Menu Close

SOD beschließt Leitbild

Erinnerung an die Eröffnung der Special Olympics Kiel 2018
Erinnerung an die Eröffnung der Special Olympics Kiel 2018
Foto: SOD/Sascha Klahn

BERLIN (kobinet) Auf ihrer digitalen Tagung im 11. Februar hat die Mitgliederversammlung von Special Olympics Deutschland (SOD) Bilanz der Entwicklung in Corona-Zeiten gezogen und mit dem Strategieplan 2021 – 2024 sowie dem SOD-Leitbild wichtige Dokumente für die weitere Entwicklung des Verbandes verabschiedet .

Moderner Zug schiebt Barrierefreiheit auf lange Bank

Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Foto: DBV

BERLIN (kobinet) Im Juli 2020 hatte die Deutsche Bahn bei Siemens insgesamt 30 Triebzüge vom Typ ICE 3neo bestellt. Der erste Zug wurde nach einer vergleichsweise kurzen Zeit fertiggestellt. Durch verschiedene erfreuliche Neuerungen wird dieser Zug zweifellos zum verbesserten Service und Komfort beitragen. ABER, bemängelt auch der Deutsche Bahnkundenverband: Bezüglich der Barrierefreiheit gibt es keine wesentlichen Verbesserungen.

Global Disability Summit am 16. und 17. Februar

Logo des Global Disability Summit
Logo des Global Disability Summit
Foto: Global Disability Summit

Oslo (kobinet) Die Regierungen von Norwegen und Ghana sowie die International Disability Alliance (IDA) laden am 16. und 17. Februar zum zweiten Global Disability Summit (GDS22) ein. Während sonst die Teilnahme an solchen internationalen Veranstaltungen nur wenigen mit den entsprechenden Verbindungen und Reisebudgets möglich ist, eröffnet die Corona-Pandemie dieses Mal eine kostenfreie und bequemere Teilnahme, denn der Global Disability Summit findet online statt und eine Anmeldung hierfür ist noch kostenfrei möglich. Allerdings finden die Online-Veranstaltungen in englischer Sprache statt.

Ausschuss-Fachgespräch zum Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Triage

Bundestag Besprechungsraum
Bundestag Besprechungsraum
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Fachgespräch ‚Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur Triage'“ So lautet der Tagesordnungspunkt 4 der nächsten Sitzung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages am 16. Februar. Im Vorfeld des Fachgesprächs hatten einige Akteur*innen der Behindertenbewegung und -verbände die Zusammensetzung der Sachverständigen und Verbände kritisiert, so dass es hier noch zu Veränderungen kam. Nun ist neben Nancy Poser als Beschwerdeführerin vor dem Bundesverfassungsgericht auch Horst Frehe als Einzelsachverständiger hinzugeladen worden.

Kommunale Verantwortung für Beschäftigung Behinderter wahrnehmen

Porträt von Maria Stafyllaraki
Maria Stafyllaraki
Foto: Anja Koehne

Kassel (kobinet) Bei der Beschäftigung behinderter Menschen wird oft auf die Beschäftigungsquote in der Privatwirtschaft oder im Landesdienst geschaut. Aber auch die Kommunen können einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und für Alternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen leisten. Deshalb hat die Kasseler Stadtverordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Maria Stafyllaraki nun in einer Presseinformation die Erhöhung der Beschäftigungsquote der Stadt Kassel angemahnt.

Petition zu Metronom-Zügen gestartet

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Bremerhaven (kobinet) „Metronom kriegt neue Züge und baut alte um – die sind aber weniger barrierefrei, sagt eine Bremerhavener Rollstuhlfahrerin. Nun hat sie eine Petition gestartet“, so heißt es in einem Fernsehbeitrag des Magazin buten un binnen mit dem Titel „Warum eine Bremerhavenerin eine Petition zu Metronom-Zügen startete“, der am 11. Februar ausgestrahlt wurde. Noch vier Wochen ist Zeit, um die Petition zu unterstützen.

