Berlin (kobinet)
Heute tagt der Koalitions-Ausschuss.
Das ist ein Treffen der Bundes-Regierung.
Die wichtigsten Personen der Regierung sind dabei.
Sie besprechen wichtige Entscheidungen.
Entscheidung bedeutet: Du wählst eine Möglichkeit aus.
Du sagst: Das will ich tun.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk hat eine Bitte.
Die Bitte geht an die Bundes-Regierung.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk setzt sich für Kinder-Rechte ein.
Kinder-Rechte sind Regeln zum Schutz von Kindern.
Kinder dürfen sicher und gesund aufwachsen.
Kinder dürfen mitreden.
Die Bitte lautet: Investiert mehr in Kinder und Jugendliche.
Investieren bedeutet: Ihr gebt jetzt Geld aus.
Dafür wird es später besser.
Kinder und Jugendliche brauchen gleiche Chancen im Leben.
Sie brauchen Schutz, wenn etwas Schlimmes passiert.
Sie brauchen eine sichere und gesunde Umgebung.
Dafür braucht es eine gemeinsame Kinder-Politik.
Bund, Länder und Kommunen müssen zusammenarbeiten.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Das sind Orte, wo Menschen zusammen wohnen.
Sie haben eigene Regeln für das Zusammen-Leben.
Alle in Deutschland müssen Kinder-Rechte einhalten.
Diese Rechte stehen in der UN-Kinder-Rechts-Konvention.
Die UN-Kinder-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder der Welt haben diesen Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Kinder müssen überall geschützt werden.
Den Vertrag gibt es seit mehr als 30 Jahren.
Kai Hanke leitet das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk.
Er sagt: Kinder und Jugendliche werden vernachlässigt.
Vernachlässigt bedeutet: Ihre Bedürfnisse werden nicht ernst genommen.
Bedürfnisse sind Dinge, die eine Person braucht.
Das können zum Beispiel Ruhe, Hilfe oder Unterstützung sein.
Stattdessen spart der Staat bei Kindern und Jugendlichen.
Das ist falsch.
Kinder sollen mitentscheiden.
Das nennt man: Politik mit Kindern.
Wir brauchen eine Politik für Kinder und mit Kindern.
Kai Hanke fordert 3 wichtige Dinge.
Erstens: Kinder-Rechte sollen ins Grund-Gesetz.
Das Grund-Gesetz enthält die wichtigsten Regeln für Deutschland.
Alle Menschen in Deutschland müssen sich daran halten.
Zweitens: Es soll mehr Kinder- und Jugend-Beauftragte geben.
Ein Beauftragter ist eine Person mit einer besonderen Aufgabe.
Diese Person kümmert sich um ein bestimmtes Thema.
Die Beauftragten sprechen für Kinder.
Sie sorgen dafür, dass Kinder bekommen, was sie brauchen.
Drittens: Alle neuen Gesetze sollen geprüft werden.
Die Prüfung zeigt: Ist das Gesetz gut für Kinder?
In Deutschland gibt es einen demografischen Wandel.
Demografischer Wandel bedeutet: Die Bevölkerung verändert sich.
Früher gab es viele Kinder in Deutschland.
Heute gibt es immer weniger junge Menschen.
Und immer mehr alte Menschen.
Deshalb müssen wir jetzt in die Zukunft investieren.
Wir brauchen Geld für Bildung und Klima-Schutz.
Wir brauchen Geld gegen Kinder-Armut.
Kinder-Armut bedeutet: Manche Kinder haben nicht genug Geld.
Sie haben nicht genug zu essen oder keine warmen Kleider.
Sonst wird die Zukunft für alle schlechter.
Studien zeigen: Früh-kindliche Bildung ist sehr wertvoll.
Früh-kindliche Bildung bedeutet: Bildung für sehr kleine Kinder.
Kleine Kinder lernen schon früh viele Dinge.
Das passiert zum Beispiel in der Kita.
Frühes Investieren lohnt sich.
Jeder Euro bringt später viel mehr zurück.
Der Staat kann dafür Steuern erhöhen.
Gemeint sind Steuern auf sehr hohe Einkommen.
Das Wohl der Kinder muss an erster Stelle stehen.
Das gilt bei der Haushalts-Planung.
Haushalts-Planung bedeutet: Der Staat teilt sein Geld ein.
Er entscheidet: Wofür wird wie viel Geld ausgegeben?
Es gibt Pläne, bei der Kinder- und Jugend-Hilfe zu kürzen.
Kürzen bedeutet: Es gibt weniger Geld oder weniger Hilfe als vorher.
Die Kinder- und Jugend-Hilfe hilft Familien in schwierigen Situationen.
Sie schützt Kinder und Jugendliche.
Sie gibt jungen Menschen Chancen für ein selbst-bestimmtes Leben.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk ist gegen diese Pläne.
Kinder- und Jugend-Hilfe darf nicht gekürzt werden.
Dann fallen viele wichtige Angebote weg.
Hilfe, bevor Probleme entstehen, gibt es dann weniger.
Das kostet später noch mehr Geld.

