Berlin (kobinet)
Am 6. Juni 2026 wurde der Bundes-Teil-habe-Preis vergeben.
Das war zum 7. Mal.
Der Preis kommt vom Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales.
Das Ministerium kümmert sich um Arbeit in Deutschland.
Es kümmert sich auch um soziale Themen.
Kerstin Griese hat den Preis überreicht.
Kerstin Griese hat die Bundes-Ministerin Bärbel Bas vertreten.
Vertreten bedeutet: Eine Person übernimmt die Aufgabe einer anderen Person.
Sie handelt an deren Stelle.
Das Thema in diesem Jahr war ein wichtiges.
Wie können junge Menschen mit Behinderungen leichter einen Beruf beginnen?
3 Projekte haben einen Preis bekommen.
Insgesamt gab es 17.500 Euro Preis-Geld.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Bärbel Bas ist Bundes-Ministerin für Arbeit und Soziales.
Bärbel Bas hat das gesagt:
Oft zeigt sich früh, ob jemand später arbeiten kann.
Der Wechsel von der Schule in den Beruf ist schwierig.
Das gilt besonders für junge Menschen mit Behinderungen.
Die Projekte zeigen, wie dieser Wechsel gelingen kann.
119 Projekte haben beim Bundes-Teil-habe-Preis mitgemacht.
Eine Fach-Jury hat die Gewinner ausgewählt.
Eine Fach-Jury ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen kennen sich sehr gut mit dem Thema aus.
Sie entscheiden gemeinsam.
In der Jury waren 12 Menschen.
Die Jury hat unabhängig entschieden.
Das bedeutet: Niemand hat der Jury gesagt, was sie entscheiden soll.
Dr. Volker Sieger leitet die Bundes-Fach-stelle Barrierefreiheit.
Die Bundes-Fach-stelle Barrierefreiheit sorgt dafür, dass alle Menschen mitmachen können.
Dr. Volker Sieger hat das gesagt:
Die Projekte zeigen neue und gute Lösungen.
Sie helfen jungen Menschen mit Behinderungen beim Einstieg in die Arbeit.
Diese Projekte sind Vor-bilder für andere.
Barrierefreiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das sind die 3 Gewinner-Projekte:
1. Preis: Rhein-Kompanie – Schauspiel-Schule DER KELLER
Die Schauspiel-Schule DER KELLER ist in Köln.
Seit September 2024 gibt es dort das Projekt Rhein-Kompanie.
Junge Menschen mit Behinderungen lernen dort Schauspielerei.
Sie lernen gemeinsam mit Menschen ohne Behinderungen.
Die Ausbildung bereitet auf echte Berufe vor.
Diese Berufe sind in Theater, Film und Fernsehen.
Schauspielerei bedeutet: Menschen spielen eine Rolle auf einer Bühne oder vor einer Kamera.
Sie stellen Figuren aus einer Geschichte dar.
In einer Aus-bildung lernst du einen Beruf.
Du lernst in einer Schule und in einem Betrieb.
Alle Schülerinnen und Schüler lernen zusammen.
Menschen mit Behinderungen bekommen zusätzlich eigene Förderung.
Die Auftritte vor Publikum stärken das Selbst-Bewusstsein.
Zum ersten Mal können Menschen mit Behinderungen in diesem Berufs-Feld arbeiten.
Mehr Informationen gibt es hier:
Ein Publikum ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen hören oder sehen etwas zusammen.
Selbst-Bewusstsein bedeutet: Du magst dich selbst.
Du weißt: Ich kann etwas gut machen.
Ein Berufs-Feld ist eine Gruppe von ähnlichen Berufen.
Zum Beispiel gehören Theater, Film und Fernsehen zu einem Berufs-Feld.
2. Preis: in-Klub Start-up Mentoring Programm – in-Klub e. V.
Das Programm hilft jungen Menschen mit Behinderungen.
Sie möchten eine eigene Firma gründen.
Das Programm dauert 6 Monate.
Alles ist barrierefrei gestaltet.
Das bedeutet: Alle können mitmachen.
Das gilt egal, welche Behinderung jemand hat.
Mentoring bedeutet: Eine erfahrene Person hilft einer anderen Person.