Ab in den Aufzug

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „‚Viele Menschen denken, weil ich blind bin, kann ich auch nicht laufen.‘ Fabie erzählt Cindy im Video, was ihr als blinde Person sonst noch passiert“, so kündigt die Aktion Mensch in ihrem Newsletter neues von den Vlogger*innen vor. Der 14minütige Beitrag ist nun im Netz zu finden.

Steinmeier sollte Armut zum Kernthema machen

Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier
Foto: Bundespräsidialamt

Berlin (kobinet) Frank-Walter Steinmeier wurde gestern am 13. Februar erwartungsgemäß für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident von der Bundesversammlung in Berlin gewählt. In seiner Rede ging der Bundespräsident überraschendersweise auf den von den Linken nominierten Gegenkandidaten Gerhard Trabert ein und lobte dessen Engagement gegen Armut. Er bot ihm an, gemeinsam das Thema Obdachlosigkeit mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Der Sozialmediziner Gerhard Trabert hofft, dass der wiedergewählte Frank-Walter-Steinmeier (SPD) das Thema Armut zum Kernthema seiner zweiten Amtszeit macht: „Ich wünsche mir, dass er das Thema Armut ganz oben auf seiner Agenda platziert”, sagte Trabert im VdK-Podcast mit VdK-Präsidentin Verena Bentele, der heute veröffentlicht wurde.

Momentaufnahme 249

Zwei Angler im See. Die Sonne strahlt durch die Wolken
Angeln
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wörter sind wie Blätter. Dort, wo sie sich im Überfluß ausbreiten, können die Früchte des Sinns nur spärlich gedeihen. (Alexander Pope)

Martinsclub hat Baugenehmigung erhalten

Logo des Martinsclub Bremen
Logo des Martinsclub Bremen
Foto: MC Bremen

BREMEN-WALLE (kobinet) Es hat sich zwar lange hingezogen, doch nun ist die Entscheidung gefallen: Die Stadt Bremen hat dem Martinsclub Bremen die Genehmigung zum Bau des „Torhaus 1“ auf dem Dedesdorfer Platz in Walle erteilt. Die Bautätigkeiten sollen im Laufe des Jahres 2022 beginnen, die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2023 geplant.

Heute wieder harte Kämpfe beim Rollstuhlbasketball

Ausschnitt des Spiels gegen Hannover United - drei Rollstuhlbasketballer im Kampf um den hochgehaltenen Ball
Ausschnitt des Spiels gegen Hannover United
Foto: Hannover United / Maike Lobback

KÖLN (kobinet) Heute um 17.00 Uhr erwartet die Rollstuhlbasketballer des RBC Köln 99ers wieder eine schwere sportliche Aufgabe – sie kämpfen gegen die Sportsfreunde von Hannover United um Punkte und den Sieg. Den Gastgebern gelang im Hinspiel ein toller Überraschungssieg gegen die damals wie heute favorisierten Niedersachsen. In einem Low-Score Game, war es insbesondere die niedrige Trefferquote der Hannoveraner, die am Ende den Ausschlag zum späteren Kölner Sieg bescherte.

Noch kein Zeitplan für Regelungen zur Barrierefreiheit

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann, Die Linke, MdB
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) Welche gesetzlichen Regelungen plant die Bundesregierung dem Bundestag, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, zur Verpflichtung privater Anbieter von Gütern und Dienstleistungen zum Abbau von Barrieren vorzulegen und für welches Quartal und Jahr wird dies aktuell durch die Bundesregierung avisiert? Diese Frage hatte der Sprechers für Inklusion und Teilhabe der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Sören Pellmann, an die Bundesregierung gerichtet und nun eine Antwort vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekommen. Daraus geht aber nichts genaues und schon gar kein konkreter Zeitplan hervor.

IGEL-Podcast: Barrierefrei die Natur erleben – JA! Das Geht!

