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MÜNCHEN (kobinet)
Das Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gibt weitere 1,5 Millionen Euro für 168 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Schwabmünchen aus. Die Werkstätten sollen Menschen mit Behinderung dann eine an ihren individuellen Stärken und Fähigkeiten orientierte berufliche Bildung und Beschäftigung ermöglichen. Mit der Modernisierung der Ulrichswerkstätten in Schwabmünchen im Landkreis Augsburg können 168 Arbeitsplätze an zeitgemäße Standards angepasst und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit Behinderung wesentlich verbessert werden. Menschen mit Behinderung sollen so zielgerichtet unterstützt und die Weiterentwicklung gefördert werden.





Inklusion auf bayerisch: Millionen für die Sackgasse statt echter Arbeitsmarkt-Öffnung
Es ist an Realsatire kaum noch zu überbieten: Da verkündet das Bayerische Sozialministerium im Juli 2026 wieder einmal stolz die Investition von Millionenbeträgen (diesmal 1,5 Millionen Euro für die Ulrichswerkstätten in Schwabmünchen) – und garniert das Ganze mit denselben hohlen Worthülsen wie eh und je: „Berufliche Inklusion ist ein wichtiger Schlüssel zur Teilhabe.“
Das Problem an der bayerischen Realität: Es ist pure Etikettenschwindelei.
Hier wird nicht etwa die völkerrechtlich geforderte Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder der Aufbau von Inklusionsfirmen gefördert. Stattdessen zementiert die Staatsregierung mit Millionenaufwand starr das jahrzehntealte Sondersystem der Werkstätten ein.
Bayern lernt es nicht – weil Bayern es nicht lernen will.
Wer den Begriff Inklusion für die Modernisierung von Sondersystemen kapert, verhöhnt die UN-Behindertenrechtskonvention und ignoriert seit Jahren jede echte Reformnotwendigkeit. Echte berufliche Teilhabe fängt da an, wo Menschen auf dem regulären Arbeitsmarkt zu fairen Löhnen arbeiten – und nicht da, wo die Staatsregierung den Status quo der Werkstätten mit Millionen anmalt!