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Mareike Müller für Film „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ mit Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis ausgezeichnet

Martin Ladstätter und Mareike Müller bei der Preisverleihung
Martin Ladstätter und Mareike Müller bei der Preisverleihung
Foto: ORF / Klaus Titzer

Wien (kobinet) Der Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis für exzellente Berichterstattung im Bereich der Inklusion in den Kategorien Printmedien, Fernsehen, Radio sowie digitale Medien/Podcast wurde am 20. März 2026 zum fünften Mal in Wien verliehen. Ausgezeichnet wurden Beiträge, die Inklusion in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext einbetten. Diese haben eines gemeinsam: Mit journalistischer Tiefe, mit Feingefühl und mit einem echten Interesse an den Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen beleuchten sie Themen, die viel zu oft im Verborgenen bleiben. Und sie zeigen auf, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist. Darauf macht der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam. In der Kategorie Fernsehen wurde der Preis an die deutsche Journalistin Mareike Müller mit dem Beitrag „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren„, der vor einem Jahr in der ARD ausgestrahlt wurde und sich kritisch mit dem deutschen Werkstättensystem auseinandersetzt. Martin Ladstätter vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen BIZEPS hielt die Laudatio auf die ausgezeichnete Journalistin.

Leben mit Down-Syndrom kann ganz normal werden

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
Logo des zdf
Foto: Pixabay/2247188

MAINZ (kobinet) Menschen mit Behinderungen wird häufig nicht zugetraut,  alleine zu leben, selbst zu arbeiten und eine Partnerschaft zu haben. Mit dem Bericht „Dranbleiben – nicht aufgeben!“ tritt „zdf heute“ den Gegenbeweis an. In einem Beitrag stellt die Sendung Hanna und Silas vor. Sie leben mit Down-Syndrom selbstbestimmt. Sie sind verheiratet. Sie wohnen zusammen und meistern ihren Alltag mit Unterstützung. Zudem arbeiten sie in inklusiven Projekten. Mehr über das Leben dieses Paares ist über diesen Link zu „zdf heute“ zu erfahren.

Gibt es 2034 in Sachen Inklusion in Deutschland etwas zu feiern? Talkrunde Nachgefragt am 24. März um 19 Uhr im h1-Fernsehen

Foto: h1 Hannover

Hannover (kobinet) Nur noch ein Jahr und dann wird die UN-Behindertenrechtskonvention volljährig. Und nur wenige Jahre später – nämlich 2034 – feiert sie bereits ihren 25. Geburtstag. Und auch wenn es kein runder Geburtstag ist, so ist es doch ein besonderer. Mit 25 Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention dann noch jung und entwicklungsfähig, hat aber die wilden Jahre schon hinter sich und auch schon einiges erlebt. Und trotzdem hat sich der Arbeitskreis Inklusion von JANUN Hannover e. V. gefragt: Gibt es 2034 in Sachen Inklusion in Deutschland etwas zu feiern? Um dieser Frage nachzugehen, hat sich Moderator Christian Draheim ein paar Expertinnen und Experten in die Sendung „Nachgefragt“ bei h1-Fernsehen eingeladen. Die Talkrunde wird am 24. März 2026 um 19:00 Uhr im h1-Fernsehen und im Livestream ausgestrahlt, in den kommenden Tagen wiederholt und dann auch auf YouTube eingestellt.

Stadt Marburg heißt Assistenzhunde willkommen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Marburg (kobinet) Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Einschränkungen unverzichtbare Begleiter, die ihnen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. In der Öffentlichkeit ist jedoch größtenteils nicht bekannt, dass es neben blinden Menschen weitere Personengruppen gibt, die zur Gestaltung eines selbstbestimmten und unabhängigen Lebens Assistenzhunde nutzen. Betroffene erleben mit ihren Assistenzhunden häufig Ablehnung oder Unsicherheiten beim Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen. Dies vor allem, wenn ihnen ihre Einschränkung auf den ersten Blick nicht anzusehen ist. Um dem Thema eine größere Aufmerksamkeit zu verschaffen, sowie zur Sensibilisierung, wurde vom Verein Pfotenpilot die Kampagne „Assistenzhunde willkommen“ ins Leben gerufen. „Assistenzhunde sind in allen städtischen Gebäuden einschließlich der Tochtergesellschaften zugelassen“, heißt es auf der Internetseite der Stadt Marburg.  Durch einen Aufkleber der Kampagne am jeweiligen Gebäudeeingang wird dies nun sichtbar.

