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Förderung für barrierefreien Wohnraum gestrichen

Bild zeigt eine Wohnnungsbaustelle mit Gerüsten und einem Bagger
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig
Foto: Pixabay/SatyaPrem

CHEMNITZ (kobinet) Der Sozialverband VdK Sachsen kritisiert, dass im Entwurf des Bundeshaushalts 2025 das Programm "Altersgerecht Umbauen" nicht mehr vorgesehen ist. Landesverbandspräsident Horst Wehner fordert ein Umdenken: "Barrierefreier Wohnraum ist nicht nur eine gesellschaftliche Notwendigkeit, sondern auch Ausdruck politischer Verantwortung. Mit zunehmendem Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen ist barrierefreies Wohnen eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben."

Entscheidend ist nach Einschätzung dieses VdK-Landesverbandes, dass Menschen in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben können, ohne dass unvorhersehbare Einschnitte sie zwingen, ihr Zuhause und ihr soziales Umfeld aufzugeben. Im Freistaat Sachsen wurde erkannt, wie wichtig die Förderung barrierefreien Wohnraums ist. Durch den Umbau können ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen länger in den eigenen vier Wänden leben und oft einen frühzeitigen Umzug in ein Pflegeheim vermeiden. Daher hat der Freistaat im Doppelhaushalt 2025/2026 entsprechende Fördermittel eingeplant und damit ein wichtiges Signal für mehr Barrierefreiheit gesetzt.

„Dass die Bundesregierung trotz der bekannten demografischen Entwicklung auf Bundesebene keine entsprechenden Mittel bereitstellen will, ist für mich unverständlich“, so Wehner weiter. „Gerade jetzt wäre es notwendig, das Programm ‚Altersgerecht Umbauen‘ fortzuführen und deutlich auszubauen.“

Der Sozialverband VdK Sachsen appelliert aus den Erfahrungen des Freistaates Sachsen heraus an die Bundesregierung, den Kurs zu korrigieren und die Förderung barrierefreien Wohnens als Teil einer vorausschauenden Sozialpolitik dauerhaft zu sichern.