Berlin (kobinet)
Am 6. Juni 2026 wurde der Bundes-Teilhabe-Preis vergeben.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Der Bundes-Teilhabe-Preis ist eine Auszeichnung.
Er wird an Menschen oder Gruppen vergeben.
Diese Menschen helfen anderen Menschen mit Behinderungen.
Das war zum 7. Mal.
Kerstin Griese hat den Preis überreicht.
Sie ist Parlamentarische Staats-Sekretärin.
Das bedeutet: Sie hilft einer Ministerin bei der Arbeit.
Sie vertritt die Ministerin, wenn diese nicht da ist.
Sie hat die Preis-Trägerinnen und Preis-Träger geehrt.
Preis-Trägerinnen und Preis-Träger haben einen Preis gewonnen.
Bei einem Wett-Bewerb machen viele Menschen mit.
Alle wollen einen Preis gewinnen.
Das Thema des Wett-Bewerbs war:
Wie finden junge Menschen mit Behinderungen Arbeit?
Der Arbeits-Markt zeigt: Wer sucht Arbeit? Wer bietet Arbeit an?
Es wurden 119 Projekte eingereicht.
Ein Projekt ist eine Aufgabe mit einem bestimmten Ziel.
12 Fach-Leute haben die besten Projekte ausgewählt.
Die Fach-Leute haben selbst entschieden.
Niemand hat ihnen gesagt, wer gewinnen soll.
Der Preis hat insgesamt 17.500 Euro.
1. Preis: Rhein-Kompanie – Schau-Spiel-Ausbildung
Schau-Spiel-Schule DER KELLER aus Köln
Das Projekt heißt Rhein-Kompanie.
Junge Menschen mit Behinderungen lernen Schau-Spiel.
Sie lernen gemeinsam mit Menschen ohne Behinderungen.
Das nennt man Inklusion: Alle Menschen sind mit dabei.
Die Ausbildung begann im September 2024.
Das Ziel ist eine Stelle im Theater, Film oder Fernsehen.
Alle werden gleich behandelt.
Alle werden gleich gefördert.
Die Ausbildung stärkt das Selbst-Bewusstsein.
Selbst-Bewusstsein bedeutet: Du weißt, was du kannst.
Du glaubst an dich selbst.
Die Schülerinnen und Schüler treten regelmäßig auf.
Das gab es vorher noch nicht für Menschen mit Behinderungen.
Mehr Infos gibt es hier:
2. Preis: in-Klub – Programm für Gründerinnen und Gründer mit Behinderungen
in-Klub e. V.
e. V. bedeutet: eingetragener Verein.
Das ist eine Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel.
Der Verein ist beim Staat angemeldet.
Ein Start-up ist eine junge Firma mit einer neuen Idee.
Mentoring bedeutet: Eine erfahrene Person hilft dir.
Sie gibt Tipps und zeigt, wie etwas geht.
Junge Menschen mit Behinderungen lernen, eine Firma zu gründen.
Gründen bedeutet: Du baust eine neue Firma auf.
Das Programm dauert 6 Monate.
Alles ist barriere-frei gestaltet.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können mitmachen.
Am Ende stellen die Teil-Nehmenden ihre Ideen vor.
Teil-Nehmende sind Menschen, die bei etwas dabei sind.
Die Teil-Nehmenden zeigen ihre Ideen vor Geld-Gebern und Fach-Leuten.
Ein Geld-Geber gibt Geld für Projekte oder Menschen.
Danach können alle Gründerinnen und Gründer gemeinsam weitermachen.
Mit und ohne Behinderung.
Mehr Infos gibt es hier:
3. Preis: Inklusion leben – Menschen mit Beeinträchtigungen als Kita-Assistenz
eva Kinder-Betreuung GmbH
Das Projekt bildet Menschen mit Behinderungen aus.
Sie werden Kita-Assistenz.
Eine Kita-Assistenz hilft in einer Kinder-Tages-Einrichtung.
