BERLIN (kobinet)
Am 5. Mai ist der Europäische Protest-Tag.
Das ist ein besonderer Tag in Europa.
An diesem Tag gehen viele Menschen auf die Straße.
Sie zeigen: Wir wollen gleiche Rechte für alle.
An diesem Tag kämpfen Menschen für Gleich-stellung.
Das bedeutet: Alle Menschen werden gleich behandelt.
Niemand hat Nachteile.
Viele Verbände rufen zu einer Demo in Berlin auf.
Ein Verband ist eine Gruppe von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel.
Eine Demo ist eine Veranstaltung auf der Straße.
Bei einer Demo zeigen Menschen gemeinsam ihre Meinung.
Zu dem Bündnis gehören viele Verbände.
Ein Bündnis ist eine Gruppe.
Viele Menschen oder Verbände tun sich zusammen.
Sie haben ein gemeinsames Ziel.
Sie wollen die Rechte von Menschen mit Behinderungen stärken.
Eine Behinderung bedeutet: Ein Mensch kann manche Dinge nicht so leicht tun.
Das kann den Körper oder das Denken betreffen.
Zu dem Bündnis gehören zum Beispiel:
- der All-gemeine Behinderten-Verband in Deutschland
- der Berliner Behinderten-Verband
- die Lebens-hilfe Berlin
- der Paritätische Wohl-fahrts-Verband Berlin
- der Sozial-Verband VdK Berlin-Brandenburg
- und weitere Verbände
Vor 18 Jahren wurde die Behinderten-Rechts-Konvention beschlossen.
Eine Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
In der Behinderten-Rechts-Konvention stehen die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Aber viele Menschen mit Behinderungen können noch immer nicht überall mitmachen.
Das nennt man fehlende Teil-habe.
Teil-habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Dominik Peter ist Vorsitzender des Paritätischen Wohl-fahrts-Verbands Berlin.
Ein Vorsitzender leitet eine Gruppe.
Er ist der Chef.
Er sagt: Menschen mit schweren Behinderungen werden oft nicht beachtet.
Das gilt in der Schule, bei der Arbeit und bei der Gesundheits-Versorgung.
Gesundheits-Versorgung bedeutet: Man bekommt Hilfe, wenn man krank ist.
Zum Beispiel vom Arzt oder im Kranken-Haus.
Das ist Aus-grenzung.
Aus-grenzung bedeutet: Menschen dürfen nicht mitmachen.
Sie werden von anderen ausgeschlossen.
Dominik Peter fordert: Die Politik muss jetzt handeln.
Teil-habe ist ein Menschen-Recht.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen auf der Welt.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Es darf keine Rolle spielen, wie schwer jemand behindert ist.
Armin Dötsch spricht für den SoVD-Landes-Verband Berlin-Brandenburg.
SoVD bedeutet: Sozial-Verband Deutschland.
Er sagt: Menschen mit Behinderungen finden schwer einen Job.
Die Arbeits-losigkeit ist bei ihnen doppelt so hoch.
Arbeits-losigkeit bedeutet: Ein Mensch hat keinen Job.
Er sucht Arbeit, findet aber keine.
Deshalb sind viele Menschen mit Behinderungen arm.
Oder sie sind von Armut bedroht.
Armin Dötsch sagt: Das liegt auch an den Schulen.
Inklusive Schulen helfen allen Kindern.
Inklusiv bedeutet: Alle Menschen machen gemeinsam mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Inklusive Schulen sind wichtig für inklusive Arbeit.
Henrike Weber ist beim Sozial-Verband VdK Berlin-Brandenburg.
Sie fordert barriere-freien Wohn-raum.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können überall hinkommen.
Wohn-raum ist Platz zum Wohnen, zum Beispiel Wohnungen oder Häuser.
Dieser Wohn-raum muss bezahlbar sein.
Es reicht nicht, Barriere-freiheit nur zu versprechen.
Henrike Weber fordert ein Wohnungs-Kataster für Berlin.
Ein Wohnungs-Kataster ist eine Liste aller Wohnungen.
Man sieht: Welche Wohnung ist barriere-frei?
So sieht man: Wo fehlen noch barriere-freie Wohnungen?
Barriere-freier Wohn-raum ist kein Luxus.
Er ist notwendig zum Leben.

Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
BERLIN (kobinet) Am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai ruft ein breites Bündnis aus Wohlfahrts-, Sozial- und Behindertenverbänden zu einer Demo in Berlin auf. Zu diesem Bündnis gehören der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland, der Berliner Behindertenverband, das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (Bifos), der Bundesverband für Selbsthilfe Körperbehinderter, die Fürst Donnersmarck-Stiftung, der Landessportbund Berlin, die Lebenshilfe Berlin, der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, der SoVD-Landesverband Berlin-Brandenburg, die Sozialhelden und der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg. Sie alle bewegt, dass Menschen mit Behinderungen auch 18 Jahre nach Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und vieler nationaler Gesetze und Richtlinien von einer uneingeschränkten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben noch immer weit entfernt sind.