Sie gibt Tipps und zeigt, wie etwas funktioniert.
Am Ende stellen die Teil-nehmenden ihre Ideen vor.
Das passiert vor Publikum und einer Jury.
Eine eigene Firma gründen bedeutet: Du schaffst dir selbst einen Arbeits-Platz.
Das Programm hilft langfristig.
Es hilft nicht nur für kurze Zeit.
Mehr Informationen gibt es hier:
3. Preis: Inklusion leben – Kita-Assistenz – eva Kinder-Betreuung GmbH
Das Projekt bildet Menschen mit Behinderungen aus.
Sie werden als Kita-Assistenz ausgebildet.
Eine Kita-Assistenz hilft in einer Kinder-Tages-Einrichtung.
Eine Kinder-Tages-Einrichtung ist ein Ort für kleine Kinder.
Dort werden die Kinder betreut.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Die Ausbildung dauert 6 Monate.
Die Teil-nehmenden lernen in der Schule und in der Praxis.
Jede Person bekommt genau die Hilfe, die sie braucht.
Nach der Ausbildung können sie fest arbeiten.
Das bedeutet: Sie bekommen alle wichtigen Versicherungen.
Mehr Informationen gibt es hier:
Das sind zum Beispiel die Kranken-Versicherung und die Renten-Versicherung.
Bei Arbeits-losigkeit sind sie abgesichert.
3 Verbände unterstützen den Bundes-Teil-habe-Preis.
Der erste Verband ist der Deutsche Landkreis-Tag.
Der zweite Verband ist der Deutsche Städte-Tag.
Der dritte Verband ist der Deutsche Städte- und Gemeinde-Bund.
Diese Verbände vertreten Städte und Gemeinden in Deutschland.
Das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales hat den Preis 2019 gegründet.
Die Bundes-Fach-stelle Barrierefreiheit schreibt den Preis aus.
Mehr Informationen gibt es hier:
Eine Ausschreibung ist eine öffentliche Ankündigung.
Sie sagt: Hier kann man sich bewerben oder mitmachen.

Foto: BMAS
Berlin (kobinet) Zum siebten Mal wurde am 6. Juni 2026 der Bundesteilhabepreis verliehen. Im Rahmen der jährlichen Inklusionstage überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese, in Vertretung für die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, den drei Preisträgerinnen und Preisträgern eine Urkunde. Der Wettbewerb zum Thema "BERUFSEINSTIEG INKLUSIV – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen" zeichnet bundesweit herausragende Projekte aus und ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert.
Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales betonte: „Ob jemand am Arbeitsmarkt teilhaben kann oder nicht – das entscheidet sich oft schon in jungen Jahren, beim Übergang von der Schule in den Beruf. Dieser Übergang ist gerade für junge Menschen mit Beeinträchtigungen besonders herausfordernd. Im Rahmen des diesjährigen Bundesteilhabepreises wurden viele tolle Projekte eingereicht und prämiert, die zeigen, wie der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingen kann. Ich wünsche mir, dass diese Projekte viele andere Akteure am Arbeitsmarkt dazu motivieren, jungen Menschen mit Beeinträchtigung den Weg in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.“
Der Bundesteilhabepreis prämiert jedes Jahr Projekte, die das Potenzial eines inklusiven, barrierefreien Sozialraums zeigen und als Vorbild dienen können. Insgesamt wurden 119 Beiträge für den Bundesteilhabepreis 2026 eingereicht. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus 12 Expertinnen und Experten der Verbände von Menschen mit Behinderungen sowie aus den Kommunen und den Ländern, hat die Preisträger weisungsfrei und anonymisiert ausgewählt. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat wie in den Vorjahren das Wettbewerbsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales umgesetzt.