Das ist ein Haus, in dem kleine Kinder betreut werden.
Die Kinder spielen und lernen dort.
Die Ausbildung dauert 6 Monate.
Die Menschen lernen in der Schule und in der Praxis.
Jede Person wird einzeln begleitet.
Am Ende gibt es eine Prüfung.
Danach haben die Menschen eine richtige Stelle.
Der Staat schützt sie bei Krankheit oder Arbeits-Losigkeit.
Das nennt man Sozial-Versicherung.
Der Arbeit-Geber zahlt dafür jeden Monat Geld.
Mehr Infos gibt es hier:
Mehr Informationen zum Bundes-Teilhabe-Preis gibt es hier:
Foto: BMAS
Berlin (kobinet) Zum siebten Mal wurde am 6. Juni 2026 der Bundesteilhabepreis verliehen. Im Rahmen der jährlichen Inklusionstage überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese, in Vertretung für die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, den drei Preisträgerinnen und Preisträgern eine Urkunde. Der Wettbewerb zum Thema "BERUFSEINSTIEG INKLUSIV – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen" zeichnet bundesweit herausragende Projekte aus und ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert.
Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales betonte: „Ob jemand am Arbeitsmarkt teilhaben kann oder nicht – das entscheidet sich oft schon in jungen Jahren, beim Übergang von der Schule in den Beruf. Dieser Übergang ist gerade für junge Menschen mit Beeinträchtigungen besonders herausfordernd. Im Rahmen des diesjährigen Bundesteilhabepreises wurden viele tolle Projekte eingereicht und prämiert, die zeigen, wie der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingen kann. Ich wünsche mir, dass diese Projekte viele andere Akteure am Arbeitsmarkt dazu motivieren, jungen Menschen mit Beeinträchtigung den Weg in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.“
Der Bundesteilhabepreis prämiert jedes Jahr Projekte, die das Potenzial eines inklusiven, barrierefreien Sozialraums zeigen und als Vorbild dienen können. Insgesamt wurden 119 Beiträge für den Bundesteilhabepreis 2026 eingereicht. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus 12 Expertinnen und Experten der Verbände von Menschen mit Behinderungen sowie aus den Kommunen und den Ländern, hat die Preisträger weisungsfrei und anonymisiert ausgewählt. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat wie in den Vorjahren das Wettbewerbsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales umgesetzt.
Dr. Volker Sieger, Leiter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit erklärte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind ganz besondere Projekte. Sie zeigen innovative und kreative Lösungen, junge Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzubinden. Hierbei war die Partizipation der jungen Menschen eine Selbstverständlichkeit. Wir sind stolz, dass wir diesen Projekten mehr Sichtbarkeit geben können – denn sie sind gute Beispiele und Vorbilder für andere. Sie verdienen es, nachgeahmt zu werden.“
Die Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind:
1. Preis: Projekt: Rheinkompanie – professionelle Schauspielausbildung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung – Schauspielschule DER KELLER
Mit dem Projekt „Rheinkompanie“ bietet die Schauspielschule DER KELLER in Köln seit September 2024 jungen Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, gemeinsam mit Menschen ohne Behinderungen eine professionelle Schauspielausbildung zu absolvieren. Die Ausbildung ist personenzentriert, inklusiv und ausgerichtet auf den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt von Theater, Film- und Fernsehen. Sie erfolgt vollumfänglich auf Augenhöhe, auch was die Förderung und Forderung der kreativen Leistung betrifft. Besonders ist ebenfalls die Kombination aus dem inklusiven Unterricht aller Schülerinnen und Schüler sowie die regelmäßige individuelle Förderung der Auszubildenden mit kognitiver Beeinträchtigung. Diese Art der Ausbildung und die regelmäßigen öffentlichen Auftritte stärken das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Schauspielschülerinnen und -schüler. Das innovative Angebot schließt eine Lücke: Es schafft erstmals einen professionellen Ausbildungsort, der jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigung den Zugang zu dem besonderen Berufsfeld Schauspieler ermöglicht. Damit wird auch ein wichtiger Schritt zur authentischen Repräsentation von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigungen in Film, Theater und Fernsehen geleistet und die Breite der Gesellschaft auch dort sichtbar gemacht. Das Projekt verbindet gesellschaftspolitische Relevanz mit praktischer Umsetzung, schafft sichtbare Vorbilder und öffnet Türen für eine Branche, die bislang kaum inklusiv agiert.
