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3. Symposium Partizipativer Landschaftstrialog Psychiatrie und psychosoziale Versorgung

Logo partizipativer Landschaftstrialog
Partizipativer Landschaftrialog
Foto: Kellerkinder e.V.

Berlin (kobinet) Der Partizipative Landschaftstrialog ist ein Projekt der Selbstvertretungsorganisation Kellerkinder e. V. Berlin.

In unserem gleichberechtigten Austausch über Verbesserungen der psychiatrischen und psychosozialen Versorgungslandschaft durch die Umsetzung der Menschenrechte machen Beteiligte aller Interessengruppen mit.

Bereits seit der Auftaktveranstaltung realisieren wir alle Treffen und Veranstaltungen online. Über ein Jahr hinweg haben sich Teilnehmende in sechs Arbeitsgruppen getroffen und enorm viel und vielseitig über ihre Erfahrungen diskutiert. Insgesamt sind wir ca. 60 Teilnehmende in den Arbeitsgruppen und kommen aus allen Ecken der Bundesrepublik. Wir können uns auch über Online-Besuche aus der Schweiz und Italien freuen.

Corona-Warn-App wird erweitert

Grafik zur Corona-Warn-App
Corona-Warn-App erhält wichtige neue Fuktionen
Foto: Bundesregierung

Berlin (kobinet) Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wird mit neuen Funktionen erweitert. Behinderte Menschen, die diese App nutzen, warten gespannt auf die angekündigten wichtigen Verbeserungen.

Infektionsschutzgesetz im Bundestag

Foto zeigt Reichstagskuppel
Reichstagskuppel
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Angesichts alarmierender Corona-Zahlen in Deutschland beriet der Bundestag heute in erster Lesung über die von der Bundesregierung beschlossene Veränderungen des Infektionsschutzgesetzes. Intensivmedizer und das Robert Koch-Institut mahnten zum schnellen und entschlossenen Handeln. In der kommenden Woche soll die Neufassung des Gesetzes Bundestag und Bundesrat passieren.

Charité intensiv

Foto zeigt Station 43 der Charité
Station 43 der Charité in Berlin
Foto: rbb/Carl Gierstorfer/Docdays

Berlin (kobinet) Das rbb-Fernsehen zeigt eine vierteilige Dokuserie über den harten Alltag in der Intensivmedizin, wo um das Leben von Covid-Patienten gekämpft wird. Für „Charité intensiv: Station 43“ hat Dokumentarfilmer Carl Gierstorfer über Wochen das medizinische Personal begleitet.

Marco Rockert coacht zu Selbstbestimmung, Vielfalt und Akzeptanz

Porträt von Marco Rockert
Marco Rockert
Foto: ISL

Berlin/Ingelheim (kobinet) Marco Rockert arbeitet neben seinem Beruf als Coach und hat sich auf die Themen Motivation, Empowerment sowie die eigene Potenzialentwicklung spezialisiert. Den Perspektivwechsel und eine neue, selbstbestimmte Sicht auf Behinderungen zu wagen, ist seine Motivation, als Referent tätig zu sein. Zusätzlich dazu ist er Trainer im Bereich Gesundheit und Sport. Maria Trümper vom Projekt „CASCO – Vom Case zum Coach“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), das 2020 endete, führte mit ihm ein Interview über sein Wirken.

Der Kampf um das menschenrechtsbasierte Modell in der psychosozialen Versorgung wird mit den Folgen der Covid-19-Pandemie nicht leichter

Logo des Council of Europe
Europarat
Foto: Council of Europe

Berlin (kobinet) Ein Schreiben der Menschenrechtskommissarin des Europarats, das letzte Woche veröffentlich wurde, kritisiert eine unzureichende Umsetzung des menschrechtsbasierten Modells in der psychosozialen Versorgung. Diese unzureichende Umsetzung wird durch die Folgen der Covid-19-Pandemie noch verstärkt. Das Schreiben appelliert unter anderem daran, dass Menschen mit gelebten Erfahrungen dringend in politische Veränderungsprozesse wirksam miteinzubeziehen sind. Das Projekt vom Kellerkinder e.V., der „Partizipative Landschaftstrialog“, wird von der Menschenrechtskommissarin als gutes Beispiel aktiver, politischer Partizipation von Menschen mit Erfahrungsexpertise gelobt.