Über zehn Jahre „Sendung ohne Barrieren“ in Österreich

Logo: Sendung ohne Barrieren
Logo: Sendung ohne Barrieren
Foto: ZitronenwasserTV

Wien (kobinet) Seit über zehn Jahren gibt es mittlerweile in Österreich die „Sendung ohne Barrieren“. Die aktuelle Folge mit Wolf und Biber blickt auf mehr als zehn Jahre „Sendung ohne Barrieren“ zurück. Darauf hat Martin Ladstätter im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS hingewiesen.

Paritätischer Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert Landesantidiskriminierungsgesetz

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Auch die künftige Landesregierung müsse sich der Herausforderung stellen, wirtschaftliche Stärke, soziale Gerechtigkeit und eine stabile Demokratie nicht mehr isoliert betrachten und neben wirtschaftspolitischen auch die sozialen Herausforderungen entschlossen angehen. Zur wirksamen Bekämpfung von Diskriminierung in staatlichen Institutionen sei die Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes in Baden-Württemberg erforderlich, so der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich des morgigen Internationalen Tags gegen Rassismus.

Landesweites Tischtennis-Turnier 2026 startet in einer Woche

Zwei Tischtennisspieler in einem großen Raum an einer Tiscjhtennisplatte
Archivfoto vom Turnierfinale 2025
Foto: Lebenshilfe Bayern – Andreas Schmittner

ERLANGEN (kobinet) Unter dem Motto „Aufschlag, Satz und Spiel“ treten bald wieder mehr als 50 Teams aus ganz Bayern zum Tischtennis-Turnier 2026 der Menschen mit Behinderungen an. Das landesweite Tischtennis-Turnier wird unter dem Motto „Aufschlag, Satz und Spiel“ seit 1985 veranstaltet und tatkräftig von Partner-Vereinen und Partner-Werkstätten unterstützt. Das Tischtennis-Turnier 2026 startet am 28 März in der Dreifachturnhalle in 87463 Dietmannsried. An diesen Südbayerischen Meisterschaften nehmen 27 Teams teil, elf Damen- und 16 Herrenteams. Weiter geht es am 18. April in der Halle des ASV 1860 in 92318 Neumarkt. An diesen Nordbayerischen Meisterschaften nehmen ebenfalls 27 Teams teil, acht Damen- und 19 Herrenteams. Der Wettbewerb ist in bis zu fünf Ligen aufgeteilt. In den beiden Vorrunden wollen sich die Teams für das Finale qualifizieren. Das Finale wird am 10. Oktober in der Agnes-Bernauer-Halle in Vohburg ausgetragen.

Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet: Wahlrecht nutzen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Mainz (kobinet) Ähnlich wie in Baden-Württemberg bei der Landtagswahl am 8. März 2026 dürfte es auch bei der am 22. März anstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ein spannender Wahlabend werden. Aktuelle Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der derzeit regierenden SPD und der CDU voraus. Eine Vielzahl von Organisationen, wie beispielsweise das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz (ZsL) fordert daher dazu auf, das Wahlrecht zu nutzen und die Demokratie zu stärken. Jede Stimme zähle.

Debatte über Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests heute im Bundestag

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Berlin (kobinet) „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests“, so lautet der Tagesordnungspunkt 24, der heute, am 20. März 2026 ab ca. 11:20 Uhr bis ca. 12:30 Uhr im Plenum des Deutschen Bundestags beraten wird. Im Detail geht es dabei umd die Beratung des fraktionsübergreifenden Antrags der Abgeordneten Corinna Rüffer, Michael Brand, Simone Fischer, Max Lucks, Dr. Stephan Pilsinger, Sören Pellmann, Dagmar Schmidt, Stefan Schmidt, Stefan Schwartze, Emmi Zeulner und weiterer Abgeordneter, in dem es u.a. um das Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums zu den nicht-invasiven Pränataltests geht. Die Debatte kann im Livestream auf www.bundestag.de verfolgt werden.

Umfrage vom Geschwisterclub, Frist läuft am 29. März 2026 ab

Symbol Fragezeichen
Fragen sollen zu Antworten werden
Foto: ht

Augsburg (kobinet) Der GeschwisterCLUB ist ein Projekt für Geschwister von Kindern mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Projektträger ist das Institut für Sozialmedizin in der Pädiatrie Augsburg. Der Geschwisterclub möchte ein bundesweites Online-Angebot für Geschwister und Ihre Eltern entwickeln. Um dieses passgenau zu gestalten, wird aktuell eine Umfrage durchgeführt.

