BERLIN (kobinet)
Am 9. Mai 2026 ist der Europa-Tag.
An diesem Tag veröffentlicht die KBB ein Positions-Papier.
KBB bedeutet: Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen.
Eine Konferenz ist ein Treffen.
Menschen sprechen dort über ein Thema.
Ein Beauftragter ist eine Person mit einem besonderen Auftrag.
Diese Person kümmert sich um ein Thema.
Ein Positions-Papier ist ein schriftlicher Text.
Darin steht, was eine Gruppe denkt und fordert.
Das Positions-Papier hat einen Titel.
Der Titel lautet: Europa in die Pflicht nehmen.
Inklusion ist ein Menschenrecht.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Menschenrechte sind Rechte für alle Menschen.
Sie gelten auf der ganzen Welt.
Niemand wird ausgeschlossen.
Die KBB fordert die EU, mehr für Inklusion zu tun.
EU bedeutet: Europäische Union.
Das sind viele Länder in Europa zusammen.
Am 22. und 23. April 2026 traf sich die KBB in Celle.
Das war das 71. Treffen der KBB.
Beim Treffen haben die Mitglieder eine Erklärung beschlossen.
Ein Mitglied gehört zu einer Gruppe.
Es nimmt an der Gruppe teil.
Diese Erklärung heißt: Celler Erklärung.
Die Celler Erklärung enthält genaue Forderungen.
Eine Forderung ist ein Wunsch, den man laut sagt.
Man will etwas verändern.
Eine Forderung ist: Gesetze müssen besser durchgesetzt werden.
Eine andere Forderung ist: Die EU soll einen gemeinsamen Plan entwickeln.
Außerdem sollen Gruppen von Menschen mit Behinderungen mehr Einfluss bekommen.
Einfluss bedeutet: Man kann etwas verändern.
Die eigene Meinung wirkt auf andere.
Es gibt einen wichtigen Vertrag der Vereinten Nationen.
Die Vereinten Nationen sind viele Länder der Welt zusammen.
Dieser Vertrag heißt: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Konvention bedeutet: ein Vertrag zwischen vielen Ländern.
Alle Länder halten sich daran.
Der Vertrag legt die Rechte von Menschen mit Behinderungen fest.
Das Leben von Menschen mit Behinderungen in der EU erfüllt diese Rechte noch nicht.
Die Gesetze in der EU reichen noch nicht aus.
Sie entsprechen nicht dem Vertrag.
Deshalb müssen die Rechte von Menschen mit Behinderungen dringend umgesetzt werden.
Jürgen Dusel ist der Beauftragte der Bundes-Regierung für Menschen mit Behinderungen.
Er sagt: Die Gesetze gibt es schon.
Aber Gesetze helfen nur, wenn die Menschen sie kennen.
Die Menschen müssen wissen, was Inklusion bedeutet.
Jürgen Dusel sagt außerdem: Inklusion und Demokratie gehören zusammen.
Demokratie bedeutet: Das Volk entscheidet über wichtige Dinge.
Alle Menschen können mitbestimmen.
Wenn Menschen ausgeschlossen werden, wird die Demokratie schwächer.
Die EU hat den Vertrag der Vereinten Nationen unterschrieben.
Die EU war eine der ersten, die das getan haben.
Deshalb muss die EU den Vertrag auch wirklich umsetzen.
Annetraud Grote ist die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen.
Sie hat die KBB in Celle als Gastgeberin empfangen.
Sie sagt: Bewusstsein für Inklusion ist sehr wichtig.
Bewusstsein bedeutet: wissen und verstehen, was Inklusion bedeutet.
Das muss ein fester Teil der Arbeit der EU werden.
Annetraud Grote sagt auch: Es gibt engagierte Menschen in der EU.
Engagiert bedeutet: jemand setzt sich stark für etwas ein.
Aber es gibt noch große Lücken.
Die Celler Erklärung soll helfen, diese Lücken zu schließen.
Die Celler Erklärung wird bald an die EU-Entscheider geschickt.
Entscheider sind Menschen, die wichtige Entscheidungen treffen.
Die Erklärung gibt es als Text und als Audio-Datei.
Audio-Datei bedeutet: Man kann sich den Text anhören.
Die Erklärung findest du hier: Celler Erklärung als Text und Audio-Datei
Die Erklärung gibt es auch in Deutscher Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache ist eine Sprache mit Händen und Gesten.
Gehörlose Menschen nutzen Gebärden-Sprache.
Den Link zur Gebärden-Sprache findest du hier: Celler Erklärung in Deutscher Gebärden-Sprache

Foto: ht
BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2026 veröffentlicht die Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) ihr Positionspapier "Europa in die Pflicht nehmen: Inklusion ist ein Menschenrecht – Bewusstseinsbildung strategisch verankern und umsetzen". Damit fordert die KBB die Institutionen der Europäischen Union dazu auf, die Umsetzung von Inklusion auf EU-Ebene deutlich zu stärken. Am 22. und 23. April 2026 fand das 71. Treffen der KBB in Celle statt. Dort wurde die Celler Erklärung verabschiedet.