Dennoch steht ein langer Weg vor uns und durch Corona ist der Weg nicht unbedingt kürzer geworden…

Gespür für Gemeinsinn

Grafik zeigt Titel des neuen Buchs von Sahra Wagenknecht
Titel des neuen Buchs von Sahra Wagenknecht
Foto: campus

Berlin (kobinet) Auf der Jagd nach Twitter-Triumphen würden die großen sozialen Fragen verloren gehen. Das meint Sahra Wagenknecht in ihrem Buch „Die Selbstgerechten“, das morgen bei campus erscheint. Sie stellt darin ihr „Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt“ zur Diskussion. Wagenknechts Attacke gegen sogenannte Lifestyle-Linke hat schon vorher für Wirbel im Feuilleton der Medien gesorgt.

Anteiliges pauschales Pflegegeld erneut bestätigt.

Foto Geld
Geld
Foto: Irina Tischer

Hollenbach (kobinet) Mit einem Durchsetzungswillen, der seinesgleichen sucht, wird das anteilige pauschale Pflegegeld nach § 64a SGB XII von einigen wenigen Sozialhilfeträgern immer noch infrage gestellt. Unbeeindruckt von Aussagen der Regierung, von Politikern, Landesministerien, aber auch von Gerichten versucht man, den Berechtigten diese Zahlung wegzunehmen.

Ramadan mit Einschränkungen

Foto zeigt Moschee in Kreuzberg
Omar-Ibn-Al-Khattab-Moschee in Berlin-Kreuzberg
Foto: sch

Berlin (kobinet) Für viele der fast fünf Millionen Muslime in Deutschland beginnt morgen der islamische Fastenmonat Ramadan. Er endet am 12. Mai. An Corona erkrankte Muslime sind wie andere Kranke auch vom Fastengebot ausgeschlossen.

Hype um Luca-App – zunehmend Kritik

Foto zeigt Heiko Degenhardt
Heiko Degenhardt
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Das Marketing der Luca-App hat blendend funktioniert. Nun mehren sich aber kritische Stimmen. „luca wird in ganz Berlin dabei helfen, relevante Kontaktketten beim Auftreten einer Corona-Infektion nachzuvollziehen und das Land bei weiteren Öffnungsschritten konzeptionell zu unterstützen“, meint die zuständige Senatsverwaltung. 11 weitere Bundesländer wollen in diese App investieren, deren Funtionsweise Experten bemängeln.

Kampf für Menschenrechte auf Weltniveau – Happy Birthday Theresia Degener

Prof. Dr. Theresia Degener
Prof. Dr. Theresia Degener von BODYS
Foto: BODYS

Berlin/Erlangen/Schwelm (kobinet) Kaum jemand hat von Deutschland aus die internationale Behindertenpolitik so geprägt, wie Prof. Dr. Theresia Degener. Vor allem hat die renommierte Juristin entscheidend dazu beigetragen, dass diese als Menschenrechtspolitik verstanden und von den Vereinten Nationen auch so gehandhabt wird. Dass sie dabei nie die Tuchfühlung zur Behindertenbewegung verloren hat, zeigen die beiden Berichte von Dinah Radtke, die mit Theresia Degener bei vielen internationalen Treffen für die UN-Behindertenrechtskonvention gekämpft hat, und vom Hobby-Chronisten der kobinet-nachrichten Dr. Martin Theben. Heute, am 10. April kann Theresia Degener ihren 60. Geburtstags feiern, zu dem ihr die Redaktion der kobinet-nachrichten herzlich gratuliert.

Zeitzeugin Prof. Dr. Gisela Hermes berichtet

Porträt von Gisela Hermes
Prof. Dr. Gisela Hermes
Foto: privat

Kassel (kobinet) Prof. Dr. Gisela Hermes ist 1958 in Hollage bei Osnabrück geboren und Hochschullehrerin an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. In ihrer Forschung und Lehre verknüpft sie unter anderem Fragen der Inklusion mit der Geschlechterfrage behinderter Menschen. So heißt es auf der Internetplattform des Zeitzeugen-Projekts des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos). Dort kommen 40 Zeitzeug*innen aus der Behindertenbewegung zu Wort und schildern ihre Erfahrungen. Heute weisen die kobinet-nachrichten auf das Zeitzeugen-Interview mit Prof. Dr. Gisela Hermes hin.