Prinz Seltsam regt zum Nachdenken an

KI generiertes Bild eines lachenden Mädchens mit Down Syndrom
Mädchen mit Down Syndrom
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

LUHE -WILDENAU (kobinet) Mit den Geschichten von Prinz Seltsam hat der Neufeld Verlag eine berührende Erzählung veröffentlicht, die Verständnis für Kinder mit Behinderung und Unterstützungsbedarf weckt. Vor genau 15 Jahren, im März 2011, war das erste Kinderbuch mit Geschichten um Prinz Seltsam erschienen, dem dann später ein Folgeband um Prinz Seltsam und die Schulpiraten erschienen. Passend zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März ist sogar einen Animationsfilm (gratis, 5 Min.) veröffentlicht, der zu empfehlen ist. Mehr über Prinz Seltsam sowie ein Link zu diesem Video gibt es unter diesem Link.

Arne Frankenstein erneut zum Landesbehindertenbeauftragten von Bremen gewählt

Arne Frankenstein in der Bremer Bürgerschaft bei der Annahme der Wiederwahl
Arne Frankenstein in der Bremer Bürgerschaft bei der Annahme der Wiederwahl
Foto: Kai Steuck

Bremen (kobinet) Die Bremische Bürgerschaft hat heute am 19. März 2026 Arne Frankenstein einstimmig als Landesbehindertenbeauftragten von Bremen wiedergewählt. Der 39-jährige Jurist und Experte auf dem Gebiet des Behindertengleichstellungsrechts übt das Amt seit Mai 2020 aus, als er die Nachfolge des langjährigen Landesbehindertenbeauftragten Dr. Joachim Steinbrück antrat. Es ist damit seine zweite Amtszeit. Angesichts enger Finanzspielräume ist Arne Frankenstein eines besonders wichtig: „die Umsetzung der Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention darf nicht unter Kostenvorbehalt gestellt werden“, wie er in einem Statement gegenüber den kobinet-nachrichten erklärte.

Niedersachsen braucht eigenes Gesetz gegen Diskriminierung

Zwei Hände eines alten Menschen mit zwei Euro-Münzen
Armut hängt immer häufiger mit dem Alter zusammen
Foto: Pixabay/anaterate

HANNOVER (kobinet) Viele Menschen in Deutschland fühlen sich im Umgang mit Ämtern und Behörden benachteiligt. Das macht eine aktuelle Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes deutlich. Anlässlich des „Internationalen Tags gegen Rassismus“ am 21. März 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb von der Landesregierung, ein eigenes Antidiskriminierungsgesetz einzuführen, das auch für staatliche Stellen bindend ist. Ein Viertel der Menschen, die in Deutschland mit Benachteiligungen zu kämpfen haben, berichten laut der Studie „Wie Deutschland Diskriminierung erlebt“, dass sie sich im Kontakt mit Ämtern und Behörden diskriminiert fühlen.

„SportWoche für Alle“ – Anmeldung ab sofort möglich

Große Zahl von Läufern
Laufen ist ein gesunder Sport für Alle
Foto: jackmac34 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) sowie seine Landes- und Fachverbände rufen das vierte Jahr in Folge bundesweit die Sportvereine auf, ihre Angebote bei der „SportWoche für Alle“ zu präsentieren. Für die diesjährige Aktionswoche vom 19. bis 26. September ist das Anmeldeportal ab sofort geöffnet. Kräftigen Rückenwind erhält der DBS durch zwei namenhafte Partner: Die Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s. Sportarten ausprobieren, eigene Stärken entdecken und diese gemeinsam im Sportverein weiterentwickeln – genau dafür steht die SportWoche für Alle. Der organisierte Sport bietet den idealen Rahmen, damit Menschen mit und ohne Behinderung entdecken, welches Potenzial in ihnen steckt. Sport sorgt für echte Begegnungen auf Augenhöhe und Teilhabe. Gelebte Praxis wurde es im vergangenen Jahr mit mehr als 375 inklusiven Angebote in über 200 Vereinen. Daran möchte der DBS bei der diesjährigen Auflage anknüpfen und die Angebotsvielfalt in ganz Deutschland weiter ausbauen. Noch bis zum 30. Juni 2026 können sich interessierte Vereine zu einer Teilnahme anmelden.

