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Nach dem Protesttag ist vor dem Protest vor dem Reichstag in Sachen Behindertengleichstellungsgesetz

Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Bereits am 16. April 2026 sollte der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) im Bundestag in Erster Lesung diskutiert werden. Nachdem der Tagesordnungspunkt damals wieder abgesetzt wurde, steht die Debatte nun am 7. Mai 2026 von 9:00 bis 10:10 Uhr auf der Tagesordnung des Plenums des Deutschen Bundestages. Dabei geht es darum, ob es endlich, nach so vielen Jahren, gelingt, dass Unternehmen zur Barrierefreiheit und zu angemessenen Vorkehrungen verpflichtet werden. Der vorliegende Gesetzentwurf sieht dies nicht bzw. sehr unzureichend vor, weshalb dieser von Behindertenverbänden heftig kritisiert wird. Und auch am 7. Mai wird es wie schon am 16. April lautstarke Proteste auf der Wiese am Reichstag ab 9:00 Uhr geben, die die Debatte im Reichstag, die auch von einigen behinderten Menschen auf der Tribüne verfolgt wird, begleiten. Die Debatte kann im Livestream des Bundestages auf www.bundestag.de am 7. Mai ab 9:00 Uhr verfolgt werden.

VdK-Umfrage zur Pflegereform: Klare Mehrheit gegen Kürzungen

Symbol Prozentzeichen
Symbol Prozent
Foto: ht

Berlin (kobinet) Eine große Mehrheit der Bevölkerung lehnt Leistungskürzungen in der Pflege ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Sozialverbands VdK, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt hat. Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung angekündigten Sparmaßnahmen sieht der VdK die pflegerische Versorgung in Gefahr. Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) sind gegen einen erschwerten Zugang zu einem Pflegegrad, wie er aktuell diskutiert wird. Lediglich 15 Prozent halten dies für akzeptabel. Mit 72 Prozent lehnt ein Großteil der Befragten es zudem ab, die Voraussetzungen für die Einstufung in einen höheren Pflegegrad zu verschärfen. Auch der VdK hält solche Maßnahmen für sozial falsch und unwirtschaftlich.

Barrierefreiheit im ÖPNV: 119 Haltestellen – und keine gleichberechtigte Nutzung

Bus mit Klapprampe
Bus mit Klapprampe
Foto: privat

Kaarst (kobinet) Torsten Althof hat sich mit einem Beitrag in Sachen Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) über die Situation in Kaarst an die kobinet-nachrichten gewandt. Im Folgenden veröffentlichen wir den Beitrag, in dem auf die seit dem 1. Januar 2013 im öffentlichen Personennahverkehr gesetzlich verankerte Vorgabe, Barrierefreiheit herzustellen, mit der Zielsetzung einer vollständigen Umsetzung bis zum 1. Januar 2022 hingewiesen wird. „Diese Frist ist verstrichen. Im Stadtgebiet Kaarst bestehen 119 Richtungshaltestellen. Eine durchgängig tatsächlich nutzbare Barrierefreiheit besteht dennoch nicht“, berichtet Torsten Althof.

Video-Tutorial: Investieren Sie 6 Minuten für Barrierefreiheit in den Sozialen Medien

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Soziale Medien sind ein wichtiger Teil unseres Alltags – doch viele Inhalte bleiben für blinde, sehbehinderte und hörsehbehinderte Menschen unzugänglich. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) informiert deshalb mit einem Video und einer begleitenden Website über sieben Tipps für mehr Barrierefreiheit in Social Media – von treffenden Bildbeschreibungen über leserliche Grafiken bis zum richtigen Einsatz von Emojis. „Wir rufen die Social Media-Community auf, sich über Barrierefreiheit zu informieren, und sei es auch nur kurz“, sagte DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke. „Schon in 6 Minuten kann man sich mit unserem Tutorial die wichtigsten Basics aneignen und Social Media deutlich zugänglicher machen.“

Stellungnahmen aus dem Blickwinkel von Akteuren außerklinischer Beatmung

Logo der DIGAB
Logo der DIGAB
Foto: DIGAB

München (kobinet) Die Deutschen Interdisziplinäre Gesellschaft für außenklinische Beatmung und Intensivversorgung (DIGAB) hat zu den Kürzungen im Rahmen des Beitragsstabilisierungsgesetzes und zum Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden für das Arbeitstreffen „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ am 25.3.2026 Stellungnahmen erarbeitet und veröffentlicht. Mitgearbeitet hat daran auch der Vertreter der Menschen mit außerklinischer Beatmung und Intensivversorgung, Johannes Koch, wie Dr. Maria Panzer, die Pressesprecherin der DIGAB den kobinet-nachrichten mitgeteilt hat.

