Hannover
In Niedersachsen sind viele Menschen arm.
1,3 Millionen Menschen haben wenig Geld.
Oder sie werden bald arm sein.
Besonders diese Menschen sind betroffen:
Viele Menschen bekommen Bürger-Geld.
Bürger-Geld ist Geld vom Amt.
Man bekommt es jeden Monat.
Oder sie bekommen Grund-Sicherung.
Grund-Sicherung ist auch Geld vom Amt.
Das ist für Menschen ohne Arbeit.
Heute ist ein besonderer Tag.
Heute ist der Tag gegen Armut.
Der lange Name ist: Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut.
Beseitigung bedeutet: Weg-machen.
International bedeutet: In vielen Ländern.
Der Sozial-Verband Deutschland sagt:
Ein Sozial-Verband ist ein Verein.
Der Verein hilft armen Menschen.
Die Menschen brauchen mehr Hilfe.
Die kurze Form ist: SoVD.
Der SoVD arbeitet in Niedersachsen.
Ein großes Problem ist die Miete.
Viele Menschen bekommen Bürger-Geld.
Das Job-Center zahlt dann die Miete.
Das Job-Center ist ein Amt.
Das Amt hilft Menschen ohne Arbeit.
Es zahlt Geld zum Leben.
Aber das Job-Center zahlt nur einen Teil.
Es zahlt nicht die ganze Miete.
Dirk Swinke ist der Chef vom SoVD.
Er sagt: Die Mieten sind zu hoch.
Das Job-Center zahlt zu wenig Geld.
Die Menschen müssen selbst Geld dazu-zahlen.
Die Menschen bekommen Regel-Satz.
Der Regel-Satz ist Geld vom Amt.
Das Geld ist für Essen und Kleidung.
Davon müssen sie die Miete zahlen.
Dann bleibt sehr wenig Geld übrig.
Das Geld fehlt dann für:
Dirk Swinke sagt: Das ist nicht gut.
Das können wir nicht akzeptieren.
Akzeptieren bedeutet: Einverstanden sein.
Letztes Jahr war das Problem groß.
Über 15 von 100 Haushalten waren betroffen.
Das waren Haushalte mit Bürger-Geld.
Diese Menschen sind besonders arm:
Dirk Swinke sagt: Das ist eine Schande.
So etwas darf nicht sein.
Der SoVD fordert jetzt:
Der SoVD ist sehr groß.
Er ist der größte Sozial-Verband in Niedersachsen.
Er hilft armen Menschen.

Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors
HANNOVER (kobinet) Rund 1,3 Millionen Menschen in Niedersachsen sind von Armut bedroht. Das gilt insbesondere für Alleinerziehende, ältere Frauen sowie Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen bekommen Bürgergeld oder Grundsicherung. Angesichts des heutigen "Internationalen Tags für die Beseitigung der Armut" macht sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen dafür stark, dass bei diesen Leistungen die tatsächlichen Mietkosten übernommen werden und Differenzen nicht aus dem Regelsatz bezahlt werden müssen.
Für Menschen, die Bürgergeld oder Grundsicherung beziehen, zahlt das Jobcenter „angemessene“ Wohnkosten. „Das Problem dabei ist, dass diese Angemessenheit überhaupt nicht mehr mit der Realität übereinstimmt. Die derzeit üblichen Mieten sind oft sehr viel höher als das, was das Jobcenter übernimmt“, bemängelt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Die Folge: Betroffene müssen die Differenz aus dem ohnehin niedrigen Regelsatz bezahlen. „Somit haben diese Menschen dann auch weniger Geld für Lebensmittel oder Kleidung. Das ist nicht hinnehmbar“, so Swinke weiter.
In Niedersachsen betraf diese Problematik im vergangenen Jahr über 15 Prozent der Bedarfsgemeinschaften. Dabei sind vornehmlich drei Personengruppen betroffen. „Man kann sagen: Wer sich allein um ein Kind kümmert, wer Seniorin ist oder wer als Kind in einem Haushalt mit geringem Einkommen aufwächst, ist besonders armutsgefährdet. Wir sollten uns dafür schämen, dass so etwas bei uns möglich ist“, betont der Vorstandsvorsitzende.
Niedersachsens größter Sozialverband fordert deshalb eine Mietobergrenze, die an die Realität angepasst ist, sowie Wohnprogramme auf kommunaler Ebene, damit die Mieten wieder günstiger werden.

Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors
HANNOVER (kobinet) Rund 1,3 Millionen Menschen in Niedersachsen sind von Armut bedroht. Das gilt insbesondere für Alleinerziehende, ältere Frauen sowie Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen bekommen Bürgergeld oder Grundsicherung. Angesichts des heutigen "Internationalen Tags für die Beseitigung der Armut" macht sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen dafür stark, dass bei diesen Leistungen die tatsächlichen Mietkosten übernommen werden und Differenzen nicht aus dem Regelsatz bezahlt werden müssen.
Für Menschen, die Bürgergeld oder Grundsicherung beziehen, zahlt das Jobcenter „angemessene“ Wohnkosten. „Das Problem dabei ist, dass diese Angemessenheit überhaupt nicht mehr mit der Realität übereinstimmt. Die derzeit üblichen Mieten sind oft sehr viel höher als das, was das Jobcenter übernimmt“, bemängelt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Die Folge: Betroffene müssen die Differenz aus dem ohnehin niedrigen Regelsatz bezahlen. „Somit haben diese Menschen dann auch weniger Geld für Lebensmittel oder Kleidung. Das ist nicht hinnehmbar“, so Swinke weiter.
In Niedersachsen betraf diese Problematik im vergangenen Jahr über 15 Prozent der Bedarfsgemeinschaften. Dabei sind vornehmlich drei Personengruppen betroffen. „Man kann sagen: Wer sich allein um ein Kind kümmert, wer Seniorin ist oder wer als Kind in einem Haushalt mit geringem Einkommen aufwächst, ist besonders armutsgefährdet. Wir sollten uns dafür schämen, dass so etwas bei uns möglich ist“, betont der Vorstandsvorsitzende.
Niedersachsens größter Sozialverband fordert deshalb eine Mietobergrenze, die an die Realität angepasst ist, sowie Wohnprogramme auf kommunaler Ebene, damit die Mieten wieder günstiger werden.





Die soziale Mitte betreibt seit Langem eine Politik, die heute gerne dem rechten Spektrum zugeschrieben wird. Maßnahmen wie Kürzungen, Sanktionen und der Ruf nach „Leistung und Gegenleistung“ stammen nicht vom rechten Rand, sondern aus der neoliberalen Wende der Sozialdemokratie. Schon mit Schröders Agenda 2010 und der begleitenden Springer-Presse wurde der Sozialstaat in ein System moralischer Disziplinierung umgebaut. „Fördern und Fordern“ ersetzte Solidarität durch Leistungslogik.
Die AfD radikalisiert lediglich, was aus der Mitte kommt: nationale Wettbewerbslogik, Sicherheitsfetisch, Sozialdisziplinierung und Migrationskontrolle. Diese Konzepte entspringen der wirtschaftsliberalen und ordnungspolitischen Denkweise der sogenannten politischen Vernunftmitte. Die AfD ist kein Gegenentwurf, sondern eine verzerrte Fortsetzung derselben Grundhaltung – sie spricht offen aus, was andere verklausuliert umsetzen.
So verschiebt sich der politische Rahmen still nach rechts. Was früher als sozialer Kahlschlag galt, gilt heute als pragmatische Mitte. Der rechte Rand verstärkt nur noch, was im Zentrum längst institutionalisiert wurde – die Annullierung sozialstaatlicher Prinzipien im Namen ökonomischer Vernunft.
Die AfD wird nur gebraucht, um offene Menschenverachtung zu praktizieren. Wer jegliche Hemmungen fallen lassen möchte, wählt sie. Der Unterschied liegt nicht in den Inhalten, sondern im Ton: Die Mitte kaschiert, was die AfD zelebriert.
Da darf man die Frage stellen: „Wer braucht die AfD, wenn man die Mitte hat?“
Lieber Ralph,
ein noch passendes Zitat zu Deiner klarsichtigen Analyse:
„An die Stelle eines Verfassungsrahmens (zu welchem z.B.auch die UN-BRK zählt), in dem sich alle Parteien und Diskurse bewegen sollen, tritt der Wirtschaftsrahmen. Keine Partei im Spektrum der westlichen Demokratien tritt explizit und konstruktiv aus dem Rahmen der neoliberalen Umgestaltung. Die rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien und Bewegungen bekennen sich als einzige offen zum finsteren, gewalttätigen und unmenschlichen Wesen dieser Transformation.“
Also zu dem, was das von der „Mitte“ politisch flankierte neoliberale Wirtschaftssystem verbrochen hat.
Das Zitat stammt aus Markus Metz und Georg Seeßlen „Blödmaschinen II -Die Fabrikation der politischen Paranoia (Suhrkamp 2025, S.146)
Gruß von Hans-Willi