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Sind Menschenrechte jetzt wieder verhandelbar? – Wir sagen: Nein! Protest gegen Kürzungen und Barrieren am 5. Mai in Dresden

Plakat zum Protesttag am 5. Mai 2026 in Dresden
Plakat zum Protesttag am 5. Mai 2026 in Dresden
Foto: ZsL Sachsen

Dresden (kobinet) Unter dem Motto "Menschenrechte sind nicht verhandelbar" ruft das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen am 5. Mai 2026 ab 16:00 Uhr zu einer Kundgebung am Scheune-Vorplatz in der Dresdner Neustadt auf. Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen macht der Verein auf bestehende Barrieren im Alltag aufmerksam und fordert konkrete Verbesserungen für eine inklusive Gesellschaft. "Wir erleben gerade, dass soziale Fragen wieder verhandelbar gemacht werden. Genau das dürfen wir nicht zulassen – Menschenrechte stehen nicht zur Debatte", erklärte Manuel Schramm, der selbst mit einer Behinderung lebt und Vorsitzender des Zentrums selbstbestimmt Leben Sachsen ist.

Ob in den Bereichen Wohnen, Bildung, Mobilität, Arbeitsmarkt oder im Gesundheitssystem – viele Menschen mit Behinderungen stoßen weiterhin täglich auf Barrieren, die eine gleichberechtigte Teilhabe verhindern. „Die Kundgebung versteht sich als klares Signal: Inklusion ist keine freiwillige Leistung, sondern eine Verpflichtung aus der UN-Behindertenrechtskonvention. Politik und Gesellschaft stehen in der Verantwortung, diese Rechte konsequent umzusetzen“, sagte Annett Heinich, Mitglied im Vorstand des Zentrums selbstbestimmt Leben Sachsen.

Vor Ort sind Redebeiträge, Mitmach-Aktionen sowie Raum für Austausch und Begegnung geplant. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Selbstvertretung und Zivilgesellschaft werden erwartet. Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten, heißt es in der Ankündigung.

Datum: 5. Mai 2026
Zeit: 16:00 – 19:00 Uhr
Ort: Scheune-Vorplatz und Alaunstraße 36-40, Dresdner Neustadt