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Junge Menschen mit Behinderung haben eigenen Selbstvertretungsverein auf Bundesebene gegründet

Bild von der Gründung des Verein jumemb
Bild von der Gründung des Verein jumemb
Foto: jumemb

Uder (kobinet) Seit drei Jahren treffen sich junge Menschen mit verschiedenen Behinderungen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren bundesweit, um sich in politische Diskussionen zur Umsetzung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland einzubringen. Sie haben in Gremien verschiedener Bundesministerien über notwendige Gesetzesänderungen diskutiert, bei Tagungen von verschiedenen Fachverbänden der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe Vorträge gehalten, Workshops moderiert, Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht und sich immer wieder auch mit anderen Selbstvertreter*innen wie den Careleavern und dem Kindernetzwerk ausgetauscht. Vom 13. -15. März 2026 fand bereits das 7. jumemb-Treffen in der Bildungsstätte Eichsfeld in Uder statt. 16 junge Menschen mit Behinderung haben ihre Erfahrungen aus der Selbstvertretung auf Bundesebene ausgetauscht, Erfolge gefeiert und neue Ziele gesteckt. Und vor allem haben sie nun ihren eigenen Verein gegründet. Jumemb ist also eine Abkürzung für die Selbstvertretung behinderter Menschen, die man sich merken kann.

Jürgen Dusel fordert mehr Barrierefreiheit in Deutschland

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel,  hat in einer Sendung von NDR Info mehr Barrierefreiheit in Deutschland gefordert. „Die Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen müssten sich noch deutlich verbessern, sagte Jürgen Dusel am letzten Tag der Winter-Paralympics auf NDR Info“, wie es in der Ankündigung des 5minütigen Interviews auf NDR Info heißt.

Antiableistisches Netzwerk veranstaltet regelmäßige Peer-Supportcalls

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Aachen (kobinet) „Die online stattfindenden Peer-Support-Calls bieten einen Raum von und für Menschen mit Behinderung, um ableistische Erfahrungen zu teilen, offen, ehrlich und auf Augenhöhe“, heißt es in der Ankündigung des Antiableistisches Netzwerk. Beispiele von ableistischen Erfahrungen, die in dem Informationstext zu den Peer-Support-Calls genannt werden, sind: „Man redet nicht mit Ihnen, sondern in Ihrem Beisein über Sie, Sie werden ungewollt irgendwo hingeschoben und die ‚Helfenden‘ sind verwundert, warum sie keinen Dank für Ihre Hilfe erfahren, oder aufgrund Ihrer Behinderung werden Sie bewundert, statt ernst genommen.“ Die Supportcalls finden jeden 1. Sonntag sowie jeden dritten Mittwoch, jeweils um 19:00 Uhr statt und dauern ca. 90 Minuten. Der nächste Supportcalls ist somit am 18. März 2026.

Momentaufnahme 427

Die Biene fliegt zu der gelben aufgeblühten Baumknospe
Biene
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige vollenden sie.

Kommunalwahlen in Hessen haben begonnen

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Kassel (kobinet) Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und den Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 steht heute am 15. März 2026 die nächste Wahl an. Dieses Mal können die Wähler*innen in Hessen zu den Urnen schreiten oder rollen. Bei der Abstimmung geht es um die Mandate in 21 Kreistagen sowie in den kommunalen Parlamenten von 421 Städten und Gemeinden. Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet. Zur Wahl sind auch einige behindertenpolitisch engagierte Menschen angetreten, die auf ein gutes Ergebnis hoffen.

Bezirk Oberbayern schreibt zum siebten Mal den Inklusionspreis aus

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Foto: Susanne Göbel

München (kobinet) Mit dem Inklusionspreis des Bezirks Oberbayern werden in diesem Jahr Projekte ausgezeichnet, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den unterschiedlichsten Lebensphasen stärken. Gesucht werden innovative Ansätze der Inklusion, zum Beispiel in den Bereichen Soziales, Gesundheit, außerschulische Bildung, Sport und Kultur, Umwelt oder Digitalisierung. Alle in Oberbayern ansässige Projekte, Initiativen, Träger Verbände und auch Einzelpersonen, die die Ziele des Inklusionspreises verfolgen, können eigene oder andere Projekte einreichen.