Gleichstellung jetzt – Rückschritte verhindern, Teilhabe sichern

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
Logo: Deutscher Behindertenrat
Foto: DBR

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai ruft der Deutsche Behindertenrat (DBR) zu entschlossenem Handeln auf. Auch in diesem Jahr gehen bundesweit Menschen mit Behinderungen und ihre Verbände auf die Straße – ein deutliches Zeichen dafür, dass Deutschland noch immer weit von echter Gleichstellung entfernt ist. „Dass wir auch 2026 noch demonstrieren müssen, zeigt, wie groß die Lücken bei Inklusion und Teilhabe weiterhin sind. Nicht nur, dass wir im Bereich Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nicht gut vorankommen. Viele Menschen mit Behinderungen befürchten inzwischen sogar Rückschritte“, erklärt Michaela Engelmeier, Vorsitzende des Sprecherinnenrates des DBR.

Teilhabe stärken – Rückschritte verhindern

Flagge Bundesland Thüringen
Flagge Bundesland Thüringen
Foto: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

ERFURT (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen (TLMB) entschlossene Maßnahmen zur Stärkung von Inklusion und gleichberechtigter Teilhabe. Trotz bestehender gesetzlicher Grundlagen bestehen weiterhin erhebliche strukturelle Defizite – auch in Thüringen. Zentrale Herausforderungen zeigen sich insbesondere in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarktintegration, Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe. Der gleichberechtigte Zugang zu inklusiver Bildung ist vielerorts noch nicht gewährleistet. Unterstützungsleistungen wie Schulbegleitung stehen unter Druck, während gleichzeitig die notwendige Infrastruktur nicht flächendeckend ausgebaut ist.

Eingliederungshilfe muss auch langfristig finanzierbar bleiben

Wilfried Oellers
Wilfried Oellers
Foto: Wilfried Oellers

BERLIN (kobinet) Das Motto des diesjährigen Europäischen Protesttags „Menschenrechte sind kein Sparposten! Hände weg von der Eingliederungshilfe.“ trifft es nach Einschätzung des Beauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, Wilfried Oellers, grundsätzlich gut auf den Punkt: Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe. Zehn Jahre nach dem Beschluss des Bundesteilhabegesetzes steht fest, dass der Paradigmenwechsel weg vom fürsorgeorientierten Denken hin zu einer Politik der echten Teilhabe richtig war und konsequent bewahrt werden muss. „Gleichzeitig“, so schränkt Wilfried Oellers ein, „dürfen wir nicht die Augen davor verschließen, dass die von den Kommunen zu tragenden Sozialausgaben in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sind. In der Eingliederungshilfe haben sie sich von 15,6 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 28,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 fast verdoppelt.“

Teilhabe für Menschen mit Behinderungen sicherstellen

Logo: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge
Logo: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge
Foto: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge

BERLIN (kobinet) Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. unterstreicht zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2026 die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention auch in Zeiten großer Herausforderungen. Am 24. Februar 2009 hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich damit zur Einhaltung der Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichtet. Die Menschenrechtskonvention steht für einen Paradigmenwechsel, der Selbstbestimmung und Teilhabe in den Mittelpunkt rückt. „Die UN-BRK ist geltendes Recht. Deutschland muss sich daher daran messen lassen, ob die Rechte aus der Konvention auch tatsächlich umgesetzt werden“, so Dr. Verena Staats, Vorständin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Teilhaberechte sind noch immer nicht ausreichend anerkannt

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Foto: Paritätischer Gesamtverband

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung stellt Dr. Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes fest, dass die aktuelle Debatte um weitreichende Kürzungen in der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe deutlich zeigt: „Die Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen sind noch immer nicht ausreichend anerkannt“. Mehr als 15 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention bleibt ihre konsequente Umsetzung eine zentrale politische Aufgabe, so Rock und betont: „Am heutigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fordern wir, gleichberechtigte Teilhabe endlich verbindlich zu verwirklichen, ohne Wenn und Aber. Dazu gehören umfassende Barrierefreiheit, auch im digitalen Raum, sowie die Verwirklichung individueller Rechtsansprüche. Es geht nicht um freiwillige Leistungen, sondern um die Umsetzung grundlegender Menschenrechte!“

BBW warnt vor Einschnitten bei Rehabilitation und Teilhabe

Mann i8n dunklem Anzug mit weißem Hemd und Schlips
Tobias Schmidt, Vorstandsvorsitzender
Foto: BAG BBW

Berlin (kobinet) Anlässlich des heutigen Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Sicherung der Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe. Hintergrund sind aktuelle Diskussionen über eine mögliche Begrenzung der Ausgaben in der Eingliederungshilfe, die die Sorge nähren, dass weitere Einsparungen in anderen Bereichen der Rehabilitation folgen.

