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Euthanasie-Mahnmal für Leipzig

Foto zeigt Ursula Heidrich
Ursula Heidrich war Opfer der Nazi-Verbrechen
Foto: LBV

Leipzig (kobinet) Jetzt soll endlich ein Vorhaben verwirklicht werden, das der Leipziger Behindertenverband schon vor 16 Jahren anregte: ein Mahnmal zum Gedenken der Opfer von Euthanasie der Nazi im Dritten Reich. Es soll in diesem Jahr auf dem Uni-Bildungscampus entstehen. Das teilte Prorektor Professor Thomas Hofsäss der Leipziger Volkszeitung mit.

Das Foto von Ursula Heidrich stand am Beginn der Recherchen des Behindertenverbandes in der Stadt, wo 1939 die Kindereuthanasie begann. 1920 war hier „Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens – Ihr Maß und ihre Form“ im Felix Meiner Verlag Leipzig erschienen. Uni-Rektor Karl Binding war einer der beiden Verfasser. Die Universitätskinderklinik wurde ein Ort des Verbrechens wie die Tötungsanstalt in Pirna-Sonnenstein.

An den Entwürfen für das Mahnmal haben zwei Künstler gearbeitet, die an der Universität tätig sind. Bauen werden es "lernbeeinträchtigte und benachteiligte Azubis aus dem Bildungszentrum für Land- und Hauswirtschaft Bad Dürrenberg", so die Leipziger Volkszeitung.

Leipzig (kobinet) Kategorien Bericht

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