Para Biathlon mit Bronzemedaillen und Aufregung

Skifahrer mit einem Bein auf der Abfahrtstrecke an einem Tor unterwegs
Christoph Glötzner im Rennen
Foto: Mika Volkmann / DBS

FRECHEN (kobinet) Zum Abschluss der Biathlon-Wettkämpfe in Tesero (Val di Fiemme) gat die deutsche Para Ski nordisch-Nationalmannschaft drei Bronzemedaillen gefeiert. Leonie Walter und ihr Guide Christian Krasman bekamen ihre Medaille nach technischen Problemen mit den Schießstand-Kopfhörern am grünen Tisch. Die anderen beiden gehen an Anja Wicker und Marco Maier. Lennart Volkert und sein Guide Nils Kolb werden gute Vierte. An Aufregung hatte es dem Team Deutschland Paralympics auch nicht gemangelt. Am Freitag kam das nächste Kapitel in der unendlichen Geschichte hinzu. Im Finale der Sprint-Verfolgung der Frauen mit Sehbehinderung kam Leonie Walter (SC St. Peter), die Dritte der Qualifikation hinter den beiden Tschechinnen Carina Edlingerova und Simona Bubenickova, an den Schießstand – und traf auf einen defekten Kopfhörer. 51 Sekunden verlor sie, bevor sie an den nächsten Schießstand geführt wurde und alle Scheiben traf. Der Zeitverlust wurde ihr später gutgeschrieben und das brachte die sie auf den dritten Rang hinter Edlingerova und Yue Wang aus China.

Hessischer Landespreis für Inklusion im Arbeitsleben

Flagge von Hessen
Flagge von Hessen
Foto: public domain

Wiesbaden (kobinet) Das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales schreibt erneut den Landespreis für Inklusion im Arbeitsleben aus. „Der Aufruf richtet sich an hessische Arbeitgeber, die sich in besonderer Weise für die Inklusion und Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt einsetzen“, heißt es im Newsletter der Hessischen Landesregierung. Gesucht werden vorbildliche Arbeitgeber und Unternehmen, für die Inklusion selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehört und die sich aktiv für die Teilhabe ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Mit dem Landespreis möchte die Hessische Landesregierung diese positiven Beispiele sichtbar machen und andere Unternehmen ermutigen, sich ebenfalls zu engagieren.

Buten und binnen berichtet über Proteste in Bremen

Eine Frau im Rollstuhl spricht in ein Mikrofon
Screenshot der Sendung
Foto: ARD „buten und Binnen“

BREMEN (kobinet) Wie „kobinet“ bereits informiert hatte, haben am 12. März 2026 zahlreiche Assistenznehmern gemeinsam mit Unterstützern von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Fachdienst Teilhabe in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Dieses Themen hatte auch das ARD-Regionalmagazin „Buten und binnen“ aufgegriffen. Der entsprechende Bericht ist als erster Teil der Sendung vom 12. März zu sehen.

Köln bietet Sport für Alle

Männer und Frauen sitzen nebeneinander auf einer Bühne. Dahinter der Text Unsere Stadt. Unser Sport
Veranstaltung zur Präsentation des Sportjahres
Foto: Stadt Köln/Eddi Bopp

KÖLN (kobinet) Das Kölner Sportjahr bietet auch im Jahr 2026 wieder eine große Bandbreite aus mehr als 30 Veranstaltungen des Spitzen- und Breitensports mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Von Fußball, Handball, Rad- und Laufsport, über BMX, das Kölner Kindersportfest bis hin zu Rollstuhlrugby und Rollstuhlbasketball beim CBH Rechtsanwälte Nations Cup Cologne ist das gesamte Spektrum des Sports vertreten. Alle Informationen zu den Veranstaltungen des Kölner Sportjahrs sind im Internet zu finden. Besonders im Fokus steht der Kölner Sport in diesem Jahr zudem, da die Kölnerinnen und Kölner ab Mitte März per Briefwahl über die Kölner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele abstimmen werden.

Baden-Württemberg will Familienleben stärken

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Mit dem Ideenwettbewerb „Gemeinsam stark – Familienleben in Baden-Württemberg“ sucht das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration noch bis zum 8. Mai 2026 nach kreativen Ansätzen, um das Familienleben im Land zu stärken. Ziel ist es, innovative Projekte zu fördern, die Familien entlasten, Zusammenhalt fördern und neue Impulse für die Familienpolitik des Landes geben. Für den Wettbewerb stellt das Land insgesamt 600.000 Euro bereit. Die besten Ideen werden mit bis zu 50.000 Euro für die Umsetzung prämiert, die Projektlaufzeit kann bis zu zwei Jahre betragen. Im Zentrum des Wettbewerbes werden Erziehungspartnerschaften, ein ausbalanciertes Familienleben, die Vielfalt von Familien und die Unterstützung bei familiären Übergangssituationen stehen. Weitere Informationen zu diesem Wettbewerb und die Bewerbungsunterlangen sind im Internet zu erhalten.