https://schauspielschule.koeln/rheinkompanie-inklusive-schauspielausbildung
2. Preis: Projekt: inKlub Startup Mentoring Programm – inKlub e. V.
Im „inKlub Startup Mentoring Programm“ werden junge, gründungsinteressierte Menschen mit Behinderungen dazu qualifiziert, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Das sechsmonatige Programm schafft erstmals für Menschen mit Behinderungen barrierefreie Rahmenbedingungen, die sie benötigen, um ihr unternehmerisches Potenzial zu entfalten. Das Bewerbungsverfahren ist ebenso barrierefrei wie die Kommunikation im Mentoring. Während des Programms wird individuell auf die Bedürfnisse der Einzelnen eingegangen. Zum Abschluss präsentieren die Teilnehmenden ihre Geschäftsideen bei einem Investoren-Tag im Livestream vor Publikum und einer Fachjury. Die Qualität des Angebots wird auch weiterhin nach dem Mentoring durch eine deutschlandweite inklusive Gründungs-Community gesichert. Das Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie junge Menschen mit Behinderungen nicht nur am Arbeitsmarkt teilhaben, sondern ihn aktiv verändern können. Dieses Mentoring Programm ist nachhaltig: Als Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen sich die Teilnehmenden einen eigenen, passgenauen Arbeitsplatz – und gestalten als inklusive Unternehmen den Weg zu einem inklusiven Arbeitsmarkt mit.
www.inklub.eu
3. Preis: Projekt: „Inklusion leben“ – Menschen mit Beeinträchtigungen als Kita Assistenz eva Kinderbetreuung GmbH
Das Projekt „Inklusion leben“ qualifiziert Menschen mit Behinderungen zur Kita-Assistenz. Das Angebot ist eine sechsmonatige, dual angelegte Qualifizierung. Es richtet sich insbesondere an junge Menschen mit Beeinträchtigungen, die aufgrund fehlender schulischer Abschlüsse keinen Zugang zu regulären Ausbildungswegen haben. Die Qualifizierung verbindet begleitenden Unterricht mit kontinuierlichen Praxiseinsätzen in Kindertageseinrichtungen. Zentrales Element ist die individuelle Begleitung der Teilnehmenden: Lernprozesse werden angepasst, klare Strukturen, feste Bezugspersonen und wiederkehrende Abläufe schaffen Sicherheit und fördern Selbstwirksamkeit. Am Ende der Qualifizierung steht eine praxisnahe Leistungsüberprüfung. Das Projekt hat das Ziel, die Teilnehmenden für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Kita-Assistenz im allgemeinen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Dabei eröffnet es Menschen mit Behinderungen erstmals den Zugang zu pädagogischen Arbeitsfeldern. Es bietet die Chance, selbstbestimmt zu arbeiten, eigene Entscheidungen zu treffen und eigenes Einkommen zu erzielen. Der Ansatz zeigt, dass nachhaltige berufliche Inklusion gelingt, wenn Theorie, Praxis in Kindertageseinrichtungen und individuelle Begleitung von Beginn an eng verzahnt sind. Das Konzept ist auf andere soziale und pädagogische Arbeitsfelder und weitere Regionen übertragbar.