Menschenrechte sind nicht verhandelbar

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann – 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

BERLIN (kobinet) Zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat sich auch der Fraktionsvorsitzende der Partei DIE LINKE im Bundestag öffentlich geäußert. „‚Menschenrechte sind nicht verhandelbar‘ – so lautet der Aufruf zum morgigen Protesttag. In der Bundespolitik aber erlebt man dieser Tage das genaue Gegenteil davon.“, erklärt der Abgeordnete Sören Pellmann, Vorsitzender und behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag. Pellmann weiter: „Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes sieht vor, dass Unternehmen künftig keine konkreten Maßnahmen zur Barrierefreiheit treffen müssen – weil dies als ‚unverhältnismäßige und unbillige Belastung‘ eingestuft wird. Das ist kein bürokratisches Detail: Es ist ein Freibrief für die Privatwirtschaft auf Kosten von Menschen, die täglich gegen Barrieren ankämpfen. Betroffene, Sozialverbände und wir als Fraktion Die Linke kritisieren das zu Recht scharf. Am 7. Mai 2026 findet die erste Lesung dieses Gesetzes im Bundestag statt. Die Abgeordneten der Regierungskoalition müssen dann Farbe bekennen: Werden sie sich für konkrete Verbesserungen einsetzen – oder werden sie ein Gesetz durchwinken, das Barrierefreiheit zur Kann-Leistung degradiert? Sonntagsreden über Inklusion reichen nicht mehr. Es geht um ganz konkrete gesetzliche Verpflichtungen.

Inklusion und Teilhabe konsequent umzusetzen und Selbstbestimmung stärken

Plakat mit dem Inklusionslogo an der Spitze sowie den Daten zur Veranstaltung
Plakat zum Protesttag in Elmshorn
Foto: ÖDP

ELMSHORN (kobinet) Seit über 30 Jahren finden am 5. Mai bundesweit Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Angesichts aktueller Krisen im In- und Ausland sowie geplanter Kürzungen im Sozialbereich drohen zentrale Inklusionsziele zunehmend aus dem Blickfeld politischer Entscheidungsträger*innen zu geraten. Bereits erreichte Fortschritte bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung stehen damit auf dem Spiel – obwohl diese Ziele die Grundlage für eine uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen bilden. Umso wichtiger ist es, bislang unzureichend umgesetzte behindertenpolitische Maßnahmen konsequent voranzubringen. In Elmshorn appellieren ZukunftsLotsen und Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) an Politik und Gesellschaft, Inklusion und Teilhabe konsequent umzusetzen und Selbstbestimmung zu stärken und laden zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration auf den Alten Markt in Elmshorn ein.

Verbände fordern: Keine Kürzungen auf dem Rücken der Schwächsten !

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

HANNOVER (kobinet) In einer gemeinsame Pressemitteilung senden der Paritätische Niedersachsen und seine Mitgliedsverbände, die Lebenshilfe Niedersachsen, Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen, SoVD Niedersachsen, Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen sowie Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen deutlich und geschlossen eine klare Botschaft: Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen richten die Verbände einen eindringlichen Appell an die Politik. Ihr gemeinsamer Appell: Keine Einsparungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen – und kein Rückbau sozialstaatlicher Errungenschaften.

Protestaktion gegen Diskriminierung und für Respekt in Köln

Sharepic der Aktion Mensch zum Protesttag 2025
Sharepic der Aktion Mensch zum Protesttag 2025
Foto: Aktion Mensch

Köln (kobinet) „DiskrimiNIErung – Respekt für alle!“ So lautet der Titel der Aktion zum Euroäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, die heute, am 5. Mai 2026 am Chlodwigplatz von 15:00 bis 17:30 Uhr in Köln stattfindet. „Trommeln Sie mit uns und der Sambagruppe Queerelas für eine Stadt ohne Diskriminierung! Gerade jetzt, wo angekündigte Kürzungen seitens der Bundesregierung das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen massiv bedrohen, brauchen wir alle Unterstützung, die wir bekommen können“, heißt es im Aufruf für die Aktion von Jeanette Severin vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Köln. „Seien Sie dabei, wenn sich die politische Selbstvertretung ‚Wir für Sie‘ der Lebenshilfe Köln und wir, ‚Selbstbestimmt Leben Behinderter Köln‘ uns mitten in der Stadt gegen Alltagsdiskriminierung stark machen. Behinderte Menschen erleben täglich Ausgrenzung und Bevormundung – oft unbewusst, aus Unsicherheit oder mangelndem Wissen. Wir schaffen einen Ort des Perspektivwechsels und des Dialogs.“

