MÜNCHEN (kobinet)
In Bayern leben rund 10.000 gehör-lose Menschen.
Gehör-los bedeutet: Ein Mensch kann nichts hören.
Man sagt auch: taub.
Es gibt aber nur etwa 200 Gebärden-Sprach-Dolmetscher.
Gebärden-Sprache ist eine Sprache mit den Händen.
Ein Gebärden-Sprach-Dolmetscher übersetzt zwischen Gebärden-Sprache und gesprochener Sprache.
So können gehör-lose Menschen verstehen, was andere sagen.
Das bedeutet: Auf 50 gehör-lose Menschen kommt nur 1 Dolmetscher.
Deshalb müssen viele wichtige Termine abgesagt werden.
Zum Beispiel Arzt-Termine oder Gespräche bei Behörden.
Eine Behörde ist ein Amt des Staates.
Behörden sind zum Beispiel das Bürger-Amt oder das Job-Center.
In Bayern kann man diesen Beruf nur in Landshut studieren.
Immer weniger junge Menschen bewerben sich dafür.
Ein Grund ist die Künstliche Intelligenz.
Künstliche Intelligenz bedeutet: Ein Computer kann selbst denken und lernen.
Computer können so Aufgaben von Menschen übernehmen.
Deshalb denken manche: Dolmetscher werden bald nicht mehr gebraucht.
Aber Gebärden-Sprach-Dolmetschen ist mehr als Wörter übersetzen.
Dolmetscher verstehen auch Gefühle in einem Gespräch.
Dolmetscher verstehen auch den Zusammen-hang eines Gesprächs.
Das kann ein Computer nicht so gut.
Der Landes-Verband Bayern der Gehörlosen macht auf dieses Problem aufmerksam.
Ein Landes-Verband ist eine Gruppe von Menschen in einem Bundes-Land.
Diese Menschen arbeiten gemeinsam für ein bestimmtes Ziel.
Der Landes-Verband fordert mehr Studien-Plätze für Dolmetscher.

Foto: Pascal-Rohe
MÜNCHEN (kobinet) Der Landesverband Bayern der Gehörlosen (LVBYGL) schlägt Alarm: Der Mangel an qualifizierten Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher im Freistaat ist eklatant. Auf rund 10.000 gehörlose Menschen in Bayern kommen derzeit lediglich etwa 200 aktiv praktizierende Dolmetschende. Dieses dramatische Versorgungsverhältnis von 1:50 führt im Alltag zu unhaltbaren Zuständen. Ob beim Arztbesuch, im Krankenhaus, bei Behördengängen oder im Berufsleben – täglich müssen essenzielle Termine abgesagt werden, weil schlichtweg keine Dolmetscher verfügbar sind. Trotz dieser hohen Nachfrage verzeichnet die Hochschule Landshut – der einzige bayerische Studienort für diesen Berufsweg – einen Rückgang der Bewerbungen für das im Oktober startende Wintersemester. Als eine Ursache für die sinkenden Bewerbungszahlen gilt die Verunsicherung vieler junger Menschen angesichts der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI). Dabei wird häufig übersehen, dass Gebärdensprachdolmetschen weit mehr ist als das Übertragen einzelner Wörter oder Sätze.

Foto: Pascal-Rohe
MÜNCHEN (kobinet) Der Landesverband Bayern der Gehörlosen (LVBYGL) schlägt Alarm: Der Mangel an qualifizierten Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher im Freistaat ist eklatant. Auf rund 10.000 gehörlose Menschen in Bayern kommen derzeit lediglich etwa 200 aktiv praktizierende Dolmetschende. Dieses dramatische Versorgungsverhältnis von 1:50 führt im Alltag zu unhaltbaren Zuständen. Ob beim Arztbesuch, im Krankenhaus, bei Behördengängen oder im Berufsleben – täglich müssen essenzielle Termine abgesagt werden, weil schlichtweg keine Dolmetscher verfügbar sind. Trotz dieser hohen Nachfrage verzeichnet die Hochschule Landshut – der einzige bayerische Studienort für diesen Berufsweg – einen Rückgang der Bewerbungen für das im Oktober startende Wintersemester. Als eine Ursache für die sinkenden Bewerbungszahlen gilt die Verunsicherung vieler junger Menschen angesichts der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI). Dabei wird häufig übersehen, dass Gebärdensprachdolmetschen weit mehr ist als das Übertragen einzelner Wörter oder Sätze.





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