PALMA (kobinet)
Mallorca ist eine Insel.
Viele Menschen fliegen dorthin.
Für Rollstuhl-Fahrer wird das immer schwieriger.
Moderne Elektro-Rollstühle dürfen oft nicht mehr ins Flugzeug.
Ein Elektro-Rollstuhl hat einen Motor.
Der Motor läuft mit Strom aus einem Akku.
Das ist ein großes Problem für viele Menschen.
Bastian Krösche ist Rollstuhl-Fahrer.
Er kommt aus Nürnberg.
Er hat das Projekt Mallorca für Alle gegründet.
Dieses Projekt kämpft für barriere-freies Reisen.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können mitmachen.
Auch Menschen mit Behinderung.
Bastian Krösche fährt am Dienstag nach Frankfurt.
Dort findet die Haupt-Versammlung der Lufthansa Group statt.
Eine Haupt-Versammlung ist ein großes Treffen eines Unternehmens.
Bastian Krösche ist Aktionär der Lufthansa Group.
Ein Aktionär besitzt einen kleinen Teil eines Unternehmens.
Er darf deshalb bei der Versammlung Fragen stellen.
Die Lufthansa Group hat neue Sicherheits-Regeln.
Sicherheits-Regeln legen fest, was erlaubt ist.
Sie sollen alle Menschen schützen.
Diese Regeln gelten seit Herbst 2025.
Viele Elektro-Rollstühle dürfen seitdem nicht mehr mitfliegen.
Das betrifft vor allem starke Elektro-Rollstühle.
Solche Rollstühle haben fest eingebaute Lithium-Akkus.
Ein Lithium-Akku ist eine Batterie.
Diese Batterie kann man wieder aufladen.
Sie gibt Strom an Geräte wie Elektro-Rollstühle ab.
Bastian Krösche sagt: Ich kann zur Versammlung kommen.
Aber ich kann nicht mit meinem Rollstuhl fliegen.
Das findet er sehr ungerecht.
Es gibt einen Verband für Flug-Gesellschaften.
Eine Flug-Gesellschaft bringt Menschen mit dem Flugzeug von Ort zu Ort.
Ein Verband ist eine Gruppe von Unternehmen.
Sie arbeiten gemeinsam an einem Ziel.
Dieser Verband heißt IATA.
IATA steht für: International Air Transport Association.
Die IATA hat Anfang 2026 neue Regeln veröffentlicht.
Diese Regeln sind weniger streng.
Sie erlauben den Transport von Elektro-Rollstühlen.
Dafür braucht man bestimmte Schutz-Maßnahmen.
Schutz-Maßnahmen sind Dinge, die man tut, um Gefahr zu verhindern.
Sie sollen Menschen und Geräte sicher halten.
Es gibt auch neue Ideen für die Zukunft.
Menschen sollen direkt in ihrem Rollstuhl im Flugzeug sitzen können.
Das ist aber noch nicht möglich.
Bastian Krösche hat die Lufthansa Group direkt gefragt.
Eine Antwort hat er bisher nicht bekommen.
Bei der Haupt-Versammlung will er eine Frage stellen.
Die Frage lautet: Wann kann ich wieder mit der Lufthansa fliegen?
Bastian Krösche denkt: Das ist kein Einzel-Fall.
Kein Einzel-Fall bedeutet: Viele Menschen haben dasselbe Problem.
Menschen mit Behinderung kämpfen oft um gleiche Rechte.
Gleiche Rechte bedeutet: Alle können gleich mitmachen.
Barriere-freiheit fängt schon beim Reisen an.
Barriere-freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Barriere-freiheit hört nicht am Hotel auf.
Auch im Flugzeug gilt: Alle Menschen sollen gleich reisen können.

Foto: Mallorca für Alle
PALMA (kobinet) Mallorca ist eine Insel – und für viele Menschen daher nur per Flugzeug erreichbar. Genau das wird für zahlreiche Nutzer moderner Elektrorollstühle jedoch zunehmend zum Problem. Der Nürnberger Medienunternehmer und Rollstuhlfahrer Bastian Krösche, der ebenso Initiator des Projekts "Mallorca für Alle" ist, das sich für barrierefreies Reisen auf und nach Mallorca einsetzt, wird deshalb am Dienstag an der Hauptversammlung der Lufthansa Group in Frankfurt teilnehmen – nicht nur als Betroffener, sondern auch als Aktionär des Unternehmens. Hintergrund sind interne Sicherheitsrichtlinien der Lufthansa Group, durch die seit Herbst 2025 viele moderne Elektrorollstühle mit fest verbauten Lithium-Akkus faktisch von der Beförderung ausgeschlossen werden. Betroffen sind insbesondere leistungsstarke Elektrorollstühle, wie sie von vielen Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen genutzt werden.