Schlechte Nachrichten für behinderte Menschen am Arbeitsmarkt

Logo der Bundesagentur für Arbeit
Logo der Bundesagentur für Arbeit
Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Heute, am 5. Mai 2026, gehen behinderte Menschen in vielen Städten Deutschlands auf die Straße, um für ihre Rechte und ihre Gleichstellung zu demonstrieren. Die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen zeigt, welcher Handlungsbedarf in Sachen inklusiver Arbeitsmarkt und zur Verbesserung der Beschäftigung behinderter Menschen nötig sind. Denn mit 192.057 weist die Statistik für den April 2026 den zweithöchsten Wert seit Januar 2007 auf. Nur im Januar 2026 lag die gemeldete Arbeitslosigkeit um 270 Personen höher. Und dabei sind die über 300.000 schwerbehinderten Menschen gar nicht mitgezählt, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn für ca. 230 Euro im Monat arbeiten und mit 0,35 Prozent kaum Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Eine entsprechende angekündigte Reform des Werkstättensystems lässt immer noch auf sich warten. Bei der Protesttagsveranstaltung, die heute am 5. Mai im KulturForum in Kiel stattfindet, wird die Situation behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein Hauptthema sein.

Europäischer Protesttag: VdK warnt vor Kürzungen bei Teilhabeleistungen

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung warnt der Sozialverband VdK Deutschland vor geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Auslöser ist ein internes Vorschlagspapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe mit mehr als 70 Ideen für Einsparungen. Für den VdK steht es exemplarisch für einen schleichenden Rückbau des Sozialstaats. „Statt soziale Sicherung und Teilhabe zu stärken, wird ausgerechnet dort gespart, wo Menschen auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind. Das ist der völlig falsche Weg“, erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. „Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein verbrieftes Recht.“

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Heike Heubach (SPD) im IGEL-Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Heike Heubach
Cover des IGEL-Podcast mit Heike Heubach
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Heike Heubach (SPD) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Heike Heubach, die Behindertenbeauftragte der Bundestagsfraktion der SPD, die klare Ansichten zur derzeitigen Behindertenpolitik äußert.

Behinderte Menschen fordern eindeutige Regelungen zur Barrierefreiheit

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, der seit 1992 am 5. Mai begangen wird, fordert die LIGA Selbstvertretung von den Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD bei der am 7. Mai 2026 geplanten Debatte zur Ersten Lesung des Gesetzes zu Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetz im Bundestag konkrete Vorschläge zur Verbesserung des mangelhaften Gesetzentwurfs der Bundesregierung. Vor allem müssten die Abgeordneten sich klar dazu bekennen, dass Unternehmen zukünftig zu konkreten Maßnahmen zur Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen zur Teilhabe behinderter Menschen gesetzlich verpflichtet werden.

Österreichischer Behindertenrat fordert zum Protesttag Gleichstellung und Selbstbestimmung

Fahne von Österreich
Fahne Österreich
Foto: public domain

Wien (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2026 verweist der Österreichische Behindertenrat (ÖBR) auf sein aktuelles Positionspapier 2026. Dieses wurde im April 2026 verabschiedet und bündelt Maßnahmen an Bund, Länder und Gemeinden für eine menschenrechtskonforme Behindertenpolitik. Seit 1992 wird mit dem Aktionstag europaweit auf Ausgrenzung, Barrieren und fehlende Chancengleichheit aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stehen gleiche Rechte, Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen, heißt es im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. „Gleichstellung darf nicht beim Bekenntnis stehen bleiben. Zum Europäischen Protesttag am 5. Mai fordern wir konkrete Fortschritte: Die Vorschläge liegen mit unserem Positionspapier 2026 auf dem Tisch. Jetzt braucht es den politischen Willen von Bund, Ländern und Gemeinden, Barrieren abzubauen, Diskriminierung wirksam zu bekämpfen und volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen endlich konsequent umzusetzen“, wird Klaus Widl, Präsident des Österreichischen Behindertenrats, im BIZEPS-Bericht zitiert.

