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Wenn behinderte Menschen zum Kostenproblem gemacht werden

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „WENN MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN ZUM (KOSTEN)PROBLEM GEMACHT WERDEN: Eine kritische Stellungnahme zur aktuellen Debatte um Leistungen der Eingliederungshilfe, von der Arbeitsgruppe Recht und Politik in der Rehabilitation der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften“. So lautet der Titel eines aktuellen Beitrags, der in RP REHA 1/2026 in der Rubrik Sozialpolitik und Recht veröffentlicht und von Michael Beyerlein, Johann Behrens, Arne von Boetticher, Harry Fuchs, Katrin Grüber, Wolfhard Kohte, Katja Nebe, Thomas Stähler, Marcus Schian, Fabian Walling und Felix Welti veröffentlicht wurde und auf den Dr. Harry Fuchs die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

3. Akzeptanzfestival der Einzelfallhilfe-Manufaktur am 8. und 9. Mai 2026 in Potsdam

Plakat zum 3. Akzeptanzfestival in Podsdam
Plakat zum 3. Akzeptanzfestival in Podsdam
Foto: Einzelfallhilfe-Manufaktur

Potsdam (kobinet) Am 8. und 9. Mai 2026 findet auf dem Waschhausgelände in Potsdam zum dritten Mal das Akzeptanzfestival der Einzelfallhilfe-Manufaktur statt. Das inzwischen preisgekrönte Festival setzt ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion, weit über die Stadtgrenzen Potsdams hinaus. Mit dem Projekt Akzeptanzfestival wurde die Einzelfallhilfe-Manufaktur mit dem 1. Platz des Brandenburger Inklusionspreises, dem Sonderpreis für Inklusion der Landeshauptstadt Potsdam sowie einem Jurypreis für Kunst und Kultur von ProPotsdam ausgezeichnet. Der Eintritt ist weiterhin frei, eine freiwillige Eintrittsspende ist möglich und eröffnet allen Menschen die Teilnahme, wie es in der Ankündigung der auch dieses Jahr wieder stattfindenden Veranstaltung in Potsdam heißt.

Unterstützung für Paul Kraemer Haus Frechen

Gruppe von Personen auf einer Treppe. Eine Frau in der Mitte zeigt einen Förderbeschried
Vertreter der SozialstiftungNRW bei der Übergabe des Förderbescheides an das Paul Kraemer Haus Frechen.
Foto: Gold-Kraemer-Stiftung

FRECHEN (kobinet) Die SozialststiftungNRW fördert die Herrichtung eines Kellerraums im Paul Kraemer Haus Frechen zu einem Angebots- und Aktivitätsraum für tagesstrukturierende Maßnahmen. Ziel des Projekts ist es, die Lebenssituation der dort betreuten Menschen mit unterschiedlichen Pflegebedarfen nachhaltig zu verbessern. Der neue Raum soll vielfältige Möglichkeiten für Beschäftigung, Aktivierung und soziale Teilhabe schaffen und damit einen wichtigen Beitrag zur individuellen Förderung leisten.

Aufruf zu Demos am 16. April: BAUSTELLE Barrierefreiheit – Keine faulen Kompromisse beim BGG!

Donnerstag, 16. April 09:00 Uhr Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag! Wo? Platz der Republik, Berlin BGG REFORM BLOCKIEREN Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit. Tragt am besten eine Warnweste oder setzt euch einen Bauhelm auf!
Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag!
Foto: Sozialhelden e.V.

Berlin (Sozialhelden)

Am 16. April 2026 findet im Bundestag die 1. Lesung zum BGG statt. Doch was dort verhandelt wird, ist kein Fortschritt – es macht Barrierefreiheit zu einem Nice-To-Have. Tschüss Menschenrechte. Bye bye Teilhabe!

Wieder Messe für elektronische Hilfsmittel

Gewürzdose mit Brailleaufschrift Paprika
Gewürzdose mit Brailleaufschrift Paprika
Foto: DBSV

HAMBURG (kobinet) Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) lädt am Donnerstag, dem 23. April 2026, wieder zur Hilfsmittelmesse „Überblick“ ins Louis-Braille-Center (Holsteinischer Kamp 26) ein. Die Veranstaltung findet im der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr statt und richtet sich an blinde und sehbehinderte Menschen ebenso wie an Interessierte, Fachkräfte und Angehörige. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Technik erleichtert sehbehinderten und blinden Menschen den Alltag. Die Hilfsmittel-Ausstellung „Überblick“ bietet den Besuchern die Chance, die neuesten elektronischen Lupen, Vergrößerungs-Lösungen und Kamera-Systeme zu testen. Weiter zeigen die Aussteller Arbeitsplatz-Ausstattungen, Diktiergeräte, Braille-Zeilen und alles rund ums Handy.

