München
Die Bundes-Regierung macht zu wenig für Menschen mit Behinderung.
Die Regierung soll mehr für Barriere-Freiheit tun.
Barriere-Freiheit bedeutet: Ohne Hindernisse leben können.
Das steht in einem offenen Brief.
Den Brief haben geschrieben:
Die VKIB aus Bayern.
Das ist ein Verein für Menschen mit Behinderung.
Und Holger Kiesel.
Holger Kiesel arbeitet für die bayerische Staats-Regierung.
Der Brief geht an Bundes-Kanzler Friedrich Merz.
Und an CSU-Chef Markus Söder.
Andere Vereine unterstützen den Brief auch.
Das sind die LIGA Selbst-Vertretung und andere.
In dem Brief steht:
Die Politiker sollen etwas tun.
Es gibt einen Entwurf für ein neues Gesetz.
Das Gesetz soll Menschen mit Behinderung helfen.
Aber der Entwurf liegt noch nicht vor.
Die Politiker sollen das ändern.
Hier ist der offene Brief:
Lieber Herr Bundes-Kanzler Merz.
Lieber Herr CSU-Chef Söder.
Menschen mit Behinderung hatten große Hoffnung.
Die Menschen hofften auf mehr Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Mit-machen können.
Das stand in Ihrem Koalitions-Vertrag.
Koalitions-Vertrag ist ein Vertrag zwischen Parteien.
Dort stehen Regeln für die Zusammen-Arbeit.
Aber dann kamen schlechte Nachrichten.
Die Politiker sagten: Die Kosten steigen zu sehr.
Die Eingliederungs-Hilfe kostet zu viel Geld.
Das ist Hilfe für Menschen mit Behinderung.
Die Menschen bekommen Unterstützung im Alltag.
Die Kosten steigen um mehr als 10 Prozent im Jahr.
Am 9. Juli 2025 gab es eine Befragung.
Eine Befragung bedeutet: Menschen werden nach ihrer Meinung gefragt.
Die Antworten werden gesammelt.
Dann weiß man: Was denken viele Menschen über dieses Thema.
Frau Heubach stellte eine Frage.
Die Politiker sagten: Inklusion ist wichtig.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Die Politiker sagten auch: Wir wollen nicht sparen.
Wir wollen nur besser arbeiten.
Aber dann passierte etwas Schlimmes.
Es gibt einen Entwurf für ein neues Gesetz.
Das Gesetz soll Menschen mit Behinderung helfen.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Ein Gleichstellungs-Gesetz hilft Menschen mit Behinderung.
Das Gesetz macht die Menschen gleich-berechtigt.
Aber 2 Ministerien blockieren den Entwurf.
Das sind das Wirtschafts-Ministerium und das Innen-Ministerium.
Das ist schon mal passiert.
Im September 2024 haben andere Ministerien blockiert.
Das waren FDP-Ministerien.
Deshalb kam das Gesetz nicht.
Wir haben Angst.
Wir befürchten: Es wird immer schlechter.
Menschen mit Behinderung bekommen weniger Hilfe.
Das passiert seit 16 Jahren.
Vor 16 Jahren hat Deutschland einen Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag heißt: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein wichtiges Papier.
In dem Papier steht: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Alle Länder der Welt haben das Papier unterschrieben.
Deutschland muss sich auch an diese Regeln halten.
Deutschland hat versprochen: Alle Menschen sollen gleiche Rechte haben.
Barriere-freie Umgestaltung würde helfen.
Barriere-frei bedeutet: Ohne Hindernisse.
Dann bräuchten Menschen mit Behinderung weniger Hilfe.
Das würde Geld sparen.
Barrieren machen das Leben schwer.
Deshalb brauchen Menschen mit Behinderung mehr Hilfe.
Menschen-Rechte sind sehr wichtig.
Menschen-Rechte gelten immer.
Auch wenn wenig Geld da ist.
Andere Rechte werden auch nicht gestrichen.
Zum Beispiel das Recht auf Freiheit.
Wir fordern die Politiker auf:
Sprechen die Politiker ein Macht-Wort.
Das neue Gesetz soll noch vor der Sommer-Pause kommen.
Das Gesetz soll im Bundes-Kabinett besprochen werden.
Das Bundes-Kabinett ist die Bundesregierung.
Das Bundes-Kabinett besteht aus Kanzler und Ministern.
Danach soll der Bundes-Tag abstimmen.
Das soll noch dieses Jahr passieren.
Die Politiker haben gesagt: Barriere-Freiheit ist wichtig.
Jetzt sollen die Politiker auch handeln.
