Berlin (kobinet)
Viele Gruppen von Menschen mit Behinderungen haben einen Brief geschrieben.
Eine Behinderung bedeutet: Manche Sachen sind schwieriger für einen Menschen.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Der Brief geht an Bundeskanzler Friedrich Merz.
Der Bundes-Kanzler ist der Chef von Deutschland.
Er leitet die Regierung.
Im Brief geht es um geplante Gesetze.
Diese Gesetze betreffen Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.
Gleichstellung bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Niemand wird schlechter behandelt als andere.
Die Gruppen sind unzufrieden mit den geplanten Gesetzen.
Sie sagen: Die Gesetze helfen Menschen mit Behinderungen nicht wirklich.
Ein großes Problem ist Barrierefreiheit.
Barrierefreiheit bedeutet: Alle Menschen können überall hingehen und alles nutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Für viele Firmen soll Barrierefreiheit freiwillig bleiben.
Das finden die Gruppen falsch.
Die Gruppen haben 8 Forderungen an den Bundeskanzler.
Eine Forderung ist ein Wunsch, den man laut sagt.
Man will etwas bekommen oder verändern.
Alle Firmen müssen Barrierefreiheit umsetzen.
Das gilt für Gebäude, Internet und Sprache.
Sprache bedeutet hier: Texte müssen leicht zu verstehen sein.
Teilhabe ist ein Menschen-Recht.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Die Rechte gelten auf der ganzen Welt.
Manche sagen: Die Hilfe für Menschen mit Behinderungen kostet zu viel.
Aber das stimmt nicht.
Es soll einen Sozial-Fonds für alle Menschen geben.
Auch für Menschen mit Behinderungen.
Ein Sozial-Fonds ist ein Topf mit Geld.
Das Geld hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Alle Menschen sollen die gleiche Bildung bekommen.
Die Regierung soll keine neuen Sonder-Schulen bauen.
Eine Sonder-Schule ist eine besondere Schule.
Dort lernen Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
Diese Kinder sollen aber gemeinsam mit allen anderen lernen.
Die Regierung darf die Eingliederungs-Hilfe nicht kürzen.
Kürzen bedeutet: Jemand bekommt weniger Geld als vorher.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Menschen mit Behinderungen bekommen Hilfe.
Zum Beispiel in der Schule oder bei der Arbeit.
Kein Pooling.
Pooling bedeutet: Mehrere Menschen teilen sich eine Hilfs-Leistung.
Zum Beispiel teilen sich mehrere Kinder eine Begleit-Person.
Eine Assistenz hilft anderen Menschen im Alltag.
Mehrere Menschen müssen sich eine Assistenz teilen.
Das ist nicht gut für ein selbst-bestimmtes Leben.
Selbst-bestimmt bedeutet: Man entscheidet für sich selbst.
Niemand anderes entscheidet für einen.
Menschen mit Behinderungen sollen nicht getrennt von anderen leben.
Werk-Stätten sind Orte, wo Menschen mit Behinderung arbeiten.
Sie sind oft von anderen Menschen getrennt.
In Heimen und Werk-Stätten passiert oft Gewalt.
Die Regierung darf die Kranken-Kasse nicht kürzen.
Die Regierung darf die Pflege-Versicherung nicht kürzen.
Eine Kranken-Kasse zahlt den Arzt für dich.
Man nennt sie auch Kranken-Versicherung.
Die Pflege-Versicherung zahlt Geld, wenn man Hilfe braucht.
Alle Menschen geben jeden Monat etwas Geld dafür.
Den vollständigen Brief könnt ihr hier lesen:
Zum vollständigen Brief auf der Internetseite der Sozialdenker

Foto: ht
Berlin (kobinet) Mit einem Offenen Brief an den Bundeskanzler hat sich "Das Bündnis Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen" an Bundeskanzler Friedrich Merz zur geplanten BGG-, Gesundheits- und Pflegereform gewandt. "Die von Ihrer Bundesregierung angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wird ihrem Namen nicht gerecht. Statt echte Fortschritte bei der Gleichstellung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu schaffen, droht sie bestehende Benachteiligungen fortzuschreiben und in einzelnen Bereichen sogar zu verschärfen. Besonders kritisch ist, dass auch künftig keine wirksame und allgemeine Verpflichtung zur Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft geschaffen werden soll. Barrierefreiheit bleibt damit für viele Unternehmen weiterhin weitgehend freiwillig. Für Millionen Menschen mit Behinderungen bedeutet dies, dass ihnen der gleichberechtigte Zugang zu Dienstleistungen, Produkten, Informationen und gesellschaftlicher Teilhabe weiterhin erschwert oder verwehrt wird", heißt es in dem Offenen Brief, auf den Gerd Miedthank die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Zu den Forderungen heißt es in dem Offenen Brief an den Bundeskanzler:
1. Verpflichtende Barrierefreiheit jetzt auch für die Privatwirtschaft! Baulich, Digital und Kommunikativ.
2. Teilhabe ist ein Menschenrecht! Menschen mit Behinderungen sind kein Kostenfaktor.
3. Verpflichtenden Sozialfond für alle!
4. Gleicher Zugang zur Bildung für alle! Nie wieder Sonderschulen!
5. Keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe! Zum Beispiel bei der Assistenz in der Schule, Arbeit und bei gesellschaftlicher und politischer Teilhabe.
6. Kein Pooling! Für ein selbstbestimmtes Leben!
7. Keine Sonderwelten, weil sie immer zu Gewalt führen. Wie es in Heimen und Werkstätten passiert.
8. Keine Kürzungen auf Kosten von Menschen mit Behinderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung!

Foto: ht
Berlin (kobinet) Mit einem Offenen Brief an den Bundeskanzler hat sich "Das Bündnis Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen" an Bundeskanzler Friedrich Merz zur geplanten BGG-, Gesundheits- und Pflegereform gewandt. "Die von Ihrer Bundesregierung angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wird ihrem Namen nicht gerecht. Statt echte Fortschritte bei der Gleichstellung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu schaffen, droht sie bestehende Benachteiligungen fortzuschreiben und in einzelnen Bereichen sogar zu verschärfen. Besonders kritisch ist, dass auch künftig keine wirksame und allgemeine Verpflichtung zur Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft geschaffen werden soll. Barrierefreiheit bleibt damit für viele Unternehmen weiterhin weitgehend freiwillig. Für Millionen Menschen mit Behinderungen bedeutet dies, dass ihnen der gleichberechtigte Zugang zu Dienstleistungen, Produkten, Informationen und gesellschaftlicher Teilhabe weiterhin erschwert oder verwehrt wird", heißt es in dem Offenen Brief, auf den Gerd Miedthank die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Zu den Forderungen heißt es in dem Offenen Brief an den Bundeskanzler:
1. Verpflichtende Barrierefreiheit jetzt auch für die Privatwirtschaft! Baulich, Digital und Kommunikativ.
2. Teilhabe ist ein Menschenrecht! Menschen mit Behinderungen sind kein Kostenfaktor.
3. Verpflichtenden Sozialfond für alle!
4. Gleicher Zugang zur Bildung für alle! Nie wieder Sonderschulen!
5. Keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe! Zum Beispiel bei der Assistenz in der Schule, Arbeit und bei gesellschaftlicher und politischer Teilhabe.
6. Kein Pooling! Für ein selbstbestimmtes Leben!
7. Keine Sonderwelten, weil sie immer zu Gewalt führen. Wie es in Heimen und Werkstätten passiert.
8. Keine Kürzungen auf Kosten von Menschen mit Behinderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung!





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