Nürnberg (kobinet)
Im Juni 2026 waren viele schwer-behinderte Menschen ohne Arbeit.
Eine Schwer-Behinderung ist eine starke Behinderung.
Ein Amt prüft das und stellt einen Ausweis aus.
Genau waren es 190.098 Menschen.
Das sind über 6.000 mehr als im Juni 2025.
Damals waren 184.013 schwer-behinderte Menschen ohne Arbeit.
Vor der Corona-Pandemie war die Lage besser.
Corona ist eine Krankheit.
Sie hat sehr viele Menschen krank gemacht.
Die Krankheit gab es auf der ganzen Welt.
Im Juni 2019 waren nur 153.876 schwer-behinderte Menschen ohne Arbeit.
Das sind über 35.000 weniger als heute.
Über 300.000 behinderte Menschen arbeiten in Werk-stätten.
Werk-stätten sind besondere Orte zum Arbeiten.
Dort arbeiten Menschen mit Behinderung.
Sie bekommen dort Hilfe.
Dort bekommen sie sehr wenig Geld.
Es ist viel weniger als der Mindest-lohn.
Der Mindest-lohn ist die kleinste erlaubte Bezahlung für Arbeit.
Der Staat legt diesen Betrag fest.
Diese Menschen haben kaum eine Chance auf einen normalen Arbeits-platz.
Normaler Arbeits-platz bedeutet: Arbeit bei einer ganz normalen Firma.
Diese Menschen bleiben oft viele Jahre in den Werk-stätten.
Die Lage für behinderte Menschen ist sehr schlecht.
Verbände kritisieren die Bundes-regierung.
Verbände sind Gruppen von Organisationen.
Sie sprechen für bestimmte Menschen.
Hier sprechen sie für behinderte Menschen.
Die Bundes-regierung macht zu wenig gegen diese Probleme.
Es gibt keine wichtigen Förder-programme.
Förder-programme sind Pläne vom Staat.
Der Staat gibt dabei Geld, um Menschen zu helfen.
Früher gab es solche Hilfen.
Zum Beispiel in den 1990er Jahren.
Der Staat hat damals Arbeits-plätze bezahlt.
Das nennt man Arbeits-beschaffungs-maßnahmen.
Auch das Werk-stätten-System hat sich nicht verbessert.
Die Bundes-regierung hat wenig für Inklusion getan.
Inklusion bedeutet: Behinderte Menschen arbeiten in normalen Firmen.
Sie arbeiten dort zusammen mit nicht-behinderten Menschen.
Inklusion auf dem normalen Arbeits-markt gibt es kaum.

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Auch im Juni 2026 lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten in Deutschland über 190.000. Aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass im Juni 2026 190.098 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Ein Blick zurück zeigt, dass dies über 6.000 mehr sind als im Juni 2025 als noch 184.013 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt ein Blick auf die Zeit vor der Corona-Pandemie, denn im Juni 2019 waren mit 153.876 schwerbehinderten Arbeitslosen über 35.000 weniger gemeldet. Die über 300.000 Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen hinzugenommen, die weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt dort für viele Jahre arbeiten, gestaltet sich die Situation für den Personenkreis behinderter Menschen äusserst düster.
Von Behindertenverbänden wird zunehmend die Untätigkeit der Bundesregierung im Hinblick auf diese Zahlen kritisiert. Weder gibt es nennenswerte Förderprogramm, wie beispielsweise in den 90er Jahren mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, noch wurde bisher die dringend nötige Reform des Werkstättensystems mit der Stärkung der Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ernsthaft in Angriff genommen.

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Auch im Juni 2026 lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten in Deutschland über 190.000. Aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass im Juni 2026 190.098 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Ein Blick zurück zeigt, dass dies über 6.000 mehr sind als im Juni 2025 als noch 184.013 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt ein Blick auf die Zeit vor der Corona-Pandemie, denn im Juni 2019 waren mit 153.876 schwerbehinderten Arbeitslosen über 35.000 weniger gemeldet. Die über 300.000 Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen hinzugenommen, die weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt dort für viele Jahre arbeiten, gestaltet sich die Situation für den Personenkreis behinderter Menschen äusserst düster.
Von Behindertenverbänden wird zunehmend die Untätigkeit der Bundesregierung im Hinblick auf diese Zahlen kritisiert. Weder gibt es nennenswerte Förderprogramm, wie beispielsweise in den 90er Jahren mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, noch wurde bisher die dringend nötige Reform des Werkstättensystems mit der Stärkung der Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ernsthaft in Angriff genommen.





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