Hunderttausende von verdeckter Pflegearmut betroffen

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Wer wenig Geld hat und zu Hause gepflegt wird, bekommt trotz Anspruch oft keine ausreichende finanzielle Hilfe, so eine neue vom Paritätischen Gesamtverband in Auftrag gegebene Studie zum Thema Pflegearmut. Bundesweit erhalten etwa 300.000 armutsbetroffene Pflegebedürftige keine ‘Hilfe zur Pflege’. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: „Unsere Studie zeigt, dass finanzielle Hilfe in der häuslichen Pflege erschreckend oft ausbleibt – obwohl sie dringend gebraucht wird und rechtlich vorgesehen ist. Bund und Länder müssen endlich die Menschen in der ambulanten Pflege in den Blick nehmen und Pflegearmut entschieden bekämpfen.“

Carina Kühne wirkt in Serie Notruf Hafenkante am 19. März 2026 mit

Carina Kühne in der Serie Notruf Hafenkante
Carina Kühne in der Serie Notruf Hafenkante
Foto: Notruf Hafenkante

Hamburg (kobinet) „Am 19. März um 19:25 Uhr bin ich als Lila Munz in der ZDF Serie Notruf Hafenkante zu sehen. Die Folge heißt ‚Lila und der Tod‘. Die Dreharbeiten mit der Regisseurin Frauke Thielecke und den tollen Schauspielkollegen haben sehr viel Spaß gemacht.“ Dies teilte Carina Kühne auf Facebook zur heute am 19. März 2026 anstehenden Ausstrahlung der Serienfolge mit, in der sie mitwirkt.

Neue Ohrenkuss-Ausgabe zum Thema Zukunft

Foto: Redaktion Ohrenkuss

Bonn (kobinet) „Die neue Ohrenkuss Ausgabe ist da. Das Thema ist ZUKUNFT. Pünktlich zum 21. März: Das ist der Frühlingsbeginn, der Welt Gletscher Tag und Welt Down-Syndrom Tag.“ Darauf hat die Ohrenkuss-Redaktion hingewiesen. Der Nachwuchs Autor David Extra findet: „Das Heft ist echt gut gemacht von uns allen!“ Ansgar Peters ergänzt: „Meine Texte ist super, die Bilder finde ich schön richtig schön, das freut mich sehr.“

Inklusionsbeirat: Erheblicher Nachbesserungsbedarf bei BGG-Reform nötig

Sharepic zum Nachbesserungsbedarf beim BGG
Sharepic zum Nachbesserungsbedarf beim BGG
Foto: Inklusionsbeirat

Berlin (kobinet) Der Inklusionsbeirat der Staatlichen Koordinierungsstelle nach Art. 33 UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auf Bundesebene hat sich am 18. März 2026 mit einem Schreiben an die Abgeordneten der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag gewendet, um auf konkrete Punkte zur Nachbesserung beim Gesetzesentwurf zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) hinzuweisen. Nach Einschätzung des Inklusionsbeirates, dessen Vorsitzender der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Jürgen Dusel ist, bleibt der Entwurf in zentralen Punkten hinter der UN-Behindertenrechtskonvention zurück, er verbessert die Barrierefreiheit kaum und stärkt den Schutz vor Benachteiligung nicht hinreichend.

Bremer Protestaktion gegen Sozialbehörde war Thema in der Bürgerschaft

Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Foto: Petra Wontorra

Bremen (kobinet) Es geschieht nicht oft, dass eine Protestaktion behinderter Menschen kurz danach zu einer Debatte im Parlament führt. So ist es nun in Bremen geschehen. Am 12. März 2026 haben dort zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Fachdienst Teilhabe am Hansator 11 in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt. Dieses Thema wurde nun in der Aktuellen Stunde der Bremischen Bürgerschaft behandelt und durch die Kritik des ehemaligen Sozialstaatsrat Horst Frehe an der Behörde untermauert,

Filmtipp: Als wäre es leicht

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Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Frankfurt (kobinet) „Als wäre es leicht“ ist der Titel eines Films, der ab dem 2. April 2026 mit Untertiteln für gehörlose Menschen und mit Audiodeskription, die über die App Greta abgespielt werden kann, bundesweit in verschiedensten Kinos zu sehen ist. In dieser Spielfilmproduktion ist die Verteilung der Hauptrollen so, wie diese immer sein sollte denn: die ProtagonistInnen spielen keine Behinderung, sondern haben diese. Im Mittelpunkt des Films steht die Beziehung von Florian, gespielt von David Knors, einem blinden Radiomacher beim FC St. Pauli-Fanradio, der auf Kati, dargestellt von Cindy Klink, eine gehörlose Fotografin, trifft.

Bund-Länder-Vereinbarung zu Antidiskriminierung in Sachsen unterzeichnet

Flagge Bundesland Sachsen
Flagge Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

LEIPZIG (kobinet) Anlässlich der Unterzeichnung einer Bund-Länder-Vereinbarung und der Präsentation des Jahresberichtes 2025 des Antidiskriminierungsbüro Sachsen wurde heute die Unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, und die Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping durch das Antidiskriminierungsbüro Sachsen auf einer Veranstaltung in Leipzig begrüßt. Mit der Unterzeichnung der Bund-Länder-Vereinbarung zeigt das Land Sachsen seinen Einsatz gegen Diskriminierung und setzt somit ein wichtiges Zeichen zur Antidiskriminierung. Über diesen Link ist der Jahresbericht des Antidiskriminierungsbüros Sachsen 2025 herunter zu laden.