Dr. Volker Sieger, Leiter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit erklärte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind ganz besondere Projekte. Sie zeigen innovative und kreative Lösungen, junge Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzubinden. Hierbei war die Partizipation der jungen Menschen eine Selbstverständlichkeit. Wir sind stolz, dass wir diesen Projekten mehr Sichtbarkeit geben können – denn sie sind gute Beispiele und Vorbilder für andere. Sie verdienen es, nachgeahmt zu werden.“
Die Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind:
1. Preis: Projekt: Rheinkompanie – professionelle Schauspielausbildung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung – Schauspielschule DER KELLER
Mit dem Projekt „Rheinkompanie“ bietet die Schauspielschule DER KELLER in Köln seit September 2024 jungen Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, gemeinsam mit Menschen ohne Behinderungen eine professionelle Schauspielausbildung zu absolvieren. Die Ausbildung ist personenzentriert, inklusiv und ausgerichtet auf den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt von Theater, Film- und Fernsehen. Sie erfolgt vollumfänglich auf Augenhöhe, auch was die Förderung und Forderung der kreativen Leistung betrifft. Besonders ist ebenfalls die Kombination aus dem inklusiven Unterricht aller Schülerinnen und Schüler sowie die regelmäßige individuelle Förderung der Auszubildenden mit kognitiver Beeinträchtigung. Diese Art der Ausbildung und die regelmäßigen öffentlichen Auftritte stärken das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Schauspielschülerinnen und -schüler. Das innovative Angebot schließt eine Lücke: Es schafft erstmals einen professionellen Ausbildungsort, der jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigung den Zugang zu dem besonderen Berufsfeld Schauspieler ermöglicht. Damit wird auch ein wichtiger Schritt zur authentischen Repräsentation von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigungen in Film, Theater und Fernsehen geleistet und die Breite der Gesellschaft auch dort sichtbar gemacht. Das Projekt verbindet gesellschaftspolitische Relevanz mit praktischer Umsetzung, schafft sichtbare Vorbilder und öffnet Türen für eine Branche, die bislang kaum inklusiv agiert.
https://schauspielschule.koeln/rheinkompanie-inklusive-schauspielausbildung
2. Preis: Projekt: inKlub Startup Mentoring Programm – inKlub e. V.
Im „inKlub Startup Mentoring Programm“ werden junge, gründungsinteressierte Menschen mit Behinderungen dazu qualifiziert, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Das sechsmonatige Programm schafft erstmals für Menschen mit Behinderungen barrierefreie Rahmenbedingungen, die sie benötigen, um ihr unternehmerisches Potenzial zu entfalten. Das Bewerbungsverfahren ist ebenso barrierefrei wie die Kommunikation im Mentoring. Während des Programms wird individuell auf die Bedürfnisse der Einzelnen eingegangen. Zum Abschluss präsentieren die Teilnehmenden ihre Geschäftsideen bei einem Investoren-Tag im Livestream vor Publikum und einer Fachjury. Die Qualität des Angebots wird auch weiterhin nach dem Mentoring durch eine deutschlandweite inklusive Gründungs-Community gesichert. Das Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie junge Menschen mit Behinderungen nicht nur am Arbeitsmarkt teilhaben, sondern ihn aktiv verändern können. Dieses Mentoring Programm ist nachhaltig: Als Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen sich die Teilnehmenden einen eigenen, passgenauen Arbeitsplatz – und gestalten als inklusive Unternehmen den Weg zu einem inklusiven Arbeitsmarkt mit.
www.inklub.eu
3. Preis: Projekt: „Inklusion leben“ – Menschen mit Beeinträchtigungen als Kita Assistenz eva Kinderbetreuung GmbH
Das Projekt „Inklusion leben“ qualifiziert Menschen mit Behinderungen zur Kita-Assistenz. Das Angebot ist eine sechsmonatige, dual angelegte Qualifizierung. Es richtet sich insbesondere an junge Menschen mit Beeinträchtigungen, die aufgrund fehlender schulischer Abschlüsse keinen Zugang zu regulären Ausbildungswegen haben. Die Qualifizierung verbindet begleitenden Unterricht mit kontinuierlichen Praxiseinsätzen in Kindertageseinrichtungen. Zentrales Element ist die individuelle Begleitung der Teilnehmenden: Lernprozesse werden angepasst, klare Strukturen, feste Bezugspersonen und wiederkehrende Abläufe schaffen Sicherheit und fördern Selbstwirksamkeit. Am Ende der Qualifizierung steht eine praxisnahe Leistungsüberprüfung. Das Projekt hat das Ziel, die Teilnehmenden für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Kita-Assistenz im allgemeinen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Dabei eröffnet es Menschen mit Behinderungen erstmals den Zugang zu pädagogischen Arbeitsfeldern. Es bietet die Chance, selbstbestimmt zu arbeiten, eigene Entscheidungen zu treffen und eigenes Einkommen zu erzielen. Der Ansatz zeigt, dass nachhaltige berufliche Inklusion gelingt, wenn Theorie, Praxis in Kindertageseinrichtungen und individuelle Begleitung von Beginn an eng verzahnt sind. Das Konzept ist auf andere soziale und pädagogische Arbeitsfelder und weitere Regionen übertragbar.