Das Wohnzimmer wurde zum Debattencamp

Porträt von Katrin Gensecke
Bild von Katrin Gensecke
Foto: Susie Knoll

Gersdorf (kobinet) Katrin Gensecke, 49 Jahre, kandidiert für die SPD bei der Landtagswahl von Sachsen-Anhalt im Juni 2021. Bereits als Jugendliche scheute sie keine politischen Diskussionen. Lesen Sie mehr über Katrin Gensecke im folgenden Portrait:

Martina Scheel zeigt, wie lokale Partizipation gesellschaftliche Veränderung bewirkt

Porträt von Martina Scheel
Bild von Martina Scheel
Foto: ISL

Berlin/Oldenburg in Holstein (kobinet) Martina Scheel ist Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg. Sie engagiert sich aktiv in Arbeitsgruppen, Vereinen und Aktionsbündnissen und sensibilisiert für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Ihre thematischen Steckenpferde als Inklusionsbotschafterin und Referentin des CASCO-Projektes der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) sind u. a. Barrierefreiheit und die praktische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Maria Trümper vom Projekt „CASCO – Vom Case zum Coach“, das 2020 endete, führte mit ihr ein Interview über ihr Wirken.

Entscheidung in Sachen Rundfunkbeitragsermäßigung

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Greifswald (kobinet) Henry Spradau aus Greifswald hat sich eine Entscheidung des Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg zum Merkzeichen RF in Sachen Rundfunkbeitragsermäßigung und die dazugehörige Begründung genauer angeschaut und berichtet darüber für die kobinet-nachrichten.

Weltgesundheitstag: Impfstoffe gerecht verteilen

Grafik zeigt Logo der Grünen im Bundestag
Grüne im Bundestag
Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Berlin (kobinet) Zum Weltgesundheitstag haben die Grünen ihre Forderung bekräftigt, Impfstoffe global gerecht zu verteilen. Maria Klein-Schmeink, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Gesundheitspolitik, und Ottmar von Holtz, Berichterstatter für Globale Gesundheit erklärten: „In der globalisierten Welt lassen sich die wichtigsten Faktoren für die Gesundheit der Menschen nicht mehr allein auf nationaler Ebene beeinflussen.“

Stillstand per Gesetz?

Foto zeigt Ausschnitt Berliner Behindertenzeitung
Ausschnitt aus Berliner Behindertenzeitung
Foto: sch

Berlin (kobinet) Am Entwurf für ein deutsches Barrierefreiheitsgesetz kritisiert der Berliner Behindertenverband wie viele andere Verbände sogenannte Übergangsfristen. „Mit Übergangsfristen bis ins Jahr 2035 wird dem digitalen Wandel per Gesetz Stillstand verordnet“, warnt die Berliner Behindertenzeitung in ihrer April-Ausgabe.

Keiner kann kontinuierlich kämpfen: Eine Behinderung ist keine Bringschuld

Franz-Josef Hanke
Franz-Josef Hanke
Foto: Franz-Josef Hanke

Marburg/Lahn (kobinet) Passend zur derzeitigen Kampagne für ein gutes Barrierefreiheitsrecht hat der blinde Journalist Franz-Josef Hanke den kobinet-nachrichten einen Kommentar zugesandt, den er nach der Wahl zum Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Marburg verfasst hat, weil die Ergebnisse nur als Grafik und damit für ihn als blinder Mensch nicht zugänglich präsentiert wurden. „Als Journalist bin ich in Marburg hauptberuflich seit 35 Jahren tätig. marburg.news mache ich seit nunmehr 21 Jahren. Manche Menschen in der Pressestelle sind kaum älter als meine Berufserfahrung“, schreibt Franz-Josef Hanke und ärgert sich darüber, dass er immer wieder zum Kämpfen für Barrierefreiheit gezwungen wird.

E-Trike für Rollstuhlfahrer

Foto zeigt Paul Stappenbeck mit seinem E-Trike
Paul Stappenbeck mit seinem E-Trike
Foto: Paul Stappenbeck

Berlin (kobinet) Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hat heute in seiner Fernsehsendung zibb über ein E-Trike für Rollstuhlfahrer berichtet. Paul Stappenbeck aus Berlin entwickelte einen Prototyp.

Gemeinsamer Kraftakt gegen Corona

Foto zeigt Bundespräsident beim Impfen mit AstraZeneca
Bundespräsident Steinmmeier beim Impfen mit AstraZeneca
Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler

Berlin (kobinet) Weltweit feiern die Menschen Ostern in der Hoffnung, dass die Corona-Pandemie überwunden werden kann. In Deutschland hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Osteransprache die Bürgerinnen und Bürger zu einem gemeinsamen Kraftakt aufgerufen, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen.