Titelbild des IGEL Podcast zu Guten Nachrichten zur Inklusion
Titelbild des IGEL Podcast zu Guten Nachrichten zur Inklusion
Foto: IGEL Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Barrierefrei die Natur erleben – JA! Das Geht!“ So titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, die neueste Ausgabe des nun erschienenen Podcast. Dabei geht es um eine Aufzeichnung einer Online-Veranstaltung zu guten Nachrichten zum barrierefreien Naturerleben mit den Journalist*innen und Naturliebhaber*innen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden im Rahmen des Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ des NETZWERK ARTIKEL 3.

Verfassungsgericht lehnt Eilantrag gegen Impfpflicht ab

Foto vom Bundesverfassungsgericht
Foto zeigt Bundesverfassungsgericht
Foto: Bundesverfassungsgericht

Karlsruhe (kobinet) Ein Eilantrag gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht wurde heute vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt. „Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt, mit dem die Beschwerdeführenden begehrten, den Vollzug von § 20a und § 73 Abs. 1a Nr. 7e bis 7h Infektionsschutzgesetz (IfSG) (einrichtungs- und unternehmensbezogene Nachweispflicht) vorläufig auszusetzen“, heißt es vonseiten des Bundesverfassungsgericht zur heute veröffentlichten Entscheidung.

Zeigt Kritik an Triage-Fachgespräch-Besetzung Wirkung?

Fragezeichen aus Blumen
Fragezeichen aus Blumen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Nachdem es seit Bekanntwerden der Zusammensetzung der eingeladenen Verbände und Sachverständigen zu einem Fachgespräch des Gesundheitsausschusses des Bundestages zur Nichtdiskriminierung behinderter Menschen im Falle von Triage-Situationen von Selbstvertretungs- und Behindertenverbänden herbe Kritik hagelt, scheint einem Bericht der taz zufolge nun doch noch etwas Bewegung in die Zusammensetzung der Anzuhörenden gekommen sein. Anscheinend soll nun noch Horst Frehe von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hinzugeladen werden, wie die taz kurz vor Redaktionsschluss erfahren haben will.

Dennis Sonne ist bereits im Wahlkampfmodus

Dennis Sonne bei seiner Rede zur Listenaufstellung im Dezember 2021
Dennis Sonne bei seiner Rede zur Listenaufstellung im Dezember 2021
Foto: Jamie Böcker, 2021

Lüdinghausen (kobinet) In weniger als 100 Tagen steht die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 15. Mai an. Dennis Sonne kandidiert auf der Landesliste der Grünen und befindet sich bereits mitten im Wahlkampf, wie er im kobinet-Interview mitteilte. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit ihm u.a. darüber, was es bedeutet als Rollstuhlnutzer in der Corona-Pandemie einen Wahlkampf zu planen.

Tag des Notrufs – Maßnahmen für Barrierefreiheit notwendig

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Zum heutigen Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar haben sich u.a. auch die Bundestagsabgeordneten der Grünen Leon Eckert und Stephanie Aeffner zu Wort gemeldet und machen deutlich, dass weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit notwendig sind.

VdK: Ursachen für Pflegeskandale liegen im System

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Der Bayerische Rundfunk hat in einem Seniorenheim in Augsburg grauenvolle Missstände aufgedeckt – vier Monate nachdem in Schliersee eine Pflege-Einrichtung des gleichen Betreibers geschlossen wurde. Auch RTL berichtete über ähnlich schlimme Zustände in weiteren Heimen. Für die Präsidentin des Sozialverband VdK, Verena Bentele, liegt die Ursache solcher Pflegeskandale im System. „Pflegeheimskandale wie jene in Schliersee oder Augsburg sind keine Einzelfälle. Die Ursachen für schlechte Pflege dürfen von der Gesellschaft nicht länger ignoriert werden. Sie liegen im System und müssen endlich bekämpft werden“, betonte sie

Mehr Mittel für barrierefreies Wohnen gefordert

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Düsseldorf (kobinet) Angesichts der gestern am 10. Februar von der nordrhein-westfälischen Bauministerin Ina Scharrenbach vorgestellten Zahlen zur Wohnraumförderung 2021 weist der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen darauf hin, dass laut Teilhabebericht des Landes ganze 82 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen in Privathaushalten tagtäglich mit verschiedenen Hindernissen in ihren eigenen vier Wänden kämpfen müssen. Der Verband fordert daher mehr Mittel zum barrierefreien Bauen vom Land und vom Bund.

