BERLIN (kobinet)
Die Bundes-Regierung hat 2 neue Gesetze beschlossen.
Die Gesetze sollen die Pflege verbessern.
Das erste Gesetz heißt Pflege-Kompetenz-Gesetz.
Das ist ein Gesetz über die Pflege von Menschen.
Es regelt: Wer darf pflegen?
Welche Ausbildung braucht man?
Das zweite Gesetz heißt Pflege-Fach-Assistenz-Gesetz.
Das ist ein Gesetz für Assistenten in der Pflege.
Assistenten helfen den Pflege-Kräften bei der Arbeit.
Simone Fischer ist Politikerin bei den Grünen.
Sie kümmert sich um das Thema Pflege.
Simone Fischer sagt: Die Gesetze sind nicht gut.
Die Regierung sagt: Die Gesetze machen die Pflege besser.
Aber das stimmt nicht.
Die Gesetze machen die Pflege schlechter.
Simone Fischer erklärt: Pflege-Kräfte sollen mehr Verantwortung bekommen.
Das ist gut.
Aber die Regierung hat viele wichtige Punkte gestrichen.
Zum Beispiel: Pflege-Beauftragte werden nicht mehr gesetzlich verankert.
Gesetzlich verankert bedeutet: Es steht in einem Gesetz.
Alle Menschen müssen sich an Gesetze halten.
Hilfen im Alltag werden weniger oder ganz gestrichen.
Die Regierung kürzt auch Geld für ehren-amtliche Helfer.
Ehren-amtlich bedeutet: ohne Geld zu bekommen.
Diese Menschen arbeiten freiwillig.
Diese Helfer sind sehr wichtig.
Pflege-Kräfte sollen heilkundliche Aufgaben nur über Modell-Projekte machen.
Heilkundliche Aufgaben sind Aufgaben für die Gesundheit von Menschen.
Zum Beispiel: Medikamente geben oder Wunden versorgen.
Modell-Projekte sind Test-Projekte.
Man probiert neue Ideen aus.
Sie dürfen nur Aufgaben übernehmen wenn Ärzte das erlauben.
Simone Fischer sagt: Wer die Pflege verbessern will muss Verantwortung neu verteilen.
Pflege-Kräfte und Ärzte sollen auf Augen-Höhe arbeiten.
Augen-Höhe bedeutet: Alle Menschen sind gleich wichtig.
Man respektiert sich gegen-seitig.
Aber die Regierung macht das nicht.
Pflege-Kräfte bleiben nur Assistenten von Ärzten.
Auch das Pflege-Fach-Assistenz-Gesetz ist nicht gut genug.
Es gibt keine klaren Standards für die Ausbildung.
Es gibt auch keine klaren Aufgaben-Profile.
Das macht alles unsicher.
Ohne Tarif-Löhne und klare Regeln entsteht eine neue Grau-Zone.
Tarif-Löhne sind fest-gelegte Löhne.
Arbeit-geber und Gewerkschaften einigen sich auf einen Lohn.
Grau-Zone ist ein Bereich ohne klare Regeln.
Niemand weiß genau: Was ist erlaubt?
Die Grünen haben Vorschläge für sofortige Hilfen gemacht.
Sie wollen die Pflege-Versicherung fest machen und sicher machen.
Das bedeutet: Die Pflege-Versicherung soll stabil werden.
Sie soll gut funktionieren.
Sie wollen auch Betroffenen-Vertreter in die Pflege-Kommission einbinden.
Aber im Haushalts-Plan ist dafür kein Geld da.
Haushalts-Plan ist ein Plan für das Geld vom Staat.
Dort steht: Wofür gibt der Staat Geld aus?
Die Soziale Pflege-Versicherung hat fast kein Geld mehr.
Das ist eine Versicherung die kranken Menschen hilft.
Sie bezahlt Geld für Pflege.
Gesundheits-Ministerin Warken wollte Corona-Mehr-Kosten zurück-zahlen.
Zurück-zahlen bedeutet: Geld zurück-geben.
Jemand hat Geld ausgegeben.
Dann bekommt er das Geld wieder.
Das sind 3,5 Milliarden Euro.
Aber der Haushalts-Entwurf sieht nur ein Darlehen vor.
Darlehen bedeutet: Geld leihen.
Man bekommt Geld.
Aber man muss es später zurück-zahlen.
500 Millionen Euro in 2025 und 1,5 Milliarden in 2026.
Das löst das Problem nicht.
Das verschiebt das Problem nur.

Foto: Axel Dressel
BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung hat im Kabinett das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (Pflegekompetenzgesetz) und das Pflegefachassistenzgesetz beschlossen. Die Sprecherin für Pflegepolitik Simone Fischer (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) erklärt dazu, dass was als Aufbruch verkauft wird, ist in Wahrheit ein Rückschritt in zentralen Punkten wäre. "Statt konsequenter Stärkung von Pflegekompetenz, Entlastung und Teilhabe erleben wir Streichungen, Kürzungen und verpasste Chancen. Es fehlt der Mut zur echten Veränderung. Auch in der Pflege zeigt sich: Diese Koalition bleibt eine Koalition des Rückschritts.", sagt Fischer.