https://eva-lino.de/inklusion-leben
Der Bundesteilhabepreis wird von dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt. Mit dem Preis wird auch die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention nach umfassender Teilhabe aufgegriffen. Initiiert wurde der Bundesteilhabepreis im Jahr 2019 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der InitiativeSozialraumInklusiv (ISI). Die Ausschreibung erfolgt durch die Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
Informationen zum Bundesteilhabepreis gibt’s auf www.bundesteilhabepreis.de
Foto: BMAS
Berlin (kobinet) Zum siebten Mal wurde am 6. Juni 2026 der Bundesteilhabepreis verliehen. Im Rahmen der jährlichen Inklusionstage überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese, in Vertretung für die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, den drei Preisträgerinnen und Preisträgern eine Urkunde. Der Wettbewerb zum Thema "BERUFSEINSTIEG INKLUSIV – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen" zeichnet bundesweit herausragende Projekte aus und ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert.
Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales betonte: „Ob jemand am Arbeitsmarkt teilhaben kann oder nicht – das entscheidet sich oft schon in jungen Jahren, beim Übergang von der Schule in den Beruf. Dieser Übergang ist gerade für junge Menschen mit Beeinträchtigungen besonders herausfordernd. Im Rahmen des diesjährigen Bundesteilhabepreises wurden viele tolle Projekte eingereicht und prämiert, die zeigen, wie der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingen kann. Ich wünsche mir, dass diese Projekte viele andere Akteure am Arbeitsmarkt dazu motivieren, jungen Menschen mit Beeinträchtigung den Weg in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.“
Der Bundesteilhabepreis prämiert jedes Jahr Projekte, die das Potenzial eines inklusiven, barrierefreien Sozialraums zeigen und als Vorbild dienen können. Insgesamt wurden 119 Beiträge für den Bundesteilhabepreis 2026 eingereicht. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus 12 Expertinnen und Experten der Verbände von Menschen mit Behinderungen sowie aus den Kommunen und den Ländern, hat die Preisträger weisungsfrei und anonymisiert ausgewählt. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat wie in den Vorjahren das Wettbewerbsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales umgesetzt.
Dr. Volker Sieger, Leiter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit erklärte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind ganz besondere Projekte. Sie zeigen innovative und kreative Lösungen, junge Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzubinden. Hierbei war die Partizipation der jungen Menschen eine Selbstverständlichkeit. Wir sind stolz, dass wir diesen Projekten mehr Sichtbarkeit geben können – denn sie sind gute Beispiele und Vorbilder für andere. Sie verdienen es, nachgeahmt zu werden.“
Die Preisträger des Bundesteilhabepreises 2026 sind:
1. Preis: Projekt: Rheinkompanie – professionelle Schauspielausbildung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung – Schauspielschule DER KELLER
Mit dem Projekt „Rheinkompanie“ bietet die Schauspielschule DER KELLER in Köln seit September 2024 jungen Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, gemeinsam mit Menschen ohne Behinderungen eine professionelle Schauspielausbildung zu absolvieren. Die Ausbildung ist personenzentriert, inklusiv und ausgerichtet auf den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt von Theater, Film- und Fernsehen. Sie erfolgt vollumfänglich auf Augenhöhe, auch was die Förderung und Forderung der kreativen Leistung betrifft. Besonders ist ebenfalls die Kombination aus dem inklusiven Unterricht aller Schülerinnen und Schüler sowie die regelmäßige individuelle Förderung der Auszubildenden mit kognitiver Beeinträchtigung. Diese Art der Ausbildung und die regelmäßigen öffentlichen Auftritte stärken das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Schauspielschülerinnen und -schüler. Das innovative Angebot schließt eine Lücke: Es schafft erstmals einen professionellen Ausbildungsort, der jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigung den Zugang zu dem besonderen Berufsfeld Schauspieler ermöglicht. Damit wird auch ein wichtiger Schritt zur authentischen Repräsentation von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigungen in Film, Theater und Fernsehen geleistet und die Breite der Gesellschaft auch dort sichtbar gemacht. Das Projekt verbindet gesellschaftspolitische Relevanz mit praktischer Umsetzung, schafft sichtbare Vorbilder und öffnet Türen für eine Branche, die bislang kaum inklusiv agiert.