Deutschland soll Vorreiter werden.
Ein Vorreiter macht etwas Neues zuerst.
Andere Menschen machen das später.
Deutschland soll zeigen: Alle Menschen sind gleich viel wert.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Reinel
Frank Reinel ist Chef der VKIB.
Holger Kiesel
Holger Kiesel arbeitet für die Staats-Regierung.

Foto: ht
München (kobinet) Noch immer tut sich vonseiten der Bundesregierung nichts in Sachen gesetzliche Verbesserungen zur Barrierefreiheit. Mit einem offenen Brief für mehr Inklusion haben sich daher nun die Vereinigung Kommunaler Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) und der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Holger Kiesel an Bundeskanzler Friedrich Merz und an den CSU-Vorsitzenden Dr. Markus Söder gewandt. Mit dem offenen Brief, der auch von der LIGA Selbstvertretung, der LAG Selbsthilfe Bayern, dem Sozialverband VdK Bayern und dem VbA Selbstbestimmt Leben unterstützt wird, werden die Spitzenpolitiker vor allem aufgefordert ein Machtwort zu sprechen, damit der Referentenentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und damit für mehr Barrierefreiheit endlich zur Anhörung freigegeben und das Gesetz möglichst schnell verabschiedet werden kann.
Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten offenen Brief für mehr Inklusion:
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz, sehr geehrter Herr CSU-Vorsitzender Dr. Söder,
mit dem Koalitionsvertrag Ihrer Regierung verbanden gerade die Menschen mit Behinderung große Hoffnungen auf mehr Teilhabe und Inklusion. Einen ersten Dämpfer erhielten die Betroffenen durch die Aussagen, dass Kostensteigerungen im Sozialwesen und insbesondere der Eingliederungshilfe von mehr als 10 % jährlich nicht länger hinnehmbar seien. Dankenswerterweise stellten Sie anlässlich der Regierungsbefragung am 9. Juli 2025 auf Frage von Frau MdB Heubach klar, dass Inklusion und Teilhabe wichtige Themen für die Bundesregierung seien und keine Kostenreduktionen im Bereich der Eingliederungshilfe geplant seien, es vielmehr um Effizienzsteigerungen ginge.
Umso größer war das Erschrecken bei den Menschen mit Behinderungen, als nun bekannt wurde, dass der Versand des Referentenentwurfs zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes in der Ressortabstimmung vom CDU-geführten Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und vom CSU-geführten Bundesministerium des Inneren blockiert wurde. Dies erinnert fatal an den September 2024, als die damals FDP-geführten Ministerien den Gesetzgebungsprozess verhinderten, sodass die notwendige Reform unter der Ampel-Regierung nicht mehr verabschiedet werden konnte.
Uns alle treibt die Angst um, dass im Bereich Barrierefreiheit, Teilhabe und Inklusion allgemein immer weitere Rückschritte gemacht und nicht die notwendigen Fortschritte erzielt werden, die für eine wirklich wahrhaft inklusive Gesellschaft notwendig wären – und dies mittlerweile 16 Jahre nach Unterschrift und Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention – in der sich Deutschland zu gleichberechtigter Teilhabe und Inklusion aller Menschen verpflichtet hat.
Die barrierefreie Umgestaltung unserer Gesellschaft wäre der konsequente Schritt hin zur Eindämmung der Kostensteigerungen bei der Eingliederungshilfe, da erst die vielen noch vorhandenen Barrieren dazu führen, dass der Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung steigt bzw. hoch bleibt. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention darf dabei nicht als Schönwetterprojekt verstanden werden, die erst dann erfolgt, wenn die entsprechenden Mittel vorhanden sind. Vielmehr geht es dabei um universale Menschenrechte der Betroffenen, die umzusetzen und einzuhalten sind! Andere Freiheits- oder Gleichheitsrechte wurden und werden mit Recht zu keinem Zeitpunkt zur Disposition gestellt.
Wir fordern Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler und sehr geehrter Herr CSU-Vorsitzender, auf, mit einem Machtwort dafür zu sorgen, dass das Gesetz wie geplant noch vor der Sommerpause im Bundeskabinett und noch dieses Jahr vom Bundestag verabschiedet werden kann. Füllen Sie Ihre Worte – demnach Sie wissen, wie wichtig die Barrierefreiheit und Inklusion für die Betroffenen ist – nun auch mit Taten und helfen wir gemeinsam dabei, dass Deutschland im Bereich der Inklusion zu einem Vorreiter wird und die Werte einer gleichberechtigten Gesellschaft hochhält!