Kinderschutzbund mit Forderungen an die künftige Landesregierung

Zeichnung mit Kidnern, die tanzen und Rad schlagen
Spielende Kinder – unübersehbare Lebensfreude
Foto: Pixabay/Prawny

MAINZ (kobinet) Bereits im Juli 2025 übermittelte der Kinderschutzbund Landesverband Rheinland Pfalz neun konkrete Forderungen an alle demokratischen Parteien. Die Probleme sind weiterhin groß: Wachsende Kinderarmut, fehlende Verankerung fundamentaler Kinderrechte in der Landesverfassung, kein Wahlalter 16, auszubauende Strukturen für den Kinderschutz, Medienkompetenz, gefährdete kindergesundheitliche Grundversorgung, Mobilität vor allem im ländlichen Raum. Der Vorrang des Kindeswohls und Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen müssen, so der Kinderschutzbund, endlich in die Landesverfassung aufgenommen werden. In der ablaufenden Legislaturperiode wurde diese Chance verpasst. Das darf sich nicht wiederholen. Deshalb richtet der Kinderschutzbund mit dem Blick auf die bevorstehenden Wahlen seine Forderungen auch an die künftige Landesregierung.

Pflegekosten treiben immer mehr Menschen in die Sozialhilfe

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
Foto: undefined

DÜSSELDORF (kobinet) Mit großer Sorge betrachtet der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen die von IT.NRW neu vorgelegte Pflegemodellrechnung, wonach bis zum Jahr 2050 knapp 1,7 Millionen Menschen und damit etwa jede zehnte Person in Nordrhein-Westfalen pflegebedürftig sein werden. Besonders alarmierend ist aus Sicht des Sozialverbands jedoch, dass bereits heute viele Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sind. Laut IT.NRW erhielten im Jahr 2024 in unserem Bundesland mehr als 104.000 Menschen „Hilfe zur Pflege“ (Sozialhilfe). Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Kommunen – und einen Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dramatisch ist die Situation in stationären Einrichtungen: Mehr als 41 Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sind auf diese Unterstützung angewiesen.

Reha-Versorgung in Gaza steht vor dem Zusammenbruch

Begleitet von zwei Frauen übt ein Junge mit einer Beinprothese zwischen zwei Holmen das Laufen
Mohamed wurde durch eine Panzergranate schwer verletzt. Sein rechtes Bein musste oberhalb des Knies amputiert werden. Er wird im HI-Rehazentrum versorgt.
Foto: K. Nateel / HI

MÜNCHEN / GAZA (kobinet) Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) warnt vor der schlechten Reha-Versorgung für schwerverletzte Menschen in Gaza. Das Material für Prothesen und Vorräte gehen zur Neige. Zehntausende Menschen, darunter viele Kinder, sind dringend auf Hilfe angewiesen. LKWs von HI mit Material und Hilfsgütern kommen weiterhin nicht über die Grenze. Handicap International macht darauf aufmerksam, dass es immer schwieriger wird zu helfen. „Seit März 2025 ist kein LKW von Handicap International in den Gazastreifen hineingelassen worden“, sagt Dr. Inez Kipfer-Didavi, Geschäftsführerin von Handicap International Deutschland. Kipfer-Didavi berichtet außerdem, dass deutlich mehr Menschen Reha-Maßnahmen benötigen, als Handicap International in Gaza versorgen kann.

Countdown: 24. Deutscher Hörfilmpreis am 24. März 2026 – auch im Livestream

Logo: Deutscher Hörfilmpreis
Logo: Deutscher Hörfilmpreis
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) In knapp einer Woche findet die Verleihung der ADeles beim 24. Deutschen Hörfilmpreis im Colosseum Filmtheater in Berlin. Die feierliche Gala am 24. März 2026 kann auch im Livestream verfolgt werden. Dieser wird inklusiv mit Live-Audiodeskription, Live-Untertitelung und Gebärdensprache angeboten unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergibt die Auszeichnung für die beste Filmbeschreibung in insgesamt sechs Kategorien: Spielfilm – Kino, Spielfilm – TV/ Mediatheken/ Streaming, Serie, Dokumentation, Kinder- und Jugendfilm sowie Filmerbe. Zudem wird der beliebteste Hörfilm des Jahres mit dem Publikumspreis prämiert, wie es in einer Presseinformation des DBSV heißt.