Im Namen der Bundestagsfraktion vo9n Bündnis 90/DIE GRÜNEN begrüßt es Simone Fischer ausdrücklich, wenn Pflegekräfte mehr Verantwortung übernehmen dürfen. Doch die Regierungskoalition hat den ursprünglichen Gesetzentwurf zur Pflegekompetenz massiv entkernt, stellt Simone Fischer fest: Die gesetzliche Verankerung der Pflegebeauftragten fällt weg. Entlastungsleistungen im Alltag werden gestrichen oder zurückgefahren. Die Förderung ehrenamtlicher Strukturen wird zusammengestrichen, obwohl sie vielerorts unverzichtbar ist. Eigenständige heilkundliche Tätigkeiten sollen über Modellprojekte erprobt und nur über Delegation von Pflegekräften übernommen werden.
„Wer Pflege zukunftsfest machen will, muss Verantwortung neu verteilen – auf Augenhöhe. Die Regierung dagegen verpasst ihre eigene Chance, Pflegefachpersonen wirklich den Rücken zu stärken, stattdessen bleibt Pflege ärztliche Assistenz.“ , so die Sprecherin von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN zu diesem Gesetz.
Auch das Pflegefachassistenzgesetz bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es fehlen verbindliche Standards für Ausbildung und Aufgabenprofile – das schafft Unsicherheit statt Verlässlichkeit. Ohne tarifliche Absicherung und klaren Qualifikationsrahmen droht eine neue Grauzone im System.
Mit dem Antrag zu den Sofortmaßnahmen in der Pflege wurden von dieser Parte Vorschläge gemacht – von der Stabilisierung der Pflegeversicherung bis zur verbindlichen Einbindung von Betroffenenvertretungen in die Kommission zur Pflege. Im Haushalt ist dafür kein Platz vorgesehen. Auch das Geld spielt also erneut eine Rolle – Die Soziale Pflegeversicherung steht kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Gesundheitsministerin Warken hatte angekündigt, die Corona-Mehrkosten in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zu erstatten. Der Haushaltsentwurf sieht aber nur ein Darlehen von 500 Millionen Euro in 2025 und 1,5 Milliarden in 2026 vor – das ist keine Lösung, sondern eine Verschiebung des Problems.

Foto: Axel Dressel
BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung hat im Kabinett das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (Pflegekompetenzgesetz) und das Pflegefachassistenzgesetz beschlossen. Die Sprecherin für Pflegepolitik Simone Fischer (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) erklärt dazu, dass was als Aufbruch verkauft wird, ist in Wahrheit ein Rückschritt in zentralen Punkten wäre. "Statt konsequenter Stärkung von Pflegekompetenz, Entlastung und Teilhabe erleben wir Streichungen, Kürzungen und verpasste Chancen. Es fehlt der Mut zur echten Veränderung. Auch in der Pflege zeigt sich: Diese Koalition bleibt eine Koalition des Rückschritts.", sagt Fischer.
Im Namen der Bundestagsfraktion vo9n Bündnis 90/DIE GRÜNEN begrüßt es Simone Fischer ausdrücklich, wenn Pflegekräfte mehr Verantwortung übernehmen dürfen. Doch die Regierungskoalition hat den ursprünglichen Gesetzentwurf zur Pflegekompetenz massiv entkernt, stellt Simone Fischer fest: Die gesetzliche Verankerung der Pflegebeauftragten fällt weg. Entlastungsleistungen im Alltag werden gestrichen oder zurückgefahren. Die Förderung ehrenamtlicher Strukturen wird zusammengestrichen, obwohl sie vielerorts unverzichtbar ist. Eigenständige heilkundliche Tätigkeiten sollen über Modellprojekte erprobt und nur über Delegation von Pflegekräften übernommen werden.
„Wer Pflege zukunftsfest machen will, muss Verantwortung neu verteilen – auf Augenhöhe. Die Regierung dagegen verpasst ihre eigene Chance, Pflegefachpersonen wirklich den Rücken zu stärken, stattdessen bleibt Pflege ärztliche Assistenz.“ , so die Sprecherin von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN zu diesem Gesetz.
Auch das Pflegefachassistenzgesetz bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es fehlen verbindliche Standards für Ausbildung und Aufgabenprofile – das schafft Unsicherheit statt Verlässlichkeit. Ohne tarifliche Absicherung und klaren Qualifikationsrahmen droht eine neue Grauzone im System.
Mit dem Antrag zu den Sofortmaßnahmen in der Pflege wurden von dieser Parte Vorschläge gemacht – von der Stabilisierung der Pflegeversicherung bis zur verbindlichen Einbindung von Betroffenenvertretungen in die Kommission zur Pflege. Im Haushalt ist dafür kein Platz vorgesehen. Auch das Geld spielt also erneut eine Rolle – Die Soziale Pflegeversicherung steht kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Gesundheitsministerin Warken hatte angekündigt, die Corona-Mehrkosten in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zu erstatten. Der Haushaltsentwurf sieht aber nur ein Darlehen von 500 Millionen Euro in 2025 und 1,5 Milliarden in 2026 vor – das ist keine Lösung, sondern eine Verschiebung des Problems.




