Berlin (kobinet)
Alexander Ahrens hat bei den Inklusions-Tagen 2024 gesprochen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Er war sehr wütend.
Die Leute haben viel geklatscht.
Alexander Ahrens sagte: Ich habe keinen Bock mehr.
Das Bundes-Verkehrs-Ministerium macht ihn wütend.
Das ist ein Amt in Deutschland.
Dort arbeiten Menschen für die Regierung.
Sie kümmern sich um Straßen und Züge.
Sie machen Regeln für den Verkehr.
Die Mitarbeiter kommen mit leeren Händen.
Sie tun fast nichts für Barriere-Freiheit.
Barriere-Freiheit bedeutet: Menschen mit Behinderung können alles nutzen.
Zum Beispiel Bahn-Höfe mit Aufzügen.
Das Correctiv hat einen Bericht geschrieben.
Correctiv ist eine Gruppe von Journalisten.
Journalisten sind Menschen mit einem besonderen Beruf.
Sie sammeln Informationen über wichtige Ereignisse.
Sie schreiben darüber in Zeitungen.
Sie berichten auch im Internet und Fernsehen.
Sie haben heraus-gefunden: Das Verkehrs-Ministerium will vielleicht gar keine barriere-freien Bahn-Höfe.
Der Grund: Hunderte Millionen Euro bleiben ungenutzt.
Das Geld sollte Bahn-Höfe barriere-frei machen.
Aber das Ministerium nutzt das Geld nicht.
Es gibt ein 600 Millionen Euro Programm.
Das Programm läuft von 2019 bis 2026.
Die Deutsche Bahn soll mit-machen.
Kleine und mittlere Bahn-Höfe sollen barriere-frei werden.
Die Bahn-Höfe sollen auch moderner werden.
Der Bundes-Rechnungs-Hof hat das geprüft.
Das ist ein wichtiges Amt in Deutschland.
Dort arbeiten Menschen.
Sie kontrollieren das Geld vom Staat.
Sie prüfen: Gibt die Regierung das Geld richtig aus?
Er kritisiert das Verkehrs-Ministerium.
Kritisieren bedeutet: Jemand sagt, dass etwas schlecht ist.
Die Person findet Fehler.
Sie sagt ihre Meinung dazu.
Von 600 Millionen Euro wurden nur 84 Millionen Euro verwendet.
Das ist viel zu wenig.
Die Deutsche Bahn weiß nicht: Wie wird das restliche Geld verwendet?
Das Verkehrs-Ministerium weiß es auch nicht.
515 Millionen Euro sind noch da.
Aber niemand weiß: Wann wird das Geld verwendet?
Der Bundes-Rechnungs-Hof sagt: Das Ministerium schiebt die Programme auf die lange Bank.
Auf die lange Bank schieben bedeutet: Menschen machen ihre Aufgaben später.
Sie machen nichts.
Das ist schlecht für die Bahn-Höfe.
Die Bahn-Höfe werden nicht schöner.
Die Bahn-Höfe werden nicht barriere-frei.
Link zu Informationen über Förder-Mittel
Förder-Mittel bedeutet: Geld vom Staat.
Der Staat gibt das Geld für wichtige Projekte.
Zum Beispiel für neue Schulen oder Straßen.

Foto: hpgruesen In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Berlin (kobinet) Alexander Ahrens hat es bei der Abschlussdiskussion der Inklusionstage 2024 auf den Punkt gebracht. Unter großem Applaus sagte er schon damals: "Ich habe keinen Bock mehr." Er fühle sich vom Bundesverkehrsministerium verarscht, weil dessen Vertreter mit leeren Händen kämen und kaum etwas für die Barrierefreiheit tun würden. Dass das Verkehrsministerium wirklich keinen Bock auf einen barrierefreien Umbau von Bahnhöfen haben könnte, das kann man aus einem aktuellen Bericht von Correctiv schließen. Darin wird aufgezeigt, dass hunderte Millionen an Fördergeld für barrierefreie Bahnhöfe ungenutzt bleiben. "Eigentlich sollte ein 600-Millionen-Euro-Programm gemeinsam mit der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass kleinere und mittlere Bahnhöfe von 2019 bis 2026 barrierefrei und moderner werden. In einem Bericht kritisiert der Bundesrechnungshof das Vorgehen des Verkehrsministerium. Denn von der Fördersumme seien bisher nur 84 Millionen Euro abgerufen worden", heißt es u.a. im Correctiv-Bericht vom 30. Juli 2025.
Weder die Deutsche Bahn noch das Verkehrsministerium könnten genau sagen, wie und bis wann die restlichen Fördermittel, rund 515 Millionen Euro, verwendet werden. „Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) darf seine Bahnhofsprogramme nicht weiter auf die lange Bank schieben. Ansonsten leiden Attraktivität und Barrierefreiheit der Bahnhöfe.“, wird der Bundesrechnungshof aus seinem Bericht im Correctiv-Artikel kritisiert.

