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Zeitzeuge Dr. Faraj Remmo berichtet

Dr. Faraj Remmo
Dr. Faraj Remmo
Foto: bifos

Bielefeld (kobinet) Dr. Faraj Remmo wurde 1969 in Beirut im Libanon geboren und ist ursprünglich kurdischer Abstammung. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Diversity und Inklusion“ an der Universität Bielefeld; im Zentrum für Lehren und Lernen (ZLL). Mit 15 Jahren kam er als Bürgerkriegsflüchtling und Asylbewerber dauerhaft nach Berlin. Seit einem Badeunfall mit 20 Jahren ist er querschnittgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Nach dem Unfall holte er sämtliche Schulabschlüsse nach, studierte Pädagogik und Soziologie an der Universität Bielefeld und schlug eine wissenschaftliche Laufbahn ein. Zehn Jahre war er auch sachkundiger Bürger im Integrationsamt der Stadt Bielefeld.“ So heißt es zum Zeitzeugen-Interview für das Zeitzeugen-Projekt des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Dr. Faraj Remmo, in dem dieser über seine Erfahrungen berichtet.

Blind studieren

Foto zeigt zwei Frauen am Computer mit Braille-Zeile
Computerarbeit mit Braille-Zeile
Foto: DBSV/Friese

Berlin (kobinet) Nach erfolgreichem Studium arbeiten blinde Menschen in vierlerlei Berufen. Der Computer gehört in Ausbildung und Beruf dazu. Verbände und Initiativen unterstützen. Ein virtuelles Orientierungsseminar im Oktober kann für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen und andere Studieninteressierte interessant sein.

Baerbock will Rückzahlung der Corona-Kredite auf 50 Jahre strecken

Annalena Baerbock im Gespräch mit Verena Bentele
Annalena Baerbock im Gespräch mit Verena Bentele
Foto: Peter Himsel

Berlin (kobinet) Annalena Baerbock, die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, erteilt einer einmaligen Vermögensabgabe zur Finanzierung der Corona-Kosten eine Absage: „Aus meiner Sicht ist es mit Blick auf die Corona-Kredite einfacher und schneller hinzubekommen, wenn man einfach die Tilgung streckt.“ Die Spitzenkandidatin der Grünen war zu Gast in einer Sonderausgabe des Podcasts der VdK-Präsidentin „In guter Gesellschaft – Bentele hakt nach.“ Das Gespräch wurde auch im Video aufgezeichnet.

Im Comenius-Garten erfahren

Foto zeigt Denkmal im Comenius-Garten
Comenius-Denkmal von 1992 des Bildhauers Josef Vajce
Foto: sch

Berlin (kobinet) Vor mehr als 300 Jahren flohen protestantische Böhmen vor Verfolgung aus ihrer Heimat. Im Berliner Multikulti-Bezirk Neukölln sind ihre Spuren bis heute sichtbar. Der Comenius-Garten am Böhmischen Dorf (Český Ryksdorf) ist bei integrativen Kindergärten beliebt.

Zeitzeuge Tobias Reinarz berichtet

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Jena (kobinet) „Tobias Reinarz ist im Jahr 1953 geboren und bekam im Alter von drei Jahren Kinderlähmung. Sein Gesundheitszustand war das erste halbe Jahr danach sehr kritisch. Mit Beginn des Studium der Psychologie engagierte er sich über 25 Jahre für die ‚Selbstbestimmt-Leben-Bewegung‘ u.a als Geschäftsführer des ZSL Köln. Heute arbeitet er als Psychoanalytiker in eigener Praxi und lebt mit seiner Familie auf dem Lande.“ So heißt es zum Zeitzeugen-Interview für das Zeitzeugen-Projekt des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Tobias Reinarz, in dem dieser über seine Erfahrungen berichtet.

