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Infos zum Budget für Arbeit in Leichter Sprache

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch hat ihre Informationen zum Budget für Arbeit aktualisiert und diese nun in einer neuen Broschüe auch in Leichter Sprache veröffentlicht, wie Dagmar Greskamp von der Aktion Mensch den kobinet-nachrichten mitgeteilt hat. Denn viel zu wenig Menschen wissen nicht, dass es das Budget für Arbeit gibt und wie es funktioniert, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten zu können. "Worum geht es? Viele Menschen mit Behinderungen arbeiten in einer WfbM. Das ist kurz für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Aber Menschen mit Behinderungen sollen besser am Arbeitsleben teilhaben können. Sie sollen auch in Firmen arbeiten können, die nichts mit Werkstätten zu tun haben. In diesen Firmen arbeiten viele Menschen ohne Behinderungen. Die Arbeit ist dann auf dem ersten Arbeitsmarkt. Man sagt auch: allgemeiner Arbeitsmarkt. Das Budget für Arbeit kann dabei helfen, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Budget ist ein anderes Wort für Geld. Das spricht man so aus: Bü-dschee. Das Geld ist vom Amt." So heißt es beispielsweise in der Einführung der Broschüre, wo beschrieben wird, worum es geht.

Die kostenfreie Broschüre in Leichter Sprache hat die Aktion Mensch in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Artikel 3 und der ISL, der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland erstellt. Beim mittlerweile zehnten Treffen des Peer Netzwerks von Menschen, die statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten (wollen) am 29. April 2026, wurde die neue Broschüre in Leichter Sprache sehr positiv aufgenommen und als wichtiger Beitrag eingeordnet. Vor allem freuten sich die Mitglieder über die gute Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch. Denn immer noch kennen viele behinderte Menschen, die Alternativen zur Beschäftigung in Werkstätten suchen, nicht ihre Rechte und die Möglichkeiten, die das Budget für Arbeit bieten.

Zur Frage, was gut am Budget für Arbeit ist, heißt es in der Broschüre in Leichter Sprache:

„Was ist gut beim Budget für Arbeit?
Sie können auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten.
Sie können Geld beim Amt bekommen
für Begleitung am Arbeitsplatz.
Zum Beispiel für eine Person, die Ihnen bei etwas hilft.
Sie bekommen einen Arbeits-Vertrag bei Ihrer Firma.
Der Vertrag ist genauso
wie für Kollegen ohne Behinderung.
Im Vertrag steht zum Beispiel,
• wo Sie arbeiten.
• an welchen Tagen Sie arbeiten.
• wie viele Stunden Sie jeden Tag arbeiten.
• wie viel Lohn Sie bekommen.
• welche Rechte Sie haben.
Sie verdienen meistens mehr Geld als in einer WfbM.
Sie sammeln Geld für die Rente.
Sie und Ihr Arbeitgeber zahlen dafür einen Anteil.
Vielleicht merken Sie:
Die Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
klappt nicht gut für mich.
Dann können Sie wieder zurück in die WfbM.“

Bezüglich der Probleme, die es noch mit der Nutzung des Budget für Arbeit gibt, heißt es:

„Sie bekommen kein Arbeitslosengeld,
wenn Sie arbeitslos werden.
Viele Vereine und Selbsthilfe-Gruppen sagen:
Das ist nicht gerecht.
Menschen mit Behinderung dürfen keine Nachteile
durch das Budget für Arbeit haben.
Sie setzen sich darum für eine Änderung ein.
Zum Beispiel der Verein:
Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V.“

Link zur Broschüre, wo diese auf der Internetseite der Aktion Mensch kostenfrei heruntergeladen werden kann

Link zu weiteren Infos der Aktion Mensch zum Budget für Arbeit und Ausbildung in herkömmlicher und Leichter Sprache zum kostenfreien Herunterladen

Behinderte Menschen, die statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen bereits auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten oder dort arbeiten wollen, können beim Peer Netzwerk mitmachen. Die Treffen finden online statt und anmelden kann man sich beim Projekt BudgetKompetenz per Mail an [email protected]