Me and Brother Outsider oder was meine Protesttagsteilnahme verhindert

Abbild des Behindertenausweises vom Autor von 1988
Behindertenausweis Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Heute am 5. Mai ist Europäischer Protesttag der Behinderten. Ich bin behindert und nehme daran nicht teil, an keiner der Protesttagsveranstaltungen, weder an der zentralen in Berlin vor dem Brandenburger Tor noch anderswo (beispielsweise in Kiel wie Ottmar und Sascha). Wie an allen übrigen Tagen, so halte ich mich auch heute ausschließlich in den „vier Wänden“ unserer Staufener Mietwohnung auf. Was traurig ist.

Behinderung ist Rebellion! – Tanzparade und Protesttag am 5. Mai in München

Sharepic der Aktion Mensch zum Protesttag 2025
Sharepic der Aktion Mensch zum Protesttag 2025
Foto: Aktion Mensch

München (kobinet) Am 5. Mai 2026 – zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung – lädt der Verein Gemeinwohlwohnen gemeinsam mit einem breiten Bündnis Münchner Organisationen zur Demonstration und Tanzparade „Behinderung ist Rebellion!“ ein. Start ist um 18:00 Uhr am Sendlinger Tor Platz, das Ziel ist der Marienplatz. Die Veranstaltung ist barrierearm (R-Toiletten gibt es am Sendlinger Tor und Marienplatz).

VDAB fordert entschlossene politische Maßnahmen für mehr Teilhabe und Inklusion

Logo des VDAB
Logo des VDAB
Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Anlässlich des europaweiten Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai fordert der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) entschlossene politische Maßnahmen für mehr Teilhabe und Inklusion. Menschen mit Behinderung haben nach Verständnis dieses Verbandes ein uneingeschränktes Recht auf Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Dieses Recht darf nicht von Finanzierungslücken, unklaren Zuständigkeiten oder strukturellen Hürden abhängig sein.

Spritpreise setzen Berufsbetreuer unter Druck

Portrait einer jungen Frau mit dunklem Haar und bläulichem Pullover
Hülya Özkan, Vorsitzende des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer (BdB)
Foto: Sven Darmer

HAMBURG (kobinet) Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise bringen Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer in ganz Deutschland zunehmend in finanzielle Bedrängnis. Besonders betroffen sind Betreuerinnen und Betreuer im ländlichen Raum, die täglich weite Strecken zurücklegen müssen und auf das Auto angewiesen sind. Hinzu kommt: Durch steigende CO₂-Abgaben verteuern sich Kraftstoffe strukturell weiter. Für Berufsbetreuer*innen bedeutet das eine dauerhafte Mehrbelastung – ohne entsprechende Anpassung ihrer Vergütung.

Behindertensportverband Niedersachsen fordert mehr Selbstbestimmung und Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen

Ein symbolischer Strich sowie eine gelbe Schleife mit gelbem und blauem Punkt an den oberen Enden
Logo des Behindertensportverbandes Niedersachsen
Foto: BSN

HANNOVER (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai fordert der Behindertensportverband Niedersachsen e.V. (BSN) Politik und Gesellschaft auf, die Belange von Menschen mit Behinderungen konsequent zu berücksichtigen und Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen. Der Verband fordert zudem, sportliche Aktivitäten als gleichwertigen Bestandteil inklusiver Lebenswelten stärker in den Fokus zu rücken. Neben Arbeit, Wohnen und Bildung gehört nach Auffassung des BSN auch der Sport zu den wesentlichen Elementen des gesellschaftlichen Miteinanders und zu den zentralen Säulen der Inklusion. „Aus gemeinsamem Sport entsteht Haltung – und Haltung führt zu Veränderung. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, eine inklusive Gesellschaft zu schaffen, in der Vielfalt als Bereicherung gesehen wird“, sagt BSN-Präsident Karl Finke mit Blick in die Zukunft.

Gemeinsam für eine Welt ohne Barrieren

Aufruf zur Teilnahme am Protesttag
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Am 13.12.2006 verabschiedete die UN-Vollversammlung in New York das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-BRK). Dieses Jubiläum ist auch Thema des seit 2012 alljährlich am 5. Mai stattfindenden Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der in diesem Jahr unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ mit vielfältigen Aktionen in Deutschland gestaltet wird. Auf Einladung des ABiD-Instituts Behinderung & Partizipation (IB&P) nehmen in diesem Jahr die Vorsitzenden und weitere Mitglieder der Behindertenverbände aus der Ukraine, Moldova, Georgien und Kasachstan an der Protestveranstaltung am 5. Mai in Berlin vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus teil.