14. Tag des barrierefreien Tourismus zum Nachhören

Ein Mann und eine Frau in einem Raum eines Museums. Der Mann hat einen Taststock in der rechten Hand und legt seine linke Hand auf die Schulter der Frau
Denkblatt des Programmheftes zum 14. Tag des barrierefreien Tourismus
Foto: DZT

BERLIN (kobinet) Am 4. März 2026 hatte auf dem Gelände der Messe Berlin im City Cube im Rahmen der ITB Berlin der 14. Tag des barrierefreien Tourismus stattgefunden. Die mehrstündige Veranstaltung hatte viele interessante Erfahrungen und Hinweise für alle vermittelt, die sich in ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit damit beschäftigen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus hat jetzt das vollständige Material dieser Fachtagung in das Internet gestellt. Jeder, der es möchte kann somit nun die eigenen Erinnerungen auffrischen oder einzelne Vorträge beziehungsweise Diskussionen noch einmal nachhören.

Podcast in einfacher Sprache

Mikrophon und Kopfhörer
Mikrophon und Kopfhörer
Foto: Pexels In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Köln (kobinet) Wer von Montags bis freitags aktuelle Nachrichten in einfacher Sprache hören möchte, dem bietet der Deutschlandfunk nun die Möglichkeit. Der neue tägliche Podcast informiert in rund fünf Minuten über die wichtigsten Nachrichten aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Sport. Der Podcast ist unter dieser Internetadresse zu hören.

BBuD warnt vor Folgen der Honorarkürzungen psychotherapeutischer Leistungen

Man mit gesenktem Kopf, den er vor Schmertzen mit einer Hand hält
Auch seelische Leiden sind eine Einschränkung der Gesundheit
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

NEUSS (kobinet) Die geplanten Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen stoßen beim Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD) auf deutliche Kritik. Der Verband sieht die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland zunehmend unter Druck und fürchtet spürbare Verschlechterungen für Betroffene und ihre Angehörigen. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am 11. März 2026 beschlossen, die Vergütung für ambulante Psychotherapie pauschal um 4,5 Prozent ab 1. April 2026 zu senken.

Politik muss Inklusion und Teilhabe fördern und sichern

Aktionsmotiv #OhneFachkräfteKeineTeilhabe mit Logo des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern - digital generiert
Plakat zur Aktionswoche
Foto: Fachverbände

ERLANGEN (kobinet) Engagierte Fachkräfte sind für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf unverzichtbar. Deshalb ruft die Lebenshilfe Bayern gemeinsam mit anderen Verbänden auch in diesem Jahr zur bundesweiten Aktionswoche #OhneFachkräfteKeineTeilhabe auf. „Gleichzeitig fordern wir die Politik dazu auf, die Ausbildung von Fachkräften zu fördern, gute Rahmenbedingungen für Einrichtungen und Dienste zu schaffen und die Finanzierung von Leistungen zu sichern.“ Das betont die Landesvorsitzende Carolina Trautner im Vorfeld der Aktionswoche. Die Aktionswoche läuft vom 20. bis 24. April. Sie ist eine Initiative der Bundes-Fachverbände für Menschen mit Behinderungen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Heilerziehungspflege (HEP).

SPD-Abgeordnete fordert mehr Teilhabe

Logo SPD
Logo SPD
Foto: SPD

STUTTGART (kobinet) Das Land Baden-Württemberg liegt mit nur 3,88 Prozent bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen weiterhin deutlich unter der gesetzlichen Pflichtquote von fünf Prozent – und muss dafür 4,6 Millionen Euro Ausgleichszahlungen leisten. „Das ist seit Jahren immer wieder das gleiche Armutszeugnis“, kommentiert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Dorothea Kliche-Behnke. „Dabei könnte das Land seine Vorbildfunktion auch gegenüber Betrieben der Privatwirtschaft erfüllen, denn auch dort gilt die Pflichtquote von fünf Prozent“, betont sie. „Auch wenn es nicht in ihren Wahlprogrammen steht: Grüne und CDU müssen in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen endlich konkrete und wirksame Maßnahmen vereinbaren, damit mehr schwerbehinderte Menschen in allen Ressorts der Landesverwaltung beschäftigt werden.“