Londoner E-Taxi in Berlin

Foto zeigt Ausschnitt aus der Berliner Zeitung
Serkan Demir mit seinem Taxi
Foto: sch

Berlin (kobinet) Serkan Demir besitzt das erste Londoner E-Taxi in Berlin. Das berichtet die Berliner Zeitung in ihrer Oster-Ausgabe. Ein Reporter des Hauptstadt-Blatts hat mit einer Fahrt durch Mitte, Kreuzberg, Tempelhof und Schöneberg das Taxi getestet, das seit knapp drei Wochen unterwegs ist.

Gravierende Reförmchen in der Notaufnahme

Blumen auf Beet
Ersteinschätzungssysteme in der Notaufnahme
Foto: Lippert

Berlin (kobinet) Von überfüllten ambulanten Notaufnahmen und überarbeitetem Personal in Notaufnahmen wird bereits seit längerem berichtet. Diese unzureichenden Verhältnisse zeichneten sich auch schon vor der Corona- Krise ab und riefen seit längerem nach einer großen Reform der medizinischen Notfallversorgung. Es geht sogar aus einer vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie hervor, dass viele Menschen wegen der Pandemie die Krankenhäuser meiden. Das führt zu der Situation, dass zwar die Intensivbetten knapp sind, aber ambulante Notaufnahmen weniger belastest.

Zeitzeuge Hans-Günter Heiden berichtet

Hans-Günter Heiden mit Mikrofon
Netzwerk-Sprecher H.-Günter Heiden
Foto: privat

Berlin (kobinet) Hans-Günter Heiden wurde 1953 in Düren im Rheinland geboren. Er ist u.a. freiberuflicher Publizist und seit vielen Jahren in der Lobbyarbeit für die Gleichstellung behinderter Menschen aktiv, so auch derzeit für ein gutes Barrierefreiheitsrecht. „Sein Begriff von Behinderung ist nicht medizinisch, sondern menschenrechtlich begründet“, heißt es u.a. im Vorspann eines Zeitzeugen-Interviews des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), in dem Hans-Günter Heiden über seine vielfältigen Erfahrungen mit der Behindertenpolitik und -bewegung spricht.

Ostern im Krieg

Grafik zeigt Logo der Hilfsorganisation
Neues Logo von Handicap International
Foto: HI

München (kobinet) Ostersonntag ist der Internationale Tag der Aufklärung über die Minengefahr. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf Risiken und die hohe Verseuchung durch Landminen, explosive Kriegsreste, Sprengfallen und improvisierte Minen hin.Vor allem in Wohngebieten ist das Leben der Zivilbevölkerung bedroht und macht die Rückkehr zu einem normalen sozialen und wirtschaftlichen Leben unmöglich.

Die Krüppel und die Lahmen? Ab in Speisesaal 1

Bild von einem Waldweg
Ein nicht wirklich barrierefreier Waldweg
Foto: Gracia Schade

Kassel (kobinet) Wenn einer eine Reise tut, dann kann er dem Sprichwort zufolge viel erleben. Wenn eine eine Reha macht, aber auch – vor allem, wenn sie einen Elektrorollstuhl nutzt. Dies zeigt ein ironisch geprägter Zwischenbericht den Gracia Schade den kobinet-nachrichten aus ihrer derzeitigen Reha geschickt hat, bei der sie schon so manches erleben konnte.

30 Jahre Selbstbestimmt

Foto zeigt Martin Fromme
Martin Fromme seit zehn Jahren im Einsatz für das Magazin
Foto: mdr/Mia Medea

Leipzig (kobinet) 30 Jahre Selbstbestimmt – Die Sendung zum Jubiläum des Magazins feiert Geburtstag am 11. April im MDR Fernsehen und schaut auf 30 ereignisreiche Jahre zurück, teilte heute der Sender mit.

Lieber leben

Foto zeigt den Hauptdarsteller Ben
Ben (Pablo Pauly) im Film von Fabien Marsaud
Foto: Arte

Straßburg (kobinet) Der deutsch-französische Kultursender Arte zeigt heute Abend um 20.15 Uhr den Film „Lieber leben“ von dem franzöischen Poetry-Slammer und Musiker Fabien Marsaud, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Grand Corps Malade (Großer kranker Körper).