Fast 40.000 gegen Freifahrtschein für Barrieren: Korrekturen bei Reform des Behindertengleichstellungsgesetz gefordert

Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Foto: René Schaar

Hamburg (kobinet) Die von René Schaar initiierte Petition zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) hat in den letzten Tagen kräftig Fahrt aufgenommen. Waren es am 9. März noch ca. 3.000 Personen, die die Petition mit dem Titel „Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer“ unterstützten, hat sich diese Zahl vier Tage später verzehnfacht. Am Morgen des 13. März 2026 unterstützen bereits fast 40.000 Menschen, das Anliegen von René Schaar und seinen Unterstützer*innen. „Die Bundesregierung plant ein Gesetz, das Barrierefreiheit in katastrophalem Ausmaß verhindert! Ein Gesetz, das Unternehmen schützt, die diskriminieren – statt uns Menschen mit Behinderung. Das Barrierefreiheit als ‚unzumutbare Belastung‘ diffamiert! Wenn wir jetzt nicht zusammenhalten, macht Deutschland einen gewaltigen Rückschritt in Sachen Inklusion. Und stellt Diskriminierung von Menschen mit Behinderung einen Freifahrtschein aus“, heißt es u.a. in der Begründung der Petition.

Nie wieder ist Jetzt

Bild von Prothesen und Hilfsmitteln in Ausschwitz
Bild von Prothesen und Hilfsmitteln in Ausschwitz
Foto: Birger Höhn

Dresden (kobinet) Vom 2. bis 7. März 2026 hatte Birger Höhn die Gelegenheit, mit der Brücke-Most-Stiftung und SchülerInnen der Oberschule Schleife auf Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz nach Polen zu fahren. Es war für ihn das erste Mal, dass er in der Gedenkstätte Auschwitz war. Über diese nachhaltige wie emotional bewegende Bildungsfahrt hat Birger Höhn den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zugesandt:

Heike Heubach bei Kommunalwahl in den Stadtrat von Stadtbergen gewählt

Heike Heubach vor Schild der SPD Schwaben
Heike Heubach vor Schild der SPD Schwaben
Foto: SPD Schwaben

Stadtbergen (kobinet) Heike Heubach ist die erste gehörlose Abgeordnete im Deutschen Bundestag und übt derzeit unter anderem die Funktion der Behindertenbeauftragten der SPD Bundestagsfraktion aus. Mit dieser Tätigkeit wird sie in den nächsten Wochen viel zu tun haben, denn die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), das nach Ansicht vieler behindertenpolitischer Akteur*innen enorme Mängel in Sachen Barrierefreiheit aufweist, steht zur Debatte und Beschlussfassung noch vor der Sommerpause an. Zu tun hat Heike Heubach nun aber auch einiges an ihrem Heimatort. Bei den bayerischen Kommunalwahlen wurde sie nämlich auch in den Stadtrat von Stadtbergen für die SPD gewählt.

Umfrage des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder

Symbol Fragezeichen
Fragen sollen zu Antworten werden
Foto: ht

Papenburg (kobinet) „Der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) führt bis zum 31. März 2026 eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Selbsthilfe im inklusiven Kinderschutz‘ durch. Ziel der Befragung ist es, die Rolle von Selbsthilfeorganisationen im Hinblick auf das Kindeswohl sowie deren Bedeutung für Familien mit behinderten (Pflege-)Kindern zu erfassen und fachlich einzuordnen“, heißt es im Newsletter des Bundesverbandes für körperbehinderte Menschen.

Mitmachen und ein Zeichen setzen

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Unter dem Motto „Zukunft für Alle“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu den Aktionstagen für Demokratie auf. Diese finden vom 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, bis 7. Juni 2026 statt. Bisher umfasst das Bündnis für Demokratie 82 Organisationen. Auf der gemeinsamen Internetseite: https://zusammen-fuer-demokratie.de/ gibt es Aktionsmaterialien, man kann seine Aktion in eine Karte eintragen, sich einer Aktion anschließen und mehr. Zudem gibt es am 23. März 2026 Infos rund um die Aktionstage in einer Online-Veranstaltung:  In dieser wird der Aktionsleitfaden sowie die bisherigen Planungen der Aktionstage vorgestellt und es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich mit anderen  Aktiven zu vernetzen. Tipps, wie vor Ort eine Aktion organisiert werden kann, runden die Veranstaltung ab.