Die Celler Erklärung umfasst konkrete Forderungen. Dazu zählen um Beispiel eine verbindliche Rechtsdurchsetzung, die Entwicklung einer EU-weiten Strategie zur Bewusstseinsbildung sowie die aktive und konsequente Einbindung von Organisationen von Menschen mit Behinderungen.
Die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen in der EU bleibt hinter den Maßstäben des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention, UN-BRK) zurück. Gesetzliche Regelungen in der EU und ihren Mitgliedstaaten entsprechen noch immer nicht den Anforderungen der Konvention – die konsequente Verwirklichung der Rechte von Menschen mit Behinderungen bleibt daher eine dringende politische Forderung.
„Die gesetzlichen Rahmenbedingungen existieren – aber sie entfalten nur Wirkung, wenn diejenigen, die sie umsetzen sollen, über das nötige Bewusstsein und Wissen verfügen“, betonte Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. „Dabei bedingen Inklusion und Demokratie einander: Eine Gesellschaft, die Menschen ausgrenzt, schwächt die demokratischen Strukturen. Das zeigt sich an spürbaren Inklusionsdefiziten.“
Die EU versteht sich als demokratische Wertegemeinschaft. Sie gehörte auch deshalb zu den Erstunterzeichnern der UN-BRK und ist bislang die einzige regionale Staatengemeinschaft, die die Konvention ratifiziert hat. Aus diesem normativen Selbstverständnis folgt die Verpflichtung, die Vorgaben der UN-BRK konsequent in ihrem Handeln und ihrer Rechtssetzung zu berücksichtigen. „Bewusstseinsbildung ist kein Nebenthema, sondern Voraussetzung für die Umsetzung der UN-BRK und muss als verbindliches Querschnittsprinzip das Handeln der EU-Institutionen prägen – zur Sicherung der Rechte und der vollen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“, erklärte Annetraud Grote, Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und aktuelle Gastgeberin der KBB. „Wir sehen engagierte Akteurinnen und Akteure, aber auch große Lücken auf EU-Ebene“, ergänzte Grote. „Die Celler Erklärung soll ein Impuls sein, diese Lücken endlich systematisch zu schließen.“
Die „Celler Erklärung“ wird in den kommenden Wochen an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf EU-Ebene übermittelt. Sie ist auf dieser Internetseite als Text und Audio-Datei abrufbar und steht unter diesem Link in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung.

Foto: ht
BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2026 veröffentlicht die Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) ihr Positionspapier "Europa in die Pflicht nehmen: Inklusion ist ein Menschenrecht – Bewusstseinsbildung strategisch verankern und umsetzen". Damit fordert die KBB die Institutionen der Europäischen Union dazu auf, die Umsetzung von Inklusion auf EU-Ebene deutlich zu stärken. Am 22. und 23. April 2026 fand das 71. Treffen der KBB in Celle statt. Dort wurde die Celler Erklärung verabschiedet.
Die Celler Erklärung umfasst konkrete Forderungen. Dazu zählen um Beispiel eine verbindliche Rechtsdurchsetzung, die Entwicklung einer EU-weiten Strategie zur Bewusstseinsbildung sowie die aktive und konsequente Einbindung von Organisationen von Menschen mit Behinderungen.
Die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen in der EU bleibt hinter den Maßstäben des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention, UN-BRK) zurück. Gesetzliche Regelungen in der EU und ihren Mitgliedstaaten entsprechen noch immer nicht den Anforderungen der Konvention – die konsequente Verwirklichung der Rechte von Menschen mit Behinderungen bleibt daher eine dringende politische Forderung.
„Die gesetzlichen Rahmenbedingungen existieren – aber sie entfalten nur Wirkung, wenn diejenigen, die sie umsetzen sollen, über das nötige Bewusstsein und Wissen verfügen“, betonte Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. „Dabei bedingen Inklusion und Demokratie einander: Eine Gesellschaft, die Menschen ausgrenzt, schwächt die demokratischen Strukturen. Das zeigt sich an spürbaren Inklusionsdefiziten.“
Die EU versteht sich als demokratische Wertegemeinschaft. Sie gehörte auch deshalb zu den Erstunterzeichnern der UN-BRK und ist bislang die einzige regionale Staatengemeinschaft, die die Konvention ratifiziert hat. Aus diesem normativen Selbstverständnis folgt die Verpflichtung, die Vorgaben der UN-BRK konsequent in ihrem Handeln und ihrer Rechtssetzung zu berücksichtigen. „Bewusstseinsbildung ist kein Nebenthema, sondern Voraussetzung für die Umsetzung der UN-BRK und muss als verbindliches Querschnittsprinzip das Handeln der EU-Institutionen prägen – zur Sicherung der Rechte und der vollen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“, erklärte Annetraud Grote, Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und aktuelle Gastgeberin der KBB. „Wir sehen engagierte Akteurinnen und Akteure, aber auch große Lücken auf EU-Ebene“, ergänzte Grote. „Die Celler Erklärung soll ein Impuls sein, diese Lücken endlich systematisch zu schließen.“
Die „Celler Erklärung“ wird in den kommenden Wochen an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf EU-Ebene übermittelt. Sie ist auf dieser Internetseite als Text und Audio-Datei abrufbar und steht unter diesem Link in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung.