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Berlin (kobinet) Alexander Ahrens hat es bei der Abschlussdiskussion der Inklusionstage 2024 auf den Punkt gebracht. Unter großem Applaus sagte er schon damals: "Ich habe keinen Bock mehr." Er fühle sich vom Bundesverkehrsministerium verarscht, weil dessen Vertreter mit leeren Händen kämen und kaum etwas für die Barrierefreiheit tun würden. Dass das Verkehrsministerium wirklich keinen Bock auf einen barrierefreien Umbau von Bahnhöfen haben könnte, das kann man aus einem aktuellen Bericht von Correctiv schließen. Darin wird aufgezeigt, dass hunderte Millionen an Fördergeld für barrierefreie Bahnhöfe ungenutzt bleiben. "Eigentlich sollte ein 600-Millionen-Euro-Programm gemeinsam mit der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass kleinere und mittlere Bahnhöfe von 2019 bis 2026 barrierefrei und moderner werden. In einem Bericht kritisiert der Bundesrechnungshof das Vorgehen des Verkehrsministerium. Denn von der Fördersumme seien bisher nur 84 Millionen Euro abgerufen worden", heißt es u.a. im Correctiv-Bericht vom 30. Juli 2025.
Weder die Deutsche Bahn noch das Verkehrsministerium könnten genau sagen, wie und bis wann die restlichen Fördermittel, rund 515 Millionen Euro, verwendet werden. „Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) darf seine Bahnhofsprogramme nicht weiter auf die lange Bank schieben. Ansonsten leiden Attraktivität und Barrierefreiheit der Bahnhöfe.“, wird der Bundesrechnungshof aus seinem Bericht im Correctiv-Artikel kritisiert.





Und warum ist das so? Weil für jeden noch so banalen Bahnhofsumbau heutzutage ein vollständiges Planfeststellungsverfahren mit Umweltprüfung, Bürgerbeteiligung etc. gefordert ist, in dem jeder Hinz und Kunz Einwände vorbringen darf, die dann individuell geprüft, abgewogen und entschieden werden müssen – da kann dann selbst die Genehmigung eines einzelnen Aufzugs ober einer Rampe nebst Bahnsteigerhöhung schnell mehrere Jahre dauern…
#DB #Bahn #Barrierefreiheit #Inklusion #EBA #Bürokratieabbau #Verkehrswende
Was ich vorhin zu schreiben vergaß: Zu diesen langen Genehmigungsverfahren kommt noch das klitzekleine Problem fehlender Kapazitäten aufseiten der Leistungserbringer – nicht jedes Ingenieurbüro und nicht jede Baufirma, das/die ein Wohnhaus planen und bauen kann, verfügt auch über die notwendigen Zulassungen sowie Mitarbeitenden, im Bahnbereich analog tätig werden zu können. Das ist in etwa so, wie ein niedergelassener Allgemeinmediziner (m/w/d) keine Herztransplantation vornehmen darf. Durch den Sanierungsstau bei DB InfraGO der letzten Jahrzehnte, der jetzt abgearbeitet wird, hat sich dieses Problem eher noch verschärft. Auf die Lieferanten bspw. von Aufzugsanlagen trifft dasselbe zu.
Insofern verwundern die hier von Correctiv genannten Zahlen mich jetzt leider nicht so wirklich. Ich wünschte mir ja auch, das ginge Alles viel schneller, aber die Faktenlage ist halt so, wie sie ist.