https://eva-lino.de/inklusion-leben
Der Bundesteilhabepreis wird von dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt. Mit dem Preis wird auch die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention nach umfassender Teilhabe aufgegriffen. Initiiert wurde der Bundesteilhabepreis im Jahr 2019 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der InitiativeSozialraumInklusiv (ISI). Die Ausschreibung erfolgt durch die Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
Informationen zum Bundesteilhabepreis gibt’s auf www.bundesteilhabepreis.de

Foto: BMAS
Berlin (kobinet) Zum siebten Mal wurde am 6. Juni 2026 der Bundesteilhabepreis verliehen. Im Rahmen der jährlichen Inklusionstage überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese, in Vertretung für die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, den drei Preisträgerinnen und Preisträgern eine Urkunde. Der Wettbewerb zum Thema "BERUFSEINSTIEG INKLUSIV – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen" zeichnet bundesweit herausragende Projekte aus und ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert.
Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales betonte: „Ob jemand am Arbeitsmarkt teilhaben kann oder nicht – das entscheidet sich oft schon in jungen Jahren, beim Übergang von der Schule in den Beruf. Dieser Übergang ist gerade für junge Menschen mit Beeinträchtigungen besonders herausfordernd. Im Rahmen des diesjährigen Bundesteilhabepreises wurden viele tolle Projekte eingereicht und prämiert, die zeigen, wie der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingen kann. Ich wünsche mir, dass diese Projekte viele andere Akteure am Arbeitsmarkt dazu motivieren, jungen Menschen mit Beeinträchtigung den Weg in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.“
Der Bundesteilhabepreis prämiert jedes Jahr Projekte, die das Potenzial eines inklusiven, barrierefreien Sozialraums zeigen und als Vorbild dienen können. Insgesamt wurden 119 Beiträge für den Bundesteilhabepreis 2026 eingereicht. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus 12 Expertinnen und Experten der Verbände von Menschen mit Behinderungen sowie aus den Kommunen und den Ländern, hat die Preisträger weisungsfrei und anonymisiert ausgewählt. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat wie in den Vorjahren das Wettbewerbsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales umgesetzt.
Dr. Volker Sieger, Leiter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit erklärte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind ganz besondere Projekte. Sie zeigen innovative und kreative Lösungen, junge Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzubinden. Hierbei war die Partizipation der jungen Menschen eine Selbstverständlichkeit. Wir sind stolz, dass wir diesen Projekten mehr Sichtbarkeit geben können – denn sie sind gute Beispiele und Vorbilder für andere. Sie verdienen es, nachgeahmt zu werden.“
Die Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind:
1. Preis: Projekt: Rheinkompanie – professionelle Schauspielausbildung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung – Schauspielschule DER KELLER
Mit dem Projekt „Rheinkompanie“ bietet die Schauspielschule DER KELLER in Köln seit September 2024 jungen Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, gemeinsam mit Menschen ohne Behinderungen eine professionelle Schauspielausbildung zu absolvieren. Die Ausbildung ist personenzentriert, inklusiv und ausgerichtet auf den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt von Theater, Film- und Fernsehen. Sie erfolgt vollumfänglich auf Augenhöhe, auch was die Förderung und Forderung der kreativen Leistung betrifft. Besonders ist ebenfalls die Kombination aus dem inklusiven Unterricht aller Schülerinnen und Schüler sowie die regelmäßige individuelle Förderung der Auszubildenden mit kognitiver Beeinträchtigung. Diese Art der Ausbildung und die regelmäßigen öffentlichen Auftritte stärken das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Schauspielschülerinnen und -schüler. Das innovative Angebot schließt eine Lücke: Es schafft erstmals einen professionellen Ausbildungsort, der jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigung den Zugang zu dem besonderen Berufsfeld Schauspieler ermöglicht. Damit wird auch ein wichtiger Schritt zur authentischen Repräsentation von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigungen in Film, Theater und Fernsehen geleistet und die Breite der Gesellschaft auch dort sichtbar gemacht. Das Projekt verbindet gesellschaftspolitische Relevanz mit praktischer Umsetzung, schafft sichtbare Vorbilder und öffnet Türen für eine Branche, die bislang kaum inklusiv agiert.
