Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Gracia Schade stellt sich den kobinet-Leser*innen vor

Gracia Schade schaut in eine Glaskugel
Gracia Schade schaut in eine Glaskugel
Foto: privat

Nieder-Olm (kobinet) Dass die Corona-Pandemie auch etwas gutes haben kann, das wird aus den Ausführungen von Gracia Schade deutlich. Denn es hat sie zum Schreiben gebracht - und das auch für die kobinet-nachrichten -, bei all den anderen Einschränkungen, die sie derzeit hinnehmen muss. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Gracia Schade aus Nieder-Olm folgendes Interview, in dem sich die neue kobinet-Korrespondentin aus Rheinland-Pfalz den kobinet-Leser*innen vorstellt.

kobinet-nachrichten: Gracia, seit kurzem schreibst du Beiträge für die kobinet-nachrichten. Stell dich doch bitte den Leser*innen der kobinet-nachrichten einmal kurz vor.

Gracia Schade: Ich bin 47 Jahre, wohne in einer Kleinstadt in der Nähe von Mainz. Hauptberuflich bin ich Mitarbeiterin des ZsL Mainz. Dort bin ich verantwortlich für das Projekt "Kommune Inklusiv Verbandsgemeinde Nieder-Olm“.

kobinet-nachrichten: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Gracia Schade: In den vergangenen Jahren habe ich fast immer nur Sachberichte und Projektanträge geschrieben. Im Corona-Herbst überlegte ich, was ich Sinnvolles machen könnte, um meine grauen Zellen herauszufordern. Ich entschied mich für einen Fernlehrgang "Journalismus“. Eigentlich mit dem Ziel, in den Bereichen Social Media und Videopodcast mehr zu lernen. Nach meinen ersten beiden Einsendeaufgaben merkte ich, dass mir das Schreiben von Texten richtig Spaß macht. Meine Tutorin ermutigte mich, die Texte zu veröffentlichen.

kobinet-nachrichten: Du unterstützt nun das Team der kobinet-nachrichten. Was ist dein Ziel damit?

Gracia Schade: Ich sehe mich quasi als das "Feuilleton“ der kobinet-nachrichten. Ich möchte Menschen vorstellen, denen Inklusion wichtig ist, oder die einen Beitrag dafür leisten. Das Merkmal Behinderung soll dabei nicht im Vordergrund stehen, sondern der Mensch als Ganzes. Wir Menschen mit Behinderung wollen nicht über unsere Behinderung definiert werden. Natürlich werde ich auch Themen aufgreifen, die Selbststimmung und Teilhabe zum Inhalt haben. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern. Meine Texte sollen zeigen, dass man Dinge immer von verschiedenen Seiten betrachten kann. Schön wäre, wenn sie zur Bewusstseinsbildung im Sinne der Inklusion etwas beitragen könnten.

kobinet-nachrichten: Was bedeutet dir das Schreiben zu Zeiten der Corona-Pandemie?

Gracia Schade: Es verschafft mir ein wenig mehr Distanz zum Thema Inklusion. Wir haben in den letzten Monaten viele Entscheidungen ertragen müssen, die für uns zum Nachteil sind. Für mich heißt es aktuell, dass ich meinen Beruf nicht so ausüben kann, wie ich es von mir erwarte. Um mich zu schützen, muss ich sehr zurückgezogen leben. Das erste Mal in meinem Berufsleben ist meine Behinderung definitiv ein Nachteil. Das muss ich akzeptieren, aber nicht gut finden. Vielleicht ist das Schreiben auch ein Weg, anders mit dem Thema umzugehen, ohne es zu verraten. Inklusion wird immer ein Herzensthema von mir sein.

kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview und gute Inspiration beim Schreiben.

Links zu bisherigen Beiträgen von Gracia Schade für die kobinet-nachrichten

Kultur auf der Couch – Mehr Schein als Sein - kobinet-nachrichten vom 26.1.2021

Sie tanzt schon mal über den Flur ins Büro - kobinet-nachrichten vom 22.1.2021

Sie sind der Ersatz ihrer Arme und Beine - kobinet-nachrichten vom 20.1.2021

Wir sind wie Hebammen - kobinet-nachrichten vom 17.1.2021

Nieder-Olm (kobinet) Kategorien Interview

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sijqrst