Zeitzeuge Ralph Raule berichtet

bifos Logo
Logo des bifos
Foto: bifos

Hamburg (kobinet) „Ralph Raule wurde 1966 in Wiesbaden geboren und ist Sozialunternehmer und Behindertenpolitiker. Infolge einer Erkrankung in seiner Kindheit wurde er gehörlos und besuchte eine Gehörlosen- und Schwerhörigen-Schule. Nach dem Abitur machte er zunächst eine Ausbildung zum Diplom-Kaufmann und studierte dann an der Universität Mainz und der Fern-Universität Hagen Betriebswirtschaftslehre. Seit der Mitgründung des im Sinne inklusiver Arbeitsmarktpolitik geführten Sozialunternehmens Gebärdenwerk GmbH (‚Die Spezialisten für Gebärdensprache‘) 2003 setzt er sich für die Verbreitung der Gebärdensprache und das Recht hörbehinderter Menschen auf Gebärdendolmetscher ein.“ So heißt es zum Zeitzeugen-Interview für das Zeitzeugen-Projekt des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Ralph Raule, in dem dieser über seine Erfahrungen berichtet.

Impfnachweis im Handy

Foto zeigt Muster-Handy mit Impfnachweisi
Impfschutz gegen Corona im Handy
Foto: RKI

Berlin (kobinet) Einfach. Sicher. Papierlos. So wirbt das Robert Koch-Institut für den digitalen Impfpass. Sein Server schien heute, wieder stark in Anspruch genommen zu sein. Doch nach wenigen Minuten in meiner Marzahner Apotheke wird nun der SARS-Cov-2 Impfschutz von der Corona Warn-App in meinem Mobiltelefon angezeigt.

Buch vorgestellt: Blind mit Kind von Hannah Reuter

Ansicht des Buches "Blind mit Kind"
Buntes Buchcover, darauf der Text „Hannah Reuter: Blind mit Kind“ und viele Silhouetten von Menschen und Hunden in grün, rot, gelb, blau und pink in verschiedenen Farbabstufungen. Die Silhouetten überschneiden sich und gehen ineinander über, sodass ein buntes Wirrwarr entsteht.
Foto: w_orten & meer gmbh verlag für verbindendes diskriminierungskritisches handeln

Berlin (kobinet) Der Verlag w_orten & meer gmbh, verlag für verbindendes diskriminierungskritisches handeln www.wortenundmeer.de bat uns, dieses Buch bekannt zu machen. Der Text stammt vom Verlag w_orten & meer.

Zeitzeugin Doris Mischon-Vosselmann berichtet

Bild von Doris Mischon-Vosselmann
Doris Mischon-Vosselmann
Foto: bifos

Berlin (kobinet) Doris Mischon-Vosselmann ist 1949 in Bad Bergzabern in der Pfalz geboren und im Alter von sieben Jahren an Polio erkrankt. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie auf dem elterlichen Bauernhof. Nach dem Abitur über den zweiten Bildungsweg studierte sie Germanistik und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien in Mainz und Berlin. Von 1980 an war sie als Lehrerin in Berlin tätig, die letzten Jahre als stellvertretende Schulleiterin an einem Gymnasium in Berlin Neukölln. Seit August 2015 ist sie im Ruhestand. In ihrem Zeitzeuginnen-Interview für das Zeitzeugen-Projekt des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) berichtet sie über ihren beruflichen Weg, gesellschaftliche Barrieren sowie die Notwendigkeit, gefordert und gefördert worden zu sein.

Gesundheitsminister bleibt unter Kritik

Jens Spahn
Jens Spahn
Foto: BMG

Berlin (kobinet) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht in den Medien weiter unter Kritik. Der Leiter des Ministeriums erweise sich immer wieder als optimierungsbedürftig, meint heute die Berliner Zeitung.

Masken-Affäre im Bundestag

Jens Spahn
Jens Spahn
Foto: BMG

Berlin (kobinet) Die aktuelle Stunde über vermeintlich minderwertige Corona-Schutzmasken hat heute im deutschen Bundestag behinderte Beobachter nicht viel klüger gemacht. Sachliche Aufklärung ist weiter nötig.