PRIMUS-Schule wird in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Düsseldorf (kobinet) „Auf politischen Druck von außen ist die Tür für die Errichtung von sechs weiteren PRIMUS-Schulen aufgegangen. Der Erfolg geht insbesondere auf den Einsatz der Landeselternschaft der integrierten Schulen, der LSV und all derer zurück, die die Petition des NRW-Bündnisses Eine Schule für alle mitgetragen haben. Damit Schulträger und Schulen durch diese Tür gehen und das Angebot auch wahrnehmen können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Es  darf keine bürokratischen Hürden für die Schulträger in dem Genehmigungsverfahren geben. Es wird auch darauf ankommen, dass die neuen PRIMUS-Schulen die rechtlichen, pädagogischen und personellen Bedingungen bekommen, die für die bestehenden PRIMUS Schulen gelten.“ So heißt es in einer Presseinformation des Bündnis Eine Schule für alle in Nordrhein-Westfalen.

Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026: Unternehmen können sich noch bis zum 30. April bewerben

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Wetzlar (kobinet) Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen, ist eine Investition in Wettbewerbsstärke und Innovationskraft: Deshalb rufen die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und das UnternehmensForum Betriebe dazu auf, sich für den Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 zu bewerben. Der Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 zeichnet Unternehmen aller Größen aus, die auf vorbildliche Weise zeigen, wie Inklusion im Betrieb gelebt wird. Schirmherrin ist Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie unterstützt den Inklusionspreis und unterstreicht: „Das Potenzial von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen, ist eine Chance für Unternehmen – und wichtig für die Demokratie, den Arbeitsmarkt und unsere Wirtschaft.“ Bewerbungen sind noch bis zum 30. April 2026 möglich.

Ferda Ataman dankt für Teilnahme an großer Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) „Vielen Dank für Ihre Teilnahme und Ihr Interesse an unserer großen Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland! Die Befragung ist abgeschlossen und auch die letzten Papierfragebögen sind per Post bei uns angekommen. Insgesamt haben, innerhalb von dreieinhalb Monaten, mehr als 35.000 Menschen teilgenommen. Nun beginnt die systematische Auswertung der Daten. Die Veröffentlichung der zentralen Ergebnisse ist für das Jahr 2027 geplant.“ Dies schreiben die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Abschlussbericht zur landesweiten Kampagne „Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit“ veröffemntlicht

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) In gemeinsamer Zusammenarbeit haben das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW), die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit I Bildung I Teilhabe (LAG A I B I T) sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, den Abschlussbericht zur landesweiten Initiative „Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit“ veröffentlicht. Ziel der Kampagne war es, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu regulären, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen zu erleichtern und gleichzeitig Arbeitgebende zu ermutigen, mehr inklusive Beschäftigung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sollten zwischen Ende 2023 und Ende 2025 mindestens 250 zusätzliche Budgets für Arbeit realisiert werden.

100 Jahre Soziale Arbeit im Gesundheitswesen

Beratung beim Arzt von tuv_sud
Beratung beim Arzt muss für alle möglich sein
Foto: tuv_sud (Creative Commons BY-ND 2.0)

BERLIN (kobinet) Gestern wurde in der Hörsaalruine der Charité in einem politischen Festakt 100 Jahre Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) gefeiert. Unter dem Leitmotiv „Gesundheit sozial gestalten“ würdigt sie die Entwicklung und Wirkung einer Profession, die seit einem Jahrhundert für eine gerechte und am Menschen orientierte Gesundheitsversorgung steht. Soziale Teilhabe für alle zu schaffen, ist sozialstaatliches und menschenrechtsorientiertes Gebot.

Über 50.000 Unterstützer*innen für Petition zur Pflicht zur Barrierefreiheit bei der BGG-Reform

Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Foto: René Schaar

Hamburg (kobinet) Dass die voraussichtlich im Mai anstehende Entscheidung des Bundestages über die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und damit die Frage, welche Regeln wir für barrierefreie Dienstleistungen und Produkte schaffen, nicht nur die Lobby der Wirtschaft, sondern viele Menschen beschäftigt, das macht u.a. eine Petition deutlich, die in kurzer Zeit nun schon über 50.000 Unterstützer*innen hat. „Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer“ lautet die Überschrift der von René Schaar aus Hamburg mit Unterstützung einer Reihe bekannter Aktiver entwickelte Petition mit dem Appell „Stoppt Diskriminierung! Pflicht zur Barrierefreiheit ins BGG, Jetzt!“ Den wachsenden Druck bekommen auch die regierenden Fraktionen der CDU/CSU und SPD zu spüren, denn immer mehr E-Mails gehen bei deren Abgeordneten ein, die dringende Verbesserung am Gesetzentwurf der Bundesregierung zur BGG-Reform fordern. Auch der Bundesrat wird sich mit dem Thema beschäftigen.