Team Wallraff deckte würdelose Zustände in Pflegeheimen auf

Logo: RTL
Logo von RTL
Foto: RTL

Köln (kobinet) Das Team Wallraff hat in der Vergangenheit immer wieder mit Undercover-Recherchen aufgezeigt, was sich in so manchen Behinderten- und Pflegeheimen sozusagen hinter verschlossenen Türen abspielt. Gestern Abend sorgten die neuen Berichte des Team Wallraff in der besten Sendezeit auf RTL wieder einmal über Entsetzen, was pflegebedürftige Menschen in manchen Pflegeheimen erleiden müssen und wie dort auf Kosten ihrer Menschenrechte Kasse gemacht wird.

Gehörlosen-Bund informiert zum Europäischen Tag des Notrufs

Bild zeigt die nora Notruf App auf einem Smartphone
nora Notruf App
Foto: IM NRW / Bernd Thissen

Berlin (kobinet) Anlässlich des heute am 11. Februar stattfindenden Europäischen Tags des Notrufs 112 berichtet der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) über den aktuellen Stand des barrierefreien Notrufs. Demnach können derzeit Gehörlose und andere Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung drei vom Staat bereitgestellte Zugangsmöglichkeiten zu Notrufdiensten nutzen: das Notruf-Fax, die Notruf-App nora und den Tess-Relay-Dienst.

Breites Bündnis fordert Gesamtkonzept zur Bekämpfung der Kinderarmut

Kinderrechte - Gemälde an einer Wand mit Kindern und der Aufschrift - Unsere  Zukunft - sowie einem Kind davor
Kinderrechte
Foto: World Vision Deutschland

FREIDRICHSDORF (kobinet) 16 Organisationen und Verbänden fordern in einem breiten Bündnis die Bundesregierung auf, Kinderarmut in Deutschland endlich effektiver zu bekämpfen. Bei der Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans zur EU-Kindergarantie müsse eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland auf den Weg gebracht werden. Wichtig ist aus Sicht dieser Verbände, darunter UNICEF, World Vision und das Deutsche Kinderhilfswerk, dass Kinder und Jugendliche umfassend an diesem Prozess beteiligt werden.

Brandenburg will Vorreiterrolle im barrierefreien Tourismus behaupten

Blick auf die Marina am Gaierswalder See wo ein barrierefreier  Wasserwanderrastplatz entsteht
Blick auf die Marina am Gaierswalder See wo ein barrierefreier Wasserwanderrastplatz entsteht
Foto: Ch. Smikac

POTSDAM (kobinet) Seit vielen Jahren setzt sich das Land Brandenburg aktiv für barrierefreie Touristische Angebote in diesem Bundesland ein. Barrierefreiheit im Tourismus ist fest als übergeordnetes Entwicklungsthema in der Landestourismuskonzeption verankert. Um den bisherigen Weg in dieser Rolle weiterhin gerecht zu werden, intensiviert jetzt die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg ihre Unterstützungsleistung für Orte und Unternehmen.

Dringender Appell zum Fachgespräch zur Triage an den Bundestag

Prof. Dr. Theresia Degener
Prof. Dr. Theresia Degener von BODYS
Foto: privat

Bochum (kobinet) Am 16. Februar 2022 lädt der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zum Fachgespräch für ein mögliches Triage-Gesetz ein. Beim Blick auf die Gästeliste zeigt sich Prof. Dr. Theresia Degener, Leiterin des Bochumer Zentrums für Disability Studies an der Evangelischen Hochschule RWL, entsetzt. „Völlig unausgewogen ist die Liste der Sachverständigen, die der Gesundheitsausschuss zum Fachgespräch am 16. Februar einlädt. Das Verhältnis beträgt 4:1: Denn 4 Vertreter*innen von ärztlichen und ethischen Organisationen, deren Positionen zu Triage vom Bundesverfassungsgericht für verfassungsrechtlich bedenklich bewertet wurden, stehen 1 Vertreterin der Beschwerdeführer*innen gegenüber, die Recht bekamen und das nun anstehende Triage-Gesetz einklagten“, kritisiert Prof. Dr. Theresia Degener.