„Insbesondere Menschen mit komplexen Behinderungen werden in vielen Lebensbereichen nicht ausreichend berücksichtigt – sei es in der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt, in der Gesundheitsversorgung oder bei politischen Entscheidungsprozessen. Dies führt zu struktureller Ausgrenzung und widerspricht dem Anspruch einer inklusiven Gesellschaft. Wir fordern von der Politik, die Rechte von Menschen mit komplexen Behinderungen endlich umfassend zu berücksichtigen und umzusetzen. Teilhabe ist ein grundlegendes Menschenrecht und darf nicht von Art oder Schwere einer Behinderung abhängig gemacht werden“, sagt Dominik Peter, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin.
Armin Dötsch, Sprecher des SoVD-Landesverbandes Berlin-Brandenburg, ergänzt: „Menschen mit Behinderungen sind nicht ‚schwer vermittelbar‘ – schwer vermittelbar sind unsere Strukturen. Es ist ein Skandal, dass die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderungen doppelt so hoch und damit die Armutsgefährdung drastisch höher als in der Gesamtbevölkerung ist. Das liegt auch an fehlender Inklusion im Bildungssystem. Inklusion am Arbeitsmarkt gelingt nur mit inklusiven Schulen, die wirklich allen Kindern gute Zukunftsaussichten bieten.“
„Wir fordern barrierefreien Wohnraum – und zwar konsequent und bezahlbar! Es reicht nicht, Barrierefreiheit nur auf dem Papier zu versprechen. Menschen mit Behinderungen brauchen Wohnungen, die ihren Anforderungen entsprechen und die sie sich auch leisten können. Deshalb raucht Berlin ein transparentes Wohnungskataster, das barrierefreie Angebote sichtbar macht und Versorgungslücken offenlegt. Barrierefreier Wohnraum ist kein Luxus, sondern Existenzsicherung“, erklärt Henrike Weber, Sozialpolitische Referentin des Sozialverbands VdK Berlin-Brandenburg.

Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
BERLIN (kobinet) Am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai ruft ein breites Bündnis aus Wohlfahrts-, Sozial- und Behindertenverbänden zu einer Demo in Berlin auf. Zu diesem Bündnis gehören der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland, der Berliner Behindertenverband, das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (Bifos), der Bundesverband für Selbsthilfe Körperbehinderter, die Fürst Donnersmarck-Stiftung, der Landessportbund Berlin, die Lebenshilfe Berlin, der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, der SoVD-Landesverband Berlin-Brandenburg, die Sozialhelden und der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg. Sie alle bewegt, dass Menschen mit Behinderungen auch 18 Jahre nach Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und vieler nationaler Gesetze und Richtlinien von einer uneingeschränkten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben noch immer weit entfernt sind.
„Insbesondere Menschen mit komplexen Behinderungen werden in vielen Lebensbereichen nicht ausreichend berücksichtigt – sei es in der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt, in der Gesundheitsversorgung oder bei politischen Entscheidungsprozessen. Dies führt zu struktureller Ausgrenzung und widerspricht dem Anspruch einer inklusiven Gesellschaft. Wir fordern von der Politik, die Rechte von Menschen mit komplexen Behinderungen endlich umfassend zu berücksichtigen und umzusetzen. Teilhabe ist ein grundlegendes Menschenrecht und darf nicht von Art oder Schwere einer Behinderung abhängig gemacht werden“, sagt Dominik Peter, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin.
Armin Dötsch, Sprecher des SoVD-Landesverbandes Berlin-Brandenburg, ergänzt: „Menschen mit Behinderungen sind nicht ‚schwer vermittelbar‘ – schwer vermittelbar sind unsere Strukturen. Es ist ein Skandal, dass die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderungen doppelt so hoch und damit die Armutsgefährdung drastisch höher als in der Gesamtbevölkerung ist. Das liegt auch an fehlender Inklusion im Bildungssystem. Inklusion am Arbeitsmarkt gelingt nur mit inklusiven Schulen, die wirklich allen Kindern gute Zukunftsaussichten bieten.“
„Wir fordern barrierefreien Wohnraum – und zwar konsequent und bezahlbar! Es reicht nicht, Barrierefreiheit nur auf dem Papier zu versprechen. Menschen mit Behinderungen brauchen Wohnungen, die ihren Anforderungen entsprechen und die sie sich auch leisten können. Deshalb raucht Berlin ein transparentes Wohnungskataster, das barrierefreie Angebote sichtbar macht und Versorgungslücken offenlegt. Barrierefreier Wohnraum ist kein Luxus, sondern Existenzsicherung“, erklärt Henrike Weber, Sozialpolitische Referentin des Sozialverbands VdK Berlin-Brandenburg.