Lage von Menschen mit Behinderung im Sudan katastrophal

Dunkelhaariger Mann mit schmalem Gesicht und dunklem Bart
Vincent Dalonneau, Landesdirektor von HI–Sudan, ruft zu inklusiven Hilfsmaßnahmen für Menschen mit Behinderung auf.
Foto: HI

BERLIN (kobinet) Anlässlich der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin schlägt die Hilfsorganisation Handicap International (HI) Alarm: Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges ist die Lage für die Zivilbevölkerung katastrophal. Für Menschen mit Behinderung gilt dies in noch stärkerem Maße: Für sie ist es besonders schwierig, zu fliehen, an Hilfsgüter zu gelangen oder eine medizinische Versorgung zu erhalten. Zudem bedrohen Minen und Blindgänger die Zivilbevölkerung.

Was mich bei der Frauenärztin erwartet

Bild einer Ärztin, eines Medikamenntenglases und einer Spritze vor blauem Hintergrund
Ärztin mit Medizin
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

Bremen (kobinet) Untersuchungen bei einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt sind oft mit Aufregung und manchmal auch mit Ängsten verbunden. Um Frauen mit Lernschwierigkeiten verständlich zum Thema zu informieren, hat die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten Bremen gemeinsam mit der Sexualpädagogin Kadidja Rohmann eine kleine Informationsbroschüre in Leichter Sprache herausgegeben. Diese Broschüre gibt Antworten auf Fragen wie „Was passiert bei der Frauen-Ärztin?“ oder „Was kann ich die Frauen Ärztin fragen?“ Sie gibt ebenso Ratschläge dazu wie sich Frauen gut auf einen Termin vorbereiten können und wer dabei unterstützen kann. Die Broschüre zu diesen Themen, zu denen Interessierte informiert werden, kann hier als kostenloser Download der Handreichung herunter geladen werden.

Anspruch auf externe Persönliche Zukunftsperspektive vom Sozialgericht Augsburg bestätigt

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Statue Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Augsburg (kobinet) Seit Jahren bemühen sich behinderte Menschen und ihre Angehörigen darum, dass eine Persönliche Zukunftsplanung als Leistung der Eingliederungshilfe anerkannt und dementsprechend auch finanziert wird. Zum Teil ist dies gelungen, oft wird diese Maßnahmen, die einen entscheidenden Beitrag für mehr Selbstbestimmung und Inklusion leisten kann, jedoch von den Kostenträgern abgelehnt. So erging es auch einer Familie in Bayern, die gegen den negativen Bescheid aber geklagt und nun immerhin vor dem Sozialgericht Augsburg nach einigen Jahren Recht bekommen hat, auch wenn der Kostenträger dort das Urteil anfechten dürfte.

Inklusionsscheck geht in die nächste Runde

Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet) Das Programm „Inklusionsscheck NRW“ des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales wird auch im Jahr 2026 fortgeführt. Mit ihm fördert die Landesregierung Projekte von und für Menschen mit Behinderungen und deren Teilhabe mit 500.000 Euro jährlich. Ab sofort können gemeinnützige Organisationen, Vereine und Initiativen wieder eine Förderung in Höhe von 2.000 Euro beantragen. Die Anträge können bis zum 30. September online gestellt werden.

Geschwistererlebnisse in Bayern

Zwei junge Frauen halten sich in den Armen und lachen
Bildmotiv zum Geschwistertag
Foto: Lebenshilfe – David Maurer

ERLANGEN (kobinet) Die Schwester oder der Bruder von einem Kind mit Behinderung zu sein, das ist für viele etwas Besonderes. Viele Geschwister übernehmen früh Verantwortung in der Familie und stecken selbst zurück. „Das kostet viel Kraft. Deshalb brauchen auch Geschwister unsere Unterstützung!“ Das betont die Lebenshilfe-Landesvorsitzende Carolina Trautner anlässlich des Welttag der Geschwister am 10. April. Die Lebenshilfe Bayern bietet deshalb seit vielen Jahren eigene Freizeiten und Seminare für Geschwister von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

Informationen zu Beruflichen Auslandsaufenthalten für Menschen mit Behinderungen

EU Fahne
EU Fahne
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Nürnberg (kobinet) Auslandsaufenthalte, sei es beruflich oder auch privat, tragen zur Erweiterung von beruflichen und persönlichen Erfahrungen bei. Häufig verbessern diese auch die Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Für Menschen mit Behinderungen ist die Planung eines beruflichen Auslandsaufenthalts jedoch oft mit zusätzlichen Barrieren verbunden. Durch die Veröffentlichung von verschiedensten Informationen möchte das EURES-Portal Menschen mit Behinderung den Aufenthalt im Ausland erleichtern. Das Projekt ist eine Kooperation der Bundesagentur für Arbeit mit der European Labour Authority und den europäischen Arbeitsverwaltungen Hinweise zur Anerkennung von Behinderungen im Zielland, zu Förder- und Unterstützungsleistungen sowie zu Ansprechstellen vor Ort sind nur einige Informationen, die auf dem EURES-Portal zu finden sind. Die Informationen umfassen alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island und die Schweiz.