100. Ausgabe des Podcast Im Aufzug von Raul Krauthausen mit Wilhelmine

Titelbild des Podcast: Im Aufzug mit Raul Krauthausen
Titelbild des Podcast: Im Aufzug mit Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Zum sage und schreibe 100. Mal hat sich diese Woche meine Aufzugtür geöffnet, und es war mir ein doppeltes Fest (inklusive Ständchen), denn ich habe mit Wilhelmine gefeiert, die für mich eine der derzeit spannendsten Stimmen im deutschsprachigen Pop ist. Es darf gespoiltert werden, dass dieser Talk ziemlich persönlich wurde. Es ging (auch) um Verletzlichkeit auf der Bühne, Liebeskummer und Coming-out-Momente, und wir haben uns über Queerness im Mainstream und den Umgang mit Hasskommentaren unterhalten.“ Mit diesen Wort hat Raul Krauthausen in seinem Newsletter auf die 100. Ausgabe seines Podcast Im Aufzug hingewiesen.

Roll-In beim Bremer Fachdienst Teilhabe: deutlicher Protest für Selbstbestimmung

Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Foto: Petra Wontorra

Bremen (kobinet) Am 12. März 2026 haben zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Fachdienst Teilhabe am Hansator 11 in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt.

Projekt Budget Kompetenz wirbt auf Messe für Alternativen zur Werkstatt

Plakat von Manja Schultz zur Messe You Can in Leipzig
Plakat von Manja Schultz zur Messe You Can in Leipzig
Foto: Manja Schultz

Leipzig (kobinet) Das unter anderem von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) betriebene Projekt Budget Kompetenz präsentiert sich derzeit mit einigen Projektpartnern auf der Messe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen You Can in Leipzig und zeigt an ihrem Stand Alternativen mit dem Budget für Arbeit und dem Budget für Ausbildung auf. Mit dabei sind einige Akteur*innen vom Netzwerk behinderter Menschen, die statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten und geben ihre Erfahrungen weiter. Manja Schultz, die im Sommer 2025 mit Hilfe des Budget für Arbeit auf den ersten Arbeitsmarkt gewechselt ist, hat das Willkommensplakat für den Messestand des Projekts Budget Kompetenz gestaltet und ihre Geschichte veröffentlicht.

Roll-In beim Fachdienst Teilhabe: behinderte Menschen protestieren gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und lange Bearbeitungszeiten

Roll-In bei der Sozialbehörde in Bremen
Roll-In bei der Sozialbehörde in Bremen
Foto: Petra Wontorra

Bremen (kobinet) Heute, am 12. März 2026, führt eine Gruppe von Assistenznehmer*innen mit ihren Rollstühlen ein „Roll-In“ beim Fachdienst Teilhabe, Hansator 11, in Bremen, durch, um gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und übermäßig lange Bearbeitungszeiten bei persönlicher Assistenz zu protestieren. In Bremen erhalten ca. 100 behinderte Menschen vom Amt für soziale Dienste Leistungen zur persönlichen Assistenz. Voraussetzung für diese Leistung ist in der Regel das Vorliegen des Pflegegrades 3 in der Pflegeversicherung. Die persönliche Assistenz soll diesem Personenkreis ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben sowie eine individuelle Lebensführung gewährleisten, wie es in einer Presseinformation von Selbstbestimmt Leben Bremen heißt.

You Can oder You Can Not – ein Monatsentgelt für die Kongressteilnahme zur Inklusion im Arbeitsleben

Symbol Fragezeichen
Fragen sollen zu Antworten werden
Foto: ht

Leipzig (kobinet) „Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM) lädt Sie herzlich ein zu You can! – dem neuen Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben. Vom 11. bis 13. März 2026 trifft sich die Fachwelt jährlich in Leipzig, um Ideen auszutauschen, Impulse zu setzen und die Zukunft inklusiver Arbeit aktiv mitzugestalten.“ So heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung, die noch bis zum 13. März 2026 unter dem Motto „Zusammen Arbeit neu denken“ in Leipzig stattfindet. Ein Blick auf die Ticketpreise, bei denen es keine Ermäßigung für behinderte Teilnehmende bzw. von Beschäftigten aus Werkstätten für behinderte Menschen gibt, zeigt jedoch, dass der Slogan You Can spätestens am Geldbeutel scheitern dürfte. Die Kosten eines 3-Tage-Tickets mit 225 Euro dürften das Budget vieler an der Inklusion interessierter behinderter Menschen weit übersteigen, beträgt das durchschnittliche Monatsentgelt in der Werkstatt für behinderte Menschen ca. 230 Euro im Monat. You Can oder You Can Not ist hier also die Frage, wenn in diesen Tagen in Leipzig beim Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben über „Zusammen Arbeit neu denken“ diskutiert wird.