Stephanie Aeffner: Großer Reformbedarf in Gesundheitsversorgung

Stephanie Aeffner
Stephanie Aeffner
Foto: Aeffner/Sabine Arndt

Berlin (kobinet) „Neben dem Thema Barrierefreiheit und der Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt sehe ich den größten Reformbedarf in der Gesundheitsversorgung. Wer bestimmte Vorerkrankungen hat, ist im jetzigen System als Patient nicht besonders attraktiv. Das gilt vor allem für die ambulante Versorgung“, dies betonte Stephanie Aeffner in einem Interview mit Fanziska Schindler in ZEIT ONLINE. Die Rollstuhlnutzerin zieht dabei auch eine Bilanz über ihre ersten 100 Tage als Abgeordnete der Grünen im Bundestag.

SoVD: Schwerbehindert + arbeitslos = chancenlos!

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Was sich über die letzten Monate angedeutet habe, sei nun nach Ansicht des Sozialverband Deutschland (SoVD) in der traurigen Jahresbilanz deutlich offensichtlich: Arbeitslose schwerbehinderte Menschen tragen besonders schwer an der Krise. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ist daher alarmiert: „Die Tendenz ist besorgniserregend. 2021 hat der Anteil der Menschen mit Schwerbehinderung nochmals um 1,6 Prozent zugenommen. Das sind 172.500 Schicksale, die von der Politik im Stich gelassen werden“, erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Holger Kiesel appelliert zum Schutz durch eine Impfung

Holger Kiesel im Rollstuhl sitzend
Holger Kiesel
Foto: Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung

München (kobinet) Während auf der großen politischen Bühne wieder einmal zünftig über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gestritten und gerade vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder die Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in Frage gestellt wird, hat sich der bayerische Landesbehindertenbeauftragte Holger Kiesel mit einem Appell zum Schutz behinderter Menschen durch Impfungen mittels einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit gewandt. „Schützen Sie Menschen mit Behinderung durch Ihre Impfung“, so der Appell von Holger Kiesel.

Tag der Kinderhospizarbeit: Kranke Kinder nicht ausschließen

Hubert Hüppe
Hubert Hüppe
Foto: Hubert Hüppe

Berlin (kobinet) Anlässlich des heute am 10. Februar stattfindenden bundesweiten „Tag der Kinderhospizarbeit“ tritt der Berichterstatter für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss Hubert Hüppe dafür ein, dass kranke Kinder nicht ausgeschlossen werden. Am 10. Februar 2022 findet auf Initiative des Deutschen Kinderhospizvereins bereits zum sechzehnten Mal der „Tag der Kinderhospizarbeit“ statt. Dieser Tag hat zum Ziel, die Inhalte der Kinderhospizarbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Menschen sollen motiviert werden, sich mit den erkrankten Kindern und ihren Familien zu solidarisieren.

Jan Böhmermann nimmt sich Gemeinsamen Bundesausschuss vor

Gebäude mit Schild: Gemeinsamer Bundesausschuss
Gemeinsamer Bundesausschuss
Foto: G-BA

Berlin (kobinet) „Freud sei Dank gibt es seit über 100 Jahren eine wirksame Behandlung gegen psychische Erkrankungen: Psychotherapie! Das hilft zwar, aber in Deutschland kommt man leichter an einen kostenlosen PCR-Test als einen Psychotherapieplatz“, heißt es in der Ankündigung des ZDF Magazin Royale vom 4. Februar 2022. Jan Böhmermann beschäftigt sich dabei mit dem Mangel an von den Krankenkassen zugelassenen Psychotherapeut*innen, stellt die demokratische Legitimation des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), den er als Krokettenausschuss betitelt, in Frage und nimmt sich dessen Vorsitzenden Prof. Josef Hecken mit einigen Zitaten zur Brust.