Uwe Wypior coacht in Sachen Inklusion und Behindertenpolitik

Uwe Wypior
Uwe Wypior
Foto: privat

Berlin/Wallenhorst (kobinet) Uwe Wypior ist nicht nur CASCO-Coach und Inklusionsbotschafter, sondern engagiert sich politisch für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention: In Hochschulen, Gewerkschaften und Verbänden gibt er sein Fachwissen zu Bewusstseinsbildung, politischer Teilhabe und das menschenrechtliche Verständnis von Behinderung weiter. Sein Mottto: „Barrierefreiheit beginnt in den Köpfen.“ Maria Trümper vom Projekt „CASCO – Vom Case zum Coach“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), das 2020 endete führte mit Uwe Wypior ein Interview über sein Wirken.

Endlich geimpft

Foto zeigt Journalist mit Maske
kobinet-Korrespondent mit Maske
Foto: sch

Berlin (kobinet) Heute der zweite Pieks in den Oberarm. Am kommenden Dienstag, sagt die Ärztin, entfaltet der Impfstoff die volle Schutzwirkung gegen den Virus. Unangenehme Nebenwirkunen keine. Darum mal ein positiver Bericht des Berliner kobinet-Korrespondenten. Der soll aber nicht über die ungelösten Probleme von behinderten Menschen hinwegtäuschen, die weiter auf einen Impftermin warten.

Teilhabestärkungsgesetz oder eher Teilhabestagnations-Gesetz?

Jessica Schröder
Jessica Schröder
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) Für Jessica Schröder von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) wird es endlich Zeit, dass sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages behinderten Menschen zuzuwenden und für alle eine barrierefreie, gleichberechtigte und teilhabeorientierte Gesellschaft zu gestalten. So zumindest ihr Resümee von der Bundestagsdebatte zum Teilhabestärkungsgesetz vom 26. März, zu der sie folgenden Kommentar verfasst hat:

Rückblick auf EMMA-Berichte von 1981 zu Frauen mit Behinderung

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Trotz um eine Stunde vorgestellter Uhr, die uns weiter voran in den Frühling bringt, blickt der Hobby-Chronist Dr. Martin Theben 40 Jahre zurück. Bei seinen Recherchen zum UNO-Jahr der Behinderten von 1981 ist er u.a. auf die Ausgabe 5/81 des Frauenmagazins EMMA gestoßen. Passend zum UNO-Jahr waren dort Frauen mit Behinderung Thema und berichteten über ihre Situation.

UN-BRK: Für das Recht auf Zugang zur Justiz muss gekämpft werden

ein Photo mit Schriftzug Barierefrei ohne Etikett
Barrierefreier Zugang zur Justiz
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) In einem Reflexionspapier des MHE (Mental Health Europe), werden europaweite Praktiken vorgestellt, die inklusiv den Zugang zur Justiz für Menschen mit psychosozialen Behinderungen fordern und die generell das Menschenrecht zur Durchsetzung von Selbstbestimmungsrechten fördern. Das Reflexionspapier enthält Verweise auf die neue EU-Strategie für Behindertenrechte 2010-2030. Wir Kellerkinder freuen uns, als Good-Practice Beispiel für Deutschland mit unserem partizipativen Landschaftstrialog und der Vereinsarbeit generell aufgelistet worden zu sein (S. 12). Bisher steht das Dokument nur in englischer Sprache zur Verfügung.

Zeitzeuge Georg Gabler berichtet

Porträt von Georg Gabler
Georg Gabler
Foto: privat

Frankfurt am Main (kobinet) „Georg Gabler ist 1944 in Saarbrücken geboren und lebt seit 1967 in Frankfurt am Main. Er ist Spastiker und halbseitig gelähmt. Er war und ist ein Aktivist in der Behindertenbwegung und hat die Zeit der aktionistischen Behindertenbewegung in Deutschland miterlebt und mitgestaltet. 1975 besuchte er in Frankfurt den Volkshochschulkurs von Ernst Klee.“ So heißt es im Vorspann eines Zeitzeugen-Interviews des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), in dem Georg Gaber über seine vielfältigen Erfahrungen mit der Behindertenpolitik und -bewegung spricht.