„Als Rollstuhlfahrer kann ich zwar an der Hauptversammlung teilnehmen. Mit meinem eigenen Rollstuhl fliegen kann ich aktuell aber nicht mehr“, erklärt Krösche. Besonders kritisch sieht er, dass Anfang 2026 neue Richtlinien der International Air Transport Association veröffentlicht wurden, die deutlich weniger restriktiv sind und verschiedene Sicherheitsmaßnahmen für den Transport entsprechender Mobilitätshilfen vorsehen.
Zudem existieren inzwischen mehrere Konzepte, die perspektivisch sogar das Reisen direkt im eigenen Rollstuhl innerhalb der Flugzeugkabine ermöglichen sollen. Eine konkrete Perspektive, wie die Lufthansa Group künftig mit dieser Entwicklung umgehen wird, habe er trotz direkter Anfrage bislang jedoch nicht erhalten.
Im Rahmen der Hauptversammlung möchte Krösche daher eine zentrale Frage stellen: „Wann kann ich wieder mit meiner Lufthansa fliegen?“
Für Krösche steht der Fall exemplarisch für eine größere Entwicklung: Menschen mit Behinderung müssen aktuell an vielen Stellen um gleichberechtigte Teilhabe kämpfen – auch im Bereich Mobilität. „Barrierefreiheit endet nicht am Hotel oder am Strand. Sie beginnt bereits bei der Möglichkeit, überhaupt anreisen zu können. Und leider ist auch über den Wolken die (Barriere-)Freiheit
aktuell nicht grenzenlos.“

Foto: Mallorca für Alle
PALMA (kobinet) Mallorca ist eine Insel – und für viele Menschen daher nur per Flugzeug erreichbar. Genau das wird für zahlreiche Nutzer moderner Elektrorollstühle jedoch zunehmend zum Problem. Der Nürnberger Medienunternehmer und Rollstuhlfahrer Bastian Krösche, der ebenso Initiator des Projekts "Mallorca für Alle" ist, das sich für barrierefreies Reisen auf und nach Mallorca einsetzt, wird deshalb am Dienstag an der Hauptversammlung der Lufthansa Group in Frankfurt teilnehmen – nicht nur als Betroffener, sondern auch als Aktionär des Unternehmens. Hintergrund sind interne Sicherheitsrichtlinien der Lufthansa Group, durch die seit Herbst 2025 viele moderne Elektrorollstühle mit fest verbauten Lithium-Akkus faktisch von der Beförderung ausgeschlossen werden. Betroffen sind insbesondere leistungsstarke Elektrorollstühle, wie sie von vielen Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen genutzt werden.
„Als Rollstuhlfahrer kann ich zwar an der Hauptversammlung teilnehmen. Mit meinem eigenen Rollstuhl fliegen kann ich aktuell aber nicht mehr“, erklärt Krösche. Besonders kritisch sieht er, dass Anfang 2026 neue Richtlinien der International Air Transport Association veröffentlicht wurden, die deutlich weniger restriktiv sind und verschiedene Sicherheitsmaßnahmen für den Transport entsprechender Mobilitätshilfen vorsehen.
Zudem existieren inzwischen mehrere Konzepte, die perspektivisch sogar das Reisen direkt im eigenen Rollstuhl innerhalb der Flugzeugkabine ermöglichen sollen. Eine konkrete Perspektive, wie die Lufthansa Group künftig mit dieser Entwicklung umgehen wird, habe er trotz direkter Anfrage bislang jedoch nicht erhalten.
Im Rahmen der Hauptversammlung möchte Krösche daher eine zentrale Frage stellen: „Wann kann ich wieder mit meiner Lufthansa fliegen?“
Für Krösche steht der Fall exemplarisch für eine größere Entwicklung: Menschen mit Behinderung müssen aktuell an vielen Stellen um gleichberechtigte Teilhabe kämpfen – auch im Bereich Mobilität. „Barrierefreiheit endet nicht am Hotel oder am Strand. Sie beginnt bereits bei der Möglichkeit, überhaupt anreisen zu können. Und leider ist auch über den Wolken die (Barriere-)Freiheit
aktuell nicht grenzenlos.“