Aktionstag für mehr Teilhabe in Potsdam

Blick über eine breite Straße auf das rötliche Stadtschloss und links das  hohe Hotel Mercure
Potsdam: Blick von der Langen Brücke auf das Stadtschloss
Foto: H. Smikac

POTSDAM (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung lädt der Allgemeine Behindertenverband Land Brandenburg am 05. Mai zu einem Aktionstag rund um die Themen Barrierefreiheit und Diskriminierung ein. Im Mittelpunkt der rund dreistündigen Veranstaltung stehen Fachimpulse und der Austausch mit Betroffenen. So wird Frau Anette Lang von der „regiobus Potsdam Mittelmark GmbH“ zur Barrierefreiheit im Busverkehr sprechen und Einblicke beziehungsweise Herausforderungen sowie praktische Erfahrungen aus dem Alltag geben. Zudem stellt Frau Heike Agsten, Kommunale Behindertenbeauftragte der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf, ein Schülerprojekt von 7-Klässlern vor, welches sich mit der Wahrnehmung und dem Abbau von Barrieren beschäftigt. Ergänzt wird das Programm durch die Präsentation neuer Motive der Postkartenaktion „Finden den Fehler – Barrieren ABBauen“, die konkrete Barrieren im Land Brandenburg sichtbar machen.

Mehr Selbstbestimmung statt Kürzungen

Logo SoVD ab 2020
Logo SoVD ab 2020
Foto: SoVD

HANNOVER (kobinet) Sowohl bei der Gesundheitsversorgung als auch bei der Eingliederungshilfe betrachtet der Sozialverband Deutschland (SoVD) die derzeitigen Entwicklungen mit großer Sorge. Anlässlich des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ am 5. Mai macht der Verband deshalb deutlich, dass die geplanten Kürzungen das Leben von Menschen mit einer Behinderung massiv einschränken würden. Er fordert die Politik auf, die Pläne nicht umzusetzen und stattdessen Inklusion voranzutreiben.

Teilhabe muss für alle verlässlich und sicher sein

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Anlässlich des europaweiten Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2026 hat der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg die neue Landesregierung in einem offenen Brief zu entschlossenem Handeln aufgefordert. Die Eingliederungshilfe muss gezielt weiterentwickelt werden, um gleichberechtigte Teilhabe zu sichern und die Rechte von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen konsequent umzusetzen. Allein in Baden-Württemberg gibt es fast eine Million Bürgerinnen und Bürger mit einer Schwerbehinderung, rund 2.000 Menschen besuchen jeden Tag Tagesstätten für psychisch erkrankte Menschen. Im Zentrum der Forderungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands steht die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe in Baden-Württemberg.

Auch in Essen gibt es Demonstrationen für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

ESSEN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gehen am 5. Mai 2026 in ganz Deutschland Menschen auf die Straße. Auch in Essen wird ein deutliches Zeichen gesetzt: Für mehr Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Der Protesttag wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um auf die Rechte von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen und eine Gesellschaft einzufordern, in der alle Menschen gleichberechtigt leben können – unabhängig von Behinderung oder chronischer Erkrankung. In diesem Jahr erhält der Protest eine zusätzliche politische Brisanz. Diskutierte Kürzungen bei Unterstützungsleistungen sowie stärkere Einschränkungen und Kontrollen gefährden die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Viele Betroffene sehen dadurch ihre Rechte bedroht.

Krankenkassenreform geht zu Lasten der gesetzlich Versicherten

Mann mittleren  Alters trägt dunklen Anzug, weißes  Hemd und  roten Schlips. Er steht schräg an einer gemauerten Wand
Landesverbandsvorsitzender Hans-Josef Hotz
Foto: Jutta Kübler

STUTTGART (kobinet) Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg, Hans-Josef Hotz, macht deutlich, dass die Krankenkassenreform zu Lasten der gesetzlich versicherten geht. „Über diesen beschlossenen Kabinettsentwurf zur Finanzreform der gesetzlichen Krankenversicherung können wir nur den Kopf schütteln.,“ so Hotz, „Da geht man ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung und beteiligt sich als Bund mit 250 Millionen Euro mehr an der Finanzierung der Gesundheitsleistungen für die Bürgergeldbeziehenden. 12 Milliarden Euro im Jahr wären aber der tatsächliche Ausgleich. Im Gegenzug dazu wird der Bundeszuschuss, der genau der Ausgleich für diese sogenannten versicherungsfremden Leistungen sein soll, von 14,5 auf 12,5 Milliarden gekürzt. Er müsste korrekt bei 37,7 Milliarden Euro liegen. Die gesetzlich Versicherten zahlen also mit der Reform weitere 1,75 Milliarden an versicherungsfremden Leistungen mehr und sind wohl das Sparschwein der Nation. Das ist an Irrwitzigkeit kaum zu überbieten.“