Aphasie braucht Sichtbarkeit

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Recklinghausen (kobinet) In Deutschland leben rund 275.000 Menschen mit Aphasie – doppelt so viele wie Gehörlose. Und doch gibt es bislang kein eigenes Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis, keine gesetzliche Regelung für Kommunikationsbarrieren, keine politische Lobby. Dies teilte Samira Klaho, Dipl. Sozialpädagogin, Kunsttherapeutin, Regisseurin und Aktivistin aus Recklinghausen, die seit 2004 mit Aphasie nach einer Hirnblutung und einem Schlaganfall lebt, den kobinet-nachrichten in einer Presseinformation mit.

Auch Babies mit Down-Syndrom können Wunschkinder sein

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl daneben ein Mädchen mit Down Syndrom dahinter steht ein Frau in einem Ausstellungsraum
Frederika und ihre Eltern
Foto: Klaus Heymach

BERLIN (kobinet) Neun von zehn Schwangeren entscheiden sich gegen ein Baby mit Down-Syndrom oder Behinderung. Der Berliner Fotograf Klaus Heymach hat Familien porträtiert, die sich nach der Diagnose in der Schwangerschaft bewusst für die Geburt eines solchen Kindes entschieden. In der Zeit vom 16. April bis zum 15. Mai 2026 sind ihre Porträts und Geschichten in der Ausstellung „Wunschkind“  im Rathaus Schöneberg zu sehen. Elf Berliner Familien sind Teil der Serie und Fotos sowie Gesprächsprotokolle geben Einblicke in das manchmal anstrengende, oft wunderbare und bisweilen ganz normale Leben dieser Familien. Die ersten Porträts entstanden 2019 bis 2020. Fünf Jahre später haben sich alle Familien ein weiteres Mal fotografieren lassen. Die Vernissage wird von Kammer-Ensembles der Werkstatt Utopia musikalisch begleitet.

6.000 schwerbehinderte Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

Logo der Bundesagentur für Arbeit
Logo der Bundesagentur für Arbeit
Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Über 6.000 behinderte Menschen dürften sich dieses Jahr zu Ostern mehr Sorgen machen als vor einem Jahr. Denn die Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat im Vergleich zum März 2025, als noch 183.795 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, um über 6.000 behinderte Menschen zugenommen. Die Bundesagentur für Arbeit vermeldete dieser Tage, dass im März 2026 189.899 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Nach zwei Monaten mit mehr als 190.000 ist die Zahl nun zwar wieder unter diese Marke gesunken, aber im Langzeitvergleich gestaltet sich die Situation für behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt schwieriger denn je. Beim Start der Corona-Krise im März 2020 waren vergleichsweise lediglich 157.523 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet, also über 30.000 weniger als derzeit.

Handreichung zur inklusiven Pflegekinderhilfe erschienen

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Papenburg (kobinet) Pflegekinder mit Behinderung sind bisher kaum Thema in der Kinder- und Jugendhilfe, so die Aussage des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP). Mit seiner Handreichung zur inklusiven Pflegekinderhilfe möchte der Verband dies ändern. Mit der Handreichung möchte der Verband Orientierung und Denkanstöße geben, zu Gesprächen einladen und zeigen, dass Teilhabe und Inklusion auch in der Pflegekinderhilfe möglich ist.

Europa kennen lernen und junge Menschen treffen

Blauer Untergrund auf dem eine verschlungene Wegstrecke eingezeichnet ist. An mehreren Abschnitten dieser Strecke machen kleine gelbe Sterne, deutlich, dass sie dort entlangwandern
Faltblatt des Programmes „meet Europa“
Foto: meet europa

BONN (kobinet) Mit einem Programm der Mercator-Stiftung wird 20 jungen Menschen aus Nordrhein-Westfalen die Chance geboten, Europa in mehreren Etappen kennenzulernen und dabei junge Leute aus anderen Ländern zu treffen. Die Teilnahme ist voll finanziert und richtet sich insbesondere an junge Menschen, die bisher noch keine längere Auslandserfahrung machen konnten.  Das Programm legt einen starken Fokus auf Erst-Mobilität und Chancengerechtigkeit und richtet sich gezielt auch an junge Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und weniger Zugang zu internationalen Erfahrungen. Die Bewerbungsphase für die meet! – Mercator Europa Tour 2026 läuft aktuell noch bis zum 12. April 2026. Weitere Einzelheiten dazu können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.

