenden Atmosphäre ausprobieren und vertiefen zu können, entstand die Idee der „Party für Alle“. Seit 2024 wird die „Party für Alle“ vierteljährlich gemeinsam vom Kultur- und Freizeitzentrum (KFZ) Marburg und pro familia Marburg von 16:30 Uhr – 21:00 Uhr veranstaltet und mittlerweile von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf gefördert und vom Projekt „Marburg Connect – aktiv im Landkreis“ unterstützt. Nun wurde das Projekt ausgezeichnet.

Deutschland muss endlich barrierefrei werden

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

BERLIN (kobinet) Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft und sichert Menschen mit Behinderungen ihre Rechte zu. Doch bei der Umsetzung bleibt viel zu tun. Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert deshalb von Politik und Wirtschaft mehr Einsatz für Barrierefreiheit und Inklusion. Besonders bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) sieht das Institut dringenden Verbesserungsbedarf.

Kreatives Projekt setzt Zeichen gegen Ausgrenzung

Eine Hand, die mit einem Stift ein Bild von einem gedrückt gehenden Menschen zeichnet
Im offenen Atelier
Foto: Kreativzentrum Omnibus

DRESDEN (kobinet) Im Kreativzentrum Omnibus läuft seit Januar 2026 das inklusive Projekt „#respectART“, das sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 27 Jahren richtet. Die Initiative verbindet künstlerisches Arbeiten mit gesellschaftlichem Engagement und setzt ein klares Zeichen gegen Mobbing und Ausgrenzung. Im Mittelpunkt des Projekts stehen wöchentliche kreative Workshops im offenen Atelier des Kreativzentrums. Hier setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit eigenen Erfahrungen rund um Ausgrenzung, Diskriminierung und Mobbing auseinander. Die künstlerische Verarbeitung erfolgt über verschiedene Ausdrucksformen wie Grafik, Malerei, Sculpting sowie kreative Texte, die aus gemeinsamen Gesprächen und Reflexionsrunden entstehen.

Forschung zu Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland

REHADAT Logo
REHADAT Logo
Foto: REHADAT

KÖLN (kobinet) Für alle, die sich für Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion interessieren stellt das aktuelle Verzeichnis der „Rehabilitations- und Teilhabeforschenden – Akteurinnen, Akteure und Themen in Deutschland 2026“ eine wichtige Informationsquelle dar.  Das Verzeichnis wird zum Reha-Kolloquium in Leipzig veröffentlicht und informiert darüber, welche Personen zu den verschiedenen Themen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland forschen. Das Verzeichnis wurde in dieser Ausgabe durch aktuelle Themen ergänzt und steht bereits jetzt auf den Internetseiten von REHADAT zum kostenfreien Download bereit.

Was sagt der Bundesrat zur geplanten Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes?

Bundesratsgebäude
Bundesrat
Foto: Bundesrat / Christian v. Steffelin

Berlin (kobinet) Am 11. Februar 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes beschlossen und damit den Gesetzentwurf an den Bundesrat und den Bundestag zur weiteren Beratung weitergeleitet. Während sich der Deutsche Bundestag voraussichtlich im April und Mai 2026 mit dem Gesetzentwurf, in dem es entscheidend darum geht, wie und ob die Barrierefreiheit in Deutschland weiterentwickelt wird, befasst, hat der Bundesrat zuerst die Möglichkeit eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf abzugeben. Diese wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Bundesrats am 27. März verabschiedet. Die Ergebnisse über die Beratungen in den Ausschüssen des Bundesrates lassen darauf hoffen, dass der Bundesrat der Kritik vieler Behindertenverbände in einigen wichtigen Punkten Rückenwind verleiht, so zum Beispiel im Hinblick auf die Kritik an den geplanten massiven Ausnahmen für Unternehmen zur Herstellung von Barrierefreiheit und angemessenen Vorkehrungen.