Spahns Politik gefährlich

Portrait Corinna Rüffer
Corinna Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zum Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, unzureichend geprüfte Corona-Masken unter anderem an Menschen mit Behinderung zu verteilen, erklärt Corinna Rüffer heute, seine Corona-Politik sei eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen.

Ernste Bedenken

Foto zeigt Raul Krauthausen und Jens Spahn
Ernste Bedenken vorgetragen
Foto: Anne Gersdorff

Berlin (kobinet) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht nach fragwürdigen Vorgängen um minderwertige Corona-Masken weiter unter Kritik. Vom Koalitionspartner SPD und aus der Opposition wird dem Minister Fehlverhalten vorgeworfen. Bundeskanzlerin und Kanzlerkandidat der Union verteidigen heute ihren Parteifreund. Die emanzipierte Behindertenbewegung fordert seinen Rücktritt.

Nutzlose Schutzmasken für Behinderte?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Das Gesundheitsministerium von Jens Spahn steht unter Kritik, weil massenweise fehlerhafte und nutzlose Masken an sozial benachteiligte und behinderte Menschen ausgegeben werden sollten. „Dreist und ohne Anstand“ nannte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil die vom Nachrichtenmagazin Spiegel enthülten Pläne.

Katrin Gensecke: Dieses Mal bin ich selbst die Kandidatin

Porträt von Katrin Gensecke
Bild von Katrin Gensecke
Foto: Susie Knoll

Gersdorf (kobinet) Seit über zehn Jahren hat Katrin Gensecke Kandidat*innen im Wahlkampf unterstützt. Dieses Mal steht sie selbst zur Wahl – nämlich auf dem aussichtsreichen Listenplatz 7 der SPD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag, den 6. Juni. Wie ihr Wahlkampf in Pandemie-Zeiten läuft und welche Erfahrungen sie gemacht hat, schildert Katrin Gensecke im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul.

Zeitzeuge Ottmar Miles-Paul berichtet

Porträt von Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) „Ottmar Miles-Paul (Jahrgang 1964) lebt seit seiner Geburt mit einer Sehbehinderung und wohnt in Kassel. Als ‚Strippenzieher‘ beteiligt er sich immer wieder an Projekten und Kampagnen, war Geschäftsführer der ISL e.V. und Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen des Landes Rheinland-Pfalz. Seit 2014 arbeitet er für behindertenpolitische Projekte und Kampagnen.“ So heißt es zum Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Ottmar Miles-Paul auf der entsprechenden Internetseite des Zeitzeug*innen-Projektes. Dort berichtet er über seine vielfältigen Erfahrungen.

kobinet-Monatsrückblick im IGEL-Podcast

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg (kobinet) Die Episode 10 des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) vom Inklusionator Sascha Lang dreht sich um die kobinet Nachrichten, bzw. um einen Monatsrückblick mit Ottmar Miles-Paul über die Berichterstattung in den kobinet nachrichten im Mai 2021 und die Themen, die im letzten Monat behindertenpolitisch relevant waren.

Inklusive Arbeitsmärkte in Krisenzeiten – Ein Gespräch mit Shekulo Tov (Israel)

Logo von Shekulo Tov
Logo von Sheulo Tov
Foto: Shekulo Tov

Berlin (kobinet) Shekulo Tov ist eine über ganz Israel hinweg arbeitende Organisation, die Menschen mit psychosozialen Behinderungen unterstützt ihren Weg in den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsmarkt zu gehen und ein selbstbestimmtes und aktives Leben in der Gemeinschaft zu führen.

Für ihre innovative Arbeit sind sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Darüber hinaus bietet Shekulo Tov (zu Deutsch: Alles wird gut) Integrative Unit Model-Strategien und Schulungen an, die international genutzt werden, um inklusive, allgemeine Arbeitsmärkte zu gestalten.