Able – was? Ein Filmprojekt

Vorspann Text So gesehen… Ein partizipatives Filmprojekt zum Thema Ableismus
Screenshot vom Vorspann des Filmes „So gesehen…“
Foto: Siggi Kirch

Berlin (kobinet) Gemeinsam mit Mitarbeiter*innen des Bahnsteig 42 in Iserlohn-Letmathe ist ein etwa einstündiger Film zum Thema Ableismus entstanden.

Able – was?

Kurz gesagt: Ableismus ist die Form der Marginalisierung und Diskriminierung, der Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind.

Uns hat die Filmautorin Siggi Kirch darauf aufmerksam gemacht und diesen Text uns geschickt, den wir sehr gern veröffentlichen.

Wie barrierefrei ist der ÖPNV

Logo des BSK
BSK-Logo
Foto: BSK

KRAUTHEIM (kobinet) Das vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter initiierte Projekt „ÖPNV für Alle“ begleitet die Umsetzung der Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr und steht vor allem für die Verbände vor Ort und Menschen mit Behinderung als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Rahmen dieses Projekts wurden bisher die Nahverkehrspläne aller Landkreise und kreisfreien Städte der Bundesländer (soweit verfügbar) zusammengetragen und auf das Thema Barrierefreiheit hin ausgewertet. Für die Projektbeteiligen des BSK ist nun wichtig, zu wissen, wie die Lage vor Ort ist, denn sie können nicht überall zeitgleich sein. Deshalb möchten sie mit Nutzerinnen und Nutzern des ÖPNV in den Dialog treten

Weiterhin Freiwillige für Berlin 2022 gesucht

Logo Special Olympics Deutschland
Logo Special Olympics Deutschland
Foto: SOD

BERLIN (kobinet) Vom 19. bis 24. Juni 2022 werden in Berlin mehr als 4.000 Sportlerinnen und Sportler in mehr als 20 Sportarten bei den Special Olympics Nationalen Spielen Berlin 2022 an den Start gehen. Das Organisationskomitee wird dabei gut 3.000 freiwillige Helferinnen und Helfer ins Team holen, um den Athletinnen und Athleten beste Bedingungen zu bieten. Noch bis zum 25. März 2022 können sich diese freiwilligen Helfer bei den Nationalen Spielen 2022 der Special Olympics registrieren lassen.

Triage-Fachgespräch im Bundestag: Mehr Rückschritt wagen!

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) „Ungenügend, Thema verfehlt!“ So beurteilt die LIGA Selbstvertretung die Reaktion des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages auf einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom Dezember 2021. Darin war der Gesetzgeber zu unverzüglichem Handeln aufgefordert worden, um behinderte Menschen im Fall einer Triage vor Diskriminierungen zu schützen. Von einer Triage spricht man, wenn die medizinischen Ressourcen nicht mehr für alle behandlungsbedürftigen Personen ausreichen. Der Gesundheitsausschuss reagiert mit einem Fachgespräch zum Thema Triage am 16. Februar. „Das Partizipationsgebot der UN-Behindertenrechtskonvention wurde dabei wieder einmal missachtet“, erläutert Dr. Sigrid Arnade, eine der LIGA-Sprecher*innen, den Grund für die scharfe Kritik.

Werkstätten unter Rechtfertigungsdruck: Weniger Geld bei gleicher Leistung

Logo: Budget für Arbeit nutzen
Logo: Budget für Arbeit nutzen
Foto: NW3

Baunatal (kobinet) Jahrelang konnten die Werkstätten für behinderte Menschen sich bei schönen Sommerfesten oder bei Politiker*innen-Besuchen feiern und zur Schau stellen, was sie alles Gutes für behinderte Menschen machen. Die Kritik der Betroffenen an geringen Löhnen, fehlenden Arbeitnehmerrechten und zum Teil schlechter Behandlung von oben herunter blieb dabei weitgehend ungehört oder verhallten im System. Das hat sich in den letzten Jahren durch zunehmende kritische Berichte über die geringen Entgelte und äusserst niedrigen Vermittlungsquoten der Werkstätten geändert. Und so müssen sich zusehends auch die Werkstätten vor Ort, wie aktuell die Baunataler Werkstätten, öffentlicher Kritik stellen, zumal die Entgelte trotz gleicher Leistung zum Teil noch gesenkt wurden.

