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ABiD verurteilt Ignoranz der Merz- Regierung gegenüber Menschen mit Behinderung

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Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Trotz breiter öffentlicher Kritik und lautstarker Proteste – darunter die große Demonstration am 5. Mai sowie die Kundgebung vor dem Paul-Löbe-Haus am 22. Juni – ignoriert die Bundesregierung weiterhin die berechtigten Sorgen von Millionen Menschen mit Behinderung. Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland "Für Selbstbestimmung und Würde" e.V. (ABiD) verurteilt aufs Schärfste, dass Menschen mit Behinderung in den aktuellen Reformplänen zur Eingliederungshilfe faktisch auf einen Kostenfaktor reduziert werden. Die geplanten Einschnitte degradieren Betroffene zu einer vermeintlichen "Einsparmasse" – ein Vorgehen, das grundlegende Menschenrechte missachtet und die Würde von Millionen verletzt.

„Teilhabe ist kein Luxusgut, sondern ein völkerrechtlich verbrieftes Menschenrecht“, erklärt der ABiD-Vorstand. „Dass die Politik unsere Proteste ungehört verhallen lässt, ist ein demokratiepolitischer Offenbarungseid. Wir sind es leid, immer wieder um die elementarsten Grundlagen unserer Existenz kämpfen zu müssen. Wir fordern ein sofortiges Umdenken: Weg von der reinen Sparlogik, hin zu echter Barrierefreiheit und strukturellen Reformen durch Bürokratieabbau.“

Damit Menschen mit Behinderung endlich auf Augenhöhe wahrgenommen werden, fordert der ABiD ein Ende der politischen Ignoranz und fordert:

  • Ein echtes Stimmrecht statt Alibi-Dialogen: Betroffenenverbände müssen im laufenden Reformprozess des BMAS ein verbindliches Mitbestimmungsrecht erhalten.
  • Die konsequente Einhaltung der UN-BRK: Keine Gesetzesänderungen oder Kürzungen, die gegen die UN-Behindertenrechtskonvention verstoßen.
  • Die Stärkung der Behindertenbeauftragten: Ein gesetzliches Vetorecht bei allen Gesetzesentwürfen, die die Rechte von Menschen mit Behinderung einschränken.

Sollte die Bundesregierung ihren Kurs der sozialen Kälte fortsetzen, so kündigt der ABiD an, wird er gemeinsam mit starken Bündnispartnern den Druck auf der Straße und auf dem Rechtsweg deutlich erhöhen.

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