Radiobeitrg: Wie in Inklusion in der Kulturbranche gelingt

Logo: NDR
NDR
Foto: NDR

Hamburg (kobinet) „Nicht ohne uns über uns sprechen“, so lautet der Titel eines Beitrags, der in der Sendung NDR Kultur am 31. März 2026 um 16:30 Uhr ausgestrahlt wurde und auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „Wie Inklusion in der Kulturbranche gelingt. Gespräch mit Jonas Karpa, der sich im Verein Vielfalt im Film für mehr Diversität in der Filmbranche einsetzt“, heißt es in der Ankündigung des 8minütigen Radiobeitrags des NDR.

Fit für die Gremienarbeit: Online-Seminarreihe für Aktive Selbstvertreter*innen in Rheinhessen

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Nieder-Olm (kobinet) Mitglieder von Beiräten für Menschen mit Behinderung, Behindertenbeauftragte und Vorstände von Vereinen sind häufig ehrenamtlich tätig. Besonders zu Beginn eines solchen Ehrenamtes fehlt es oftmals an Wissen, wie politische Gremien funktionieren, wie man seine eigenen Projekte realisieren kann und Fürsprecher:innen gewinnt. „Mit einer Seminarreihe wollen wir genau diese Zielgruppe stärken und für das Ehrenamt und die Gremienarbeit fit machen. Partizipation ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Inklusion. Angesprochen sind Menschen mit und ohne Behinderung aus Rheinhessen, die in diesen Ehrenämtern tätig sind.“ So heißt es in der Ausschreibung der Seminarreihe „Fit für die Gremienarbeit“, die Gracia Schade vom Koordinationsbüro Inklusive Verbandsgemeinde der Verbandsgemeindeverwaltung Nieder-Olm verbreitet hat. Die Online-Seminare starten am 29. April 2026. Anmeldungen sind noch möglich.

Momentaufnahme 430

Lila Krokusse
Krokusse
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Mensch muss keine Angst vor dem Tod haben, eher von dem ungelebten Leben.

Film: Dranbleiben – nicht aufgeben!

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
Logo des zdf
Foto: Pixabay/2247188

Mainz (kobinet) Hanna und Silas sind seit fünf Jahren ein Paar. „Ich habe FSJ gemacht, Bundesfreiwilligendienst in Eppstein. (…) Da hat der Silas mich angelacht,“ Sagt Hanna Gaub. Silas wiederum liebt Hannas Lachen. Aus der anfänglichen Anziehung des Lachens ist inzwischen eine feste Verbindung geworden: denn seit 2025 ist das junge Paar verheiratet. Wie die meisten Ehepaare wohnen Hanna und Silas zusammen. Hanna und Silas haben das Down-Syndrom. Um selbstbestimmt ihren Alltag zu gestalten, erhalten sie Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst. Beide arbeiten in inklusiven Projekten. Alleine leben, selber arbeiten, eine Partnerschaft haben – all das wird Menschen mit Behinderungen oft nicht zugetraut. Wie dies jedoch gelingt, berichtete Michaela Schmehl in der ZDF-Sendung „einfach Mensch“, am 17.03.26 die hier zu sehen ist.

Bundesliga im Blindenfußball vor Saisonstart

Fußballspieler mit weißem und rotem Dress von denen zu sehen ist, dass der Sportler eine Augenbilde trägt
Jonathan Tönsing auf dem Spilefeld
Foto: Jonas Bargmann / DBS

FRECHEN (kobinet) Für die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft stehen in diesem Jahr die Europameisterschaft besonders im Fokus. Sie werden in der Zeit vom 14. August bis zum 24. August in Straßburg (Frankreich) stattfinden. Dann duellieren sich dort die besten Nationen des Kontinents um den Titel. Derweil steht die Blindenfußball-Bundesliga in Deutschland vor ihrem Saisonstart – mit einem prominenten Neuzugang. Die Mannschaft von Trainer Martin Mania reist im August mit einer klaren Botschaft zur Europameisterschaft: Deutschlands Blindenfußballer gehören zur europäischen Spitzengruppe. Das haben sie bei den vergangenen Länderspielen unter Beweis gestellt.

