Brüssel / Hannover (kobinet)
Katrin Langensiepen ist Europa-Abgeordnete der Grünen.
Europa-Abgeordnete bedeutet: Politiker im Europa-Parlament.
Das Europa-Parlament macht Gesetze für Europa.
Die Menschen wählen die Europa-Abgeordneten alle 5 Jahre.
Sie hat selbst eine Behinderung.
Sie spricht über Werk-stätten für behinderte Menschen.
Werk-stätten für behinderte Menschen bedeutet: Arbeits-plätze für Menschen mit Behinderung.
Dort arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.
Diese Werk-stätten sind ungerecht.
Sie grenzen Menschen aus.
Am 31. Juli 2025 hat sie einen Beitrag geschrieben.
Das war auf Facebook.
Es geht um den Schicht-wechsel am 25. September 2025.
Schicht-wechsel bedeutet: Menschen tauschen ihre Arbeits-plätze.
Sie schauen sich andere Arbeits-plätze an.
Das ist ein besonderer Tag.
Katrin Langensiepen fragt eine wichtige Frage.
Warum sind Produkte aus Werk-stätten nicht gekennzeichnet?
Es gibt Öko-siegel für umwelt-freundliche Produkte.
Wir kämpfen gegen Kinder-arbeit.
Wir wollen Transparenz bei Liefer-ketten.
Transparenz bedeutet: Alles offen zeigen.
Nichts vor anderen Menschen verstecken.
Liefer-ketten bedeutet: Der Weg von Produkten.
Ein Produkt geht von einer Firma zur anderen.
Bis es im Laden steht.
Aber bei behinderten Menschen sind wir nicht kritisch.
Das ist leider so.
Am 25. September 2025 gibt es einen besonderen Tag.
Behinderte Menschen aus Werk-stätten dürfen schnuppern.
Sie können 1 Tag in normalen Firmen arbeiten.
Sie sehen: Wie ist die Arbeit dort?
Firmen können auch in Werk-stätten schauen.
Sie sehen: Wie ist die Arbeit dort?
Alle loben dieses Projekt.
Aber warum?
Es gibt keine Zahlen über den Erfolg.
Firmen kaufen Aufträge bei Werk-stätten.
Dann müssen sie weniger behinderte Menschen einstellen.
Sie bekommen Steuer-erleichterungen.
Steuer-erleichterungen bedeutet: Menschen zahlen weniger Steuern.
Sie haben mehr Geld übrig.
Sie müssen weniger Ausgleichs-abgabe zahlen.
Ausgleichs-abgabe bedeutet: Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen.
Wenn sie das nicht machen, zahlen sie Geld.
Dieses Geld heißt Ausgleichs-abgabe.
Alle wissen dann: Was passiert in Werk-stätten?
Aber danach werden nicht mehr Menschen eingestellt.
Nur 1 Tag redet man über das Thema.
Menschen in Werk-stätten denken: Wir haben eine Chance.
Aber das stimmt nicht.
Das System funktioniert gut für alle anderen.
Träger haben Vorteile.
Träger bedeutet: Eine Organisation hilft Menschen.
Zum Beispiel: Ein Träger macht eine Werk-statt für Menschen mit Behinderung.
Unternehmen haben Vorteile.
Der öffentliche Dienst hat Vorteile.
Öffentlicher Dienst bedeutet: Menschen arbeiten für den Staat.
Zum Beispiel bei der Stadt oder beim Land.
Es ist ein Billig-lohn-modell.
Billig-lohn-modell bedeutet: Menschen bekommen sehr wenig Geld für ihre Arbeit.
Das Geld reicht nicht zum Leben.
Das ist gegen die UN-behinderten-rechts-konvention.
UN-behinderten-rechts-konvention bedeutet: Ein wichtiger Vertrag für Menschen mit Behinderung.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Deutschland auch.
Die UN-behinderten-rechts-konvention sagt wichtige Dinge.
Behinderte Menschen haben die gleichen Rechte.
Warum sind Produkte aus Werk-stätten nicht gekennzeichnet?
Wir haben Öko-siegel.
Wir kämpfen gegen Kinder-arbeit.
Wir wollen Transparenz bei Liefer-ketten.
Aber bei behinderten Menschen sind wir nicht kritisch.
Das ist leider so.

Foto: Katrin Langensiepen
Brüssel / Hannover (kobinet) Die Europaabgeordnete der Grünen, Katrin Langensiepen, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um das ungerechte und ausgrenzende System der Werkstätten für behinderte Menschen geht. Auf einem Facebook-Post vom 31. Juli 2025 hat die selbst behinderte Frau wieder einmal Klartext in Sachen Werkstätten gesprochen. Als Aufhänger dient ihr, der für den 25. September 2025 vorgesehene sogenannte "Schichtwechsel". "Warum sind die Produkte, die im Werkstattsystem hergestellt werden, nicht transparent gekennzeichnet? Wir haben #Ökosiegel ,kämpfen gegen #Kinderarbeit, sind für Transparenz im #Lieferkettensystem. Aber wenn es um behinderte Menschen geht, sind wir unkritisch. Leider!" schreibt die Grünen-Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen in ihrem Facebook-Post.
