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Gemeinsames Lernen statt Ausgrenzung

3 Kinder mit Rollstuhl und Laufräder auf dem Bolzplatz
Kinder auf Spielplatz
Foto: ISL

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband SoVD (NRW) Deutschland fordert die NRW-Landesregierung dazu auf, das Recht auf schulische Inklusion, also gemeinsames Lernen ohne Ausgrenzung, endlich ernst zu nehmen. Anlass sind neueste Zahlen der Studie "Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit". Dieser vom Deutschen Institut für Menschenrechte in Auftrag gegebenen Studie zufolge lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ab. 69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Bundesweit wurden rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen befragt.

Die Ergebnisse der Elternbefragung sind ein klarer Handlungsauftrag an die Politik, betont Franz Schrewe, Landesvorsitzender des SoVD NRW und stellt in dem Zusammenhang fest: „Wenn sich unsere Landesregierung wirklich zur seit 2009 geltenden UN-Behindertenrechtskonvention bekennt und sie ernst nimmt, dann muss sie folglich auch den Willen dazu aufbauen, ein gutes, inklusives Schulsystem zu schaffen. Stattdessen aber werden in NRW hohe Millionen-Beträge in neue Förderschulen investiert – ein Irrsinn“. Die Landesregierung dürfe nach Einschätzung dieses Sozialverbandes den klar belegbaren Wunsch so vieler Eltern nach gemeinsamer Beschulung ihrer Kinder nicht länger ignorieren. Dass schulische Inklusion gelingen kann, darauf verweist der SoVD in Nordrhein-Westfalen, zeigten die erfolgreichen Beispiele in anderen Ländern, vor allem, aber nicht nur in Skandinavien.

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