Foto: Raul Krauthausen
Berlin (kobinet)
Mit einem auf Facebook verbreiteten Sharepic mit dem Titel „Wir sind nicht eure Forschungsobjekte“ bringt Raul Krauthausen eine Stimmung zum Ausdruck, die sich verstärkt unter behinderten Menschen und ihren Selbstvertretungsorganisationen breit macht. „Täglich erreichen mich Umfragen über Umfragen von nicht-behinderten Studierenden, die von mir alles über Behinderung, Pflege, Therapie usw. wissen wollen. Gut gemeint? Möglich. Aber auch nervig. Denn gut gemacht geht oft anders. Wissenschaft ist keine Einbahnstraße und Expert*innenwissen nicht immer kostenlos. Wenn Betroffene an den Umfragen nicht mitwirken wollen, sind sie dann Spielverderber*innen? Es braucht mehr Austausch darüber, mehr Zugänglichkeit zu den Ergebnissen. Welche Ergebnisse einer wissenschaftlichen Umfrage, an der ich teilgenommen habe, erhielt ich zugeschickt? So gut wie keine! Und von denen, die ich bekam, überraschten mich die Ergebnisse nur selten“, beschreibt Raul Krauthausen seine Erfahrungen der letzten Jahre auf Facebook.