Elternassistenz für Eltern mit nichtsichtbaren Behinderungen ermöglicht es Kindeswohlgefährdungen zu vermeiden

bbe-Tagung vom 6.3.2026 zur Elternassistenz
bbe-Tagung vom 6.3.2026 zur Elternassistenz
Foto: bbe

Hannover (kobinet) Am 6. März 2026 veranstaltete der Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) einen bundesweiten Fachtag zum Thema „Chronisch (inkl. psychisch) erkrankte Eltern und ihre Kinder – Welche Entlastung bietet Elternassistenz für die gesamte Familie?“ Eingeladen waren Vertreter*innen aus Fachverbänden, Wissenschaftler*innen sowie Mitarbeitende aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens und der Eingliederungshilfe. Gemeinsam mit Eltern mit Behinderungen diskutierten die Teilnehmenden, wie man mit einer bedarfsdeckenden Alltagsentlastung für die Eltern mit chronischer Erkrankung, psychischer oder Suchterkrankung die altersgerechte Entwicklung der Kinder sicherstellen kann, heißt es in einer Presseinformation des bbe.

Reform des Katastrophenschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen bringt Verbesserungen für Behinderte und Senioren

Dennis Sonne am Rednerpult im Landtag von NRW
Dennis Sonne am Rednerpult im Landtag von NRW
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) Senior*innen und behinderte Menschen sollen in Notsituationen besser geschützt werden. Deshalb schafft das Land Nordrhein-Westfalen Verbesserungen in der Katastrophenhilfe. „Als Mensch der selbst mit Behinderungen lebt weiß ich, wie schnell man in Krisensituationen übersehen werden kann. Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat tragisch gezeigt, dass wir auch Menschen mit Behinderungen bei der Planung berücksichtigen müssen. Im Ahrtal sind auch zwölf Menschen mit Behinderung ums Leben gekommen. Und die Zukunft wird vermutlich weitere Krisen für unsere Gesellschaft bereithalten. Hier müssen wir auf alles vorbereitet sein. Deshalb war mir wichtig, dass wir ihre Belange jetzt ausdrücklich im Katastrophenschutzgesetz verankern“, so äußerte sich der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete der Grünen, Dennis Sonne, angesichts der Novelle des Katastrophenschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen.

Assistenzhundearbeit im Fokus: ProHunde veranstaltet ersten bundesweiten Fachkongress

Assistenzhund wartet an Bahnsteig
Assistenzhund wartet an Bahnsteig
Foto: Berufsverband ProHunde

Erfurt (kobinet) An Pfingsten 2026 trifft sich in Thüringen erstmals bundesweit Fachkompetenz aus Praxis, Wissenschaft und Recht rund um die Assistenzhundearbeit. Der Berufsverband ProHunde veranstaltet zu diesem Termin den ersten bundesweiten Assistenzhundekongress. Die zweitägige Veranstaltung findet in Erfurt statt und wird als Hybridkongress sowohl vor Ort als auch online angeboten. Assistenzhunde ermöglichen Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmteres Leben. Gleichzeitig steht die Assistenzhundearbeit in Deutschland derzeit vor erheblichen Herausforderungen. Neue rechtliche Rahmenbedingungen, unterschiedliche Ausbildungsstandards und Fragen der Qualitätssicherung beschäftigen Fachleute ebenso wie betroffene Menschen.

E-Scooter sollen Stellplätze erhalten

E-Scooter versperren Gehweg
E-Scooter
Foto: DBSV/Cornelia Weiß

BERLIN (kobinet) Nach zwei Gesprächsterminen zwischen dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) und Senat wurde deutlich, dass beide Seiten das Ziel verfolgen, das ungeordnete Abstellen von E-Scootern auf Gehwegen zu beenden. Nach Vorstellungen des Senats sollen die Fahrzeuge in weiten Bereichen nur noch an festen Abstellflächen – sogenannten Mobilitätspunkten und Mobilitätsstationen – geparkt werden dürfen. Auch für den ABSV ist das eine akzeptable Lösung für freie und sichere Gehwege. Die Umstellung soll gebietsweise in sogenannten Clustern erfolgen. Sobald in einem solchen Gebiet die vorgesehenen Abstellflächen eingerichtet sind, wird das freie Abstellen durch das Einrichten von Parkverbotszonen unterbunden. E-Scooter können dann nur noch an den vorgesehenen Standorten entliehen und zurückgegeben werden. Damit ist das Freefloating in den betreffenden Gebieten (Clustern) beendet. So entsteht Schritt für Schritt eine geordnete Struktur. Offen ist derzeit noch der zeitliche Rahmen. Nach der bisherigen Strategie des Senats soll die vollständige Umstellung erst bis 2035 erfolgen – ein Zeitraum, der laut ABSV-Geschäftsführer Dr. Thomas Krämer „so nicht akzeptabel ist“.