Euthanasie-Mahnmal für Leipzig

Foto zeigt Ursula Heidrich
Ursula Heidrich war Opfer der Nazi-Verbrechen
Foto: LBV

Leipzig (kobinet) Jetzt soll endlich ein Vorhaben verwirklicht werden, das der Leipziger Behindertenverband schon vor 16 Jahren anregte: ein Mahnmal zum Gedenken der Opfer von Euthanasie der Nazi im Dritten Reich. Es soll in diesem Jahr auf dem Uni-Bildungscampus entstehen. Das teilte Prorektor Professor Thomas Hofsäss der Leipziger Volkszeitung mit.

Berlin so wunderbar

Foto zeigt luca QR
Luca für die Liegewiese an der Spree
Foto: sch

Berlin (kobinet) Bei sinkenden Corona-Zahlen trafen sich jetzt zwei alte Freunde nach langer Pause am Berliner Hauptbahnhof. Der Zug mit dem Berliner aus Jüterbog kam pünktlich, ebenso die S-Bahn vom Marzahner Springpfuhl. Doch dann begannen die Probleme der beiden „alten Säcke“, wie sich die noch ein wenig aktiven Journalisten selbst gern nennen.

Zeitzeuge Karl-Heinz Miederer berichtet

bifos Logo
Logo des bifos
Foto: bifos

Erlangen (kobinet) „Karl-Heinz Miederer, geboren 1959, aufgewachsen in ländlicher Region in Franken. Wegen seiner progredienten Muskelatrophie ist er seit seinem 10. Lebensjahr auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit 15 zog er in ein Internat und besuchte von dort aus das Gymnasium in Altdorf. Er studierte Psychologie in Erlangen und engagierte sich dort in der Studenteninitiative Behinderter (STIB). 1988 wurde er Mitbegründer, dann Vorstand des Erlanger Zentrums für selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. Er widmete sich dem Peer Counseling, Fragen der Assistenz und schließlich dem Zugang behinderter Menschen zum Arbeitsleben, was Ende der 90er Jahre in die Ausgründung der Access GmbH mündete.“ So heißt es zum Zeitzeugen Interview des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Karl-Heinz Miederer auf der entsprechenden Internetseite des Zeitzeug*innen-Projektes. Dort berichtet er über seine vielfältigen Erfahrungen.

Fußball-EM-Team in Gebärden

Grafik zeigt Poster mit Torhüter Neuer
Poster mit Manuel Neuer
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Mit einem Fußball-Poster in Gebärdensprache wollen die Aktion Mensch und der DFB den inklusiven Fußballgedanken unterstützen. Die Namen der Nationalspieler sind darauf in Gebärden dargestellt. Torhüter Manuel Neuer wird beispielsweise wegen seines Namens mit der Gebärde für „neu“ dargestellt.

Werner Walter nutzt ganzheitlichen Ansatz für seine Referententätigkeit

Werner Walter
Werner Walter
Foto: ISL

Berlin / Kaiserslautern (kobinet) Werner Walter ist sowohl beruflich als auch persönlich eng verbunden mit dem Thema „Leben mit psychischen Beeinträchtigungen“. Diese Perspektive nutzt er, um seine Erfahrungen nicht nur als CASCO-Coach, sondern auch als EX-IN Genesungsbegleiter weiterzugeben und Brücken zu schlagen. Maria Trümper vom Projekt „CASCO – Vom Case zum Coach“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), das 2020 endete, führte mit ihm ein Interview über sein Wirken.

Andreas Gursky in Leipzig

Foto zeigt diskutierende Besucher im Museum
Pfingsten in der Andreas-Gursky-Schau
Foto: pinf

Berlin (kobinet) Noch bis zum 22. August ist die Andreas-Gursky-Schau im Leipziger Museum der bildenden Künste zu sehen. Der international renommierte Fotokünstler stellt erstmals in seiner Geburtsstadt aus.