Auf Facebook verbreitete Katrin Langensiepen am 31. Juli 2025 folgende Nachricht:
„Behinderte Menschen aus den #Werkstätten dürfen für einen Tag am 25.9. 2025 auf dem 1. Arbeitsmarkt in Unternehmen ’schnuppern‘ wie es da so ist. Unternehmen/Interessierte dürfen im Gegenzug am selben Tag in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) schauen, wie die Arbeit in einer Werkstatt aussieht. Dieses Projekt wird immer hochgelobt. Warum?
Es gibt keine Zahlen darüber wie ,erfolgreich‘ dieser Tag ist.
1. Unternehmen kaufen sich durch die Auftragsvergabe an WfbM aus ihrer Pflicht Menschen mit Behinderung einzustellen, frei.
2. Sie haben Steuererleichterung oder sind von der Ausgleichsabgabe befreit.
3.Sie wissen, was in WfbM passiert und umgekehrt.
Es werden danach nicht mehr Menschen eingestellt oder übernommen.
Für 1 Tag kommt das Thema in die Öffentlichkeit. Den Menschen, die in WfbM arbeiten, wird suggeriert, dass sie eine Chance haben. Nein. Das komplette System ist gut geölt, alle haben was davon:
Träger
Unternehmen
Öffentliche Dienst
Ein #Billiglohnmodel, welches gegen die UN Behindertenrechtskonvention steht.
Warum sind die Produkte, die im Werkstattsystem hergestellt werden, nicht transparent gekennzeichnet?
Wir haben #Ökosiegel
kämpfen gegen #Kinderarbeit,
sind für Transparenz im #Lieferkettensystem
Aber wenn es um behinderte Menschen geht, sind wir unkritisch
Leider!“

Foto: Katrin Langensiepen
Brüssel / Hannover (kobinet) Die Europaabgeordnete der Grünen, Katrin Langensiepen, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um das ungerechte und ausgrenzende System der Werkstätten für behinderte Menschen geht. Auf einem Facebook-Post vom 31. Juli 2025 hat die selbst behinderte Frau wieder einmal Klartext in Sachen Werkstätten gesprochen. Als Aufhänger dient ihr, der für den 25. September 2025 vorgesehene sogenannte "Schichtwechsel". "Warum sind die Produkte, die im Werkstattsystem hergestellt werden, nicht transparent gekennzeichnet? Wir haben #Ökosiegel ,kämpfen gegen #Kinderarbeit, sind für Transparenz im #Lieferkettensystem. Aber wenn es um behinderte Menschen geht, sind wir unkritisch. Leider!" schreibt die Grünen-Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen in ihrem Facebook-Post.
Auf Facebook verbreitete Katrin Langensiepen am 31. Juli 2025 folgende Nachricht:
„Behinderte Menschen aus den #Werkstätten dürfen für einen Tag am 25.9. 2025 auf dem 1. Arbeitsmarkt in Unternehmen ’schnuppern‘ wie es da so ist. Unternehmen/Interessierte dürfen im Gegenzug am selben Tag in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) schauen, wie die Arbeit in einer Werkstatt aussieht. Dieses Projekt wird immer hochgelobt. Warum?
Es gibt keine Zahlen darüber wie ,erfolgreich‘ dieser Tag ist.
1. Unternehmen kaufen sich durch die Auftragsvergabe an WfbM aus ihrer Pflicht Menschen mit Behinderung einzustellen, frei.
2. Sie haben Steuererleichterung oder sind von der Ausgleichsabgabe befreit.
3.Sie wissen, was in WfbM passiert und umgekehrt.
Es werden danach nicht mehr Menschen eingestellt oder übernommen.
Für 1 Tag kommt das Thema in die Öffentlichkeit. Den Menschen, die in WfbM arbeiten, wird suggeriert, dass sie eine Chance haben. Nein. Das komplette System ist gut geölt, alle haben was davon:
Träger
Unternehmen
Öffentliche Dienst
Ein #Billiglohnmodel, welches gegen die UN Behindertenrechtskonvention steht.
Warum sind die Produkte, die im Werkstattsystem hergestellt werden, nicht transparent gekennzeichnet?
Wir haben #Ökosiegel
kämpfen gegen #Kinderarbeit,
sind für Transparenz im #Lieferkettensystem
Aber wenn es um behinderte Menschen geht, sind wir unkritisch
Leider!“