https://schauspielschule.koeln/rheinkompanie-inklusive-schauspielausbildung
2. Preis: Projekt: inKlub Startup Mentoring Programm – inKlub e. V.
Im „inKlub Startup Mentoring Programm“ werden junge, gründungsinteressierte Menschen mit Behinderungen dazu qualifiziert, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Das sechsmonatige Programm schafft erstmals für Menschen mit Behinderungen barrierefreie Rahmenbedingungen, die sie benötigen, um ihr unternehmerisches Potenzial zu entfalten. Das Bewerbungsverfahren ist ebenso barrierefrei wie die Kommunikation im Mentoring. Während des Programms wird individuell auf die Bedürfnisse der Einzelnen eingegangen. Zum Abschluss präsentieren die Teilnehmenden ihre Geschäftsideen bei einem Investoren-Tag im Livestream vor Publikum und einer Fachjury. Die Qualität des Angebots wird auch weiterhin nach dem Mentoring durch eine deutschlandweite inklusive Gründungs-Community gesichert. Das Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie junge Menschen mit Behinderungen nicht nur am Arbeitsmarkt teilhaben, sondern ihn aktiv verändern können. Dieses Mentoring Programm ist nachhaltig: Als Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen sich die Teilnehmenden einen eigenen, passgenauen Arbeitsplatz – und gestalten als inklusive Unternehmen den Weg zu einem inklusiven Arbeitsmarkt mit.
www.inklub.eu
3. Preis: Projekt: „Inklusion leben“ – Menschen mit Beeinträchtigungen als Kita Assistenz eva Kinderbetreuung GmbH
Das Projekt „Inklusion leben“ qualifiziert Menschen mit Behinderungen zur Kita-Assistenz. Das Angebot ist eine sechsmonatige, dual angelegte Qualifizierung. Es richtet sich insbesondere an junge Menschen mit Beeinträchtigungen, die aufgrund fehlender schulischer Abschlüsse keinen Zugang zu regulären Ausbildungswegen haben. Die Qualifizierung verbindet begleitenden Unterricht mit kontinuierlichen Praxiseinsätzen in Kindertageseinrichtungen. Zentrales Element ist die individuelle Begleitung der Teilnehmenden: Lernprozesse werden angepasst, klare Strukturen, feste Bezugspersonen und wiederkehrende Abläufe schaffen Sicherheit und fördern Selbstwirksamkeit. Am Ende der Qualifizierung steht eine praxisnahe Leistungsüberprüfung. Das Projekt hat das Ziel, die Teilnehmenden für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Kita-Assistenz im allgemeinen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Dabei eröffnet es Menschen mit Behinderungen erstmals den Zugang zu pädagogischen Arbeitsfeldern. Es bietet die Chance, selbstbestimmt zu arbeiten, eigene Entscheidungen zu treffen und eigenes Einkommen zu erzielen. Der Ansatz zeigt, dass nachhaltige berufliche Inklusion gelingt, wenn Theorie, Praxis in Kindertageseinrichtungen und individuelle Begleitung von Beginn an eng verzahnt sind. Das Konzept ist auf andere soziale und pädagogische Arbeitsfelder und weitere Regionen übertragbar.
https://eva-lino.de/inklusion-leben
Der Bundesteilhabepreis wird von dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt. Mit dem Preis wird auch die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention nach umfassender Teilhabe aufgegriffen. Initiiert wurde der Bundesteilhabepreis im Jahr 2019 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der InitiativeSozialraumInklusiv (ISI). Die Ausschreibung erfolgt durch die Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
Informationen zum Bundesteilhabepreis gibt’s auf www.bundesteilhabepreis.de