Gendern bei kobinet

Foto zeigt Wolken über dem Kienberg in Berlin-Marzahn
Wolken über Berlin
Foto: sch

Berlin (kobinet) Bei kobinet wird seit einiger Zeit fröhlich gegendert. Beschlossen wurde das nicht, etwa in einer Sitzung der Redaktion oder des Vereins. Das kobinet-Team veröffentlicht gern Informationen und Berichte aus der Szene. Manchen Autorinnen und Autoren ist gendern wichtig. Der Berliner kobinet-Korrespondent warnt heute davor, die deutsche Sprache regulieren zu wollen. Die bisher üblichen Genderzeichen sind bekanntlich nicht barrierefrei.

Zeitzeugin Anneliese Mayer berichtet

Anneliese Mayer
Anneliese Mayer
Foto: privat

Marburg/Lahn (kobinet) Anneliese Mayer, geboren 1957, wuchs in dem bayerischen Dorf Ebersbach in der Nähe von Neu-Ulm auf und lebt heute in Marburg. Seit ihrer Geburt hat sie eine spastische Lähmung. Von Jugend an engagierte sie sich in Behinderteninitiativen, war Mitorganisatorin des Krüppeltribunals 1981 und wurde nach dem Studium der Sozialarbeit Koordinatorin bei der Arbeitsgemeinschaft sozialpolitischer Arbeitskreise (AG SPAK). In Marburg arbeitete sie ab 1992 beim ambulanten Dienst des Vereins zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen (fib e.V.).“ So heißt es zum Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit der mittlerweile im Unruhestand befindlichen Anneliese Mayer auf der entsprechenden Internetseite des Zeitzeug*innen-Projektes. Dort berichtet sie über ihre vielfältigen Erfahrungen.

How dare you?! Aufschrei von Dr. Sigrid Arnade

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) Die Reaktionen auf die Bundestagsdebatte und vor allem auf den Inhalt des am späten Abend des 20. Mai mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD verabschiedeten Barrierefreiheitsstärkungsgesetz sind vielfältig. Vonseiten derjenigen, die tagtäglich mit Barrieren konfrontiert und dadurch massiv behindert werden, reicht dies von massivem Frust, über Polemik bis unglaublichem Ärger. So hat sich auch die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung Dr. Sigrid Arnade mit einem äusserst verärgerten Kommentar nach dem Beschluss des Bundestages in Anlehnung an die Wutrede von Greta Thunberg zu Wort gemeldet und an die verantwortlichen Abgeordneten gewandt. In ihrem Aufschrei fragt bzw. sagt Dr. Sigrid Arnade, die über zwei Wochen mit dem Mehr Barrierefreiheit Wagen durch Deutschland getourt ist, um für ein gutes Barrierefreiheitsgesetz zu werben: „How dare you?!“ was sich mit „Wie konnten Sie es wagen?!“ in deutsch übersetzen lässt.

So nicht!

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Der Rechtsanwalt Dr. Martin Theben hat sich die Beschlussempfehlung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales zur heutigen Abstimmung zum Barrierefreiheitsstärkrungsgesetz angeschaut und hat dazu eine klare Meinung in seinem Kommentar vor der anstehenden Bundestagsdebatte: „So nicht!“

Triage in der Kinder- und Jugendpsychiatrie?

Blumenbeet
Triage in der Kinder- und Jugendpsychiatrie?
Foto: JL

Berlin (kobinet) Wer gestern Morgen die Online-Zeitungen durchblätterte, fand in Zeitungen aus dem gesamten Bundesgebiet eine Meldung des DPA (Deutsches Presseamt) zu der Frage, wie es um die an- und ausstehenden Schulöffnungen aussieht. Politiker*innen und Verbändevertreter*innen fordern eine zügige Rückkehr zum Normalunterricht unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregelungen wo nötig.

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon zu spät? Oder: Mit Gehetz durchs Gesetz

Jessica Schröder
Jessica Schröder
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) Die Referentin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, Jessica Schröder hat gestern am 17. Mai nicht nur die Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verfolgt, sondern sich auch gewaltig geärgert. Das wir aus ihrem Kommentar mehr als deutlich, den sie für die kobinet-nachrichten zur Anhörung und zum aktuellen Gesetzgebungsverfahren in Sachen Barrierefreiheit verfasst hat. Am 20. Mai stimmt der Bundestag über das Gesetz und entsprechende Änderungsanträge abschließend ab.