Politik für Gleichberechtigung nicht mit Sparpaketen vereinbar

Logo: Weibernetz
Weibernetz
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Bundesnetzwerk Weibernetz eine Abkehr von der Sparpolitik zulasten von Frauen und Menschen mit Beeinträchtigungen. Laut Koalitionsvertrag setzt sich die Bundesregierung für eine inklusive Gesellschaft gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention ein. Menschen mit Behinderungen sollen „ihr Recht auf volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe verwirklichen können“. „Wie ist das bitte vereinbar mit aktuellen Vorhaben der Regierung?“ fragen sich die Kolleginnen im Weibernetz-Büro.

Bundeskanzler verweist auf Kostenexplosion und verteidigt Einschnitte bei Behindertenhilfe

Friedrich Merz
Friedrich Merz
Foto: Friedrich Merz/Tobias Koch

Berlin (kobinet) Während um den 5. Mai 2026 herum behinderte Menschen und ihre Verbündeten über 500 Protestaktionen und Veranstaltungen durchführen und sich vor allem gegen die Einschränung ihrer Rechte und Unterstützungsleistungen wehren, kommt von Bundeskanzler Friedrich Merz keine Entwarnung. Ganz im Gegenteil, vor kurzem hat dieser die geplanten Einschnitte bei der Eingliederungshilfe und der Hilfen für Kinder und Jugendliche gerechtfertigt und auf eine „Kostenexplosion“ hingewiesen, die vor allem diese Hilfen verursachen. „Bundeskanzler Friedrich Merz hat geplante Einschnitte bei den staatlichen Hilfen für Kinder, Jugendliche und behinderte Menschen verteidigt. Eine ‚Kostenexplosion‘ bei Aufgaben wie Eingliederungshilfe, Sozialhilfe, Pflege und Unterhaltsvorschuss trage zum Milliardendefizit bei Städten und Gemeinden bei, sagte der CDU-Chef bei einer Veranstaltung mit Bürgerfragen in Salzwedel“, heißt es in einem Bericht auf msn.

Protesttagsveranstaltung in Schleswig-Holstein am 5. und 7. Mai 2026

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Kiel / Lübeck (kobinet) Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen gibt es am 5. Mai 2026 in Kiel zwei Veranstaltungen, die aufeinander aufbauen und auf die Martina Scheel aus Schleswig-Holstein die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Von 15:00 – 18:15 Uhr wird am 5. Mai vonseiten des Zentrum für selbstbestimmtes Leben Nord (ZsL Nord) im KulturForum in der Stadtgalerie Kiel, Andreas-Gayk-Straße 31, in 24103 Kiel ein umfangreiches Programm rund um das Thema Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen geboten. Höhepunkt ist ab 17:00 Uhr eine Podiumsdiskussion im Live-Podcast-Format des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit Gästen aus der Politik, Praxis und Selbstvertretung. Ab 18:45 schließt sich am gleichen Ort die Veranstaltung der Lebenshilfe Schleswig-Holstein an. Ottmar Miles-Paul liest zusammen mit seiner Leseassistentin Sabine Lohner aus seinem Roman „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ im Rahmen einer Dunkellesung. Danach folgt ein Auftritt eines inklusiven Chors. Am 7. Mai findet nach Informationen von Martina Scheel zudem von 15:00 – 18:00 Uhr eine Veranstaltung zum Protesttag unter den Rathaus-Arkaden in Lübeck statt – organisiert von den Sozialelchen Lübeck, der BSK-LV SH (Martina Scheel) und vielen weiteren Engagierten

Bundestagspetition gegen Kürzungen der Eingliederungshilfe hat 75.000er Marke geknackt

