Köln (kobinet)
Das Deutsche Institut für Menschen-Rechte hat eine große Befragung gemacht.
Bei einer Befragung stellt man vielen Menschen Fragen.
So erfährt man, was die Menschen brauchen.
Daran haben 7.462 Eltern aus ganz Deutschland teil-genommen.
Die Eltern haben Kinder mit Behinderung.
Oder ihre Kinder haben besonderen Förder-Bedarf.
Eine Behinderung macht manche Dinge schwieriger.
Man braucht dann oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Förder-Bedarf bedeutet: Ein Kind braucht besondere Hilfe beim Lernen.
Diese Hilfe nennt man Förderung.
Die Ergebnisse wurden am 30. Juni 2026 veröffentlicht.
Das Institut hat die Eltern gefragt:
Warum habt ihr euer Kind an dieser Schule angemeldet?
Diese Frage wurde zum ersten Mal in einer großen Studie gestellt.
Eine Studie ist eine genaue Untersuchung.
Forscher sammeln viele Antworten und werten sie aus.
Das Ergebnis ist klar:
Mehr als 80 Prozent der Eltern wollen inklusive Schulen.
Inklusive Schule bedeutet: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen.
Die Eltern wollen keine getrennten Schulen.
Viele Kinder gehen trotzdem auf Förder-Schulen.
Eine Förder-Schule ist eine besondere Schule.
Dort lernen Kinder, die mehr Hilfe brauchen.
Das liegt nicht am Willen der Eltern.
Das liegt an schlechten Zuständen an inklusiven Schulen.
Schlechte Zustände bedeutet: Eine Schule hat nicht genug Lehrer.
Oder die Schule hat nicht die richtigen Räume.
68,7 Prozent der Förder-Schul-Eltern sagen das.
Viele Eltern haben eine falsche Beratung bekommen.
Eine Beratung ist ein Gespräch mit einer Fach-Person.
Man redet über ein Problem und bekommt Rat.
Jemand hat 41 Prozent der Eltern zur Förder-Schule geraten.
Nur 25 Prozent wurden zur inklusiven Schule geraten.
Diese Beratung kam oft von Ärzten.
Oder sie kam aus dem Schul-System.
Das Schul-System sind alle Schulen in Deutschland.
Dazu gehören auch die Regeln für Schulen.
Der Verein heißt mittendrin.
Er ist in Köln.
Er setzt sich für inklusive Bildung ein.
Inklusive Bildung bedeutet: Alle Kinder lernen gemeinsam.
Das gilt für Kinder mit und ohne Behinderung.
Der Verein hat auf diese Studie aufmerksam gemacht.
Sprech-erin Eva-Maria Thoms sagt:
Die Politik hört nicht auf die Eltern.
Politik-Entscheidungen sind Entscheidungen von Politikern.
Politiker legen damit Regeln für alle Menschen fest.
Die ganze Studie findest du hier:
Studie auf der Webseite des Deutschen Instituts für Menschen-Rechte
Mehr Informationen gibt es auch beim Verein mittendrin:
Artikel auf der Webseite von mittendrin