Wir müssen im Barriere-Lockdown verharren

Screenshot von den Teilnehmer*innen der Anhörung am 21.5.2021
Teilnehmer*innen der Anhörung am 17.5.2021
Foto: omp

Berlin (kobinet) Behinderte Menschen müssen weiter im Barriere-Lockdown verharren, weil die Bundesregierung und die Regierungskoalition weiterhin auf Maßnahmen setzt, die sich längst als untauglich erwiesen haben. So brachte Dr. Sigrid Arnade von der LIGA Selbstvertretung quasi zum Schluss der heutigen Anhörung zum Gesetzentwurf für ein Barrierefreiheitsstärkungsgesetz die Kritik am Gesetzentwurf auf den Punkt. Wenn weiterhin lediglich auf Sensibilisierung und Überzeugungsarbeit, statt auf klare gesetzliche Verpflichtungen, gesetzt werde, was schon seit 30 Jahren nichts gebracht habe, sehe sie nicht, warum sich zukünftig etwas verändern sollte.

schaut hin – und sorgt endlich für echte Inklusion

Porträt von Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Das Leitwort zum 3. Okumenischen Kirchentag, der heute am 16. Mai in Frankfurt am Main zu Ende geht, hätte nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit „schaut hin“ angesichts der Gewalttaten in Behinderteneinrichtungen nicht besser gewählt werden können. In seinem heutigen Kommentar plädiert er jedoch dafür, das Leitwort zu erweitern: „schaut hin – und sorgt endlich für echte Inklusion“.

Zeitzeugin Rebecca Maskos berichtet

bifos Logo
Logo des bifos
Foto: bifos

Jena (kobinet) „Rebecca Maskos wurde 1975 in Bremen geboren und wuchs in Delmenhorst auf. Sie ist studierte Psychologin, freie Fachjournalistin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Disability Studies. Aufgrund ihrer angeborenen sogenannten Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen und bezeichnet sich selber als kleinwüchsig. Schon früh hatte sie für Hörfunk und Zeitungen geschrieben.“ So heißt es zum Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Rebecca Maskos auf der entsprechenden Internetseite des Zeitzeug*innen-Projektes. Dort berichtet sie über ihre vielfältigen Erfahrungen.

Berlins Gehörlosenzentrum in der Krise

Foto zeigt Berliner Gehörlosenzentrum
Gehörlosenzentrum Friedrichstraße 12
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Die Corona-Pandemie trifft den traditionsreichen Begegnungsort und Lebensmittelpunkt für Gehörlose schwer, erfuhr kobinet heute vom ausschließlich aus tauben Mitgliedern bestehenden Vorstand der “Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen in Berlin (GFGB e.V.). Droht nun das Aus für Sozialberatung, Jugendclub, Freizeitangebote und Gebärdensprachkultur?

Mindestlohn – NEIN! Basisgeld -JA!

Logo Werkstatträte Deutschland e.V.
Logo Werkstatträte Deutschland e.V.
Foto: Werkstatträte Deutschland e.V.

Berlin (kobinet) Werkstatträte Deutschland e.V. fordert das Basisgeld für Werkstattbeschäftigte. Der Verein ist der Ansicht, dass der Mindestlohn nicht der richtige Weg ist, um die Situation der Beschäftigten in Werkstätten wirklich zu verbessern.