Europa mit DiscoverEU im Zug erkunden

rote E-Lok
E-Lok
Foto: Pixabay/Didgeman

BONN (kobinet) Die Europäische Kommission bietet wieder 40 000 kostenlose DiscoverEU-Reisetickets an. Auf ihrer Entdeckungstour können 18-jährige Europäerinnen und Europäer damit die Vielfalt, Kultur, Geschichte und Menschen Europas kennenlernen. Im April können sich junge Europäer damit wieder auf ein kostenloses Zug-Reiseticket durch Europa bewerben (Bewerbungszeitraum vom 8.bis zum 22. April 2026). Da wir immer noch das 40-jährige Bestehen des Schengener Abkommens feiern, also die Grundlage für das heutige grenzfreie Reisen, stellt die Europäische Kommission dieses Reiseticket zur Verfügung.

Was die Künstliche Intelligenz für die Lobbyarbeit für Verbesserungen beim Behindertengleichstellungsgesetz empfiehlt

KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet

Kassel (kobinet) Seit dem Kabinettsbeschluss des von behinderten Menschen und ihren Verbänden scharf kritisierten Gesetzesentwurf der Bundesregierung für Änderungen des Behindertengleichstellungsgestz (BGG) am 11. Februar 2026 überlegen Aktivist*innen der Behindertenbewegung, was noch getan werden kann, damit die Bundestagsabgeordneten den Gesetzentwurf in den weiteren Beratungen verbessern. Da auch Aktivist*innen mal ein paar Tage frei machen und die Ostertage genießen sollen, hat Uwe Heineker die Künstliche Intelligenz um Rat gefragt, was vor der ersten Debatte zum BGG-Gesetzentwurf im Bundestag am 16. April 2026 noch getan werden muss. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul muss bekennen, das da ein paar gute Ideen dabei sind.

Trauer um Monika Strahl aus Bremen

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Bremen (kobinet) Am 27. März 2026 ist Monika Strahl verstorben. Sie gehört zu den „Urgesteinen“ der Behindertenbewegung, war Mitglied der Bremer Krüppelgruppe, hat die Bremer Krüppelfrauengruppe mit gegründet und war dort aktiv, solange diese bestand. Sie war an der Erstellung der Ausstellung „unbeschreiblich weiblich“ beteiligt und hat mit Swantje Köbsell die Ausstellung zu vielen Events und Orten begleitet, hat darüber geschrieben, aktuell hier: Strahl_Von einem Projekt. Vor allem in den 1990ern war Monika Strahl bei allen krüppelfrauenpolitischen Events dabei und hat dazu auch in der „randschau“ geschrieben. Darauf und auf die traurige Nachricht vom Tod von Monika Strahl hat Swantje Köbsell die „kobinet-nachrichten“ hingewiesen.

Brailleschrift für Aufnahme in das weltweite Immaterielle Kulturerbe der Menschheit nominiert

braille, alphabet, dots
braille, alphabet, dots
Foto: BlenderTimer In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Was haben Yoga, der Tango und die Mittelmeerküche gemeinsam? Diese kulturellen Ausdrucksformen wurden von der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, zum weltweiten Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Nun soll auch die Brailleschrift in diese Liste aufgenommen werden. Das haben Deutschland und Frankreich gemeinsam auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und französischer Blindenorganisationen beantragt. Ende 2027 wird die UNESCO über die Nominierung entscheiden.

Warum will der Bund nur öffentliche Gebäudebereiche, die dem Publikumsverkehr dienen, barrierefrei gestalten?

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Die Vorteile von Barrierefreiheit wurden schon vielfach beschworen und zeigen sich in der Praxis in vielen Bereichen. So auch an Arbeitsstätten, bei denen behinderten Menschen eine gleichberechtigte Beschäftigung geboten wird. Bei der Durchsicht des vom Bundeskabinett am 11. Februar 2026 beschlossenen und in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurfs für Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) stellt sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul die Frage, warum die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden nur für Bereiche, die dem Publikumsverkehr dienen, vorgesehen ist und nicht für alle Bereiche, in denen Menschen beschäftigt werden. Einmal ganz davon abgesehen, dass die Frist für eine verbindliche Barrierefreiheit im öffentlich zugänglichen Bereich bis 2045 gestreckt werden soll.

