Kassel (kobinet)
Am 5. Mai ist der Europa-weite Protest-Tag.
Das ist ein Aktions-Tag für Menschen mit Behinderung.
Der Tag ist jedes Jahr am 5. Mai.
An diesem Tag geht es um Gleich-Stellung.
Gleich-Stellung bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Niemand hat Nachteile.
Das Bundes-Netzwerk Weibernetz setzt sich für Frauen mit Behinderung ein.
Ein Bundes-Netzwerk ist eine Gruppe von Vereinen.
Sie arbeiten zusammen für ein Ziel in ganz Deutschland.
Weibernetz fordert: Hört auf, bei Frauen mit Behinderungen zu sparen!
Im Koalitions-Vertrag steht ein wichtiges Versprechen.
Das ist der Plan der Bundes-Regierung.
Es ist ein Vertrag zwischen Parteien.
Das Versprechen lautet: Alle Menschen sollen gleich-berechtigt mitmachen können.
Aber die aktuelle Politik passt nicht zu diesem Versprechen.
Das kritisiert Weibernetz.
Martina Puschke arbeitet bei Weibernetz als Projekt-Leiterin.
Sie beschreibt die aktuelle Lage.
Private Anbieter müssen keine Barriere-Freiheit mehr anbieten.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können Orte und Angebote nutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Hilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen soll wegfallen.
Auch Hilfe in der Schule ist in Gefahr.
Frauen-Häuser bekommen immer weniger Geld.
Beratungs-Stellen bekommen auch immer weniger Geld.
Eine Beratungs-Stelle ist ein Ort für Hilfe.
Dort beantworten Fach-Leute Fragen und helfen bei Problemen.
Viele Städte und Gemeinden zahlen nicht mehr dafür.
Frauen und Mädchen mit Behinderungen brauchen besonderen Schutz vor Gewalt.
Dieser Schutz fehlt immer mehr.
Gerade werden mehrere Gesetze neu geschrieben.
Dazu gehört das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Dieses Gesetz schützt die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Auch das Kinder-und-Jugend-Hilfe-Gesetz wird geändert.
Dieses Gesetz regelt: Welche Hilfe bekommen Kinder und Jugendliche?
Außerdem soll bei der Eingliederungs-Hilfe gespart werden.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Menschen mit Behinderungen bekommen Hilfe im Alltag.
Beatrice Gómez arbeitet bei Weibernetz.
Sie sagt: Die Spar-Pläne schaden Frauen und Mädchen mit Behinderungen.
Sie können dann zum Beispiel nicht mehr zur Ärztin gehen.
Sie können nicht mehr an Freizeit-Angeboten teilnehmen.
Das ist keine echte Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen können gleich-berechtigt am Leben teilnehmen.
Deshalb macht Weibernetz beim Protest am 5. Mai mit.
Die Demo ist am 5. Mai 2026 in Berlin.
Sie beginnt um 15 Uhr am Brandenburger Tor.
Das Motto lautet: Wir lassen uns unsere Grund-Rechte nicht nehmen!
Grund-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Jeder Mensch hat diese Rechte.
Menschen-Rechte gelten für alle Menschen auf der ganzen Welt.
Menschen-Rechte sind nicht verhandelbar!

Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Bundesnetzwerk Weibernetz eine Abkehr von der Sparpolitik zulasten von Frauen und Menschen mit Beeinträchtigungen. Laut Koalitionsvertrag setzt sich die Bundesregierung für eine inklusive Gesellschaft gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention ein. Menschen mit Behinderungen sollen "ihr Recht auf volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe verwirklichen können". "Wie ist das bitte vereinbar mit aktuellen Vorhaben der Regierung?" fragen sich die Kolleginnen im Weibernetz-Büro.