Foto: Irina Tsicher
Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heute am 1. Juli 2026 tagenden Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.
„Das Deutsche Kinderhilfswerk nimmt insbesondere angesichts aktueller Problemlagen und des allgemeinen Spardrucks mit größter Sorge eine systematische Vernachlässigung der Belange junger Menschen in Deutschland wahr. Statt zukunftssichernde Investitionen in die Entwicklungschancen junger Menschen zu tätigen, malen wir Zukunftsbilder nur noch mit dem Rotstift: Einerseits werden die Anliegen von Kindern und Jugendlichen oftmals schlichtweg ignoriert, andererseits werden ihre Interessen, selbst wenn sie wahrgenommen werden, finanzierungstechnisch nur nachrangig berücksichtigt. Stattdessen braucht es eine generationengerechte Politik für Kinder und mit Kindern. Hierzu zählen etwa die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz, mehr Kinder- und Jugendbeauftragte in Bund, Ländern und Kommunen sowie eine Prüfung aller neuen gesetzlichen Maßnahmen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit“, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Gerade angesichts des demografischen Wandels müssen wir Mittel für die öffentliche Infrastruktur, für Bildung, für Klima und Umweltschutz oder die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland aufbringen – andernfalls sparen wir uns die Zukunft kaputt. So zeigen beispielsweise Studien, dass jeder investierte Euro in frühkindliche Bildung mehrfachen langfristigen Nutzen erzielt und Folgekosten im Bildungs- und Sozialbereich reduziert. Finanziert werden könnten entsprechende Ausgaben beispielsweise durch eine zusätzliche Besteuerung sehr hoher Einkommen. Bei der Frage der Aufnahme neuer Schulden mit Blick auf die Erfordernisse zusätzlicher Staatsausgaben für eine gute Zukunft der Kinder und Jugendlichen sollte eine Haushaltsaufstellung unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohlvorrangs die Regel werden“, so Hanke weiter.
„Statt wahlloser Kürzungsvorschläge, wie sie spätestens seit der Diskussion über das Arbeitspapier ,Effizienter Ressourceneinsatz‘ von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im Umlauf sind, braucht es eine finanzielle Absicherung der Kinder- und Jugendhilfe. Diese leistet ebenso wie beispielsweise die Eingliederungshilfe einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung von gleichen Bildungschancen, zum Abbau von Benachteiligungen, zu sozialer Teilhabe und individueller Entwicklung. Sie unterstützt Familien in belastenden Lebenssituationen, schützt Kinder und Jugendliche und schafft gerade angesichts zunehmender Krisen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Kürzungen in diesem Bereich würden nicht nur bestehende Angebote einschränken und gefährden, sondern auch präventive Maßnahmen schwächen, die langfristig soziale und finanzielle Folgekosten verhindern“, sagt Kai Hanke.

Foto: Irina Tsicher
Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heute am 1. Juli 2026 tagenden Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.
„Das Deutsche Kinderhilfswerk nimmt insbesondere angesichts aktueller Problemlagen und des allgemeinen Spardrucks mit größter Sorge eine systematische Vernachlässigung der Belange junger Menschen in Deutschland wahr. Statt zukunftssichernde Investitionen in die Entwicklungschancen junger Menschen zu tätigen, malen wir Zukunftsbilder nur noch mit dem Rotstift: Einerseits werden die Anliegen von Kindern und Jugendlichen oftmals schlichtweg ignoriert, andererseits werden ihre Interessen, selbst wenn sie wahrgenommen werden, finanzierungstechnisch nur nachrangig berücksichtigt. Stattdessen braucht es eine generationengerechte Politik für Kinder und mit Kindern. Hierzu zählen etwa die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz, mehr Kinder- und Jugendbeauftragte in Bund, Ländern und Kommunen sowie eine Prüfung aller neuen gesetzlichen Maßnahmen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit“, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Gerade angesichts des demografischen Wandels müssen wir Mittel für die öffentliche Infrastruktur, für Bildung, für Klima und Umweltschutz oder die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland aufbringen – andernfalls sparen wir uns die Zukunft kaputt. So zeigen beispielsweise Studien, dass jeder investierte Euro in frühkindliche Bildung mehrfachen langfristigen Nutzen erzielt und Folgekosten im Bildungs- und Sozialbereich reduziert. Finanziert werden könnten entsprechende Ausgaben beispielsweise durch eine zusätzliche Besteuerung sehr hoher Einkommen. Bei der Frage der Aufnahme neuer Schulden mit Blick auf die Erfordernisse zusätzlicher Staatsausgaben für eine gute Zukunft der Kinder und Jugendlichen sollte eine Haushaltsaufstellung unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohlvorrangs die Regel werden“, so Hanke weiter.
„Statt wahlloser Kürzungsvorschläge, wie sie spätestens seit der Diskussion über das Arbeitspapier ,Effizienter Ressourceneinsatz‘ von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im Umlauf sind, braucht es eine finanzielle Absicherung der Kinder- und Jugendhilfe. Diese leistet ebenso wie beispielsweise die Eingliederungshilfe einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung von gleichen Bildungschancen, zum Abbau von Benachteiligungen, zu sozialer Teilhabe und individueller Entwicklung. Sie unterstützt Familien in belastenden Lebenssituationen, schützt Kinder und Jugendliche und schafft gerade angesichts zunehmender Krisen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Kürzungen in diesem Bereich würden nicht nur bestehende Angebote einschränken und gefährden, sondern auch präventive Maßnahmen schwächen, die langfristig soziale und finanzielle Folgekosten verhindern“, sagt Kai Hanke.





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