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DBS feiert 75jähriges

Zeichnung mit mehreren Schattenfiguten,  dieHandball spielen
Handball - ein Sport für ALLE
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) blickt am 4. Juli auf seinen 75. Geburtstag – und wie relevant das Wirken des an Mitgliedern größten Behindertensportverbands der Welt ist, zeigt neben der Begeisterung rund um Paralympische Spiele auch ein Blick auf eine aktuelle Studie der Aktion Mensch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bemerkenswert ist, dass Sportvereinen der größte Stellenwert beigemessen wird, wenn es um gesellschaftlichen Zusammenhalt geht – insbesondere von Menschen mit Behinderung. Das unterstreicht die Wichtigkeit des Engagements des DBS für Teilhabe und Inklusion auch über das Jubiläumsjahr hinaus.

Gegründet wurde der DBS 1951 in Bad Godesberg als „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Versehrtensport“ (ADV), 24 Jahre später wurde aus dem zwischenzeitlich in Deutscher Versehrtensportverband e. V. umbenannten Verein dann am 5. Juli 1975 der Deutsche Behindertensportverband. Die Paralympischen Spiele sind die Kür, der große Höhepunkt, dem die Athletinnen und Athleten des Team D Paralympics entgegenfiebern. Doch neben dem Leistungssport sind auch der Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport wichtige Standbeine des DBS. Aus seinen Wurzeln als Versehrtensportverband ist eine Organisation gewachsen, die das gesamte Spektrum des Sports für Menschen mit Behinderung abdeckt.

Welchen Stellenwert der Sport und auch Sportvereine insbesondere für Menschen mit Behinderung haben, zeigt eine aktuelle Studie der Aktion Mensch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sportvereinen wird das größte Potenzial im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt zugesprochen – während es bei Menschen ohne Behinderung 72 Prozent angeben, sind es bei Menschen mit Behinderung sogar 79 Prozent. Das ist jeweils deutlich mehr als etwa bei Gewerkschaften (53 Prozent der Menschen ohne Behinderung beziehungsweise 52 Prozent der Menschen mit Behinderung), der öffentlichen Verwaltung (44 beziehungsweise 38 Prozent), der Kirche (31 beziehungsweise 34 Prozent) oder Parteien (34 beziehungsweise 22 Prozent).

Der Deutsche Behindertensportverband sieht sich auch durch diese Ergebnisse darin bestärkt, weiterhin einen Schwerpunkt seines Engagements darauf zu legen, dass Menschen mit Behinderung einen besseren Zugang zum Sport erhalten und es noch viel mehr möglichst wohnortnahe Angebote gibt.

Von größter Bedeutung bleibt die Sichtbarkeit. Es ist gelungen, den Sport von Menschen mit Behinderung stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu führen – insbesondere bei den Paralympischen Spielen, doch in den vergangenen Jahren vermehrt auch außerhalb der Paralympics. Daneben darf nicht vergessen werden, wo der Kern des DBS liegt: im Breitensport, im Rehabilitations- und Präventionssport sowie bei der Jugend und der Förderung des sportlichen Nachwuchses. Noch immer ist der DBS mit rund 67.000 zertifizierten Angeboten bundesweit der größte Leistungserbringer für Rehabilitationssport. So entfällt ein Großteil der aktuell gut 512.000 Mitglieder des DBS auf die Säule des Rehasports.

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