Nach der Wahl ist vor der Wahl am 15. März 2026 in Hessen

Zeichn ung: Hand teckt Wahlzettel in einen Schlitz
Wahl
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

Kassel (kobinet) Die Landtagswahl in Baden-Württemberg und die Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026 haben bei zum Teil sehr knappen Wahlergebnissen erneut gezeigt, dass jede Stimme zählt. So dürfte es auch bei den am 15. März 2026 anstehenden Kommunalwahlen in Hessen sein. Dort treten auch eine Reihe behinderter Menschen an, die wie alle anderen Kandidat*innen auch, auf jede Stimme angewiesen sind, um in die Kommunalparlamente gewählt zu werden. Daher lohnt sich besonders auch in den letzten Zügen des Wahlkampfs ein Blick auf die Listen der Parteien und Gespräche mit den Kandidat*innen, um herauszufinden, welche Positionen diese gerade auch zur Behindertenpolitik vertreten. Denn viele Entscheidungen, die die Menschen direkt betreffen, werden vor Ort getroffen.

Appell für kritische Stellungnahme des Bundesrats zur BGG-Reform

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Am 11. Februar 2026 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz beschlossen und damit auf den Weg zur Debatte und zum Beschluss des Gesetzes, das eigentlich die Barrierefreiheit verbessern soll, durch den Bundestag freigegeben. Doch auch der Bundesrat hat ein Wörtchen mitzureden, wie die Gesetzesreform aussehen sollte. Deshalb hat die LIGA Selbstvertretung an die Sozialminister*innen und -senator*innen sowie an die Behindertenbeauftragten der Bundesländer appelliert, für die Streichung der massiven Ausnahmen von Unternehmen bei der Herstellung von Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen einzutreten.

Broschüre informiert in Leichter Sprache über Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Mainz (kobinet) Am 22. März 2026 sind Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Rund 3,2 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sind wahlberechtigt, davon sind 310.000 Menschen mit Behinderungen. Unter Federführung der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium gibt es eine neue Broschüre in Leichter Sprache zur anstehenden Landtagswahl. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass alle Menschen mit Behinderungen barrierefrei und gut informiert an der Landtagswahl teilnehmen können. Oftmals stellt eine schwere und komplizierte Sprache eine Barriere hierfür dar. Mit dem Info-Heft in Leichter Sprache wollen wir Menschen mit Behinderungen über die Wahlen informieren und sie dazu ermutigen, sich an der Landtagswahl zu beteiligen“, sagte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Dörte Schall.

20 Millionen Stimmen fordern einen gerechten Sozialstaat

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) 14 zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinsam über 20 Millionen Mitgliedern haben ein Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat gegründet. Das Sozialstaatsbündnis kritisiert die zunehmende Schieflage in der politischen Debatte, in der der Sozialstaat wiederholt als unfinanzierbar oder als reiner Kostenfaktor dargestellt wird. Die Initiative setzt dem eine positive, faktenbasierte Perspektive entgegen: Der Sozialstaat ist nicht nur finanzierbar, sondern essentiell für sozialen Frieden, wirtschaftliche Teilhabe und demokratische Stabilität.

Veranstaltung: Autismus auf der Arbeit

info Zeichen
info schwarz
Foto: Susanne Göbel

Bremen (kobinet) „Autismus bedeutet für mich, dass ich verpasse, was andere bemerken. Und bemerke, was anderen entgeht.“ Dieser aufschlussreiche Satz stammt von Florian Malicke. Beim Thema Autismus ist er in doppelter Hinsicht Experte: Seinen Lebensunterhalt verdient er als Autismus-Coach. Und gleichzeitig lebt er selbst mit dieser Diagnose. Um sein Leib- und Magenthema als Coach – Autismus auf der Arbeit – geht es auf einer Veranstaltung, die der Martinsclub Bremen, die Stadtbibliothek Bremen und der Verein Autismus Bremen am 2. April 2026 – dem Welt-Autismus-Tag – organisieren: Ein Podiumsgespräch, moderiert von Mirjam Rosentreter und Marco Tiede, das live für den Martinsclub-Podcast „Spektrakulär – Eltern erkunden Autismus“ aufgenommen wird. Los geht es um 18:00 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek, Am Wall 201, in 28195 Bremen. Ende der Veranstaltung ist um 19:15 Uhr. Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich. Jedoch sind die Plätze am Veranstaltungsort begrenzt.