Positionspapier: Von der Werkstatt zum inklusiven Arbeitsmarkt

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

Berlin (kobinet) „Von der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen zum inklusiven Arbeitsmarkt: Wege der Transformation“, so lautet der Titel eines Positionspapiers des Sozialverband Deutschland (SoVD) zu diesem aktuellen Thema, auf das Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Denn immer noch warten behinderte Menschen und ihre Verbände auf die Reform des Werkstättensystems und die Stärkung der Möglichkeiten und Rechte behinderter Menschen für Alternativen zur Werkstatt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Zeit drängt – umstrittene Bluttestpraxis endlich wissenschaftlich prüfen

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Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

Berlin (kobinet) Am 20. März 2026 bringt die interfraktionelle Gruppe Pränataldiagnostik bereits zum zweiten Mal einen Antrag in den Bundestag ein, der ein wissenschaftliches Monitoring der Folgen der Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 sowie die Einrichtung eines neuen Gremiums zur Prüfung der Zulassung weiterer Tests fordert. Der erste Anlauf scheiterte am vorzeitigen Aus der Regierungskoalition in der letzten Legislatur. Beinahe vier Jahre ist es her, dass der nicht-invasive Pränataltest (kurz NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 zur Kassenleistung wurde – entgegen aller Bedenken und Proteste von Behindertenrechtsaktivist*innen, Elternvertreter*innen und kritischer Zivilgesellschaft, heißt es in einer Presseinformation des Bündnis gegen die Kassenfinanzierung des Bluttests auf Trisomien* – NoNIPT.

Niedersachsen veröffentlicht Abschlussbericht zur Kampagne Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit

Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt
Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt
Foto: privat

Hannover (kobinet) In gemeinsamer Zusammenarbeit haben das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW), die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit I Bildung I Teilhabe (LAG A I B I T) sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, den Abschlussbericht zur landesweiten Initiative „Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit“ veröffentlicht. Ziel der Kampagne war es, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu regulären, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen zu erleichtern und gleichzeitig Arbeitgebende zu ermutigen, mehr inklusive Beschäftigung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sollten zwischen Ende 2023 und Ende 2025 mindestens 250 zusätzliche Budgets für Arbeit realisiert werden.

Lebenshilfe fordert: Keine unkontrollierte Kassenleistung bei Bluttests

Portrait von Ulla Schmidt mit einem Logo der Lebenshilfe im Hintergrund
Ulla Schmidt
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Berlin (kobinet) Der Bundesrat hat im Juni 2023 die Einführung des nicht-invasiven Pränataltest (NIPT), nebst Monitoring der Konsequenzen sowie die Einrichtung eines entsprechenden Gremiums beschlossen, (Drucksache 204/23). Bei diesem Bluttest wird Schwangeren eine Blutprobe entnommen, um so die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 13, 18 und 21 (Down-Syndrom) beim ungeborenen Kind zu bestimmen. Gemäß obigem Beschluss soll dieser Test als Kassenleistung nur angewendet werden, wenn die schwangere Frau gemeinsam mit ihrer Gynäkologin oder ihrem Gynäkologen  aufgrund ihrer persönlichen Situation entscheidet, dass der Test notwendig ist. „Nun ist jedoch eingetreten, was wir von Anfang an befürchtet haben. Aktuelle Zahlen belegen, dass der NIPT schon jetzt zur Regeluntersuchung in der Schwangerschaftsvorsorge geworden ist. Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Angehörigen fühlen sich dadurch diskriminiert“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesgesundheitsministerin.

Kinderhilfswerk fordert Menschenwürde und stellt sich gegen Rassismus

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Kinderrechte
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Zum Start der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026, die vom 16. März bis 29. März unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ stattfindet, appelliert das Deutsche Kinderhilfswerk an Staat und Zivilgesellschaft, sich angesichts des weiteren Erstarkens nationalistischer und rechtspopulistischer Bewegungen konsequenter als bisher für die Wahrung der Menschenwürde und gegen Rassismus einzusetzen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dafür auch eine verstärkte Antirassismus-, Menschenrechts- und Kinderrechtebildung zur Stärkung der Demokratie in Deutschland. Diese Bildungsarbeit muss nach Einschätzung des Kinderhilfswerkes mit dem Ausbau des antirassistischen Engagements von frühkindlichen und schulischen Bildungsinstitutionen einhergehen. Wie diese Organisation fordert so müssen sich Staat und Zivilgesellschaft insgesamt konsequenter als bisher für Kinderrechte, die Wahrung der Menschenwürde aller Menschen und gegen Rassismus einsetzen.