Barrierefreiheit: Aber beim nächsten Mal dann

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) „Ja, auch mir fehlt im BGG der private Sektor. Den hätte ich gerne auch ins Gesetz reingebracht. Es ist nicht gelungen, aber beim nächsten Mal dann.“ Diese Sätze könnten auch dieses Mal in der Debatte zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz am 20. Mai fallen, wenn es um die mangelnde Verpflichtung von Unternehmen zur Barrierefreiheit geht. Der Hobbyhistoriker der kobinet-nachrichten und Rechtsanwalt Dr. Martin Theben ist auf diesen Satz aus dem Munde der früheren Bundessozialministerin Andrea Nahles in einem Bericht des ZDF heute journals vom 12. Mai 2016 gestoßen, der zeigt, wie dei Behindertenverbände bereits damals vertröstet und hingehalten wurden. Ein weiterer Blick von Martin Theben 40 Jahre zurück offenbart ebenfalls Parallelen zu heute.

Ökumenisch erarbeitete Bibeltexte in Leichter Sprache für den Ökumenischen Kirchentag

Blick über eine Versammlung zur Bibelarbeit in Leichter Sprache, Podium und Menschen davor
Bei der Bibelarbeit in Leichter Sprache zum Deutschen Evangelischen Kirchentag vor Corona
Foto: Michael Hofmann

Berlin (kobinet) Uns bat der Autor Michael Hofmann aus Dortmund , einen Bericht über Leichte Sprache beim Ökumenischen Kirchentag zu bringen. Danke für den Bericht.

Erstmals haben katholische und evangelische Expert*innen für Leichte Sprache zusammen eine ökumenische Übertragung biblischer Texte in Leichte Sprache erstellt.
Aufgrund der Corona-Pandemie findet der ökumenische Kirchentag 2021 vorwiegend digital statt. Es gibt diesmal keine Bibelarbeiten in Leichter Sprache „in Präsenz“ sondern digital.

Heute vor 5 Jahren: 22stündiger Protest am Reichstagsufer in Berlin

Protestaktion am Reichstag in Berlin am 11.5.2016
Protestaktion am Reichstag in Berlin
Foto: omp

Berlin (kobinet) Heute vor fünf Jahren, am 11. Mai 2016, befand sich die Behindertenbewegung in einer ähnlichen Situation wie heute – mitten im Kampf für ein gutes Barrierefreiheitsrecht. Damals führte die Behindertenbewegung eine 22stündige Ankettaktion in der Bannmeile des Reichstags am Reichstagsufer in Berlin durch. Vor fünf Jahren war es die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), das im Bundestag zur Entscheidung anstand. Heute ist es das schwache Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das am 20. Mai zur Abstimmung im Bundestag ansteht. Und heute wie damals geht es darum, inwieweit auch Unternehmen, die öffentliche Produkte und Dienstleistungen anbieten, zur Barrierefreiheit verpflichtet werden. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt auf die Aktion vor fünf Jahren am 11. und 12. Mai 2016 zurück.

Zeitzeuge Volker Langguth-Wasem berichtet

Volker Langguth-Wasem
Volker Langguth-Wasem
Foto: bifos

Jena (kobinet) Volker Langguth-Wasem wurde 1946 im Dorf Laufach im Spessart geboren. Er ist gelernter Goldschmied und studierter Sozialarbeiter. Nach seiner Frühverrentung 1998 engagierte er sich u.a. als ehrenamtlicher Bundesvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) SELBSTHILFE behinderter und chronisch kranker Menschen. Wegen einer Achondroplasie ist er von Geburt an kleinwüchsig und besuchte die Regelschule. So heißt es zum Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstitutes zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Volker Langguth-Wasem auf der entsprechenden Internetseite des Zeitzeug*innen-Projektes. Dort berichtet er über seine vielfältigen Erfahrungen.

Gedanken zum Protesttag von Jennifer Sonntag

Jennifer Sonntag zeigt auf Kristall an ihrem Blindenstock
Jennifer Sonntag mit ihrem Blindenstock
Foto: privat

Halle (kobinet) Dass in Potsdam vier behinderte Menschen getötet und ein behinderter Menschen schwer verletzt wurde, das hat auch die Journalistin und Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag tief getroffen. Dazu und auch zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, zu dem diese Woche viele Aktionen stattfinden, hat sich Jennifer Sonntag einige Gedanken gemacht und diese für die kobinet-nachrichten in die Tasten gehauen.