Foto: Lingscheid/mittendrin e.V.
Köln (kobinet) "Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat am 30. Juni 2026 Ergebnisse einer umfangreichen Elternbefragung vorgelegt, die schulpolitische Gewissheiten vieler Landesregierungen und Kommunen widerlegen. Demnach sind die hohen Anmeldezahlen an Förderschulen nicht Ausdruck des Elternwillens, sondern hausgemacht. Mehr als 80 Prozent der befragten Eltern wollen gar nicht, dass Kinder mit und ohne Behinderung auf verschiedene Schulen gehen. Selbst von den Förderschuleltern geben 68,7 Prozent an, dass sie sich sicher oder wahrscheinlich für eine inklusive Schule entschieden hätten – wenn die Politik dort für gute Bedingungen gesorgt hätte. Das Institut schlussfolgert: 'Eltern wünschen sich inklusive Beschulung, werden aber durch die defizitären Strukturen ausgebremst.'" Darauf hat der Verein mittendrin, der sich seit vielen Jahren für schulische Inklusion einsetzt, aufmerksam gemacht.
An der Befragung haben 7.462 Sorgeberechtigte von Kindern mit Behinderung und sonderpädagogischem Förderbedarf aus ganz Deutschland teilgenommen. Damit sind erstmals in einer großen wissenschaftlichen Studie die betroffenen Eltern selbst gefragt worden, warum sie ihr Kind an der inklusiven Schule oder der Förderschule angemeldet haben und wie es zu dieser Schulwahl gekommen ist.
Dabei kritisieren die Eltern nicht nur die schlechte Ausstattung der inklusiven Schulen, sie berichten auch von einer Beratung mit Schlagseite, zum Teil aus dem Schulsystem, aber vor allem von medizinischen Ansprechpartnern. Gut 41 Prozent der Eltern wurde am meisten zur Förderschule geraten, nur knapp 25 Prozent am meisten zur inklusiven Schule. Unter den Förderschuleltern geben sogar knapp 70 Prozent an, ihnen sei für das Kind am meisten zur Förderschule geraten worden.
Der Elternverein mittendrin, der seit Jahren eine engagiertere Politik für inklusive Bildung fordert, sieht sich durch die Befragungsergebnisse bestätigt: „Landesregierungen und Kommunen, die auf die vollständige Erhaltung oder sogar den Ausbau von Förderschulen setzen, richten sich gar nicht nach dem Elternwillen, sondern nach einer Fehleinschätzung“, sagt mittendrin-Sprecherin Eva-Maria Thoms.
Die komplette Analyse der Befragung gibt’s auf der Webseite des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
sowie auf der Webseite der Verein mittendrin:
mittendrin e.V. Beratungsstelle für Inklusion – mittendrin e.V.

Foto: Lingscheid/mittendrin e.V.
Köln (kobinet) "Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat am 30. Juni 2026 Ergebnisse einer umfangreichen Elternbefragung vorgelegt, die schulpolitische Gewissheiten vieler Landesregierungen und Kommunen widerlegen. Demnach sind die hohen Anmeldezahlen an Förderschulen nicht Ausdruck des Elternwillens, sondern hausgemacht. Mehr als 80 Prozent der befragten Eltern wollen gar nicht, dass Kinder mit und ohne Behinderung auf verschiedene Schulen gehen. Selbst von den Förderschuleltern geben 68,7 Prozent an, dass sie sich sicher oder wahrscheinlich für eine inklusive Schule entschieden hätten – wenn die Politik dort für gute Bedingungen gesorgt hätte. Das Institut schlussfolgert: 'Eltern wünschen sich inklusive Beschulung, werden aber durch die defizitären Strukturen ausgebremst.'" Darauf hat der Verein mittendrin, der sich seit vielen Jahren für schulische Inklusion einsetzt, aufmerksam gemacht.
An der Befragung haben 7.462 Sorgeberechtigte von Kindern mit Behinderung und sonderpädagogischem Förderbedarf aus ganz Deutschland teilgenommen. Damit sind erstmals in einer großen wissenschaftlichen Studie die betroffenen Eltern selbst gefragt worden, warum sie ihr Kind an der inklusiven Schule oder der Förderschule angemeldet haben und wie es zu dieser Schulwahl gekommen ist.
Dabei kritisieren die Eltern nicht nur die schlechte Ausstattung der inklusiven Schulen, sie berichten auch von einer Beratung mit Schlagseite, zum Teil aus dem Schulsystem, aber vor allem von medizinischen Ansprechpartnern. Gut 41 Prozent der Eltern wurde am meisten zur Förderschule geraten, nur knapp 25 Prozent am meisten zur inklusiven Schule. Unter den Förderschuleltern geben sogar knapp 70 Prozent an, ihnen sei für das Kind am meisten zur Förderschule geraten worden.
Der Elternverein mittendrin, der seit Jahren eine engagiertere Politik für inklusive Bildung fordert, sieht sich durch die Befragungsergebnisse bestätigt: „Landesregierungen und Kommunen, die auf die vollständige Erhaltung oder sogar den Ausbau von Förderschulen setzen, richten sich gar nicht nach dem Elternwillen, sondern nach einer Fehleinschätzung“, sagt mittendrin-Sprecherin Eva-Maria Thoms.
Die komplette Analyse der Befragung gibt’s auf der Webseite des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
sowie auf der Webseite der Verein mittendrin:
mittendrin e.V. Beratungsstelle für Inklusion – mittendrin e.V.





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