Sozialverband sieht Gefahren für Krankentransporte

Krankenwagen
SOS
Foto: Irina Tsicher

DÜSSELDORF (kobinet) Aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Kosten für Benzin und Gas befürchtet der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen, dass dies auch Auswirkungen auf die Kosten für Krankentransporte und Krankenfahrten haben könnte. Immer mehr Fahrdienste klagen über Kostenexplosionen und drohen damit, ihre Fahrten wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern komplett einzustellen. Wie schwierig sich die Verhandlungen gestalten könnten, zeigt auch der aktuelle Streit zwischen Kommunen und Krankenkassen um die Kosten für Rettungseinsätze und den sogenannten Leerfahrten. Auch hier wurden schnell Eigenanteile von bis zu 267 Euro für Patientinnen und Patienten ins Spiel gebracht. Diese konnten zwar vorübergehend verhindert werden, dennoch warnt der Sozialverband VdK NRW weiterhin davor, die Kostenfrage einseitig auf die Patientinnen und Patienten abzuwälzen und fordert eine schnelle Einigung in den aktuellen Verhandlungen.

Internationalen Wochen gegen Rassismus stehen in Leipzig bevor

Zeichnung mit Portraits von Menschen verschiedener Hautfarbe und Kleidung
Plakat der Wochen gegen Rassismus
Foto: ADB Sachsen

LEIPZIG (kobinet) In der Zeit vom 16. bis zum 29. März 2026 wird die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Leipzig stattfinden. Wie auch in den letzten Jahren ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen für die Koordinierung des Programms verantwortlich. Das Antidiskriminierungsbüro freut sich über die vielen unterschiedlichen Veranstaltungen, die dieses Jahr stattfinden werden und wünscht allen viele spannende und lehrreiche Veranstaltungen, die unseren Werkzeugkasten im Engagement gegen Rassismus bereichern.

Special Olympics Deutschland und Encevo starten Partnerschaft für Nationale Spiele Saarland 2026

Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift
SOD Logo Saarland 2026
Foto: SOD Saarland

BERLIN / SAARBRÜCKEN (kobinet) Special Olympics Deutschland (SOD) und das Energieunternehmen Encevo haben ihre Partnerschaft für die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 gestartet. Im Rahmen der Partnerschaft engagieren sich Unternehmen der Encevo-Gruppe bei einzelnen Wettbewerben: Enovos wird Presenting Partner des 3×3-Basketballturniers in Saarbrücken, Creos unterstützt die Wettbewerbe im Rudern und Kanu auf der Saar. Auch Mitarbeitende der Unternehmen wollen sich während der Spiele als Volunteers engagieren und bei der Durchführung des größten inklusiven Multisport-Events Deutschlands in 2026 unterstützen.

Neun Millionen Menschen erleben Diskriminierung

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

BERLIN (kobinet) Bei der größte Repräsentativbefragung zu Benachteiligung zeigen die Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) umfassend, wie verbreitet Diskriminierung in Deutschland ist. Besonders von Diskriminierung betroffen sind demnach Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Muslime, Frauen und Menschen mit Behinderungen. Mit dem blick auf die Zahlen schlägt die Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman Alarm und stellt fest: „Dieses Ausmaß an Diskriminierung gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Mehr als 13 Prozent der Menschen in Deutschland berichten bei dieser Umfrage davon, in den letzten zwölf Monaten Diskriminierung erfahren zu haben. Auf die erwachsene Bevölkerung umgerechnet entspricht das rund neun Millionen Menschen.

Ina Fischer in Stadtrat von Erlangen gewählt

Ina Fischer
Ina Fischer
Foto: ZsL Erlangen Kommune Inklusiv

Erlangen (kobinet) Ina Fischer setzt sich seit vielen Jahren im Rahmen ihres Wirkens für das Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) für eine inklusive Kommune ein. Bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 hat sie es gewagt und für den Stadtrat von Erlangen kandidiert. Nun steht fest, dass die engagierte blinde Frau, die für die Grünen angetreten ist, den Einzug in den Erlanger Stadtrat geschafft hat. Sie war als Newcomerin auf Listenplatz 5 der Liste der Erlanger Grünen ins Rennen gegangen und am 8. März auf den sechsten Platz der Grünen bei der Wahl in den Stadtrat gewählt. Damit dürfte die Stimme behinderter Menschen zukünftig auch im Erlanger Stadtrat laut zu hören sein.