Zehn Irrtümer über Landminen

Ein Wald an dessen Rand ein Hinweisschild auf die Gefahr durch Minen steht.
Achrtung Minen – ein solches Schild weist auf große Gefahr hin
Foto: Pixabay/geraldsimon00

BERLIN (kobinet) Die Zahl der Opfer von Landminen und anderen explosiven Kriegsresten steigt seit dem Jahr 2020 kontinuierlich an. Rund 90 Prozent der Opfer sind Zivilistinnen und Zivilisten. Antipersonen-Minen waren in den Jahren davor für die meisten Staaten zum Tabu geworden. Seit der internationale Vertrag über ihr Verbot vor fast 30 Jahren geschlossen wurde, waren die Opferzahlen gesunken. Doch in den letzten Jahren nahmen Einsätze wieder zu, einige Staaten haben den Vertrag verlassen – und falsche Aussagen über diese Waffen verbreiten sich immer mehr. Darauf reagiert der gemeinsame Faktencheck der beiden Organisationen Handicap International und Human Rights Watch zum Internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr am 4. April , die beide zu den Gründern der Internationalen Landminenkampagne gehören.

Digitale Brückenbauer

Bild eines eingeschalteten IPhones
Mobiltelefon ist wichtigster Kommunikationsweg geworden
Foto: JESHOOTS-com In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Marburg (kobinet) „Digitale Brückenbauer – Gemeinsam sind wir sicher digital unterwegs“, ist ein neues Projekt des Marburger Vereins Arbeit und Bildung e. V.. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit Beeinträchtigung im Alter von 16 bis 25 Jahren aus der Region Marburg-Biedenkopf. Ziel des Projekts ist die Stärkung der digitalen Selbstbestimmung und die sichere Mediennutzung der Teilnehmenden. In regelmäßigen Treffen lernen die Teilnehmenden den Umgang mit digitalen Endgeräten, Apps und sozialen Medien.

Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes in der ersten Lesung in der nächste Sitzungswoche im Bundestages

Bundesadler im Plenarsall
Bundestag Adler
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung erklärt  die Barrierefreiheit in Deutschland sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich umfassend verbessern zu wollen. Das ist das Ziel eines entsprechenden Gesetzenwurfes zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes, welches zur Behandlung in der ersten Lesung für die nächste Sitzungswoche des Bundestages geplant ist. Der Gesetzentwurf verfolgt, wie es in der Information des Bundestages heißt, das Ziel für den privaten Bereich, den Zugang zu privaten Gütern und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen spürbar und nachhaltig zu verbessern, ohne dabei Unternehmen unverhältnismäßig stark zu belasten. „Statt detaillierter Barrierefreiheitsvorschriften setzt das Regelungskonzept auf Eigenverantwortung und Dialog der Beteiligten“, so die Bundesregierung. Er entsprechenden Gesetzentwurf ist auf dieser Internetseite nachzulesen.

Paralympics-Stars für Spiele in Deutschland

Junge Frau mit roter Skimütze zeigt Gold- und Silbermedaillen
Anna-Lena Forster gewinnt die Gold Medaille im Sitting Competition..
Foto: picture alliance“ (Maya Fügenschuh)

FRECHEN (kobinet) Die Paralympischen Spiele in Paris sowie in Mailand und Cortina haben eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft das drittgrößte Sportevent der Welt entfalten kann. Die Paralympics stehen für Inklusion, Inspiration, Vielfalt und Respekt – es sind Werte, die insbesondere im Ausrichterland wahrgenommen und verinnerlicht werden. Das zeigt: Die Paralympischen Spiele sind ein Beschleuniger für gesellschaftlichen Fortschritt. Ein solcher Impuls wäre auch in Deutschland überfällig. Dafür sprechen sich zahlreiche Paralympics-Stars aus.

ABiD schickt offenen Brief an die Bundesregierung

Logo des ABiD
ABiD Logo
Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) initiiert einen offenen Brief an die Bundesregierung. Der Verband reagiert damit auf aktuelle politische Äußerungen und Entwicklungen, die aus Sicht des ABiD ein alarmierendes Signal senden: Rechte von Menschen mit Behinderungen geraten zunehmend unter Kosten- und Spardruck. Der ABiD kritisiert insbesondere, dass Leistungen zur Teilhabe, Barrierefreiheit, Bildungsassistenz und Eingliederungshilfe immer häufiger nicht aus der Perspektive der Menschenrechte, sondern unter fiskalischen Gesichtspunkten diskutiert werden. Eine solche Debatte verkehrt nach Einschätzung des ABiD den Kern des Sozialstaates in sein Gegenteil. „Menschen mit Behinderungen sind keine Haushaltsgröße. Ihre Rechte sind nicht verhandelbar.“ unterstreicht der ABiD.