Netzwerk behinderter Frauen Berlin zur Diskussion über Kosten der Eingliederungshilfe

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Das Netzwerk behinderter Frauen Berlin hat sich mit einer Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über Kosten der Eingliederungshilfe an die Öffentlichkeit gewandt und einen entsprechenden Text auf der Internetseite des Netzwerks veröffentlicht. „Immer wieder wird dieser Tage auf die hohen Ausgaben für Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen hingewiesen. Höhepunkt war Ende letzten Jahres ein Artikel von Dr. Kristina Schröder (CDU) in der WELT mit dem Titel: ‚Was wir uns künftig nicht mehr leisten können‘ über Assistenz für Menschen mit Behinderungen. Die zentralen Behauptungen darin sind falsch. Ein Blick in die Praxis zeigt die bittere Realität im Kampf um gesellschaftliche Teilhabe, mit der behinderte Menschen auch Jahre nach Einführung des neuen Teilhaberechts konfrontiert sind“, heißt es in der Einführung der Stellungnahme.

Informationen zum Down Syndrom und über Bedürfnisse und Rechte der Betroffenen

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch 300×141
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Jedes Jahr am 21. März wird der Welt-Down-Syndrom-Tag gefeiert. Damit wurde auch dieses Jahr auf die besonderen Fähigkeiten, Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Down-Syndrom aufmerksam gemacht. Für mehr Inklusion und Teilhabe. „Wie viel weißt du über das Down-Syndrom? Wir haben wertvolle Informationen und Einblicke für dich zusammengestellt, die das Verständnis darüber fördern. Schau rein!“ heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch mit einem Verweis auf entsprechende Informationen.

Schwarz-rot statt Ampelregierung zukünftig in Rheinland-Pfalz

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Mainz (kobinet) Die Landtagswahl vom 22. März 2026 führt in Rheinland-Pfalz zu erheblichen Veränderungen in der zukünftigen Landesregierung. Seit 35 Jahren ist die CDU wieder stärkste Kraft und dürfte zukünftig eine schwarz-rote Regierungskoalition anführen. Die Parteien, die bisher die Ampelregierung gestellt haben, mussten zum Teil erhebliche Verluste hinnehmen. So verlor die SPD nach dem vorläufigen Ergebnis 9.8 Prozent und erhielt 25,9 Prozent der Stimmen. Die FDP verlor 3,4 Prozent und landete bei 2,1 Prozent der Stimmen und die Grünen landeten mit Verlusten von 1,4 Prozent der Stimmen bei 7,9 Prozent. Die CDU gewann 3,1 Prozent hinzu und erreichte 31 Prozent. Die AfD verdoppelte ihr Ergebnis von 2021 um 11,2 Prozent und erreichte 19.5 Prozent der Stimmen und ist zukünftig wie in Baden-Württemberg drittstärkste Kraft im Parlament. Die LINKE und die Freien Wähler verpassten wie die FDP den Einzug in den Landtag von Rheinland-Pfalz.

Neue Studie: Hunderttausende von verdeckter Pflegearmut betroffen

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Foto: Paritätischer Gesamtverband

Berlin (kobinet) Wer wenig Geld hat und zu Hause gepflegt wird, bekommt trotz Anspruch oft keine ausreichende finanzielle Hilfe, das zeigt eine neue vom Paritätischen Gesamtverband in Auftrag gegebene Studie zum Thema Pflegearmut. Bundesweit erhalten demnach etwa 300.000 armutsbetroffene Pflegebedürftige keine Hilfe zur Pflege. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes erklärte hierzu: „Unsere Studie zeigt, dass finanzielle Hilfe in der häuslichen Pflege erschreckend oft ausbleibt – obwohl sie dringend gebraucht wird und rechtlich vorgesehen ist. Bund und Länder müssen endlich die Menschen in der ambulanten Pflege in den Blick nehmen und Pflegearmut entschieden bekämpfen.“

Momentaufnahme 428

Hochlandrind mit Kalb
Nachwuchs bei Hochlandrind in Berlin-Wartenberg
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Fähigkeit, glücklich zu leben, kommt aus einer Kraft, die der Seele innewohnt.