Bahn an den Kragen gehen

Kay Macquarrie wartet auf den Hublift
Kay Macquarrie vor Einstiegsbarrieren eines ICE
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Viel Zeit ist vergangen, doch die Bahn bewegt sich nicht einen deutlichen Meter Richtung Barrierefreiheit. Fahren dürfen wir im Fernverkehr nur zu “Öffnungszeiten” der Bahn. Also nur dann, wenn Personal da ist und es Zeit hat. Das ändern wir jetzt! Reisen zu allen Zeiten, zu denen Züge fahren. Das berichtet Kay Macquarrie in einem Update zu seiner Petition, die bis heute 118.932 Menschen unterschrieben haben.

Frank Belling informiert über die Rechte von Menschen mit Lernschwierigkeiten

Porträt von Frank Belling
Frank Belling
Foto: ISL

Berlin/Hamburg (kobinet) Frank Belling ist immer am Ball in Sachen Inklusion. Wenn er in seiner Freizeit nicht gerade inklusiven Tanz betreibt oder als Behindertenaktivist engagiert ist, dann prüft er Texte in Leichter Sprache hin auf ihre Verständlichkeit oder bewegt sich auf politischem Eis für die Belange behinderter Menschen. Er ist Mitglied im Werkstattrat und setzt sich dort für die Umsetzung von Grund- und Menschenrechten ein. Maria Trümper vom Projekt „CASCO – Vom Case zum Coach“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) führte mit Frank Belling ein Interview über sein Wirken als Referentin und sein Engagement.

Lockdown bis Mitte April

Kanzleramt
Kanzleramt
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Lockdown gegen die Corona-Pandemie in Deutschland wird wegen rasch steigender Infektionszahlen bis zum 18. April verlängert. Das haben Bund und Länder bei ihrem Treffen im Kanzleramt beschlossen.

Zwangsmaßnahmen: UN-BRK in Gefahr

Eine schwarze Linie geht kreuz und quer über das Papier, wie Irrgarten
Langer Weg zum Menschenrecht
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Seit einigen Jahren diskutiert der Europarat ein Rechtsinstrument mit dem Titel „Entwurf eines Zusatzprotokolls zum Schutz der Menschenrechte und der Würde von Menschen mit psychischen Störungen in Bezug auf unfreiwillige Unterbringung und unfreiwillige Behandlung“. Dieses Protokoll ist ein zusätzliches Protokoll zur „Konvention über Menschenrechte und Biomedizin“. Die Konvention ist besser bekannt als Oviedo-Konvention des Europarates und ist ein individueller, rechtsverbindlicher Vertrag im Völkerrecht.

Das möglicherweise entstehende Zusatzprotokoll stellt eine klare Gefahr dar, die UN-BRK und ihre Forderung nach Freiheit und Sicherheit behinderter Menschen, zu unterwandern.

Zeitzeuge Uwe Frevert berichtet

Porträt von Uwe Frevert
Uwe Frevert
Foto: privat

Kassel (kobinet) Uwe Frevert wurde 1957 in Benediktbeuern in Bayern geboren. Er ist Geschäftsführer beim Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen – SliN, eine Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatungsstelle (EUTB®) in Kassel. Mit knapp zwei Jahren erkrankte er an Kinderlähmung und ist seitdem auf einen Rollstuhl und Assistenz angewiesen. In einem Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) spricht Uwe Frevert über seine vielfältigen Erfahrungen.

Digitale Barrierefreiheit umfassend verwirklichen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Mehr Barrierefreiheit umsetzen, meint die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention anlässlich der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der europäischen Richtlinie „European Accessibility Act“.

Maria Stafyllaraki Von Null auf Hundert ins Kasseler Stadtparlament

Porträt von Maria Stafyllaraki
Maria Stafyllaraki
Foto: Anja Koehne

Kassel (kobinet) Maria Stafyllaraki hat sich über viele Barrieren aufgeregt, die ihr als Rollstuhlnutzerin und Menschen mit anderen Behinderterungen den Alltag erschweren und einschränken. Deshalb ist sie zur Wahl für das Kasseler Stadtparlament angetreten. Von den Grünen wurde sie auf Listenplatz 19 für die Kommunalwahl am 14. März aufgestellt, was ein ehrgeiziges Ziel war. Nun liegt das Ergebnis der Wahlen in Kassel vor, wo die Grünen fortan mit 28,7 Prozent stärkste Kraft sind – und Maria Stafyllaraki hat’s geschafft. Sie wurde in die Kasseler Stadtverordnetenversammlung und auch noch in den Ortsbeirat gewählt. kobinet-Redakteur Ottmar MIles-Paul sprach mit der sehr glücklichen Stadtverordneten in spe nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses.