München (kobinet)
Der Bayerische Blinden- und Seh-Behinderten-Bund fordert etwas.
Das ist ein Verein für blinde Menschen.
Er fordert etwas von der Staats-Regierung in Bayern.
Staats-Regierung bedeutet: Das sind die Politiker in Bayern.
Sie bestimmen die Regeln für Bayern.
Die Staats-Regierung soll mehr tun.
Blinde Menschen haben Probleme am Arbeits-Platz.
Sie können viele Computer-Programme nicht nutzen.
Computer-Programme sind Software für Computer.
Die Programme sagen dem Computer was er tun soll.
Das ist ein Problem mit der Barriere-Freiheit.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Es gibt Gesetze für Barriere-Freiheit.
Die Gesetze sagen: Arbeit-Geber müssen barriere-freie Computer haben.
Das gilt für alle öffentlichen Arbeit-Geber.
Öffentliche Arbeit-Geber sind zum Beispiel Ämter.
Judith Faltl ist die Chef-in vom Blinden-Bund.
Sie sagt: Die Gesetze werden oft nicht befolgt.
Das ist schlecht für blinde Menschen.
Viele Computer-Programme funktionieren nicht mit Screen-Readern.
Screen-Reader bedeutet: Das ist ein Computer-Programm.
Das Programm liest Texte vor.
Menschen mit Seh-Problemen nutzen Screen-Reader.
So können sie Internet-Seiten hören.
Aber viele Programme sind zu schwer zu bedienen.
Oder sie haben keine Alt-Texte für Bilder.
Alt-Texte bedeutet: Das sind Beschreibungen für Bilder.
Die Texte stehen im Computer-Code.
Screen-Reader können die Alt-Texte vorlesen.
So wissen blinde Menschen was auf Bildern ist.
Das hat schlimme Folgen.
Gut ausgebildete blinde Menschen bekommen keine Arbeit.
Die Arbeit-Geber verlieren gute Mit-Arbeiter.
Es gibt immer weniger Fach-Kräfte in Deutschland.
Fach-Kräfte bedeutet: Es gibt zu wenige Arbeiter.
Für bestimmte Berufe fehlen Menschen.
Deshalb brauchen Firmen jeden guten Mit-Arbeiter.
Auch blinde Menschen können gut arbeiten.
Sie brauchen nur barriere-freie Computer.
Digitale Barriere-Freiheit kostet nicht viel extra.
Digitale Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können Internet-Seiten nutzen.
Auch Menschen mit Behinderungen können sie nutzen.
Die Internet-Seiten sind so gemacht.
Dass jeder sie verstehen kann.
Sie macht die Arbeit für alle besser.
Der Blinden-Bund fordert von Bayern:
Die Barriere-Freiheit muss umgesetzt werden.
Bayern und alle Ämter müssen barriere-freie Computer haben.
Das steht im Gesetz.
Neue Regeln beim Computer-Kauf.
Bayern soll nur noch barriere-freie Software kaufen.
Das gilt für alle Ämter.
Alle technischen Standards nutzen.
Technische Standards bedeutet: Das sind Regeln für Computer-Programme.
Die Regeln sagen: So muss man Programme machen.
Dann können alle Menschen die Programme nutzen.
Es gibt schon gute Regeln für Barriere-Freiheit.
Diese Regeln müssen befolgt werden.

Foto: Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation
MÜNCHEN (kobinet) Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) und die Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) fordern von der Staatsregierung konsequentes Handeln. Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben stoßen blinde und sehbehinderte Menschen im Berufsleben weiterhin auf digitale Hürden. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) und die Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) fordern deshalb, dass Barrierefreiheit in der digitalen Arbeitswelt endlich flächendeckend umgesetzt wird.
„Die Rechtslage ist eindeutig: Öffentliche Arbeitgeber sind verpflichtet, barrierefreie digitale Arbeitsmittel bereitzustellen, das gilt auf kommunaler wie auf Landesebene“, betont Judith Faltl, Landesvorsitzende des BBSB und berichtet weiter: „In der Praxis erleben wir jedoch häufig, dass diese Verpflichtung nicht eingehalten wird – mit gravierenden Folgen für die Betroffenen.“
Weiter verweist Faltl darauf, das viele gängige Programme mit Screenreader-Technologien nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind. Komplexe Bedienoberflächen, fehlende Alternativtexte oder nicht zugängliche Formulare erschweren die tägliche Arbeit oder verhindern sie ganz. Die Folge: qualifizierte Fachkräfte bleiben außen vor, Arbeitgeber verlieren wertvolles Potenzial.
Gerade mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel können sich aus der Sicht dieser Verbände, Verwaltungen und Unternehmen nicht leisten, auf gut ausgebildete, motivierte Menschen zu verzichten. Digitale Barrierefreiheit ist kein zusätzlicher Aufwand, sondern Voraussetzung für eine inklusive und zukunftsfähige Arbeitswelt. Wer Arbeitsplätze konsequent barrierefrei gestaltet, stärkt nicht nur die Teilhabe, sondern auch die eigene Innovations- und Leistungsfähigkeit.
BBSB und VKIB appellieren deshalb an die Bayerische Staatsregierung:
- Die Verpflichtung zur Barrierefreiheit konsequent umzusetzen: Der Freistaat Bayern, seine Behörden, Kommunen und öffentlich-rechtlichen Institutionen müssen digitale Arbeitsmittel zugänglich gestalten – wie es das Gesetz vorsieht.
- Die Beschaffung muss neu ausgerichtet werden: Künftig darf nur noch Software beschafft werden, die barrierefrei ist – und zwar auf allen Ebenen der Verwaltung.
- Alle technische Standards zu nutzen: Die bestehenden Normen und technischen Lösungen müssen verbindlich und praxisnah angewendet werden.

Foto: Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation
MÜNCHEN (kobinet) Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) und die Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) fordern von der Staatsregierung konsequentes Handeln. Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben stoßen blinde und sehbehinderte Menschen im Berufsleben weiterhin auf digitale Hürden. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) und die Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) fordern deshalb, dass Barrierefreiheit in der digitalen Arbeitswelt endlich flächendeckend umgesetzt wird.
„Die Rechtslage ist eindeutig: Öffentliche Arbeitgeber sind verpflichtet, barrierefreie digitale Arbeitsmittel bereitzustellen, das gilt auf kommunaler wie auf Landesebene“, betont Judith Faltl, Landesvorsitzende des BBSB und berichtet weiter: „In der Praxis erleben wir jedoch häufig, dass diese Verpflichtung nicht eingehalten wird – mit gravierenden Folgen für die Betroffenen.“
Weiter verweist Faltl darauf, das viele gängige Programme mit Screenreader-Technologien nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind. Komplexe Bedienoberflächen, fehlende Alternativtexte oder nicht zugängliche Formulare erschweren die tägliche Arbeit oder verhindern sie ganz. Die Folge: qualifizierte Fachkräfte bleiben außen vor, Arbeitgeber verlieren wertvolles Potenzial.
Gerade mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel können sich aus der Sicht dieser Verbände, Verwaltungen und Unternehmen nicht leisten, auf gut ausgebildete, motivierte Menschen zu verzichten. Digitale Barrierefreiheit ist kein zusätzlicher Aufwand, sondern Voraussetzung für eine inklusive und zukunftsfähige Arbeitswelt. Wer Arbeitsplätze konsequent barrierefrei gestaltet, stärkt nicht nur die Teilhabe, sondern auch die eigene Innovations- und Leistungsfähigkeit.
BBSB und VKIB appellieren deshalb an die Bayerische Staatsregierung:
- Die Verpflichtung zur Barrierefreiheit konsequent umzusetzen: Der Freistaat Bayern, seine Behörden, Kommunen und öffentlich-rechtlichen Institutionen müssen digitale Arbeitsmittel zugänglich gestalten – wie es das Gesetz vorsieht.
- Die Beschaffung muss neu ausgerichtet werden: Künftig darf nur noch Software beschafft werden, die barrierefrei ist – und zwar auf allen Ebenen der Verwaltung.
- Alle technische Standards zu nutzen: Die bestehenden Normen und technischen Lösungen müssen verbindlich und praxisnah angewendet werden.