Lage für Menschen mit Behinderung auf dem Wohnungsmarkt ist dramatisch

Bild zeigt eine Wohnnungsbaustelle mit Gerüsten und einem Bagger
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig
Foto: Pixabay/SatyaPrem

HANNOVER (kobinet) Eine Analyse des Online-Portals „ImmoScout24“ zeigt deutlich, dass der Bedarf an barrierefreien Wohnungen in den vergangenen Jahren enorm gestiegen ist. Gleichzeitig ist das Angebot zu gering. Hinzu kommt, dass entsprechender Wohnraum sehr teuer ist. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht auch in Niedersachsen eine Zuspitzung der Lage und fordert von der Landesregierung schnelles Handeln, um die Situation von Menschen mit Behinderung auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Wenn es um barrierefreie Wohnungen geht, ist die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage enorm: Laut „ImmoScout24“ suchen 75 Prozent mehr Menschen barrierefreien Wohnraum als noch vor zehn Jahren. Derzeit leben bundesweit in etwa drei Millionen Haushalten Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung. Obwohl Prognosen davon ausgehen, dass diese Zahl künftig weiter steigt, sind momentan nur rund 560.000 barrierefreie Wohnungen auf dem Markt.

Wo bleibt die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes?

AGG-Katze: Schluss mit Miezekätzchen: Es braucht ein AGG mit Zähnen
AGG-Katze: Schluss mit Miezekätzchen: Es braucht ein AGG mit Zähnen
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet) Wie schwer sich die derzeitige Bundesregierung damit tut, benachteiligte Menschen vor Diskriminierungen zu schützen und Barrierefreiheit bzw. angemessene Vorkehrungen hierfür zu verlangen, das hat diese mit dem Beschluss des Gesetzentwurfs für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) zum Ärger vieler behinderter Menschen, ihrer Angehörigen und Verbände bereits anschaulich gezeigt. Aber auch bei der längst überfälligen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) scheint die Bundesregierung nicht handlungsfähig zu sein. Denn seit Wochen warten die von Diskriminierungen Betroffenen und ihre Verbände auf die Veröffentlichung eines entsprechenden Referentenentwurfs. Denn eigentlich ist dessen Verabschiedung durch das Bundeskabinett schon für den 25. März 2026 vorgesehen. Aber auch diese Pläne wurden ähnlich wie beim Behindertengleichstellungsgesetz schon mehrfach verschoben. Für die Anhörung der Verbände scheint angesichts dieser Uneinigkeit in der Bundesregierung wahrscheinlich wenig Zeit zu verbleiben, wenn der Entwurf dann irgendwann einmal veröffentlicht wird.

Neuer Newsletter des Deutschen Behindertenrat veröffentlicht

Logo des DBR
Logo des DBR
Foto: DBR

Berlin (kobinet) „Unter der Leitung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) begleitet der Deutsche Behindertenrat auch im Jahr 2026 aktiv politische Themen und Entwicklungen. Mit dem Gedenken am 27. Januar setzte der DBR ein klares Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und eine Politik, die Teilhabe sowie Selbstbestimmung als unveräußerliche Menschenrechte verteidigt. Erinnerung bedeutet Haltung zeigen – und politisch handeln“, heißt es u.a. im Vorwort der aktuellen Ausgabe des Newsletter des Deutschen Behindertenrat. „Ein gesellschaftlicher Rechtsruck, der Ausgrenzung normalisiert, gefährdet uns alle – besonders diejenigen, die besonderen Schutz benötigen“, betonte Michaela Engelmeier, Vorsitzende des DBR-Sprecherinnenrats.

Diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)

Infozeichen
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Foto: Susanne Göbel

Marburg (kobinet) Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat neben vielen anderen Vorhaben ein Projekt gefördert, mit dem unter Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg ein diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) entwickelt und erprobt worden ist, der sogenannte Autismus Lotse. Darauf macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Tarifbindung: Verbände fordern klare Anerkennung und verlässliche Refinanzierung in der Eingliederungshilfe

50 Euro-Scheine aufgefächert auf dem Tisch liegend in Draufsicht. schwarz-weiß Foto
Geld für Exklusion
Foto: Ralph Milewski

Freiburg / Berlin (kobinet) Die aktuellen Vorschläge der Sozialstaatskommission sowie die Beratungen vom 26. Februar 2026 im Kanzleramt zwischen Bund, Ländern und Kommunen zu Einsparungen in der Eingliederungshilfe werden von mehreren Verbänden als ungeeignet bewertet, eine zukunftssichere und verlässliche Unterstützung für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. Stattdessen brauche es die klare Anerkennung bestehender Tarifbindungen und eine auskömmliche, verlässliche Refinanzierung der Leistungen, fordern der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD), die Caritas-Dienstgeber, der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB), der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) und die Diakonie Deutschland. Voraussetzung dafür sei eine verlässliche Refinanzierung der Tarifentgelte. Überlegungen, die diese Grundsätze infrage stellen, erteilen sie eine klare Absage.