Schauspielerin und Tänzerin Nele Buchholz: Vom Wunsch zur Wirklichkeit

Neele Buchholz
Neele Buchholz
Foto: Neele Buchholz

Bremen (kobinet) Wie wichtig es ist, Wünsche zu haben und was möglich ist, wenn diese konsequent verfolgt werden, das zeigt ein Bericht über Nele Buchholz im Stadtmagazin Bremen mit dem Titel „Inklusionsexpertin auf Erfolgskurs“. „Neele Buchholz ist Tänzerin und Schauspielerin. Dass sie das Downsyndrom hat, hält sie keineswegs davon ab, ihre beruflichen Träume zu verfolgen“, heißt es zur Einführung im Bericht von Jennifer Fahrenholz.

MDR-Magazin Selbstbestimmt mit aktuellen Themen

selbstbestimmt
Startbild der mdr-Sendung „Selbstbestimmt“
Foto: MDR

Leipzig (kobinet) Am 13. Februar um 8:00 Uhr wird die neueste Ausgabe von Selbstbestimmt – Das Magazin im MDR Fernsehen zum Leben mit Behinderung ausgestrahlt. Dabei greift das Magazin wieder aktuelle Fragen auf und zeigt, wie Inklusion möglich ist, beispielsweise in der Goldbrötchen Bäckerei im Vogtland, wie es in einer Presseinformation heißt.

Weigerung von Firmen, Schwerbehinderte einzustellen, ist verantwortungslos

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Private und öffentliche Arbeitgeber mit mehr als 20 Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten behinderten Menschen zu besetzen. Aktuell erfüllen 74 Prozent aller Arbeitgeber (126.468) diese Pflichtquote nicht. Fast ein Viertel (43.700) haben nicht einmal einen schwerbehinderten Menschen angestellt, so die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Dazu sagt die Präsidentin des Sozialverband VdK Verena Bentele: „Es ist verantwortungslos, dass sich mehr als zwei Drittel der deutschen Arbeitgeber weigern, schwerbehinderte Erwerbstätige einzustellen.“

Bei Behandlungsfehlern haben Opfer wenig Rechte

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Schon fast zehn Jahre ist es her, dass in Deutschland erstmals ein Patientenrechtegesetz eingeführt worden ist – damals war dies nach Ansicht des Sozialverband Deutschland (SoVD) ein Meilenstein. Leider zeige sich aber, dass nach wie vor Probleme bei der Durchsetzung der Patientenrechte bestehen. Die tatsächliche Anzahl an Behandlungsfehlern sei nach wie vor unbekannt. In rund jedem vierten gemeldeten Fall hätten die Gutachter*innen der Gemeinschaft der Medizinischen Dienste im Jahr 2020 einen vermuteten Behandlungsfehler bestätigt, wie der SoVD mitteilt.

Kritik an Zusammensetzung des Ausschuss-Fachgesprächs zur Triage

Bild von Nancy Poser
Nancy Poser
Foto: privat

Berlin/Trier (kobinet) Nun werden die Bundestagsabgeordneten in Sachen Triage aktiv, wie aus einer Twittermeldung von Nancy Poser hervorgeht. Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages plant für den 16. Februar ein nichtöffentliches Fachgespräch zur Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur Triage. Allerdings kritisiert Nancy Poser, dass außer ihr keine Selbstvertretungsorganisation behinderter Menschen zu diesem Fachgespräch eingeladen wurde.

Dusel: Bei Umsetzung der Inklusion nicht kleckern, sondern klotzen

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Knapp vier Wochen nach seiner erneuten Ernennung zum Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen stellte Jürgen Dusel heute in Berlin die Themen vor, die er in der laufenden Legislaturperiode im Schwerpunkt bearbeiten will. Dabei betonte er, wie wichtig es sei, seine Arbeit als ressortübergreifende Tätigkeit zu begreifen