Kürzung bei Psychotherapien ist unverantwortlich

Münzq
geld
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

HANNOVER (kobinet) Wer heutzutage einen Psychotherapie-Platz sucht, muss häufig monatelang warten, weil es zu wenig Therapeutinnen und Therapeuten gibt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist die Lage dramatisch: Jeder oder jede Fünfte im Alter  unter 18 Jahren hat mit psychischen Problemen zu kämpfen. Jetzt hat der Bewertungsausschuss auf Initiative des GKV-Spitzenverbands eine Honorarkürzung um 4,5 Prozent bei ambulanten Psychotherapien beschlossen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin ein fatales Signal angesichts des ohnehin schon großen Versorgungsengpasses bei Psychotherapien. Er fordert eine Rücknahme der Kürzungen. Das Ziel, im Gesundheitswesen Kosten einzusparen, dürfe nicht zulasten derjenigen umgesetzt werden, die dringend Hilfe benötigen, so der SoVD.

Eurostar tritt als erstes Bahnunternehmen in Deutschland dem Sunflower Programm bei

Eine Mitarbeiterin des Eurostar zeigt einer Reisenden, die ein Sonnenblumen-Anhänger trägt, den richtigen Weg zu finden
Mit Sonnenblume diskret um Hilfe bitten
Foto: Illias Teirlinck

KÖLN (kobinet) Eurostar ist heute der Initiative Hidden Disabilities Sunflower beigetreten, einem weltweit anerkannten Programm zur Unterstützung von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen. Eurostar ist damit das erste Bahnunternehmen in Deutschland, das sich dem Sunflower-Programm anschließt. Das Sunflower-Symbol ermöglicht es Menschen auf diskrete und freiwillige Weise zu zeigen, dass sie eine nicht sichtbare Behinderung, Erkrankung oder neurodivergente Besonderheit haben und möglicherweise zusätzliche Unterstützung, Verständnis, Zeit oder Raum benötigen. Diese einfache, nonverbale Form der Kommunikation hilft Betroffenen, sich im Arbeitsalltag und im öffentlichen Raum sicherer zu bewegen und trägt zu einem inklusiveren und verständnisvolleren Umfeld bei. Das privat geführte internationale Unternehmen mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich ist heute in zahlreichen Ländern aktiv.

Starkes Team D Paralympics mit positiver Bilanz

Kreis von symbolisierten roten Personen, die Sport treiben. Darunter der Text Team Special Olympics Deutschland
Logo des Team Deutschland der Special Olympics Deutschland
Foto: SOD

FRECHEN (kobinet) „Unsere Bilanz fällt positiv aus. Acht Athletinnen und Athleten haben die 17 Medaillen gewonnen, dazu die zahlreichen weiteren Top-Ergebnisse. Das zeigt, dass wir hier ein starkes Team am Start hatten, wenngleich wir uns natürlich noch mehr Platzierungen auf dem Podium und auch Ausreißer nach ganz oben gewünscht hätten“, sagt Marc Möllmann, Vorstand Leistungssport im Deutschen Behindertensportverband und erstmals Chef de Mission des Team D Paralympics. „Wir blicken aufgrund der Ergebnisse zuversichtlich in die Zukunft“, betont Möllemann.

Lucienne und Nico Mindermann blicken zukünftig in die gemeinsame Richtung

Lucienne und Nico Mindermann bei ihrer Hochzeit
Lucienne und Nico Mindermann bei ihrer Hochzeit
Foto: privat

Saarbrücken (kobinet) kobinet-Redakteur Nico Wunderle heißt nun Mindermann mit Nachnamen. Denn er und Lucienne Mindermann, die ebenfalls immer wieder Beiträge für die kobinet-nachrichten schreibt, haben am Wochenende Ja zueinander gesagt und geheiratet. „‚Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt‘ Wir haben uns getraut! Wir sind verheiratet! Seit gestern heißen wir offiziell @lucienne_mi28 und Nico Mindermann.“ So heißt es im Facebook-Post von Nico Mindermann vom 15. März 2026. Vor nicht allzu langer Zeit sind die beiden aus München ins Saarland gezogen. Die Redaktion der kobinet-nachrichten gratuliert dem jungen und engagierten Paar und wünscht ihnen viele spannende Richtungen, in die sie gemeinsam blicken können.