Mit freundlichen Grüßen
Frank Reinel – Landesvorsitzender VKIB e.V. und Holger Kiesel – Beauftragter der Staatsregierung

Foto: ht
München (kobinet) Noch immer tut sich vonseiten der Bundesregierung nichts in Sachen gesetzliche Verbesserungen zur Barrierefreiheit. Mit einem offenen Brief für mehr Inklusion haben sich daher nun die Vereinigung Kommunaler Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) und der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Holger Kiesel an Bundeskanzler Friedrich Merz und an den CSU-Vorsitzenden Dr. Markus Söder gewandt. Mit dem offenen Brief, der auch von der LIGA Selbstvertretung, der LAG Selbsthilfe Bayern, dem Sozialverband VdK Bayern und dem VbA Selbstbestimmt Leben unterstützt wird, werden die Spitzenpolitiker vor allem aufgefordert ein Machtwort zu sprechen, damit der Referentenentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und damit für mehr Barrierefreiheit endlich zur Anhörung freigegeben und das Gesetz möglichst schnell verabschiedet werden kann.
Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten offenen Brief für mehr Inklusion:
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz, sehr geehrter Herr CSU-Vorsitzender Dr. Söder,
mit dem Koalitionsvertrag Ihrer Regierung verbanden gerade die Menschen mit Behinderung große Hoffnungen auf mehr Teilhabe und Inklusion. Einen ersten Dämpfer erhielten die Betroffenen durch die Aussagen, dass Kostensteigerungen im Sozialwesen und insbesondere der Eingliederungshilfe von mehr als 10 % jährlich nicht länger hinnehmbar seien. Dankenswerterweise stellten Sie anlässlich der Regierungsbefragung am 9. Juli 2025 auf Frage von Frau MdB Heubach klar, dass Inklusion und Teilhabe wichtige Themen für die Bundesregierung seien und keine Kostenreduktionen im Bereich der Eingliederungshilfe geplant seien, es vielmehr um Effizienzsteigerungen ginge.
Umso größer war das Erschrecken bei den Menschen mit Behinderungen, als nun bekannt wurde, dass der Versand des Referentenentwurfs zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes in der Ressortabstimmung vom CDU-geführten Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und vom CSU-geführten Bundesministerium des Inneren blockiert wurde. Dies erinnert fatal an den September 2024, als die damals FDP-geführten Ministerien den Gesetzgebungsprozess verhinderten, sodass die notwendige Reform unter der Ampel-Regierung nicht mehr verabschiedet werden konnte.
Uns alle treibt die Angst um, dass im Bereich Barrierefreiheit, Teilhabe und Inklusion allgemein immer weitere Rückschritte gemacht und nicht die notwendigen Fortschritte erzielt werden, die für eine wirklich wahrhaft inklusive Gesellschaft notwendig wären – und dies mittlerweile 16 Jahre nach Unterschrift und Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention – in der sich Deutschland zu gleichberechtigter Teilhabe und Inklusion aller Menschen verpflichtet hat.
Die barrierefreie Umgestaltung unserer Gesellschaft wäre der konsequente Schritt hin zur Eindämmung der Kostensteigerungen bei der Eingliederungshilfe, da erst die vielen noch vorhandenen Barrieren dazu führen, dass der Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung steigt bzw. hoch bleibt. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention darf dabei nicht als Schönwetterprojekt verstanden werden, die erst dann erfolgt, wenn die entsprechenden Mittel vorhanden sind. Vielmehr geht es dabei um universale Menschenrechte der Betroffenen, die umzusetzen und einzuhalten sind! Andere Freiheits- oder Gleichheitsrechte wurden und werden mit Recht zu keinem Zeitpunkt zur Disposition gestellt.
Wir fordern Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler und sehr geehrter Herr CSU-Vorsitzender, auf, mit einem Machtwort dafür zu sorgen, dass das Gesetz wie geplant noch vor der Sommerpause im Bundeskabinett und noch dieses Jahr vom Bundestag verabschiedet werden kann. Füllen Sie Ihre Worte – demnach Sie wissen, wie wichtig die Barrierefreiheit und Inklusion für die Betroffenen ist – nun auch mit Taten und helfen wir gemeinsam dabei, dass Deutschland im Bereich der Inklusion zu einem Vorreiter wird und die Werte einer gleichberechtigten Gesellschaft hochhält!
Mit freundlichen Grüßen
Frank Reinel – Landesvorsitzender VKIB e.V. und Holger Kiesel – Beauftragter der Staatsregierung





Danke an Frank Reinel und Holger Kiesel für diesen offenen Brief. Ich hoffe es nützt etwas