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Erinnerung an Morde im Oberlinhaus in Potsdam vor fünf Jahren

Sharepic zur Erinnerung an die Opfer des Oberlinhaus
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Foto: Raul Krauthausen

Potsdam / Berlin (kobinet) "Martina W. (31), Christian S. (35), Lucille H. (42), Andreas K. (56). Am 28. April 2021 wurden sie im Oberlinhaus in Potsdam, einer vollstationären Einrichtung für behinderte Menschen, von einer Pflegerin getötet. Was als 'tragischer Einzelfall' dargestellt wurde, ist Teil eines viel größeren, strukturellen Problems." Darauf weist Raul Krauthausen heute, am 28. April 2026, zum fünften Jahrestag der Tötung behinderter Menschen im Oberlinhaus in Potsdam auf Facebook hin und verweist auf das journalistische Rechercheprojekt #AbleismusTötet, das systematisch Gewalt in vollstationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Deutschland mit schockierenden Ergebnissen dokumentiert.

Die Recherchen haben nach Informationen von Raul Krauthausen ergeben:

📌 43 Fälle

📌 218 betroffene Menschen

📌 79 Täter*innen

📌 40 Einrichtungen

📌 Zeitraum: seit 2010

„Und das ist nur der Anfang – die Dunkelziffer ist hoch. Viele dieser Gewalttaten bleiben unbemerkt, werden nicht ernst genommen oder aktiv vertuscht. Die dokumentierten Fälle reichen von psychischer über körperliche bis hin zu sexualisierter Gewalt. Einrichtungen, in denen Kontrolle oft mehr zählt als Selbstbestimmung. In denen Abhängigkeit von Einzelpersonen zum Machtinstrument wird. In denen Gewalt passieren kann – und zu oft passiert. Die Tat im Oberlinhaus war keine Ausnahme, sondern ein Alarmsignal. Bisher warten wir immer noch auf handfest Konzepte, die diese Gewalttaten in Zukunft verhindern sollen“, so Raul Krauthausen.

Link zu weiteren Infos zum Projekt Ableismus Tötet