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Obwohl noch bis zum 25. Mai 2026 Zeit ist, um die von Ulla Schmidt von der Lebenshilfe mit Unterstützung einer Vielzahl von Verbänden eingebrachte Petition mit dem Titel „Keine Kürzung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ mit zu unterzeichnen, hat die auf der Petitionsplattform des Bundestages eingereichte Petition bereits die 75.000er Marke geknackt. Dies ist bereits jetzt ein starkes Zeichen gegen die Überlegungen zur Einschränkung der Rechte behinderter Menschen und zu Kürzungen bei Leistungen für behinderte Menschen. Die Petition könnte sich zu einer derjenigen mit den meisten Unterschriften im Bundestag entwickeln. Antje Welke hat die kobinet-nachrichten darüber informiert, dass die Petition nicht nur Online, sondern auch durch die Sammlung von Unterschriften auf Unterschriftenlisten unterstützt werden kann. Das Sammeln von Unterschriften ist also erwünscht, dabei sollten jedoch einige Vorgaben erfüllt werden, die die Lebenshilfe unter folgendem Link anführt: Wichtige-Hinweise-Unterschriftenlisten_Vorlage-Unterschriftenliste.pdf

Rente steigt ab 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent

Bärbel Bas
Bärbel Bas
Foto: photothek

Berlin (kobinet) Das Bundeskabinett hat am 29. April 2026 die Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 beschlossen. Damit werden die gesetzlichen Renten – vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrates – zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent steigen. „Es ist eine gute Nachricht für die Rentnerinnen und Rentner, dass die Renten im Juli um 4,24 Prozent steigen. Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung, mit der die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck kommt. Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben. Ordentliche Renten sind kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Daneben geht es mir um die Verlässlichkeit des Rentensystems – gerade in unsicheren Zeiten. Deshalb hat die Bundesregierung mit dem bereits in Kraft getretenen Rentenpaket 2025 ein Mindestsicherungsniveau von 48 Prozent für die kommenden Jahre sichergestellt. Die Menschen in Deutschland müssen sich auf eine gute Rente verlassen können“, erklärte dazu die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas.

Momentaufnahme 433

Japanische Kirschblüte
Sakura
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Nicht die Liebe, die wir empfangen, macht das  Herz warm, sondern jene, die wir geben.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Söhren Pellman im IGEL-Podcast

Cover des IGEL-Podcast mit Sören Pellmann
Cover des IGEL-Podcast mit Sören Pellmann
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Söhren Pellman (DIE LINKE) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Sören Pellmann, der als behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE schon seit vielen Jahren in diesem Bereich aktiv ist und kritische Worte zu den derzeitigen Vorschlägen und dem Vorgehen der Bundesregierung hat.

Jung und Alt nicht gegeneinander ausspielen!

Bild mit Portrait von Jugendlichen mit verschiedener Hautfarbe
Für Jugendliche ist der Start ins Berufsleben entscheidend
Foto: Franz26 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

DÜSSELDORF (kobinet) Mit einer neuen Kampagne des Sozialverband SoVD in Nordrhein-Westfalen nimmt dieser Verband die Belange der Jugend in den Blick. Der traditionsreiche Sozialverband richtet sich mit einem dringenden Appell an die Politik und fordert, junge Menschen viel stärker als bisher zu berücksichtigen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, startet der Verband sogar eigens eine Kampagne mit dem Titel „Join the bailout“, einem Begriff, den einige noch aus der Zeit der Bankenrettung und der Euro-Krise vor etlichen Jahren kennen.

Von der Exklusion zur Inklusion: Roman-Lesungen online sowie in Mainz, Bad Kreuznach und Kiel

Cover des Romans Ich will Raus von Ottmar Miles-Paul und Helen Weber
Cover des Romans Ich will Raus von Ottmar Miles-Paul und Helen Weber
Foto: Olivia Vieweg

Kassel (kobinet) Wie können behinderte Menschen besser unterstützt werden, die raus wollen: Raus aus Wohneinrichtungen, Werkstätten für behinderte Menschen oder dem Elternhaus und rein in ein inklusives und selbstbestimmtes Leben mitten in der Gesellschaft. Darum, um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und um vieles andere geht es im Roman des Behindertenrechtsaktivisten Ottmar Miles-Paul mit dem Titel „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“, der im Januar 2026 erschienen ist. Mit einer Reihe von Lesungen, die Ottmar Miles-Paul zusammen mit seiner Leseassistentin Sabine Lohner bei Veranstaltungen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen in Mainz und Bad Kreuznach am 4. Mai 2026, in Kiel am 5. Mai und online am 7. Mai durchführt, will der Autor die Diskussion angekurbeln, wie wir auch in schwierigen Zeiten Inklusion vorantreiben und einzelne behinderte Menschen beispielsweise durch Ich-will-Raus-Pat*innen unterstützen können.