„Private Anbieter dürfen auf Barrierefreiheit verzichten, weil (bauliche) Veränderungen per se als unverhältnismäßig und unbillige Belastung gelten. Die inklusive Lösung in der Kinder- und Jugendhilfe wird es nicht geben. Assistenzleistungen in der Schule stehen auf dem Prüfstand. Im Bereich des Gewaltschutzes drohen Wegfälle von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Präventionsangeboten statt eines barrierefreien Ausbaus für Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen, weil sich immer mehr Kommunen aus der Finanzierung zurückziehen“, fasst Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz die aktuelle Situation zusammen.
Derzeit stehen unter anderem Novellierungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) an. Hinzu kommt anhaltende Kritik aus Regierungskreisen um Bundeskanzler Friedrich Merz an den hohen Ausgaben der Eingliederungshilfe und das Kursieren von Sparplänen. „Wenn die Referentenentwürfe und Sparmaßnahmen so realisiert werden, bedeutet das für Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen, dass sie weiter ausgeschlossen werden – beim Zugang zur Gynäkologin, bei Freizeitangeboten in ihrem Viertel, bei Selbstbehauptungskursen vor Ort, beim Gewaltschutz in Frauenhäusern. Inklusion im Sinne einer diskriminierungsfreien und selbstbestimmten Lebensgestaltung sieht anders aus!“ Dies erklärte Beatrice Gómez, Referentin bei Weibernetz.
Deshalb schließt sich der Verein Weibernetz dem Protest des Aktionsbündnisses zum 5. Mai an und demonstriert am 5. Mai 2026 in Berlin ab 15 Uhr am Brandenburger Tor unter dem Motto: Wir lassen uns unsere grundlegenden Rechte nicht nehmen! Menschenrechte sind nicht verhandelbar!

Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Bundesnetzwerk Weibernetz eine Abkehr von der Sparpolitik zulasten von Frauen und Menschen mit Beeinträchtigungen. Laut Koalitionsvertrag setzt sich die Bundesregierung für eine inklusive Gesellschaft gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention ein. Menschen mit Behinderungen sollen "ihr Recht auf volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe verwirklichen können". "Wie ist das bitte vereinbar mit aktuellen Vorhaben der Regierung?" fragen sich die Kolleginnen im Weibernetz-Büro.
„Private Anbieter dürfen auf Barrierefreiheit verzichten, weil (bauliche) Veränderungen per se als unverhältnismäßig und unbillige Belastung gelten. Die inklusive Lösung in der Kinder- und Jugendhilfe wird es nicht geben. Assistenzleistungen in der Schule stehen auf dem Prüfstand. Im Bereich des Gewaltschutzes drohen Wegfälle von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Präventionsangeboten statt eines barrierefreien Ausbaus für Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen, weil sich immer mehr Kommunen aus der Finanzierung zurückziehen“, fasst Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz die aktuelle Situation zusammen.
Derzeit stehen unter anderem Novellierungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) an. Hinzu kommt anhaltende Kritik aus Regierungskreisen um Bundeskanzler Friedrich Merz an den hohen Ausgaben der Eingliederungshilfe und das Kursieren von Sparplänen. „Wenn die Referentenentwürfe und Sparmaßnahmen so realisiert werden, bedeutet das für Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen, dass sie weiter ausgeschlossen werden – beim Zugang zur Gynäkologin, bei Freizeitangeboten in ihrem Viertel, bei Selbstbehauptungskursen vor Ort, beim Gewaltschutz in Frauenhäusern. Inklusion im Sinne einer diskriminierungsfreien und selbstbestimmten Lebensgestaltung sieht anders aus!“ Dies erklärte Beatrice Gómez, Referentin bei Weibernetz.
Deshalb schließt sich der Verein Weibernetz dem Protest des Aktionsbündnisses zum 5. Mai an und demonstriert am 5. Mai 2026 in Berlin ab 15 Uhr am Brandenburger Tor unter dem Motto: Wir lassen uns unsere grundlegenden Rechte nicht nehmen! Menschenrechte sind nicht verhandelbar!