https://schauspielschule.koeln/rheinkompanie-inklusive-schauspielausbildung
2. Preis: Projekt: inKlub Startup Mentoring Programm – inKlub e. V.
Im „inKlub Startup Mentoring Programm“ werden junge, gründungsinteressierte Menschen mit Behinderungen dazu qualifiziert, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Das sechsmonatige Programm schafft erstmals für Menschen mit Behinderungen barrierefreie Rahmenbedingungen, die sie benötigen, um ihr unternehmerisches Potenzial zu entfalten. Das Bewerbungsverfahren ist ebenso barrierefrei wie die Kommunikation im Mentoring. Während des Programms wird individuell auf die Bedürfnisse der Einzelnen eingegangen. Zum Abschluss präsentieren die Teilnehmenden ihre Geschäftsideen bei einem Investoren-Tag im Livestream vor Publikum und einer Fachjury. Die Qualität des Angebots wird auch weiterhin nach dem Mentoring durch eine deutschlandweite inklusive Gründungs-Community gesichert. Das Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie junge Menschen mit Behinderungen nicht nur am Arbeitsmarkt teilhaben, sondern ihn aktiv verändern können. Dieses Mentoring Programm ist nachhaltig: Als Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen sich die Teilnehmenden einen eigenen, passgenauen Arbeitsplatz – und gestalten als inklusive Unternehmen den Weg zu einem inklusiven Arbeitsmarkt mit.
www.inklub.eu
3. Preis: Projekt: „Inklusion leben“ – Menschen mit Beeinträchtigungen als Kita Assistenz eva Kinderbetreuung GmbH
Das Projekt „Inklusion leben“ qualifiziert Menschen mit Behinderungen zur Kita-Assistenz. Das Angebot ist eine sechsmonatige, dual angelegte Qualifizierung. Es richtet sich insbesondere an junge Menschen mit Beeinträchtigungen, die aufgrund fehlender schulischer Abschlüsse keinen Zugang zu regulären Ausbildungswegen haben. Die Qualifizierung verbindet begleitenden Unterricht mit kontinuierlichen Praxiseinsätzen in Kindertageseinrichtungen. Zentrales Element ist die individuelle Begleitung der Teilnehmenden: Lernprozesse werden angepasst, klare Strukturen, feste Bezugspersonen und wiederkehrende Abläufe schaffen Sicherheit und fördern Selbstwirksamkeit. Am Ende der Qualifizierung steht eine praxisnahe Leistungsüberprüfung. Das Projekt hat das Ziel, die Teilnehmenden für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Kita-Assistenz im allgemeinen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Dabei eröffnet es Menschen mit Behinderungen erstmals den Zugang zu pädagogischen Arbeitsfeldern. Es bietet die Chance, selbstbestimmt zu arbeiten, eigene Entscheidungen zu treffen und eigenes Einkommen zu erzielen. Der Ansatz zeigt, dass nachhaltige berufliche Inklusion gelingt, wenn Theorie, Praxis in Kindertageseinrichtungen und individuelle Begleitung von Beginn an eng verzahnt sind. Das Konzept ist auf andere soziale und pädagogische Arbeitsfelder und weitere Regionen übertragbar.
https://eva-lino.de/inklusion-leben
Der Bundesteilhabepreis wird von dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt. Mit dem Preis wird auch die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention nach umfassender Teilhabe aufgegriffen. Initiiert wurde der Bundesteilhabepreis im Jahr 2019 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der InitiativeSozialraumInklusiv (ISI). Die Ausschreibung erfolgt durch die Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
Informationen zum Bundesteilhabepreis gibt’s auf www.bundesteilhabepreis.de





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