Frankfurter Rundschau berichtet über heftige Kritik am Gesetzentwurf zur Barrierefreiheit

Logo: Frankfurter Rundschau
Logo: Frankfurter Rundschau
Foto: FR

Berlin / Frankfurt (kobinet) Nachdem der Gesetzentwurf für Änderungen am Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) am 11. Februar 2026 vom Bundeskabinett verabschiedet und in den Bundestag eingebracht wurde, haben sich nur wenige Medien die Mühe gemacht, hinter die verschönte Darstellung der Bundesregierung zu blicken. Die Frankfurter Rundschau (FR) hat am nun sowohl einen inhaltlichen Beitrag Anna Laura Müller sowie einen Gastbeitrag von Raul Krauthausen zur Kritik am Gesetzentwurf, der massive Ausnahmen für Unternehmen vorsieht, veröffentlicht. „Solange Barrierefreiheit nicht als selbstverständlicher Standard gilt, sondern als Aufgabe für später, bleibt sie genau das: ein Versprechen. Und kein eingelöstes Recht. Andere Länder, etwa Österreich, sind hier mindestens zehn Jahre weiter. Deutschland verliert innerhalb Europas den Anschluss“, heißt es beispielsweise im Beitrag von Raul Krauthausen in der Frankfurter Rundschau. „‚Schlechter Witz‘: Gesetzesentwurf zur Barrierefreiheit bekommt heftige Kritik“ hat Anna Laura Müller ihren Beitrag in der FR getitelt, beide stehen zum Nachlesen im Internet zur Verfügung.

Gericht erkennt Kosten für Assistenzwohnung von BSK-Kontaktstellenleitung Susanne Steffgen an

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Statue Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Oldenburg (kobinet) Das Sozialgericht Oldenburg hat nach Informationen des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) ein Urteil mit Signalwirkung für Menschen mit hohem Assistenzbedarf gefällt: Nach fast neun Jahren Rechtsstreit wurde dort entschieden, dass ein Sozialamt die Kosten für eine zusätzliche Wohnung zur Unterbringung von Assistenzkräften in diesem Fall übernehmen muss. Für Susanne Steffgen, Leiterin der BSK-Kontaktstelle in Ganderkesee (Niedersachsen), ist das ein wichtiger Teilerfolg – und ein Beispiel dafür, dass sich ein langer Atem lohnen kann, wie es auf der Internetseite des BSK heißt.

Gute gebärdensprachfreundliche Pflege dahoam!

Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Foto: Landesverband Bayern der Gehörlosen

München (kobinet) Anlässlich des 10. Bayerischen Landestreffens in Würzburg veröffentlicht der Landesverband Bayern der Gehörlosen (LVBYGL) eine Stellungnahme mit dem Titel „Gute Pflege dahoam – auch in Gebärdensprache? Wege zur gebärdensprachfreundlichen Pflegelandschaft in Bayern“. Obwohl die bayerische Pflegestrategie „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ die Stärkung des häuslichen Umfelds und soziale Quartierskonzepte forciert, bleibt die Realität für Gehörlose oft einsam. „Ein Pflegeheimplatz ohne Gebärdensprache ist für unsere Senioren wie eine Isolationshaft“, macht Daniel Büter, politischer Referent des LVBYGL, deutlich. „Für unsere sprachliche Minderheit wie die Gehörlosen ist der geografische Nahraum oft ein Raum des Schweigens, da dort kaum jemand ihre Sprache – die Deutsche Gebärdensprache – beherrscht.“

kobinet-Aprilscherze mit gewissem Wahrheitsgehalt

Fragezeichen aus Blumen
Fragezeichen
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Auch wenn es derzeit nicht einfach ist, zu unterscheiden, was wahr und nicht wahr ist, haben die meisten kobinet-Leser*innen schnell erkannt, dass bei den Berichten der kobinet-nachrichten vom 1. April 2026 zwei Aprilscherze eingebaut waren. Auch wenn seit dem Beschluss des Gesetzentwurfs zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz durch das Bundeskabinett am 11. Februar 2026 aufgrund der großen Kritik sprichwörtlich der Bär los ist, so hat sich kein echter Bär im Büro der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland in Berlin eingenistet. Und Prof. Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden sind auch nicht in den Untergrund gegangen, sondern nur nach down under gereist, also nach Australien. Auch wenn die Behindertenpolitik in Deutschland den beiden derzeit kräftig auf den Geist geht. Die Aprilscherz-Beiträge vom 1. April 2026 in den kobinet-nachrichten enthalten also auch einen gewissen Wahrheitsgehalt.